Elementarwissen

Elementarwissen

Der Grundschulbildung-Podcast

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:00: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Elementarwissen, dem Grundschulbetungs Podcast.

00:00:05: Ich bin Steffen

00:00:06: und ich bin Jessica.

00:00:08: Jessica wir wollen uns ein Thema näher anschauen das wahrscheinlich jede Lehrkraft kennt und zwar geht es heute um die Gruppenarbeit.

00:00:16: man stellt sich vor man hat eine tolle Idee man verteilt das Material erklärt die Aufgabe und am Ende ist man einfach nur enttäuscht.

00:00:25: Zwei Kinder arbeiten, eins malt.

00:00:27: Eins redet über was ganz anderes ein anderes zieht sich komplett zurück und am Ende denkt man die Gruppenarbeit funktioniert bei dieser Klasse einfach nicht.

00:00:37: Jetzt frage ich dich Welche These hast du dazu warum Gruppenarbeit nicht funktionieren könnte?

00:00:44: Naja Ich würde behaupten eine Gruppenarbeiten scheitert doch häufig nicht an den Kindern Sondern an unklaren Rollen, unklare Aufgaben und fehlender Struktur.

00:00:53: Okay das ist wichtig denn Wenn Gruppenarbeit misslinkt, wird oft den Kindern die Schuld gegeben.

00:01:00: Also hat sowas gesagt wie sie können noch nicht zusammenarbeiten?

00:01:05: Die sind zu unruhig, die schaffen das Soziale einfach nicht.

00:01:08: Ist das so was du auch damit bekommst?

00:01:11: Ja genau also.

00:01:12: dabei zeigt die Forschung seit Jahrzehnten etwas ganz anderes.

00:01:16: Kooperatives lernen kann und ist wirksam Aber eben nur unter bestimmten Bedingungen.

00:01:23: Also es reicht nicht, Kinder an einen Tisch zu setzen und zu sagen hey, Kinder arbeitet mal zusammen!

00:01:29: Genau das betonen auch Johnson & Johnson die sagen Kooperatives Lernen ist nicht einfach das Zusammensetzen von Kindern in Gruppen sondern das braucht einfach eine ganz klare gestaltete Bedingung damit es gelingt.

00:01:47: Ok ich würde sagen dass nehmen wir Einfach mal als erster Tese.

00:01:52: Also, Tese Nummer eins wäre das Gruppenarbeit gar keine Sozialform ist sondern eher eine Lernform und das wird dann oft verwechselt.

00:02:01: also viele bahnen den Gruppenarbeit wie so eine Organisationsform.

00:02:05: jetzt lernt man zu zweit jetzt lernen wir zu viel.

00:02:08: statt allein vier Kinder setzt sich ein Tisch Material in die Mitte und dann legt man los

00:02:14: Genau.

00:02:15: Aber Gruppenarbeit ist didaktisch viel einspruchsvoller.

00:02:20: Plötzlich müssen die Kinder nicht nur fachlich denken, sondern gleichzeitig zuhören, erklären, absprechen, aushandeln, Entscheidungen treffen mit Zeit umgehen können und auch noch Ergebnisse sichern.

00:02:33: Also eigentlich nehmen sie in Schulstoff eine Mehrfachanforderung?

00:02:38: Genau.

00:02:38: Und deswegen ist es eigentlich kein Wunder, wenn Gruppenarbeit tatsächlich auch misslinkt, wenn diese Anforderungen nicht vorher aufgebaut und eingeübt worden sind.

00:02:48: Die OECD beschreibt auch kollaboratives Problemlösen als die Fähigkeit sich wirksam an einem Prozess zu beteiligen in dem mehrere Personen ihr Verständnis ihre Anstrengungen und ihr Wissen bündeln um gemeinsam eine Lösung zu erreichen.

00:03:06: Außerdem zeigt auch die OECD, dass diese Form der Zusammenarbeitens positiv mit Leistung im Lesen Mathematik Naturwissenschaften zusammenhängt.

00:03:15: Okay weil ich habe immer so ein bisschen das Gefühl Gruppenarbeit wird oft mal so ein bißchen angesehen wie naja da lernt man eher weniger bei.

00:03:25: aber ist dann das Gruppenarbeit nicht in Anführungsstrichen weniger Unterricht sondern sogar oft mehr weil mehr geschult wird und das Ganze auch noch mal positive Effekte auf Grundfertigkeiten hat.

00:03:38: Genau, mehr an sprachlichen Anforderungen, mehr am Selbststeuerung ein mehr an soziale Verantwortung und genau deshalb muss sie aufgebaut werden.

00:03:50: also wir können nicht davon ausgehen dass die Kinder das auf Anhieb können.

00:03:54: Okay dann würde ich aus dem was du sagst auch nochmal die zweite These ableiten.

00:04:01: Du sagst ja, dass das Ganze kooperativ sein soll und dadurch ist es wirksam für die Kinder.

00:04:09: Das heißt aber auch, dass die Aufgabe auch kooperativ aufgebaut sein muss.

00:04:15: Also können die Kinder nur so gut sein wie die Aufgabe ist?

00:04:22: Genau, also definitiv und so genannte Gruppenaufgaben sind in Wahrheit gar keine kooperativen Aufgaben.

00:04:30: Also wenn ein Arbeitsblatt auch von einem Kind allein erledigt werden könnte dann ist die Gruppe oft einfach eine Kulisse.

00:04:37: es ist total überflüssig.

00:04:38: Okay, dann passiert genau das was wir kennen Ein Kind übernimmt zwei machen mit eins guckt zu

00:04:45: oder noch Typischer.

00:04:47: Alle reden, aber niemand braucht den anderen wirklich.

00:04:51: und genau da kommt ein zentrales Prinzip aus der Forschung hinein positive Interdependenz.

00:04:58: Johnson & Johnson beschreiben das kooperatives Lernen nur dann entsteht wenn Kinder so aufeinander bezogen sind dass sie das Ziel nur und ausschließlich gemeinsam erreichen können.

00:05:10: Dazu kommen weitere Kernelemente wie förderliche Interaktion, soziale Fertigkeiten, Gruppenreflexionen usw.

00:05:17: Ok also geht es gar nicht darum Arbeiten zusammen sondern die Aussage von Gruppenarbeit sollte eher sein ihr braucht euch gegenseitig um diese Aufgabe überhaupt zu schaffen?

00:05:28: Genau!

00:05:29: Also zum Beispiel wenn jedes Kind eine andere Information hat dann ist seine Gruppenarbeit sinnvoll.

00:05:36: Wenn unterschiedliche Teilaufgaben zu einem gemeinsamen Ergebnis zusammengeführt werden müssen, dann ist es sinnvoll.

00:05:43: Wenn jedes Kind das Ergebnis erklären können muss, dann isst es auch sinnvoll.

00:05:48: und wenn die Gruppe da nur fertig ist, wenn alle verstanden haben wie sie vorgegangen sind.

00:05:54: Und das ist dann echte Kooperation?

00:05:56: Ja!

00:05:56: Das ist die taktisch ein ganz großer Unterschied.

00:05:59: Gut ich hatte ja gerade schon gesagt dass es oft typisch so Ein Kind übernimmt die Führung.

00:06:09: Zwei machen mit, eins guckt zu.

00:06:13: Viele Lehrkräfte möchten ja auch Gruppenarbeit dann offen gestalten und möchten so diese Team-Dynamiken haben.

00:06:21: Ich glaube aber das ist oft ganz gut gemeint Aber... Das wäre jetzt meine dritte These.

00:06:26: Die Offenheit ohne Struktur Ist eher keine Chance für viele Kinder sondern eher eine Überforderung.

00:06:36: Man kennt ja den Spruch, gut gemeint ist nicht gut gemacht.

00:06:40: Aber ja genau eigentlich.

00:06:42: also gerade jüngere Kinder oder Kinder mit Unterstützungsbedarf zum Beispiel profitieren nicht von Wagen Erwartungen sondern von sichtbaren Rollen und kleinen Arbeitsschritten in der Brandenburger Handreichung zum Sonnerpädagogin Förderwiederschwerpunkt lernen.

00:06:58: zum Beispiel wird sehr konkret empfohlen Regeln für Gruppenarbeit aufzubauen, Arbeitsschritte einzuhüben, Aufgaben zu visualisieren und strukturierte Rückmeldungen einzusetzen.

00:07:09: Und dort wird auch betont, dass die Lehrkraft besonders in der Anfangsphase Gruppenprozesse kontinuierlich unterstützen muss.

00:07:19: Ich hatte zum Beispiel vor kurzem beim Seminar Ranae Gruppenarbeit in Wehaus gegeben und da wurden den Kollegen ganz klar bewusst welche Anforderungen... gestellt werden, weil die Rollen waren eigentlich ganz klar verteilt.

00:07:34: Jeder hatte eine kleine Karte mit seiner Rolle, worauf zu achten war und die eine Gruppe hat es einfach nicht geschafft und sie haben wirklich sehr lange gebraucht um sich da reinzufuchsen.

00:07:43: Die mussten sich gegenseitig liebevoll ermahnen.

00:07:47: dann wurde festgestellt das Protokoll wurde nicht zu Ende geführt.

00:07:50: Er erinnert sich nicht immer nur gemeldet, wenn er das Wort irgendwie erteilt bekommen hat.

00:07:56: Und die haben selber eine Lehrkraft, die festgestellt ist es nicht einfach selbst im Erwachsenenalter und das umzusetzen, wenn es nicht trainiert

00:08:05: ist.

00:08:06: Okay aber das finde ich ganz spannend weil ja viele Gruppenarbeiten eigentlich genau daran scheitern also gar nicht an dem Fachlichen.

00:08:14: was die Lehrkraft oft dann gut erklärt Aber die Zusammenarbeit klappt da nicht ist einfach zu waage und nicht richtig erklärt.

00:08:24: Genau, weil es wird auch gesagt was gemacht werden soll?

00:08:29: Es wird aber selten erklärt wie man in der guten Arbeit arbeiten soll.

00:08:34: Okay, aber was wären jetzt Beispiele?

00:08:35: also wenn du die Rollen verteidest das ist dann wer liest vor wer achtet auf die Zeit?

00:08:41: wer fragt nach?

00:08:42: wer schreibt mit?

00:08:43: Wer kontrolliert ob alle mitkommen?

00:08:46: Ja genau!

00:08:47: Und dann wundert man sich dass manche Kinder verdominieren oder andere komplett verschwinden andere sich anderweitig beschäftigen.

00:08:54: Okay, aber dabei ist es gar nicht so Charakterschwäche oder Charakterväter sondern eher dass die Kinder schlicht nicht wissen in welcher Rolle bin ich gerade?

00:09:04: was soll ich eigentlich dann übernehmen?

00:09:06: Naja meistens ist meine Schlegkraft ganz schnell so in dieser Schiene.

00:09:11: okay ja dieses Kind ist sowieso so dieses Kind kann nicht mit anderen sozial nicht gut aufgestellt bla bla.

00:09:18: Aber tatsächlich, die Kinder brauchen den Gruppenarbeit nicht einfach mehr Sozialkompetenz sondern an versichtbare Erwartungen.

00:09:25: Also ganz klar erläutern was erwarte ich von den Kindern?

00:09:28: wie können sie diese Gruppenarbeit erfolgreich durchführen?

00:09:33: Rollen entlasten rollen strukturieren rollen machen einfach die Beteiligung wahrscheinlicher.

00:09:40: Okay, dann würde ich das mal als vierte These nehmen.

00:09:43: Weil du hattest ja das von der Brandenburger Handreichung gesagt?

00:09:49: Die Handreichungen zum Sonderpädagogischen Förderbedarf

00:09:53: lernen.

00:09:54: Genau.

00:09:55: Darauf wollte ich hinaus.

00:09:58: Und daraus würde ich jetzt schließen, als vierter These dass die Rollen eigentlich nur dann helfen wenn sie verstanden und vielleicht sogar eingeübt sind.

00:10:12: Also das reicht auch nicht nur zu sagen, ich verteile die Rollen.

00:10:16: Das muss auch irgendwie geübt und erlernt

00:10:20: werden.".

00:10:21: Genau also diese... Man hat immer die Tendenz okay man verteilt die rollen und damit hat man es vielleicht schon gut getan irgendwie.

00:10:29: Also man hat vielleicht schon eine Stimmung, vielleicht als Lehrkraft ein Stück weiter als andere, die es anfahren noch irgendwie erwarten und das war's auch schon.

00:10:38: Es reicht aber nicht irgendwie, die Rollen einfach nur auf Kärtchen zu drucken und zu erwarten.

00:10:44: Die Kinder wissen irgendwie was sie damit zu tun haben.

00:10:47: Was ist tatsächlich bedeutet?

00:10:48: Also wenn man irgendwie den Zeitwächter haben möchte muss man auch ganz klar sagen, was ihnen denn genau seine Aufgaben.

00:10:56: Wenn man den Protokollanten haben möchte, muss man aufschreiben.

00:10:59: Was macht er dann ganz genau?

00:11:00: Die Kinder müssen es genau... Ja wissen, was deren Aufgaben tatsächlich dann auch sind.

00:11:07: Und es muss alles sinnvoll sein und es muss auch alles zur Aufgabe passen.

00:11:13: Es ist anfangs nicht nur wirksam, sondern weil das da ist.

00:11:17: Also reicht es eigentlich nicht, Räunkärtchen für jede Gruppenarbeit zu haben die man in der Schublade hat und jedes Mal rausholt?

00:11:26: Sondern sie müssen dann tatsächlich auf die Aufgabe angepasst sein.

00:11:32: Genau, also wenn man ein Materialchefin wie hat der nur Material verteilt, löst das doch lange kein fachliches Problem.

00:11:41: Also wirksame Rollen helfen beim Denken und beim Koordinieren und beim Lösen.

00:11:47: Wenn seine Aufgabe ist Materialchef zu sein dann ist ja anfangs Materialchefen erdenkt halt nicht mit.

00:11:54: Dann welche Rollen würden die jetzt spontan einfallen?

00:12:00: Wenn jetzt wenig Material gebraucht wird, ist das ja wahrscheinlich eher eine Rolle die überflüssig ist.

00:12:06: Was wären so Rollen, die bei relativ vielen Gruppenarbeiten rankommen?

00:12:13: Der Leser zum Beispiel würde die Aufgaben vorlesen Aufgaben klärer, der würde sich vielleicht mit eigen Worten noch mal umformulieren.

00:12:25: Hätte der Wächter das Wissen nochmal irgendwie abfragt, um sicher zu sein dass alle wirklich den Inhalt verstanden haben.

00:12:33: Also alle den gemeinsamen

00:12:34: Stand haben?

00:12:34: Genau, dass sie den Lernstamm quasi geprüft haben also eine Art Selbstdiagnose in der Gruppe etabliert haben.

00:12:43: Dann hat man den Schreiber, der schreibt alles auf für das Protokoll und dann hat man die Zeitwächter.

00:12:48: Da geht es nicht darum, dass er guckt wie man noch genügend Zeit hat.

00:12:52: Dass er nur die Uhr quasi im Blick hat sondern es geht darum tatsächlich, dass ja dem Ablauf dieser Gruppenarbeit zeitlich strukturiert also dass sie sich wirklich gewisse Zeit fenstern etablieren und besprechen, wann sie was wie machen sollen.

00:13:07: Und dann hat man den Sprecher, der am Ende quasi nochmal die Arbeit der Gruppe präsentiert.

00:13:15: Dann hat man noch sonstige Leute, die noch Fragen oder Rückfragen beantworten.

00:13:24: Wichtig ist, es muss zur Aufgabe irgendwie passen.

00:13:27: Es muss irgendwie innerhalb dieser Gruppenarbeit stattfinden können ohne dass die Kinder es jeweils einzeln bearbeiten könnten und die Aufgaben müssen irgendwie einen Denken zur Aufgabe beinhalten.

00:13:43: Also wenn ich dich richtig verstehe geht's darum das gute Rollen nicht nur des Verhalten der Gruppe steuern sollen sondern auch des Denken und Mitdenken fördern sollen

00:13:55: Genau.

00:13:55: Und sie müssen eingeübt werden, also in der Forschung wird dann auch beschrieben das Lehrkräftegruppen und Aufgaben so strukturieren müssen dass die Schüler wirklich Interdependenz arbeiten können Dass sie miteinander sprechen, dass ihr Ressourcen teilen, dass sie ihr denken irgendwie versprachlichen können.

00:14:16: und Lehrkräften spielen dabei ein Schlüsselrolle wenn Sie für die Qualität der Interaktion sorgen.

00:14:23: Das geht nur mit Übung.

00:14:25: Okay, also ist das Erlernen von Rollen Unterrichtsinnheit und nicht nur der Organisation geschuldet?

00:14:33: Genau.

00:14:34: Das ist meistens immer der Knackpunkt.

00:14:37: Viele Kollegen stehen da und sagen ja ich habe Gruppenarbeit gemacht, es hat nicht funktioniert.

00:14:41: Dabei hatte jeder seine Rolle.

00:14:44: Der eine war Zeitwächter und fragte mal okay was war denn genau seine Rolle als Zeitwächter?

00:14:48: Ja er hatte die Uhrzeit im Blick!

00:14:51: Das funktioniert nicht.

00:14:53: Und wenn man die Kinder fragt, die werden auch sagen, ich habe die Uhr im Blick, ich war für die Zeit zuständig?

00:14:57: Nein du bist nicht für die zeitzuständig!

00:14:59: Du bist für die Einteilung der Zeit zuständig und das macht einen Unterschied.

00:15:03: Aber wenn es den Kindern nicht klar ist dann können sie das nicht meistern und dann ist mein Unzufrieden.

00:15:09: Okay, dann würde ich daraus... Die fünfte These so ein bisschen ableiten was du ja im Endeffekt sagst ist Wenn du schon Kollegen hast die Zeit, welcher einsetzen, also schon Rollenverteilung machen.

00:15:23: Dann lassen sie die Kinder aber zu früh los und lassen sie zu früh selbstständig arbeiten bevor die Rollen tatsächlich wirklich eingeübt sind unter der Hand

00:15:37: wurden.".

00:15:39: Genau!

00:15:40: Aber Selbständigkeit entsteht ja nicht durch die Abwesenheit der Lehrkraft oder so.

00:15:43: Da sagt hat ihr auch... Da komme ich wieder auf die Sieben C, also Clarity ist ganz wichtig.

00:15:50: Die Kinder müssen genau wissen was sie zu tun haben wie sie es zu tun habe und das geht nicht ohne Lehrkraft.

00:15:55: Also diese Selbstständigkeit, ich glaube dazu haben wir schon eine Folge auch gemacht, die entsteht irgendwie nur durch gute Begleitung.

00:16:05: also auf die Lehrkraft kommt es an.

00:16:08: Okay aber was heißt das konkret?

00:16:11: Die Lehrkraft beobachtet.

00:16:12: Sie stirbt, sie klärt, sie spiegelt, sie hinterfragt, sie fokussiert und strukturiert nach nicht dauernd und auch nicht kontrollierend aber so dass es gezielt ist von Anfang an.

00:16:25: Sie geht noch mal in die Gruppe rein als Beobachter sie hinter fragt warum die Kinder das so machen.

00:16:31: wie wie sie also ob die Kinder jetzt eine Rückmeldung geben können zu der bisherigen Arbeit zur bisherigen Gruppenarbeit Ob sie gerade ein gutes Gefühl haben, ob Sie wirklich zielführend arbeiten können usw.

00:16:44: und versucht so zu lenken?

00:16:46: Es geht nicht darum.

00:16:47: also ich bin jetzt nicht sofrieden mit der Leistung.

00:16:50: Ich sehe euch viel arbeiten!

00:16:51: Nein es geht immer noch um Rückmeldungen und Reflexion selbstreflexionen und da kann man sich als Beobachter hinsetzen und die mal wieder hinter fragen und gucken.

00:17:01: Also ist das eher eine Art Coaching als die Kinder einverlaufen lassen.

00:17:05: Genau, also die Brandenburger Handreichung formuliert das auch deutlich.

00:17:11: in der Anfangsphase.

00:17:12: Der Gruppenarbeit ist die Lehrkraft stark gefordert Unterstützung für Gruppenprozesse zu geben etwa zum Beispiel indem sie auf störende Bemerkungen aufmerksam macht dass eingehen auf Ideen anders hervorhebt oder Fortschritte verbalisiert.

00:17:28: Okay ich finde es passt ganz gut so vielen Klassen zum Erfahrung.

00:17:32: Also wenn Lehrkräfte kurze Zwischenstopps einbauen, dann läuft die Gruppe meistens besser.

00:17:41: Ja genau das ist auch meine Erfahrung.

00:17:43: also zum Beispiel wenn man dich Zeit stoppen nach ein paar Minuten und anfangen mal fragen wer kann die Aufgabe jetzt hineigen bauten irgendwie formulieren oder nochmal irgendwie kurz mal stoppen reflektiert intern wie die Zusammenarbeit bisher ist.

00:18:05: Nur kurz, es geht wirklich um damit sie nochmal in die Arbeit zu schicken.

00:18:11: aber mit dieser Selbstreflexion und dann merkt man die Gruppen funktionieren dann immer besser.

00:18:18: Es ist wie.

00:18:19: ich hatte es mal erzählt Ich hatte irgendwie Interviews machen lassen in der Klasse Und die Kinder kannten die Methode gar nicht Die sind wild rumgelaufen.

00:18:29: Also wir hatten zwar die Regeln wie besprochen und so.

00:18:31: Und trotzdem war die Tunlage halt nicht so leise, dass es angenehm war.

00:18:35: Es war trotzdem, es hielt sich in Massen und wer mich kennt der weiß meine Anforderungen sind recht hoch Aber es war nicht leise.

00:18:42: Dann hab ich kurz gestorbt, die Kinder standen und haben sich nicht mehr bewegt.

00:18:47: Wir haben kurz reflektiert.

00:18:48: Wie war die Tonlage?

00:18:49: Viele haben gesagt, ich bin zu aufgeregten noch oder zu laut.

00:18:53: Da geht's kurz in sich überlegt und dann starten wir eine zweite Runde.

00:18:58: Die zweite Ründe war wunderbar!

00:19:00: Das zeigt immer wieder Reflexion, Selbstreflexion ... Feedback ist enorm wichtig um einfach... eine Verbesserung im Verhalten in den Arbeitsweisen erwirken zu können.

00:19:14: Mache ich tatsächlich beim Fußballtraining auch, dass sich immer wieder, wir machen ja viel Spielform und die unterbreche ich auch ständig und fragt die Kinder was funktioniert gerade gut?

00:19:22: Was nicht?

00:19:24: Ich finde das klingt immer so simpel aber es ist ziemlich wirksam.

00:19:27: Ja weil dadurch die Verantwortung sichtbar wird.

00:19:31: also die Kinder merken okay die Verantwortung liegt nicht bei der Lehrkraft sondern bei mir selbst.

00:19:36: Okay, dann lass uns daraus mal die nächste These bauen.

00:19:42: Was du ja eigentlich sagst ist Gruppenarbeit braucht individuelle Verantwortung.

00:19:48: also es geht nicht darum dass jeder alles macht sondern das jeder eine eigene Verantwortlichkeit hat

00:19:55: Genau!

00:19:56: Also wir brauchen auf jeden Fall individuelle Verantwortlichkeiten.

00:20:01: Wenn am Ende nur die Gruppe bewertet wird, ohne dass sichtbar wird was jede einzelne Person verstanden oder beigetragen hat entsteht offenfach ein Mitnahmeffekt.

00:20:11: Das ist tatsächlich etwas meine Kinder oft in der Schule von Gruppenarbeiten berichten vor allem wenn es über mehrere Stunden hinweg geht und der eine hat gar nicht mitgemacht er hat dann die ganze Zeit irgendwie auf seinem Handy gespielt.

00:20:26: Der nächste hat dann diese Präsentation nicht so gemacht wie besprochen Und am Ende kriegen dann alle die gleiche Noten und im Endeffekt denkt jeder, dass er eine bessere Note gehabt hätte wenn er ohne die anderen die Sachen erledigt hätte.

00:20:42: Also oftmals ist es Gefühl zumindest von den Kindern so zwei Arbeiten und zwei Profitieren mit

00:20:50: Genau, also meistens sind vor den Kollegen eine von der Differenzierung.

00:20:54: Die stecken die Leistungsstarke Kinder mit Leistungsschwachkindern zusammen in einer Gruppe und hoffen, dass sie ein oder die anderen pushen.

00:21:01: Je nachdem wie das Ganze dann aufgebaut und mit den Kindern trainiert ist, wirkt es oder es wirkt eben nicht.

00:21:10: Und an unseren Kindern sehen wir oft, meistens funktioniert's halt nicht.

00:21:14: Deshalb betont ja die Forschung zu kooperativen Lernen immer wieder, dass Gruppenlernen dann besonders wirksam ist wenn ein gemeinsames Ziel und individuelle Verantwortung zusammenkommen.

00:21:26: Also Johnson und Johnson nennen beides als Kern-Element Und dabei wird noch hervorgehoben Dass die Aufgabenstruktur so angelegt sein muss das alle beitragen und alle interagieren müssen.

00:21:41: Okay aber Wie würdest du das jetzt im Alltag umsetzen?

00:21:45: Naja, jedes Kind hält einen eigenen Merksatzfest zum Beispiel oder jede Person beantwortet am Ende eine kurze Exitfrage.

00:21:54: Also meine Kinder in einer Klasse muntern, die fahren total auf diese Exit-Ticketchen wie ab und sind schnell gemacht.

00:22:01: An der Stelle würde ich nochmal auf die KI Tools von Eduki hinweisen wollen.

00:22:07: also hört sich gerade nach Werbung.

00:22:09: wir haben aber keine... gewerbliche Partnerschaft mit, nicht an der Stelle gesagt.

00:22:14: Genau aber das Tool produziert diese Exit-Ticket.

00:22:18: also man gibt ein Thema ein eine Klasse einen Thema ein Fach und das Ding spuckt es quasi aus.

00:22:25: Aber was heißt exis Ticket?

00:22:27: Also

00:22:28: das ist eine kurze Abfrage.

00:22:29: du kannst gestalten wie du möchtest.

00:22:32: ich mache es regelmäßig am Ende einer Stunde dass ich maße in A fünf oder H six Format.

00:22:38: So ein paar Fragen oder ein paar Aufgaben, die die Kinder wirklich schnell lösen sollen.

00:22:42: Die dann entweder noch mal gemeinsam korrigieren werden ganz schnell den Plenum oder die einkassiert werden damit ich gucken kann wie der Stand der Kinder ist einzeln und das funktioniert.

00:22:53: Und dann dürfen sie eine große Pause.

00:22:55: deswegen extra Ticket

00:22:57: genau

00:22:57: okay

00:22:58: dann dürfen Sie raus wenn sie das abgegeben haben.

00:23:01: Ja, die Gruppe präsentiert aber die Lehrkraft-HG.

00:23:04: zählen noch unterschiedliche Kinder oder es gibt noch gemeinsame Aufgaben und zusätzlich noch einen individuellen Nachweis zum Beispiel.

00:23:10: Und damit ist die Gruppenarbeit ja nicht mehr so anonym?

00:23:17: Genau!

00:23:18: Dadurch ist es auch fairer.

00:23:22: Die Leistungskinder haben nicht das Gefühl, wie wir die ganze Arbeit geleistet zu haben.

00:23:26: Die anderen wissen, die werden trotzdem noch kontrolliert und können sich.

00:23:31: Es ist auch wichtig, irgendwie die Regeln dann noch mal zu besprechen.

00:23:35: Ich hatte letztens einen Gruppenpuzzle gemacht das erste Mal Ort.

00:23:40: Die Kinder waren von der Methode richtig begeistert aber trotzdem haben sie festgestellt okay wir sind nur so gut als Klasse.

00:23:46: also wir kriegen wirklich alle Themen richtig erläutert.

00:23:50: wenn wirklich alle den Part nutzen, eins zuerst alleine lesen und dann zweitens mit dem Partner lesen.

00:23:58: Und besprechen wenn das nicht funktioniert hat bin ich für meine Pieregruppe gar kein guter Partner.

00:24:04: Also das muss klar sein.

00:24:07: Okay weil du jetzt das Thema sprechen gesagt hattest wir hatten ja... Ich weiß gar nicht glaube auch schon wieder drei vier fünf Folgen her.

00:24:16: Das Thema Sprache

00:24:17: Wenn Kinder die Worte fehlen war das?

00:24:20: Genau Und eigentlich war ja da die These, dass wir gesagt haben naja.

00:24:28: Die Kinder müssen diese Fachsprache auch können um sich überhaupt um ihr Wissen überhaupt auszudrücken.

00:24:35: Ist das auch wichtig für die Gruppenarbeit und ist das ein Punkt warum Gruppenarbeit auch scheitern kann?

00:24:40: Dass die Kinder sich zwar unterhalten sollen aber gar nicht können Weil Ihnen die Sprache fehlt?

00:24:47: Ja, ganz klar.

00:24:48: Die Kinder müssen bei der Gruppenarbeit erklären, begründen und widersprechen, nachfragen, zusammenfassen, Ergebnisse präsentieren, argumentieren.

00:24:59: Wenn Sie diese sprachlichen Mittel gar nicht haben oder gar nicht gelernt haben, dann wirken sich schnell nur schwach, obwohl einfach nur die Spracher fehlen.

00:25:11: Also scheitern von Gruppenarbeit ... kann auch einfach ein Sprachproblem sein.

00:25:15: Das können die Rollen sitzen, die Aufgabe ist verstanden aber die Kinder schaffen es nicht miteinander zu

00:25:21: sprechen.".

00:25:21: Ja ganz auf sogar!

00:25:23: Also der Rahmenlehrplan Berlin-Branburg betont Fächer übergreifen die Bedeutung von Kommunikation und beschreibt sie als soziale Handlung mit dem Ziel der Verständigung in Teil b zum Beispiel.

00:25:35: vom Rahmenleerplan werden dann explizit Planungs- und Produktionsprozesse Gruppenarbeit genannt, also da sieht man dass das nicht einfach nur eine Methode die für den Unterricht irgendwie zwar relevant sind sondern ist dies ganz klar verankert.

00:25:51: Das sind wirklich Kompetenzen, die Kinder jeden wie lernen müssen und die dann dementsprechend aufgebaut werden wollen.

00:25:58: Zugleich sollen auch Mediennutzung eine Lernkultur unterstützen in deren Mittelpunkt quasi Problemorientiertes, selbstgesteuertes, kooperatives und kreatives Lernen entsteht.

00:26:14: Gut!

00:26:14: Das heißt man müsste Gruppenarbeit hier stärker sprachlich vorbereiten?

00:26:20: Genau also ganz klar grundsätzlich ich glaube das hatten wir in der Folge wirklich wenn Kindern die Sprache fehlt oder die Worte fehlen Man kann es mit Salz starten immer wieder so wenn sie einfach mal im Klassenraum Einfach da sind.

00:26:35: Immer, die braucht man immer ständig in jedem Fach und dann sind es einfach Satzanfänge.

00:26:41: ich denke das weil ich kann so erklären warum und so weiter und so fort damit die Kinder wissen wie sie starten sollen um sie zu ermutigen auch in ganzen Sätzen zu sprechen und dass sie sich überrobt Trauen zu sprechen, weil sie schon den Start haben von dem Satz.

00:27:01: Und dann kostet es weniger Überwindung, weil ich weiß womit ich anfangen soll und den Rest kann ich vielleicht gedanklich strukturieren.

00:27:09: Also wenn du diese Starter-Sätze, hat das dich glaube ich genannt?

00:27:15: Satzstarter!

00:27:16: Wenn du die bereitstellst, dann stellst du für eine Gruppenarbeit nicht nur das Material bereit sondern auch Sprache.

00:27:27: Ja genau, weil Kommunikation gelingt ja nur über Sprache.

00:27:33: Anders funktioniert es nicht.

00:27:34: das ist da selber wie ein Mathematikunterricht.

00:27:36: wenn man hier die Begriffe nicht parat hat dann können die Kinder ihre Gedanken vielleicht nicht zum Ausruck bringen sie können hier nicht versprachlichen was sie genau meinen und auch die Gebärdensprache z.B.

00:27:48: ist eine Sprache für die Kinder die damit groß geworden sind immer die Mutarsprache tatsächlich.

00:27:55: Also auch das hat eine Relevanz.

00:27:57: Das bedeutet, die zweite Sprache, die Kinder lernen, die deutsche Sprache quasi, die die Kinder in der Schule dann lernen werden wenn sie selber irgendwie hören und sprechen können ist es dann die deutsche sprache oder die zweite sprache?

00:28:10: aber man sieht ja dass Kommunikation nicht ohne Sprache funktioniert.

00:28:17: gut jetzt wo wir das alles so zusammengefasst und diskutiert haben wird ich so ne kleine Abschlussthese glaube ich machen wollen, wo ich das alles zusammenfasse.

00:28:29: Und das wäre, ich würde sagen also gute Gruppenarbeit, dass sie auch gut funktioniert muss aufgebaut und nicht angeordnet werden.

00:28:43: Also es ist nicht so ein Schalter den man umlegt, wo man dann einfach sagt ihr macht jetzt Gruppenarbeit sondern das ist tatsächlich eine Lernform die erlernt und erarbeitet werden muss.

00:28:56: Genau, also es ist im Grunde eine Kompetenz um die muss einfach Schritt für Schritt aufgebaut werden.

00:29:02: Wenn du immer sagst Schritt für schritt für Schritt das heißt also man muss hier klein anfangen?

00:29:07: Genau unbedingt!

00:29:08: Also erst die Partnerarbeit dann Kotzekommunikative Mikroformate und dann einfache Gruppenphasen mit klaren Strukturen und erst später komplexere Aufgaben.

00:29:20: Und es ist okay auch mal einen eine Methode zu testen, also die Inhalte so klein zu halten.

00:29:26: Dass man nur die Methode, Fokus auf die Methodo quasi das das angepült wird wir als ob diese Methode mein Unterricht des Unterrichts irgendwie wäre und so mache ich das auch bei neuen Methoden weil wenn ich sowohl Inhalts- als auch Methode neu habe die Kinder kommen durcheinander.

00:29:45: Das funktioniert ja nicht und es ist schade um meine Vorbereitung bei dem Thema.

00:29:49: Dementsprechend war ich immer eine Stunde Methodentraining.

00:29:54: Okay, klingt ein bisschen unspektakulär aber ist wahrscheinlich realistischer als wenn du sofort irgendwie Riesenprojektgruppen startest.

00:30:05: Ja genau, und das passt eigentlich zum Bildungsauftrag.

00:30:07: Also die KMK wird auch in der Strategie-Bildung in der digitalen Welt, dass Kompetenzen für Teilhabe und Bildungswege verbindlich aufgebaut werden müssen.

00:30:19: Lärm umgebungen und Prüfungsformate sollen sich aus dem Unterricht entwickeln – Kooperation und Kommunikation sind dabei kein Nebenthema sondern wirklich ein Teil des Kompetenzraums was wir aufbauen müssen.

00:30:35: Also auch aus curricularer Sicht ist die Gruppenarbeit nicht bloß irgendwie so eine nette Abwechslung?

00:30:43: Genau, also eigentlich ganz klar nicht.

00:30:44: Es ist jetzt wirklich Teil von Kompetenzentwicklung und eben nur dann wenn sie wirklich systematisch aufgebaut wird.

00:30:53: Ich habe mal heute eine schöne Gruppenarbeit geplant weil ich vielleicht ein bisschen mehr Ruhe haben wollte oder sonst was sondern es muss wirklich systemativ geplant, systematische aufgebaut werden.

00:31:06: Du hattest das ja mal immer anklingen lassen jetzt bei der vorigen Diskussion, aber ich würde gerne mit dem was wir alles so erarbeitet haben und uns angeguckt haben nochmal genau bündeln.

00:31:19: Gerne ein bisschen knapper.

00:31:22: Was sagt die Forschung?

00:31:24: Na erstens, also kooperatives Lernen ist gut untersucht und kann Lernleistungen Motivationen und soziale Prozesse positiv beeinflussen Aber nicht automatisch.

00:31:36: Das heißt nicht, weil wir das jetzt machen, dass es ja sofort funktioniert.

00:31:43: Zusammengefasst kann man an Fahrsagen, dass der Erfolg besonders dann von klar strukturierten Aufgaben interdependent und der aktiven Rollen der Lehrkraft ihn wieder vorn abhängt.

00:31:56: Zweitens kann man noch kurz Johnson & Johnson nennen, also die unterscheiden klar zwischen echter Kooperation und bloßen arbeiten in Gruppen.

00:32:05: Das finde ich echt wichtig weil meistens ist es was die Kinder im Unterricht treiben das wirklich zusammenarbeiten in Grupen.

00:32:14: Zentrale Elemente sind dann gemeinsame Zielbindungen individuelle Verantwortlichkeiten, unterstitzende Interaktion, soziale Fertigkeiten und Gruppenreflexionen.

00:32:27: Dann käme noch meiner Meinung nach PISA dran bzw die OECD dann, die zeigen das Kollaboratives Problemlösen eng mit fahrlichen Leistungen zusammenhängt.

00:32:39: also Kooperation ist keine weiche Zusatzfähigkeit sondern einfach mit Lernen im Kernbereich verknüpftes.

00:32:48: Und auch in Brandenburg wird Gruppenarbeiten nicht als freies Laufenlassen beschrieben, also im Ramiaplan zum Beispiel.

00:32:55: Sondern wirklich als etwas das durch Regeln und visualisierte Schritte eine strukturierte Rückmeldung einfach gezielt aufgebaut werden muss.

00:33:03: Also und zum Thema Struktur hatten wir auch mehrere Folgen mittlerweile und von einer Rückmellung die ich habe viele melden einfach zurück dass je strukturierter sie rangehen je klar sie die Kollegen auch für sich selbst irgendwie werden und diese Erwartungen auch klarieren wie verbalisieren, versprachlichen.

00:33:23: Dann umso besser läuft das Ganze im Unterricht.

00:33:28: Und was sagt Hatty?

00:33:29: Auch in Artists Visible Learning zum Beispiel taut kooperatives Land positiv auf.

00:33:36: In den Rankings zum Beispiel die Kooperative Learning Bei Nullkommaphy, also die Kinder sind grundsätzlich kooperationsbereit.

00:33:46: Man sieht bei NullKomaphy ist es schon wirksam und der Vergleich Kooperative versus Individualisiertes Lernen liegt bei NLKOMA FünfFünf.

00:33:59: Also das heißt nicht man soll immer nur Gruppenarbeit oder immer nur einzelne Arbeit aber es heißt gut gemachte Kooperationen kann wirksam sein muss aber nicht.

00:34:11: Dann lass uns doch vielleicht noch mal ein bisschen auf die Praxis gucken.

00:34:18: Also was sollen dann die Lehrkräfte im Alltag anders machen?

00:34:23: Erstmal die Aufgabe kooperativ machen, also nicht die vier Kinder zusammenarbeiten lassen sondern dafür sorgen dass diese vier Kinder einander wirklich brauchen um eine Lösung zu finden.

00:34:37: Die rollen kleinheiten aber funktional.

00:34:42: Also lieber wenige, aber klare Rollen als bunte Rollenkarten ohne wirklich Wirkung und genau klar Ansagen oder Aufschreiben visualisieren.

00:34:53: Was ist denn die Aufgabe tatsächlich?

00:34:55: Nicht dem Ganzen nur einen schönen Namen geben sondern ganz klar was sind deine Aufgaben?

00:35:00: Dann eine Arbeitsschritte visualisieren.

00:35:02: Zum Beispiel mit der Tafel, aufgaben lesen, zielklären Beiträge sammeln, Ergebnisse sichern also das den Kindern ganz klar ist wie der Ablauf ist damit es keine Rückfragen gibt.

00:35:12: in dem Sinne die strukturierte ich das ganze gestalte.

00:35:16: umso besser ist es für mich als Lehrkraft um so selbst wirksam erleben sich auch die Kinder weil sie sehen dass sie das alles selbst bewältigen können.

00:35:26: und auch das wird ja in den Rahmenlehrplänen quasi Befürwortet, dass alles so visualisiert ist, dass die Kinder ihren Wieselbstständig arbeiten können.

00:35:38: Ich würde auch empfehlen, Züchenstabs einzubauen und nicht erst am Ende schauen sondern wirklich immer wieder kleine Checkpoints einzubauen, um sicher zu sein dass die Kinder die Chance haben auch währenddessen reflektieren zu können.

00:35:52: Um nicht erst am Ende festzustellen das sie gescheitert sind und dass ich selbst als Lehrkraftimentorisch noch gescheitert bin Sondern schon Während des Prozesses wirklich kurz mal kleine Checks einbauen, dass sie Kinder Zeit haben zum Reflektieren Und dann die individuelle Verantwortung absichern.

00:36:08: Also am Ende muss jeder jedes Kind quasi zeigen können was es verstanden hat.

00:36:15: Wenn du die Folge jetzt in einem Satz zusammenfassen müsstest, was wäre so dieser Merksatz den die Lehrkräfte mitnehmen sollten?

00:36:27: Ja, Gruppenarbeit scheitert selten daran meiner Meinung nach dass die Kinder nicht kooperieren wollen sondern oft daran das wir als Lehrkraftkooperationen nicht genau genug unterrichten.

00:36:43: Das ist

00:36:43: glaube ich mein Punkt.

00:36:46: Ein gutes Beispiel ist auch irgendwie, man erwartet zum Beispiel nicht dass vier Kinder die gemeinsam sitzen und zusammenarbeiten plötzlich halbschriftlich oder schriftlich dividieren können.

00:36:58: Nur weil sie zu viert an einem Tisch irgendwie sitzen.

00:37:01: also warum erwarten wir dann das?

00:37:03: ja automatisch gemeinsamen Planen denken sprechen argumentieren können Verantwortung übernehmen nur weil sie auf einmal plötzlich zuviert sitzen.

00:37:11: Also das Gruppenarbeit nicht per se gut oder per se schlecht

00:37:15: Nee, und es ist nur dann stark wenn sie als das behandelt wird was sie ist.

00:37:21: Eine komplexe Lernform die Struktur ganz viel Sprache ganz viel Verantwortung und gezielte Begleitung braucht.

00:37:29: Und vielleicht ist das genau diese Entlastung für die Lehrkräfte.

00:37:33: also wenn grobem Arbeit misslinkt Ist es nicht automatisch ein Beweis dafür, dass die Kinder nicht gruppenfähig sind?

00:37:41: Ne genau.

00:37:41: Sondern das ist so oft eigentlich ein Hinweis darauf, dass Aufgabe, Rolle oder Ablauf einfach nicht klar waren.

00:37:48: Okay und dann war dann oft die Konsequenz nie wieder Gruppenarbeit

00:37:53: Genau!

00:37:53: Und meine Konsequent wäre bessere Gruppenware.

00:37:55: Also, ich frag am Ende einer neuen Methode tatsächlich auch.

00:37:58: Ich hol mir auch selber Feedback ein und frage die Kinder okay?

00:38:01: Ich hatte da so Frau Probrettet was hat gepasst?

00:38:03: Was hat gefehlt?

00:38:04: Was können wir beim nächsten Mal anders machen?

00:38:06: Und was hätte ihr noch anders gebracht?

00:38:08: also man kann sich auch als Lehrkräfte irgendwie Feedback holen!

00:38:11: Ich gehe anfangen diese Methode rein dieser Kinder.

00:38:13: Wir wollen eine neue Methode testen.

00:38:15: Das hatten wir noch nicht.

00:38:16: Lass uns starten lass uns üben.

00:38:17: das sind die Regeln.

00:38:18: es wird so laufen So und so.

00:38:20: wir testen und am ende hole ich mir Feedback einen.

00:38:22: Es kostet nicht haben die Kinder auch irgendwie das Gefühl den Unterricht mitgestalten zu wollen.

00:38:27: Das heißt, dass verhärt wieder die Akzeptanz.

00:38:29: also es kann eigentlich nur positiv sein ein Gesprächskultur im Unterricht über den Unterrecht und die Unterrichtsgestaltung zu führen und zu etablieren.

00:38:39: Also ich kann nur dazu appellieren nicht als Lehrer Gott irgendwie oben zu stehen sondern wirklich mit den Kindern ins Gespräch zu gehen.

00:38:49: Und sie haben immer coole Ideen wie Sie sich alles irgendwie vorstellen.

00:38:54: Also ich für meinen Teil würde mich freuen, wenn diese Woche, also wenn die Kollegen uns hören ist es dann Montag.

00:39:03: Wenn sie nach dem Zuhören...

00:39:05: Also Montag kommt immer der Podcast raus?

00:39:07: Genau!

00:39:07: Aber

00:39:09: manche hören uns natürlich auch an anderen Tagen

00:39:11: Genau, also ich würde mich freuen wenn Sie liebe Kollegen nach dem Hören von dieser Podcast-Folge sich noch mal ran setzen.

00:39:20: Eine Gruppenarbeit die Tagelieren wie vorbereiten nochmal durchführen und vielleicht ja sie schriftlich einfach bei mir melden um jetzt zu berichten wie es funktioniert hat.

00:39:30: das würde mich echt breit interessieren.

00:39:32: Ich kann versprechen Es funktioniert eigentlich besser.

00:39:37: Also nicht verzweifeln Nicht sagen nicht gruppenfähig sondern Es kann nur besser werden.

00:39:42: Dann würde ich sagen, vielen Dank fürs Zuhören!

00:39:44: Ich bedanke mich auch

00:39:47: und bis nächste Woche.