Elementarwissen

Elementarwissen

Der Grundschulbildung-Podcast

Transkript

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00:00:00: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von die Lementarwissen, dem Grundschubätungspodcast.

00:00:05: Ich bin Steffen

00:00:06: und ich bin Jessica.

00:00:07: Jessica wir wollen uns heute einem Thema widmen was relativ aktuell ist und zwar durch eine Studie des IFO-Instituts in Zusammenarbeit mit Einherz für Kinder und dort wurde untersucht welchen Einfluss heutzutage die Herkunft hat für den Erfolg der schulischen Leistung.

00:00:32: Also wenn wir über Leistungen in der Schule sprechen, ist es oft eigentlich eine Frage wie fleißig ist das Kind?

00:00:42: Wie begabt ist das kind?

00:00:44: Wie motiviert ist es?

00:00:46: Also ein Kind landet gut also es fleißigt einen Kind liest wenig also strengte sich nicht an und stattelt lieber am Handy oder Computer.

00:00:57: Ein Kind landet nicht auf dem Ganasium, das wird schon so seine Gründe haben.

00:01:01: Was wenn die entscheidende Frage nicht lautet was kann das Kind sondern welche Chancen hat dieses Kind überhaupt dieses können zu entwickeln?

00:01:11: Ja dann sprechen wir über Chancengleichheit in der Schule.

00:01:16: Genau Es geht also um soziale Herkunft, um Jungs, Mädchen.

00:01:21: Also geschlecht und übergeben naseale Empfehlung und vor allem auch die Frage wie wir Lehrkräfte im Alltag gerechter unterrichten können ohne allein die gesellschaftliche Ungleichheit lösen zu müssen?

00:01:34: Genau weil unser Kredo ist ja... Wir sind sozusagen vorne im Klassenraum Und wir können den Unterschied machen die Probleme aller Schulen lösen.

00:01:45: Wir können nicht das Bildungssystem reformieren, aber wir können für die Kinder, oder die ihr unterrichtet – ich unterrichte ja nicht – da können wir den Unterschied

00:01:56: machen.".

00:01:57: Genau wie Hattie gesagt hat auf die Lehrkraft kommt es an und das ist ein Thema was mir grundsätzlich... Wichtig ist als Lecker, weil es mir und den Kollegen im Alltag jeden Tag quasi begegnet.

00:02:10: Es ist mehr ein Thema, was mir privat wichtig ist.

00:02:14: Ich bin in Frankreich zur Schule gegangen, komme aus einem ärmeren Familie.

00:02:21: Meine Eltern haben keinen Abschluss gemacht oder nicht studiert.

00:02:26: Dementsprechend bin ich auch die erste meiner gesamten Familie.

00:02:32: die einen Studium angestrebt hat und absolviert hat.

00:02:36: Mein Vater hat sieben Geschwister, also von mir war keiner irgendwie dran gewesen.

00:02:42: Dementsprechend spiere ich auf der Weg.

00:02:46: Bei mir was gekoppelt dann dementsprechende wenig Geld und wenig Bildung.

00:02:51: Das war nicht unbedingt einfach und trotzdem bin ich jetzt da wo ich gerade bin Und ich kann sagen für mich, das war nicht absehbar glaube ich.

00:03:01: Mein Werdegang ist im System nicht wirklich vorgesehen und trotzdem würde ich sagen dass das System damals in Frankreich ein bisschen durchlässiger war oder dass mehr Möglichkeiten da waren um es irgendwie zu schaffen.

00:03:16: Meine Biografie sieht ja ein bisschen ähnlich aus.

00:03:19: meine beiden Eltern waren Azir.

00:03:21: Meine Mutter hat auch nur halbtags gearbeitet, um sich dann wenn wir aus der Schule gekommen sind um uns zu kümmern.

00:03:29: Wir hatten auch nie viel Geld.

00:03:31: aber ich glaube bei uns kam so ein bisschen der erzieherische Ansatz den meine Kinder durch die meine Eltern durch ihren Beruf hatten und es Kindern zugute und wir sind auch ja so die erste Generation der Familie die denn tatsächlich studiert hat.

00:03:49: Also das heißt, wenn man uns beide anguckt könnte man vermuten dass es eigentlich eine große Durchlässigkeit gab.

00:03:57: und ja wir wollen jetzt aber nicht schauen ob es tatsächlich so war oder ob wir die Ausnahmen sind sondern wir wollen auf die tatsächliche Situation von heute gucken wo es ja auch vielleicht nochmal Unterschiede zu früher gab.

00:04:12: Kommen wir mal zu deiner Einstiegsfrage zurück.

00:04:16: Also du hattest gesagt, wie können wir Lehrkräfte im Alltag rechter unterrichten?

00:04:20: Ohne allein diese gesellschaftliche Ungleichheit lösen zu müssen.

00:04:27: Im Unterricht sehen wir ja nicht zuerst soziale Herkunft.

00:04:31: was wir sehen ist ein Kind das zum Beispiel kein Material dabei hat oder kein Frühstück regelmäßig keinen Frühstuck dabei hat.

00:04:40: Das sind so Punkte, die mich triggern zum Beispiel total.

00:04:43: Obwohl meine Eltern immer dafür gesorgt haben dass ich das Material hier und wie hatte.

00:04:47: aber teilweise hat die Schrottmaterial zum Beispiel günstiges Material und das macht das Arbeiten nicht leichter manchmal Und das ist der Grund warum Ich für meine Schüler immer wieder Materie kaufe.

00:04:58: also ich habe letztes Jahr einen Füller gekauft weil das Kind So ein Fülle hatte.

00:05:02: es konnte ein Vater mit nicht reiben das wäre nichts geworden.

00:05:05: Oder ich hatte, wir hatten mal einen Buffet gemacht in der Klasse und ein Kind kam an und meinte, es hat nichts mitgebracht.

00:05:12: Es konnte nichts

00:05:12: mitbringen.".

00:05:13: Das sind die Momente da kommen ja selber die Tränen.

00:05:17: dann hab' ich selber irgendwie was geholt Und war an der Stelle vielleicht nicht ganz professionell mit den Eltern.

00:05:24: Ich habe versucht aber das fällt mir schwer.

00:05:26: Dann habe ich gesagt dass sie mir das nächste Mal rechtzeitig Bescheid geben können weil ich immer etwas dabei habe.

00:05:32: Ich möchte nie mehr sehen, dass dieses Kind aus diesem Grund weint.

00:05:36: Das ist für mich der

00:05:38: Supergau.".

00:05:39: Zumal das einem auch niemand ... Ich erinnere mich, dass du mir davon erzählt hattest von der Situation.

00:05:44: Zumal es den anderen Kindern gar nicht aufgefallen ist.

00:05:47: Es

00:05:48: war total unangenehm und es hat richtig bitter geweint, obwohl es von mir ... Und da sind so die Überbe- von der Kindheit wahrscheinlich.

00:06:02: Ich kann mit so weit nur schwer umgehen, dann was man sieht zum Beispiel nicht ... Man sieht ein Kind macht das nicht, es liest nicht und es macht keine Hausaufgaben.

00:06:15: Es hat wenig Wort, die Sprache ist gut ausgebildet.

00:06:19: Das kennt wenig, traut sich nicht, sich zu äußern oder ... Ja, oft passt das Kind nicht ganz im Bildungssystem rein

00:06:29: z.B.,

00:06:31: Aber wie wird es dann umgedeutet?

00:06:35: Das ist ja erst mal das, was du beobachtest.

00:06:38: Dann werden darüber Rückschlüsse gezogen.

00:06:41: Was sind das für Rückschüsse?

00:06:43: Na ja ... Das Kind ist nicht motiviert.

00:06:46: Die Eltern kümmern sich nicht.

00:06:48: Der Junge ist eben uninteressiert.

00:06:52: Das Kind hat es nicht fürs Gymnasium gemacht.

00:06:55: So was!

00:06:57: Also wir nehmen ein Fahrer und diese ... Beobachtung irgendwie so als individualisierte Charakterzüge, was nicht unbedingt sein muss.

00:07:14: Also geht es heute nicht um diese individuellen Eigenschaften die wir ja beobachten und die wir oft vom Charakter ableiten sondern das geht eher darum Ja, zu gucken welchen Einfluss hat diese soziale Herkunft?

00:07:35: Genau.

00:07:40: Heute geht es nicht darum zu sagen irgendwie die Jungs sind benachteilig und Punkt sondern das geht wirklich ... Es wäre einfach zu kurz gedacht.

00:07:47: ich glaube der aktuelle Chancenmonitor von IFO Und ein Herz für Kinder zeigt zwar dass die jungen seltenere Eingemneisung besuchen als Mädchen Aber der viel größere Befund ist, dass Bildungschancen in Deutschland weiterhin massiv von sozialen Herkunft abhängen.

00:08:05: Besonders stark wirken den Ältern und das Saushaltsankommen.

00:08:13: Ich glaube du hattest einen Zitat vorbereitet mit dem dann die Folge jetzt so richtig starten wollen wird.

00:08:25: Was wäre das Zitat?

00:08:27: Mein Zitat kommt von Walls und Römer.

00:08:30: Chancengerechtigkeit bedeutet, dass ein Mensch unabhängig von Umständen wie Geschlecht, Herkunft oder familiärem Hintergrund die Möglichkeit haben sollte sein Potenzial zu entfalten.

00:08:44: Das ist heutzutage wie damals bestimmt auch irgendwie schwierig aber möglich Und das wollen wir uns auf jeden Fall angucken.

00:08:54: Also Kinder dürfen nicht dafür bezahlen, in welche Familie sie eingeboren wurden.

00:08:59: Das wäre verteilt.

00:09:02: Okay das klingt schon mal relativ groß und ja auch politisch

00:09:09: naja Aber es wird im Klassenzimmer tatsächlich auch konkret.

00:09:13: Also soziale Herkunft zeigt sich nicht abstrakt, sie zeigt sich wirklich in Wortschatz, in deren Strategien in Selbstvertrauen kulturellen Erfahrungen und Unterstützung zu Hause Zugang zu Büchern Nachhilfe, Ruhe Zeit Geld.

00:09:28: Ob man ein digitales Gerät hat ob man einen Arbeitsplatz Zuhause hat das ist nicht Das ist nicht.

00:09:34: Ich habe mal eine Familie in der Fünftigsunterkunft, den wir zum Elterngespräch quasi besucht, weil die Mama so viele Kinder hatte, dass sie nicht in die Schule einfach mal so spontan kommen konnte.

00:09:44: Die Mutter war total hochgebildet, total interessiert.

00:09:47: Konnte es aber nicht anders?

00:09:48: Also bin ich ein Vater hin und diese Kinder

00:09:50: hatten.".

00:09:51: Trotz alledem, die hatten nur einen großen Raum für fünf Personen mit dementsprechend Betten und trotzdem hatten diese Kinder einschreibtisch.

00:09:59: Und trotzdem war aber nicht die Ruhe da weil so viele kleinen Geschwister irgendwie drum herum waren.

00:10:03: Auch das ist Chancengleichheit.

00:10:07: Vielleicht kommen die Kids immer wieder zur Schule ohne Ausaufgaben gemacht zu haben?

00:10:11: Nicht weil die Mutter das nicht wollte und sie nicht interessiert hat sondern weil die Begebenheiten zu Hause nicht vorgegeben waren damit Sie die überhaupt leisten können.

00:10:20: Jetzt mag dann jemand denken, naja warum hat man dann irgendwie fünf Kinder?

00:10:24: Wenn man sich nicht um alle kümmern kann ich nur hin und her.

00:10:26: aber wir gucken ja aus der Sicht des Kindes.

00:10:30: Und selbst wenn man Eltern vielleicht Fehler in Anführungsstrichen vorwerfen könnte das Kind kann ja nichts für die soziale Herkunft sondern es ist da reingeboren.

00:10:44: und man redet ja auch oft von dieser Geburtslotterie wo man Einfach Glück hat in dem richtigen Land, in der richtigen Familie gelandet zu sein oder halt eben nicht.

00:10:55: Du hattest jetzt aber auch diesen Chancenmonitor angesprochen?

00:11:00: Was ist daran jetzt so deutlich zusehen?

00:11:04: Der Chancemonitor nutzt Daten des Mikrozentsots für das Jahr und zwei Jahre.

00:11:09: Es ist eine der größten Raushaltsbefragungen in Deutschland.

00:11:13: also es betratet wurden dabei dann Kinder und Jugendliche zwischen zehn und achtzehn Jahren.

00:11:18: Als Maß wird untersucht, mit welcher Wahrscheinlichkeit Kinder ein Gymnasium besuchen.

00:11:25: Und natürlich ist das Gymnasum nicht für jedes Kind das richtige Irgendwie und auch nicht der richtige Weg.

00:11:30: aber die Chancen drauf sollten nicht davon abhängen ob die Eltern Abitur haben oder wie viel Geld eine Familie hat.

00:11:38: Und die Zahlen sind deutlich?

00:11:39: Die Zahlen sind deutlich einen Kind aus einer Familie ohne Abiturs aus dem untersten Einkaufsviertel Ohne Migrationshintergrund und mit gemeinsamen Erziehenden Eltern besucht eine Wahrscheinlich... Mit einer Wahrscheinlichkeit von... ...sechzehn Komma neun Prozent, ein Gymnasium.

00:11:58: Okay!

00:11:59: Ein Kind mit zwei Elternteilen mit Abitur aus dem obersten Einkommensviertel.

00:12:05: Mit Migrations-Hintergrund Und gemeinsam erzielen Eltern Besuchts mit einer Wahrscheinlichkeit von... Okay,

00:12:15: das ist ein hohes Data.

00:12:17: Das heißt es geht nicht um kleine Unterschiede und marginale Unterschiede sondern tatsächlich um gravierende.

00:12:24: Genau, kein Randphänomen.

00:12:26: Es ist wirklich massiv.

00:12:27: also die Unterschiede in Bildungschancen sind einfach krass eigentlich Und der Chancenmonitor zeigt dass vor allem zwei Faktoren stark ins Gewicht fallen Erstens, der Bildungsabschluss der Eltern.

00:12:44: Zweitens das Einkommen der Familie und damit... Also das Thema ist für mich echt bewegen muss ich an der Stelle sagen weil beides treffe mich komplett.

00:12:55: also wenig Geld keine Bildung meine Eltern aber höchst motiviert wirklich hinterher sonst wäre ich nicht da wo ich gerade bin.

00:13:04: man muss halt auch sagen deine Eltern wenn du jetzt sagst wenig bildungen Sie haben mit

00:13:11: intelligenten Eltern trotzdem die Anfahrer selber nicht gefördert wurden.

00:13:15: Wahrscheinlich, sie hätten es einfach viel weiterbringen können... hatten aber nicht die Begebenheiten.

00:13:20: Mein Vater hat sieben Geschwister, die Eltern waren eher darauf bedankt, dass alle schnell die Schule beenden um arbeiten gehen zu können und Geld für die Verbringung einzuholen.

00:13:31: Meine Mutter war als Einzelkind, hatte wesentlich mehr Chancen gehabt, war aber bockig und verpatzt.

00:13:38: Ihre Eltern haben es nicht geschafft irgendwie.

00:13:42: Und trotzdem waren beide super ... gestrebt, irgendwie uns weiter vorantutreiben.

00:13:49: Für ihre Kinder haben sie sich einfach was Besseres gewünscht.

00:13:52: Die mussten ziemlich hart arbeiten also auch zu uns halten und wirklich lange für wenig Geld.

00:13:57: Und ich glaube für uns Kinder haben Sie sich einfach etwas anderes gewünschte und angestrebt.

00:14:03: Meine Kindheit wäre nicht immer schön muss man an der Stelle auch sagen Ich habe viel für die Schule machen müssen.

00:14:09: Jetzt rückwirkend frage ich mich immer wieder wer soviel notwendig gewesen ja oder nein?

00:14:16: Hätte ich wahrscheinlich nicht so viel gemacht, würde ich jetzt nicht Deutsch in Deutschland unterrichten können.

00:14:20: Wahrscheinlich.

00:14:23: Und hier schön in meinem Häuschen wohnen und wie Papo dementsprechend... Ja da muss man sich fragen!

00:14:30: Fakt ist, es war möglich.

00:14:31: Ich gehe davon aus aber dass der französische Staat auch viel geholfen hat.

00:14:35: Also mein Studium ist nur durchfinanziert worden vom Staat.

00:14:38: ich hatte für alles in Stipendium genau also Leistungsstipendien Einkommen stipendiam Alles was man noch nicht zurückzahlen musste In dem Falle das selbst.

00:14:48: die Fahrkarten Die S-Bahn Karten wurden dafür finanziert.

00:14:52: Das einzige was der Stadt mir nicht finanzierte war das Mittagessen an der Uni zum Beispiel Und ich konnte den Menschen sprechen.

00:14:58: Ich habe an der Sorbonne studiert, also mit einem speziellen Stipendium noch und das Essen in Paris ist so ein fassbar teurer.

00:15:06: Also du könntest es nicht bezahlen selbst mit.

00:15:09: Ich hab gleichzeitig auch gearbeitet und trotzdem war das Essen vor Ort nicht zu bezahlen.

00:15:14: Deswegen hat meine Mutter immer Sandwiches gemacht.

00:15:16: Ich habt noch Zuhause gewohnt.

00:15:17: Ich bin jeden Tag eineinhalb Stunden hingependelt und eineinhalte Stunden zurück und das jeden Tage in einem Vollzeitstudium Und ich habe draußen auf der Bank mein Sandwich gegessen, weil die Mensa oder die Restaurants drumherum nicht zu leisten waren.

00:15:34: Ein Grund warum du es eventuell geschafft hast – wer?

00:15:37: der nächste Punkt, den ich gerne ansprechen würde?

00:15:40: Denn du warst ein Mädchen!

00:15:42: Wie sieht's denn geschlechterspezifisch aus?

00:15:45: Ja das ist ein wichtiger Befund.

00:15:47: tatsächlich im Durchschnitt besuchen.

00:15:49: Fortjahrfünf Prozent der Mädchen Aber nur thirty-six, neun Prozent der jungen Eingemotionen.

00:15:56: Das ist eine Differenz von sechs Prozent.

00:16:02: Aber die Falle wäre jetzt zu sagen Jungs sind die Bildungsverlierer und dann wir könnten uns noch über Jungs quasi unterhalten.

00:16:13: Der Bericht zeigt aber auch ein... Ja, gender gap quasi.

00:16:20: Es existiert in allen Gruppen aber soziale Herkunft bleibt enorm bedeutsam.

00:16:25: also besonders spannend ist es dann in höherer gebildeten und Einkommensstärkung Familie ist der Abstand zwischen jung und Mädchen kleiner zum Beispiel Und bei Eltern ohne Abitur ist der relativ Rückstand von Jungs deutlich größer als bei Eltern mit zwei Abi hat.

00:16:42: Also zeigt sich da auch schon wieder der soziale Einfluss und man kann sagen Junge ist nicht gleich Junge.

00:16:48: Genau, also da sieht man wieder ein bisschen die soziale Herkunft ja ist prägsam auf jeden Fall.

00:16:55: Also ein Junge aus einer akademischen Einkommensstaatenfamilie hat oft ganz andere Unterstützungssysteme als ein Junger aus einer einkommenschwachen Familie und akademischer Bildungserfahrung.

00:17:12: Man muss auch sagen, ist das wohl logisch.

00:17:15: Meine Eltern waren wirklich unendlich bemüht.

00:17:19: Die haben alles gemacht.

00:17:20: Meine Mutter hat versucht immer im Vorlauf meine Inhalte zu lernen um mir helfen zu können.

00:17:28: Also die war enorm bemübt.

00:17:30: und als es zur ersten Prüfung ging... konnte mir keiner erzählen, wie eine Prüfung abläuft.

00:17:35: Weil keiner hatte das durchgemacht und ließ es jetzt den Unterschied mit uns ertauchen.

00:17:40: Wir haben sie darauf vorbereitet!

00:17:41: Wir haben Prüfungssituationen geschaffen... wir haben ihr Essen geholt, wir haben irgendwie das durchgespielt bis sich am Vortag vorbereitet, wie Sie Ihre Sachen packt, wie es ablaufen würde, wann sie Pause machen soll, worauf sie achten soll.

00:17:54: Das konnte mir damals nicht sagen.

00:17:55: Keiner sagen zum Beispiel.

00:17:57: Und da sind die Unterschiede, die sind einfach da.

00:18:05: Jetzt hatten wir über die unterschiedlichen Herkünfte Geschlechte gesprochen.

00:18:12: Wenn jetzt eine Lehrkraft da setzt und sich so überlegt, dann denkt eigentlich behandle ich doch alle Kinder gleich?

00:18:23: Warum reicht das vielleicht nicht, die Kinder gleich zu behandeln?

00:18:28: Weil die gleiche Behandlung ist nicht automatisch gerecht.

00:18:32: Also wenn ich einen Kindern dieselbe Aufgabe gebe, die selbe Zeit, die Selbererklärung, die selber Erwartungen dann klickt das vielleicht fair.

00:18:40: Aber Kinder kommen nicht mit denselben Vorsetzungen in diese Situation.

00:18:44: Die kommen nicht Mit denselmen Vorsitzungen in die Schule und ein Kind hat zu Hause jemanden der Begriffe erklären kann.

00:18:50: Ein anderes vielleicht nicht.

00:18:51: Ein Kind kennt Bücher hat schon Ausflüge gemacht und wird auch Gespräche zu Hause über Museen und Sachthemen.

00:19:02: Manche Kinder können Fragen stellen, bei manchen halten nicht.

00:19:08: Die Eltern kennen das Schulsystem, die kennen Prüfungssituation ablaufen und die wissen, welche Anträge waren wie eingereicht werden müssen, die können helfen und manche halt nicht.

00:19:20: Und deswegen ... können wir nicht alle gleich behandeln, weil das ist dann ungerecht.

00:19:26: Also da... Das hört sich so ein bisschen an als ob man als Lehrkraft diese sozialen Ungleichheiten eventuell ein bisschen ja ausbügeln könnte, was wäre denn Gerichte?

00:19:41: Naja also damit meine ich nicht irgendwie Wir sollen weniger Anspruch haben sondern wir müssen mehr Zugänge irgendwie ermöglichen.

00:19:49: Das heißt, bei Chancengerechtigkeit ist es ja nicht Anforderungen absenken.

00:19:57: Es heißt einfach Kinder und Eltern so zu unterstützen, dass sie anspruchsvolle Ziele überhaupt erreichen können.

00:20:05: Dass sie überhaupt irgendwie die Vorstellung haben können, dass es diese Ziele gibt.

00:20:09: Wenn es in der Familie kein Mensch gibt, der diese Vorstellung überhaupt hat, das Kind das auch erreichen könnte, dann haben die Kinder von vornherein verloren.

00:20:21: Und das wäre schade.

00:20:24: Wir hatten ja vorhin über diese Beobachtung und dann die Urteile, die man als Lehrerfeld gesprochen.

00:20:32: Wollen wir da einfach mal ein paar Sätze irgendwie durchgehen und uns die anschauen?

00:20:37: Die vielleicht so ein bisschen auseinander nehmen?

00:20:40: also Satz eins wäre zum Beispiel die Eltern kümmern sich halt nicht.

00:20:44: Der Satz ist einfach gefährlich, weil es Armut, Überforderung, Schichtarbeit, Sprachparriere selber negative Bildungserfahrungen wie völlig unsichtbar macht.

00:20:58: Das heißt wir haben von den Familien, die kennen den Background nicht und wissen halt gar nichts.

00:21:03: Es ist nur eine oberflächliche Feststellung und anderen dessen sind das Kinder bewertet und die ganze Familie am Ende und das finde ich eigentlich untragbar.

00:21:14: Die bessere professionelle Frage wäre, welche Unterstützung braucht dann die Familie?

00:21:18: Damit das Kind schuldig in wie handlungsfähig wird.

00:21:23: Also den Familienbräck-Background mehr verstehen lernen bei Kindern?

00:21:30: Genau ja und auch... Hat.

00:21:33: hier hat es wirklich deutlich gesagt, da meinte auf die Lehrkraft kommt es an Und bei mir waren meine Eltern sehr prägend und trotzdem hatte ich in meiner Schulkarriere quasi drei Personen, die meine Schulbahnen irgendwie ... Die mir privat persönlich geholfen haben.

00:21:49: Die einfach auch vieles ermöglicht haben das Ganze in der richtigen Bahn quasi gelenkt haben.

00:21:55: Das war meine zweite Grundschullehrkraft irgendwie.

00:21:59: Also wir sind damals wie erhaben.

00:22:01: Ich wurde eingeschult im Hochhaus

00:22:04: nicht im Hoch Haus aber da hast du zu der Zeit gewohnt wo du Genau

00:22:08: also am Rande von Paris irgendwie Ja, wie im Ghetto eigentlich.

00:22:13: Von die Jöß glaube ich

00:22:14: das ja.

00:22:14: Genau in Beuljöß heißen sie.

00:22:15: ein paar Monate später nach der Einschulung sind meine Eltern ein bisschen weiter weggezogen also zwanzig Kilometer von Paris entfernt aber sehr bürgerlich nennen und da war aber schon nach ein paar Wochen Schulzeit waren die Unterschiede schon so gravierend.

00:22:34: Das war Wahnsinn.

00:22:35: Meine Eltern meinten, ich habe letztens mit meiner Mutter darüber gesprochen und sie meinte, das war nach ein paar Wochen so gravierend, dass ich Nachhilfe gebraucht habe.

00:22:45: Dafür gab es aber kein Geld.

00:22:48: Da hat sich meine Lehrkraft, die mich an der neuen Schule aufgenommen hat ... unter ihre Fettiche genommen und mich dann hochgepusht, sodass ich den Stand wieder einholen konnte.

00:23:00: Aber da stellt sich die Frage, wäre ich da irgendwie einen Jahr an der alten Schule geblieben?

00:23:04: Wie hoch wäre denn der Abstand schon gewesen?

00:23:07: Also das ist ja schon Wahnsinn!

00:23:09: Dann einmal in der Uni tatsächlich an der Sorbonne... also ich habe an der Sobern-Anfahrt nicht hineingepasst.

00:23:14: Ich hatte kein Geld und ich war mit Kindern von Politikern aus aller Welt irgendwie zusammen.

00:23:22: Also, ich hab nicht reingepasst und diese Person hat mich einfach unterstützt und begleitet und mich bis zum Ende des Masters nach Berlin quasi so gerne geschafft und besucht auch tatsächlich.

00:23:33: Und einmal am Studienseminar hat mir eine Person weiter geholfen.

00:23:36: Das sind drei Personen die mir irgendwie immer wieder zum richtigen Zeitpunkt einer Person gehabt, die da nachgerufen hat.

00:23:45: Und die sind wichtig auf die Lehrkraftkantäser an.

00:23:48: Das sind die Leute, die dann den Unterschied machen.

00:23:50: Da

00:23:50: sind die Unterschiede und es gibt bestimmt noch viele Menschen, die mir geholfen haben aber diese drei haben für mich den größten Unterschied gemacht.

00:24:00: Lass uns zu den Sätzen zurückkommen!

00:24:03: Der Junge ist einfacher unreif.

00:24:07: Manchmal stimmt Reife als Beobachtung Aber als Erklärung reicht es meistens eigentlich nicht.

00:24:15: Wenn jungen häufiger Probleme mit Lesen, Selbstregulation oder schulische Anpassungen zeigen dann müssen wir daraus Unterrichtsfragen ableiten.

00:24:25: Also Struktur.

00:24:26: Da geht's ja nur Routine?

00:24:27: Genau.

00:24:28: also welche Routinen, Lesemodelle, Selbststeuerungshilfen braucht dieses Kind ganz konkret.

00:24:36: Nicht im Allgemeinen nicht die ganze Klasse sondern dieses Kind, insbesondere dieses Kind.

00:24:41: Das Kind ist nicht gemiasal geeignet.

00:24:45: Ja, da ist es besonders heikel finde ich weil Übergangsempfehlungen Biografien prägen und das in Deutschland ziemlich früh und ziemlich dröstig.

00:24:56: also in Brandenburg ist es nach der sechsten Klasse in anderen Bundesländern schon nach der vierten Klasse.

00:25:01: also Ich überlege ich war in der Grundschule war ich wirklich nicht die hellste Kerze glaube ich.

00:25:07: hätte man nach der Viertenklasse Entschieden für mich, dann wäre ich ganz sicher nicht wo ich gerade bin.

00:25:14: Und dementsprechend tue ich mir mit diesen Übergangsempfehlungen in Deutschland irgendwie ganz schwer.

00:25:19: Es gibt zum neuen Schuljahr also im nächsten kommenden Schuljahre jetzt eine Änderung in Brandenburg und zwar die Gutachten werden abgeschafft.

00:25:29: Dafür wären den Noten wir gleichen uns ein bisschen an Berlin an.

00:25:34: Dafür werden die Noten aus Deutsch, Mathe, Gevi, Navi und Englisch zusammengefasst.

00:25:41: Die bekommen einen Koeffizient.

00:25:43: Ich glaube, Deutsch zählt dreifach zum Beispiel

00:25:46: usw.,

00:25:46: unsere Wortmitte zweifach und der ist vielleicht einfach.

00:25:50: Weiß ich nicht mehr aus dem Kopf.

00:25:51: Und so dass die Kinder, die ein Durchschnitt von mindestens zwei Komma drei haben dann eine Gymnasialempfehlung bekommen das Ganze wird noch gekoppelt an Arbeits- und Sozialverhalten finde ich ein bisschen besser.

00:26:07: Da sind die Noten aus dem ersten halb Jahr der sechsten Klasse, ich fand es noch günstiger wenn man das zweite Halbjahr der fünften Klasse noch ranziehen würde und dann wäre es nochmal für mich irgendwie deutlich besser.

00:26:19: Schöner finde ich, wenn alle tatsächlich am Ende irgendwo einen Test schreiben und dann dementsprechend irgendwie alles bewertet wird weil Noten ist immer so eine Sache.

00:26:32: Wir gucken ja relativ häufig auf Studien und Forschung, wenn wir uns jetzt diesen Chancenmonitur angucken.

00:26:43: Würdest du sagen das ist ja so ein ganz neue Erkenntnis.

00:26:47: oder gibt es eigentlich schon eine Studienlage die auf das ganze schon hingedeutet hat?

00:26:53: Und eigentlich ist es nur alter Wein in neuen Schläuchen.

00:26:57: Es gibt viele, also Schule-Schulsysteme und so weiter.

00:27:01: Und sofort wird oft thematisiert tatsächlich.

00:27:04: Zum Beispiel die Lesekompetenz.

00:27:06: Dafür gibt es Studien wie Igloo, PISA, IQB Bildungstrends zum Beispiel.

00:27:11: Die zeigen seit Jahren das Lesen ein Schlüssel für Bildungserfolg ist.

00:27:16: Der Chancenmonitor verweist darauf, dass Jungen besonders im Lesen häufig in der Medien zurückliegen.

00:27:21: Die Lesekompetenz ist aber nicht nur ein deutsch Thema zum Beispiel.

00:27:26: Also wer nicht gut liest, der hat es auch in Mathe, Sachkunde und später auch in allen Fächern schlechere Chancen.

00:27:33: Wer dazu mehr erfahren will wir hatten ja übers Leseband und die lese Krise in Deutschland dann mittlerweile schon zwei Folgen über das lesen gemacht.

00:27:42: also da gerne nachhören

00:27:44: Genau.

00:27:44: Dann hat man noch das Thema Selbstregulation, also der Bericht Verweis auf Forschung zu sozialemotionalen Kompetenzen, die noch brauchen Strategien um Ziele zu setzen Aufmerksamkeit zu lenken Impulse zu kontrollieren Aufgaben zu planen.

00:28:01: und gerade offene Unterrichtsformen setzen solche Fähigkeiten vor.

00:28:07: Und wenn wir offene Aufgaben geben, aber Selbststeuerungen nicht aufgebaut haben, dann profitieren oft nur die Kinder, die diese Strategie schon von zu Hause raus mitbringen und wenn sie das nicht erlärt haben, haben die Kinder schon mal Pech.

00:28:22: Drittens wären Norien wie Erwartungseffekte und Stereotypen.

00:28:27: Die sind immer noch im Alltag da, der Chancenmonitor für Weißerforschung zu Geschlechts- und Steryotypen und darauf, dass Jungen bei gleicher Leistung teilweise schlechter bewertet werden oder seltener für höhere Bildungswege empfohlen werden.

00:28:43: Das heißt nicht, dass Lehrkräfte absichtlich auch ungerecht inwie handeln aber professionelle Reflexion ist nötig.

00:28:51: welche Erwartung habe ich ein Einkind und wie beeinflussen diese Erwartungen mein Feedback, meine Geduld, meine Bewertung zum Beispiel.

00:29:02: Das muss sich als Lehrkraft deutlich

00:29:03: reflektieren.".

00:29:05: Okay wenn du die Folge in einer These zusammenfassen müsstest was würdest du sagen?

00:29:14: Chancengleichheit entsteht vielleicht nicht erst beim Übergang auf die Weitachführende Schule.

00:29:19: Sie entsteht jeden Tag dort, wo Kinder tatsächlich unterschiedlich viel Sprache, Struktur, Ermutigung, Feedback und Zugang zu anspruchsvollen Lernprozessen bekommen.

00:29:31: Und deshalb beginnt Chancengerechtigkeit nicht erst in der Bildungspolitik?

00:29:34: Nee sie beginnt auch schon im umsamen Unterricht.

00:29:37: tatsächlich also nicht weil Lehrkräfte allein die Welt retten können aber weil Unterricht für manche Kinder der entscheidenden Ort ist an dem sie die Chancen überhaupt bekommen können.

00:29:47: Eine sehr erfahrene Kollegin und Freundin von dir wünscht sich ja immer, dass wir mehr Praxisbeispiele bringen.

00:29:55: Deswegen die Frage was können Lehrkräfte konkret tun?

00:30:00: Erstens Sprache sichtbar machen.

00:30:02: also viele Kinder schalten nicht am Denken sondern an der Sprache der Aufgabe zu dem Thema Sprache Halttagssprache und Bildungssprach, da hatten wir schon mal eine Folge aufgenommen.

00:30:15: Und das Thema Sprache ist grundsätzlich bei uns.

00:30:17: in den Podcast folgen immer wieder ein Thema.

00:30:21: Zum Beispiel steht auf einem Arbeitsblatt begründet deine Entscheidung Ein Bildungs-Nasken weiß vielleicht, ich muss erklären warum mich das so gemacht haben.

00:30:31: Ein anderes Kind wird denken, was soll ich denn da schreiben?

00:30:34: Und deshalb brauchen wir Satzstarte.

00:30:36: also ich denke dass weil ich habe zuerst dann meine Lösung passt und so weiter und sofort.

00:30:42: und das ist keine Vereinfachung das ist ein Zugang es wirklich eine Möglichkeit die wir den Kindern geben um irgendwie Chancengleichheit zu gewährleisten

00:30:51: Auch gerade, weil das hast du jetzt weniger in deiner Klasse.

00:30:54: Aber bei vielen Kindern ist Deutschland auch gar nicht die Sprache, die im Alltag gesprochen wird.

00:31:02: Wenn sie nach der Schule mit den Eltern oder bei der Familie oder mit Freunden unterwegs sind... Daher ist es, denke ich, wichtig!

00:31:10: Wie sieht es aus?

00:31:11: Genau.

00:31:12: Das Thema hatte ich auch mal an einer Schule, wo ich war.

00:31:15: da hatten wir ein Flickingsheim um die Ecke und dementsprechend auch einen hohen Anteil an Dattskindern im Unterricht Und auch das ist möglich irgendwie Einzugang zu schaffen.

00:31:26: Ich habe zum Beispiel die Lesesachen diese Kinder zu Hause vielleicht üben sollten hab ich vertont So dass die Mutter auch irgendwie zu Hause mit dem Kind das ganze üben konnte trotzdem.

00:31:37: Also, die Mutter war hochgebildet.

00:31:39: Die war Biologin oder so, also Physikerin auch hochgebildet, die Dame.

00:31:44: Sie war wirklich willig.

00:31:45: aber man muss auch den Zugang hier irgendwie schaffen und so habe ich die Sachen vertronen und die Kinder konnten einen selbst nicht üben.

00:31:51: Zweitens, die Mütter konnte helfen.

00:31:53: Gut, gerade bei sowas wie Lesen und da hatten wir auch mal darüber diskutiert... fängt ja schon bei den Anlautabellen an.

00:32:03: Wenn man sagt, A wie Affe und selbst wenn ein Kind aus dem Englischen kommt heißt das schon Monkey und da funktioniert es schon nicht mehr.

00:32:11: also gibt's viele kleine Schwellen und Probleme gerade wenn Kinder da sind die deutsche Sprache noch nicht beherrschen.

00:32:21: aber wie siehts beim Lesen aus?

00:32:23: Eine Lesen muss in der Schule systematisch stattfinden.

00:32:26: Also dazu hatten wir ja wie gesagt die zwei Folgen.

00:32:29: zum Leseband, der Koalitionsvertrag in Brandburg.

00:32:32: Der sieht jetzt auch ein Lesebander als verpflichtend an.

00:32:34: das heißt es wird immer mehr Schulen geben, die das einführen werden weil da es einfach Pflicht wird Und es soll nicht ein Zusatz sein.

00:32:42: Es soll nicht nur als Hausaufgabe hier in Wichtigkeit finden, man soll nicht einfach nur mal den Satz sagen ließ man mehr zu Hause sondern wir müssen täglich ritualisiert mit guter Textausweile Leseflüssigkeit laut Leseverfahren vorlesen gemeinsame Texterschließungen Gespräche über Texte und so weiter und so fort.

00:33:01: da ist wie geübt werden Gerade Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien, die brauchen Schule als verlässlichen Leserort.

00:33:09: Als verlässlicher Partner.

00:33:13: und ja, Jungen brauchen Lesestoff der sie interessiert aber nicht im Sinne von jungen lesen Fußball oder Abenteuer sondern in dem Sinne von wir bieten vielfältige starke relevante Texte an und unterschiedliche Personen, unterschiedliche Kinder mit unterschiedlichen Texten irgendwie zu erreichen Und nicht irgendwie alle über den Kamm scheren.

00:33:39: Okay, aber bei der Selbstregulation wie sieht das aus?

00:33:44: Also da geht es auch ums Training dann...

00:33:49: Ja genau, also oft sagen wir Arbeiter konzentriert.

00:33:52: Plan der Zeit fangen Anfahrer an strenglich an bleibt dran aber da sind ja keine Strategien.

00:33:58: das ist eine Erwartung die wir haben.

00:33:59: Also Selbstregulation muss man an Fahrer unterrichten.

00:34:02: Das ist wie eine neue Methode.

00:34:05: ich habe es gestern beim Seminar noch mal erwähnt für eine Methode eine neuere Methode muss mich im Unterricht auch die Zeit nehmen Diese Methode einzuführen, das zu trainieren.

00:34:16: Das heißt ich nehme wenig Inhalte und trainiere nur diese Methode.

00:34:20: Und genauso ist es auch bei dem Verhalten der Selbstregulation eine Sache.

00:34:25: Ich kann nicht einfach so mal erwarten wie das Kind das kann sondern ich muss Strategien mitgeben und dem Kind beibringen wie er es irgendwie leisten kann.

00:34:35: Das heisst Selbstregulation muss!

00:34:37: unterrichtet werden, zum Beispiel mit einfachen Routinen.

00:34:41: Also vor dem Arbeiten nochmal erläutern lassen was ist meine Aufgabe?

00:34:45: Was brauche ich?

00:34:46: womit beginne ich oder während des Arbeitens bin ich noch bei der Aufgabe?

00:34:52: was mache ich wenn ich nicht weiterkomme und so weiter?

00:34:54: und sofort also Strategien erarbeiten sodass die Kinder hier wie weiterkommen.

00:35:00: das hilft im Grunde auch allen Kindern besonders den die solche Planungsstrategienanfahren nicht automatisch von zu Hause aus mitbringen.

00:35:09: Und dann gibt es ja auch regelmäßig Feedback zu diesen ganzen Prozessen für die Kinder?

00:35:14: Genau, ich habe letztens eine super nette E-Mail von deiner Mutter bekommen.

00:35:18: sie hat sich bedankt weil ich das Kind gelobt hab und das Kind hat das nachhause mehrfach wie besprochen und thematisieren diese Woche und Ich habe echt lange gebraucht um darauf zu anwarten.

00:35:28: Ich glaube ich habe eine Woche gebracht weil dieses Wort Lob ist für mich so.

00:35:32: Ich habe das Kind nicht gelobt.

00:35:35: Ich hab wirklich darauf hingewiesen, dass seine Prozesse grad irgendwie grandiose sind und er wirklich Vorträte gemacht hat in seinen Arbeitsweisen.

00:35:43: Und wie wichtig ihm das alles ist?

00:35:44: Dass ja sich immer wieder ein Feedback einrollen.

00:35:47: Wie er das noch besser machen könnte

00:35:49: usw.,

00:35:50: also dass es jenseits von den Noten ist sondern wirklich so prozesse geht.

00:35:55: So ich dachte, wenn ich der Mutter das zurückschreibe...

00:35:59: Das war kein Lob!

00:36:02: kommt es vielleicht nicht so gut an und deswegen habe ich anders formuliert.

00:36:05: Und nochmal eigentlich darauf hingewiesen, dass das Kind toll ist und tolle Vortreter macht und auf seine Leistung quasi bedacht ist und überhaupt...

00:36:17: Aber vielleicht fehlt der Mutter auch einfach nur die Sprache?

00:36:20: Es

00:36:20: kann auch sein, dass der Mutter irgendwie die Sprach gefehlt hat.

00:36:23: tatsächlich also was ich damit sagen möchte ist Das Feedback sich nicht auf Leistung reduzieren soll, sondern wirklich auf Lernprozesse beziehen.

00:36:35: D.h.,

00:36:35: du bist nicht laut oder faul?

00:36:39: Oder du bist irgendwie unordentlich oder so langsam?

00:36:43: Das ist verkehrt und nicht vorderlich!

00:36:47: Welche Strategie hast du benutzt, welche möchtest du benutzen ... Wo liegt der Fehler?

00:36:52: Schau dir noch mal an, lass uns drüber reden.

00:36:54: Welche Lösungswege könntest du gehen?

00:36:56: Was kannst du dir

00:36:58: holen?".

00:36:58: Wir haben im Klassenraum zum Beispiel eine ganze Liste an Strategien und die Kinder gehen die Strategien halt durch.

00:37:04: Es fängt mit erst einmal lesen.

00:37:07: Werben oder Operatoren markieren, dann nochmal lesen... Dann steht irgendwie, ich hole mir das passende Material dazu und in Klammern irgendwie Merkhefte, Merkblätter usw.

00:37:20: Und die Kinder... Es gibt immer mehr Kinder, die das tatsächlich schaffen.

00:37:23: Gestern auch wieder haben wir in unserer Diagnose-Hälfe gearbeitet und da ging es um wörtliche Rede.

00:37:31: Wir hatten schon vor einer Weile,

00:37:33: d.h.,

00:37:33: es ist nicht bei jedem Kind so frisch, aber die Kinder hatten die Strategie, dass sie sich das Merkhaft irgendwie rausruhen konnten, um das arbeiten zu können.

00:37:40: Super!

00:37:41: Das ist eine Strategie?

00:37:42: Dann haben sie das aufgefrischt, konnten die Aufgaben irgendwie... und das will gelehrt werden.

00:37:48: Die Kinder können es nicht automatisch von sich aus

00:37:52: mitdenken.".

00:37:55: Wir hatten ja vorhin über die Gerechtigkeit gesprochen oder Ungerechtigkeit wenn alle die gleiche Aufgabe bekommen.

00:38:07: Werden dann zum Beispiel offene Aufgaben eine Möglichkeit da, eine Gerechtigkeit zu schaffen?

00:38:15: Offene Aufgaben sind grundsätzlich didaktisch wertvoll aber sie sind auch nicht automatisch gerecht.

00:38:20: Also wenn ich sage bearbeitetes Thema frei soet euch in wie ein Weg arbeitet selbstständig holt euch das nötige Material und usw.

00:38:28: sofort dann profitieren auf die Kinder die schon wissen wie man planen wie man auswählen wie man bewertet wie man dran bleibt usw.. Und deswegen brauchen offene Aufgaben eigentlich klare Geländer.

00:38:41: Also was ist das Ziel?

00:38:43: Welche Schritte sind möglich, welche Beispiele helfen, welche Mindestanforderungen gibt es, welche Erweiterung gibt es an, hol die Hilfe wie überprüfe ich mein Ergebnis und so weiter und sofort.

00:38:56: Ich hatte mal der Zell in manchen Folgen.

00:38:59: Ich nutze immer eine Tafel mit dem Ablauf der Stunde, also jede Stunde hat es eine Taufel und ein Ziel.

00:39:05: Und wenn ich es mal irgendwie vergesse oder nicht für nötig erachte einen Ziel aufzuschreiben dann werde ich von den Kindern drauf hingewiesen mittlerweile.

00:39:14: Also nicht nur ich werde darauf hingewisen sondern gestern kam mir ein Mädchen wir machen momentan Quadranetze in Mathe und das Ziel war also ich erkenne Quadranette Das Kind kam, hatte sich die Schwerpunkte herausgeholt.

00:39:27: In Station alles gemacht, was sie machen wollte.

00:39:31: Ich hab das Ziel erreicht und kann Quadranette gut

00:39:33: erkennen.".

00:39:37: Das Kind hat ihr in Schwerpunkt gesetzt, er hat darauf hingearbeitet, hat sich selbstreflektiert bewertet... ...und kam mit einem Feedback dazu, ob sie nach dem Ziel gearbeitet hätte.

00:39:50: Ich war total perplex!

00:39:51: Da sieht man einfach diese kleine Routine, Wo man denkt, naja ist vielleicht schön und im Referentariat denken immer alle am Anfang.

00:39:59: Na ja warum brauche ich das überhaupt alles?

00:40:02: Da merkt man in solchen Situationen... Ich fand es schade dass meine LAKs nicht dabei waren weil das war echt grandios!

00:40:12: Wir haben jetzt relativ viel besprochen was wir im Unterricht machen können, was für Hebe sind.

00:40:20: Was ich mich frage ist wie gehen wir da mit den Eltern um?

00:40:28: Manchen Eltern wird es vielleicht auch bewusst sein, dass ihr Kind Nachteile durch die soziale Situation haben.

00:40:36: Ähm ... Und wie gehen wir damit um?

00:40:40: ohne, ja, wie soll ich sagen?

00:40:42: Ohne so eine Beschämung irgendwie zu schaffen.

00:40:47: Na, Elternarbeit darf grundsätzlich nicht beschämmend sein.

00:40:50: Also man sollte tun nichts vermeiden zu sein.

00:40:53: Sie müssen mehr lernen und kontrollieren, sie müssen sich mehr kümmern.

00:40:59: Sie müssen darauf achten.

00:41:01: Also

00:41:02: nicht so belehrend?

00:41:03: Ja, besser als konkret niederschwellig und so machbare Aufgaben.

00:41:08: wie versuchen sie drei mal die Woche vielleicht für zehn Minuten zu lesen.

00:41:15: lassen sie ihr Kind erzählen worum es geht fragen sie Versuchen Sie

00:41:21: z.B.,

00:41:22: Zeit nehmen Auto zu nutzen, das zum Beispiel bei Kopfrechnen bietet sich das an und so weiter und so fort.

00:41:29: Deswegen ich mag z. B. beim Thema Lesen haben viele Lehrkräfte wie diese Lese-Raupen in den Klassen hängen wo die Kinder die Zuhause abends gelesen haben immer eine Perle rauf strücken dürfen.

00:41:42: Spätestens da sieht man die Chancengerechtigkeit, die hat sich schon verflogen.

00:41:49: Aber spätestens dann wird es irgendwie schon mal sichtbar.

00:41:53: So visualisiert

00:41:55: für alle Kinder?

00:41:56: Es wird nicht nur die Kinder für alle, die in den Klassenraum kommen und es sind viele Menschen von Lehrkräftel, Eltern, Kinder, Putzfrau

00:42:04: usw.,

00:42:07: wird für alle sichtbare.

00:42:08: Kind X ließ nicht viel zu Hause!

00:42:11: Und daraus werden noch Rückliste gezogen, die überhaupt irgendwie nicht schön sind.

00:42:15: Also Eltern brauchen keine Vorwürfe sie brauchen klare kleine realistische Handlungsangebote.

00:42:23: Ganz klar niederschwillig!

00:42:25: Jetzt ging der Chancenmonitor ja auch viel darum.

00:42:30: wer schafft es aufs Gymnasium?

00:42:32: und da sind wir dann relativ schnell wieder bei diesen Übergangsempfehlung.

00:42:39: Müssen die Lehrer da auch nochmal anpasso machen und nochmal anders diese Empfehlungen überdenken?

00:42:48: Ja, auf jeden Fall.

00:42:49: Also ich glaube, da müsste man wirklich sehr bewusst irgendwie reflektieren.

00:42:54: Bewerte ich die Leistung oder das Verhalten, bewerte ich Potenzial- oder aktuelle Unterstützung, bewertete ich Sprache oder Denken Bewerte ich Selbstbewusstsein oder Kompetenz, bewerte ich Eltern aus Nähe zum Schulsystem.

00:43:08: Oder das Kind in wie selbst.

00:43:11: Das heißt nicht jedes Kind soll eine gymnasiale Empfehlung bekommen aber jede Empfehling sollte fachlich sauber transparent und möglichst frei von Herkunfts- und Geschlechtsstereotypen sein.

00:43:25: tatsächlich Ich glaube, in der Realität ist es ja ganz anders hat.

00:43:30: Haben die Ergebnisse auch hier wie der Studie gezeigt und das ist irgendwie schade.

00:43:41: Das ist bedauerlich.

00:43:44: Kommen wir nochmal zurück zu dem Anfang vom Podcast wo wir gesagt haben man kann nicht das Schulsystem alleine reformieren.

00:43:52: Man kann nicht alles allein machen Aber wir können im Klassenraum den Unterschied machen.

00:44:04: Lehrkräfte können zum Beispiel Armut ja nicht abschaffen, also sie können auch keine Bildungsgleichheit alleine lösen.

00:44:13: Sie können noch fehlende Kitaplätze oder Wohnungs- und Nachrichtsgerechtigkeit gesellschaftliche Ungleichheit auch nicht allein hier wie kompensieren.

00:44:22: aber Lehrkräften können verhindern das Schule diese Ungleichkeit nochmal deutlich verstärkt Und das ist ein wichtiger Punkt, glaube ich.

00:44:31: Wir können unterlich so gestalten dass nicht nur die Kinder erfolgreich sind mit viel kulturem oder sprachlichen und sozialen Kapital schon in die Schule gekommen sind.

00:44:41: wir können erklären was Schule erwartet wir können Strategien modellieren wir können Sprache aufbauen wir können lesen systematisch fördern wir können Feedback gerechter machen.

00:44:55: wir sollten auf jeden Fall Stereotypen reflektieren und überdenken.

00:45:01: Wir können Eltern niedrigwählig einbinden, wir können Kinder nicht vor schnell festlegen.

00:45:09: also ich finde es in Deutschland echt wahnsinnig schnell entschieden wird und man versucht zwar mit den Gesamtschulen so den Bogen anbissen zu schließen und zu gucken dass die Kinder das trotzdem aber wenn mein Überleg nach der sechsten Klasse irgendwie da schon gravierend entschieden wird, wo es mit den Kindern hingeht.

00:45:30: Also in meiner Grundschulzeit wäre das nicht möglich gewesen.

00:45:36: also je tiefer die Inhalte ging umso besser wurde ich und ich war in der Grundschule einfach schlecht würde ich sagen.

00:45:46: also ich habe echt gekämpft und mein Eltern waren wie gesagt echt hinterher.

00:45:51: Aber ich habe wirklich, das war täglich irgendwie ein Kampf.

00:45:53: Ich bin täglich in den Kampf reingegangen.

00:45:55: So dann war ich in der Mittelschule, da wurde es vielleicht gleich besser aber ich hab trotzdem nicht in dem System reingepasst.

00:46:02: und dann bin ich aufs Gymnasium.

00:46:05: Da war's schon mal irgendwie ein Tick besser für mich irgendwie.

00:46:08: Es wurde schon spezifischer Und ich konnte entscheiden, ob ich in Literatur sprachen, Mathe oder Ökonomie.

00:46:15: Meine Eltern wollten Mathe, ich habe mich aber durchgesetzt und für Sprache und Literatur lieber Steffen sonst würden wir nicht zusammensitzen.

00:46:23: Und danach ging es für mich nach Deutschland erst einmal als Opern und dann die Uni wieder zurück in Frankreich.

00:46:30: Ich habe meinen Abschluss an der Sorbonne gemacht mit eins, drei und das wäre also... Das hätte mir niemals in der Grundschule zugetraut.

00:46:36: Also das hätte mir niemanden zugetragen, ich glaube ich mir selbst wahrscheinlich auch nicht.

00:46:42: Und danach habe ich weitergemacht und auch da irgendwie mit Bestnoten abgeschlossen.

00:46:46: also man sieht dass es möglich ist aber ich finde es schwierig wenn schon so früh entschieden wird und man kriegt nicht irgendwie die Unterstützung auf die Lehrkraft kommt es an.

00:46:57: Man kann das System bestimmt nicht reformieren sein Unterricht so gestalten, dass man ein Stück Gerechtigkeit irgendwie reinbringt.

00:47:06: Lass uns einen Schluss Gedanken fassen!

00:47:10: Was bedeutet denn die Chancengleichheit?

00:47:15: Ich glaube es muss klar sein das Chancengleichheit tatsächlich nicht bedeutet alle Kinder gleich zu behandeln.

00:47:21: Die Chancenkleichheit bedeutet jedem Kind den Zugang zu eröffnen, den er wirklich braucht um anspruchsvoll lernen zu können.

00:47:32: Es gibt ein schönes Bild.

00:47:36: Mit

00:47:36: den drei Kisten und den Zaun?

00:47:38: Genau, so viele der Kräfte werden das Bild kennen.

00:47:42: Das ist echt passend, weil jedes Kind bekommt das, was es braucht um genau so gut sehen zu können.

00:47:50: Man hat drei verschiedene große Kinder.

00:47:55: In dem ersten Bild gibt's drei gleichgroße Kisten... Da kann dann nur das größte Kind über den Zaun gucken.

00:48:02: Die anderen beiden, die kleiner sind als das große Kind schaffen es nicht und das nächste Bild zeigt dann wie so eine Art... Also die Kisten sind dann abgestuft und sodass die Köpfe der Kinder alle genau über den zaun reichen und alle drei Kinder können rübergucken.

00:48:19: Und da wäre halt jetzt die Frage was ist gerecht wenn jeder das gleiche bekommt oder Das was es braucht, um das Gleiche zu erreichen.

00:48:29: Genau und das ist eins was ich im Unterricht immer wieder sage.

00:48:32: also wenn ein Kind kommt und sagt ja warum hat er das irgendwie?

00:48:35: Und ich nicht, sage ich jedes Kind bekommen das was sie es braucht.

00:48:39: Ich kann nicht behaupten dass gelingt mir immer und es ist bei mir immer alles super tipi top hier so ich bin auch nicht perfekt

00:48:47: aber

00:48:48: der Satz jeder bekommt das was ihr es braucht.

00:48:50: das ist wichtig und das sollten heute alle Lehrkräfte die zuhören Einmal kurz reflektieren und überlegen was kann ich im Alltag, im Wuntersalltag ändern oder anpassen so dass mehr Gerechtigkeit irgendwie reinkommt.

00:49:06: Wir haben jetzt gesprochen den Unterschied machen.

00:49:10: dazu muss man aber auch sagen also auch wenn der Satz ein bisschen weh tut wenn man ihn ausspricht man kann nicht alle retten und verwendet die Energie auf die Kinder die wollen.

00:49:25: Ich finde Gerechtigkeit echt wichtig, weil es ein Thema ist was mich so persönlich trifft.

00:49:29: Mir kommen immer wieder die Tränen wenn ich dran denke.

00:49:32: In Frankreich war der System zu meiner Zeit zumindest ein bisschen durchschliessiger.

00:49:36: also das Thema Frühstück hatte sich erübrig, weil wir in der Grundschule gefrühstückt haben und zwar wir haben einen Frühstuck vom Staat bekommen grundsätzlich Und trotzdem gab es echt harte Momente.

00:49:46: Also ich habe Geld irgendwie für Material bekommen und dann konnte ich für das Mittagessen einer Grundschule, musste ich zur Gemeinde.

00:49:52: da hat man irgendwie Essensgutscheine bekommen.

00:49:55: also mein Eltern waren echt bemüht und trotzdem war nicht immer alles schön vor allem wenn man in dem Alter ist wo man das tatsächlich auch mitbekommt und die Unterschiede halt merkt.

00:50:06: wenn man aber irgendwann die Lehrkraft irgendwie bekommt, die das irgendwie so ein bisschen deckt hält und ein bisschen mehr unterstützt.

00:50:12: Und guckt dass es nicht alles so offensichtlich ist, dass man das irgendwie auf die Lehr Kraft kommt.

00:50:19: Ich glaube jeder ich sage nicht jeder soll anfangen wie Fühler und Frühstück zu kaufen.

00:50:23: Aber man kann versuchen irgendwie ja weiß ich nicht sein Herz zu öffnen und zu gucken Wie kann ich irgendwie das besser machen?

00:50:32: Dass dieses Kind eine Chance hat ohne dass er schon in der Grundschule verloren hat In der Grundschule.

00:50:37: Das ist Wahnsinn!

00:50:41: Ja, vielleicht verlieren halt viele Kinder auch viel früher schon bereits in der Kita...

00:50:46: Schon wenn sie eingeschult werden haben manche irgendwie verloren.

00:50:49: Ich hatte mal ein Kind das seit dem Kinderheim irgendwie gewohnt schon vor der Einschulung und es bedeutet irgendwie dieses Kind theoretisch hat es schon verloren.

00:50:58: Es ist Wahnsin.

00:51:00: Das kann ich nicht dulden.

00:51:04: Das sind die Kinder, die mir so besonders am Herzen liegen.

00:51:08: Da setze ich mich doch lieber mehrfach und überlege, wie gestalte was sie brauchen.

00:51:15: Und dieses Kind hat von mir einen Schüler bekommen, weil der Staat keinen besseren gekauft hat.

00:51:22: Also das ist ein echt persönliches Thema.

00:51:27: Vielleicht gibt es andere Kollegen, die es auch betreffen, vielleicht in der Kindheit anders hatten, ähnlich wie ich ... und die es heute besser haben, für ihre Schüler auch besser machen können wollen.

00:51:39: Da freue ich mich über Rückmeldung dazu.

00:51:41: tatsächlich ein sehr persönliches Thema heute.

00:51:47: Bewegt!

00:51:48: Bevor es noch Tränen gibt würde ich sagen Jessica vielen Dank für die Folge und auch für die Einblicke in dein privates Seele.

00:51:59: Vielen Dank fürs Zuhören.

00:52:01: Ich freue mich auf Feedback

00:52:02: Bis nächste Woche.

00:52:03: Tschüss!