Elementarwissen

Elementarwissen

Der Grundschulbildung-Podcast

Transkript

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00:00:01: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Elementarwissen, dem Grundschulbetungs-Podcast.

00:00:05: Ich bin Steffen und ich bin Jessica

00:00:08: Und ich bin Gabi.

00:00:10: Wie ihr gehört habt ist Gabi heute zu Gast bei unserem Podcast und der Grund ist dass wir eine E-Mail von Jan bekommen haben.

00:00:17: Jan ist Fachlehrkraft und hat uns gefragt wie man das am besten als Fachleerkraft macht wenn die Klassenlehrkraft vielleicht andere Regeln nutzt als man selber nutzen möchte.

00:00:30: Und es ist so, dass Gabi früher die Klassenlehrkraft einer Klasse war in der Jessica als Fachlehrkraft tätig war.

00:00:41: Dadurch wissen beide eigentlich wie das funktioniert und daher haben wir Gabi dazu geholt.

00:00:49: Also erst mal herzlich willkommen, Gabi!

00:00:51: Schön, dass ich hier sein kann.

00:00:53: Ja ich freue mich auch, weil genau dieses Thema haben wir dann gemeinsam als Erfahrung.

00:00:59: Wir haben uns dann quasi die Klasse für kurze Zeit geteilt.

00:01:03: also ich habe bei Gabi in der klasse Mathe gemacht für ein halbes Jahr und sie war dann die Klasseneitung.

00:01:12: Für viele Kollegen, die Fahlerkraft sind ist es meistens irgendwie stressig.

00:01:16: Man springt sich in den Räumen, man springt zwischen den Klassen, zwischen den Klassenregeln und dann ist halt immer die Frage okay, kenne ich die Regeln dieser Klasse?

00:01:25: Kenne sie nicht!

00:01:26: Man ist immer ein bisschen hektisch unterwegs... Es ist also immer ein bisschen hektisch und man springt immer hin und her, gleichzeitig will man aber auch eigene Vorstellungen umsetzen.

00:01:38: Also gerade in Mathe für mich ist es halt wichtig eigene Regeln zu haben grundsätzlich, also Arbeitsweisen, dass die Kinder noch Denkzeiten haben das wir einige Gesprächsphasen haben und auch bestimmte Materialien wie raus holen rechtzeitig.

00:01:54: Okay Das finde ich spannend, weil wir damit eigentlich schon direkt im Thema sind.

00:01:59: Also Jessica kommt als Fachlehrkraft in Gabis Klasse.

00:02:02: Gabi ist die Klassenleitung.

00:02:04: Die Klasse hat vermutlich schon die eigenen Routinen.

00:02:08: Jessica hat aber auch ihren besonderen eigenen Unterrichtsstil und dann entsteht ja eigentlich genau die Frage wer passt sich wem an?

00:02:18: Genau das ist eigentlich den Punkt, den ich heute aufbrechen möchte.

00:02:21: Gabi wie siehst du das?

00:02:22: bist du der Meinung Eine Lehrkraft muss sich so setzen?

00:02:26: oder wie würdest du dann irgendwie vorgehen?

00:02:30: Also ich bin tatsächlich der Meinung, dass jede Lehrkraft ihren eigenen Weg gehen muss.

00:02:33: Es ist natürlich wichtig, dass die Informationen über die Klasse vorher ausgetauscht wurden aber ich denke das jede Lehr Kraft auch verschiedenen Unterrichten macht verschiedene Ansprüche hat Prioritäten auf andere Sachen legt setzt liegt und Deswegen denke ich sollte jede Lehrkraft ihren eigenen Weg gehen und sich natürlich immer mit der Glassen-Lehrkraft austauschen, wenn irgendwelche Probleme oder Schwierigkeiten auftauchen.

00:03:09: Das würde aber für dich bedeuten also man hat viele Freiräume kann Also mit der Klasse Lehrkraft quasi zusammenarbeiten und sich da drüber austauschen, aber so dass die Fachlehrkraft trotzdem nach ihrem Modell hier in Wien fahren könnte.

00:03:24: In jedem Falle also ich finde es ist eine Grundvoraussetzung das man unter Pädagogen sich austauscht und dass man eine Fachleerkraft auch mit offenen Armen und freudig begrüßt.

00:03:35: Aber nicht, dass daraus kann ich nicht erwarten von einer Fachleerkraft, dass sie meinen Unterrichtsstil, der sicher bei Lehrern insgesamt sehr, sehr unterscheidet übernimmt.

00:03:46: Genau, bei mir ist das immer so.

00:03:48: ich stelle mir immer die Frage was brauchen die Kinder tatsächlich im Unterricht um sich sicher orientieren zu können und dann dementsprechend gut auch lernen zu können?

00:03:57: Und dann versuche ich mich anzupassen sodass es irgendwie zusammenpasst.

00:04:05: Gabi wenn du zurückdenkst an die Zeit als Jessica sie hat ja ein halbes Jahr Mathe in deiner Klasse unterrichtet Was war dir als Klassenleitung wichtig?

00:04:15: Hattest du bestimmte Erwartungen, also hast du gesagt bitte über einem die und die Regel oder war dir wichtig dass Jessica als Fachlehrkraft ihr eigenes Ding machen kann?

00:04:28: Weder noch.

00:04:29: Also mir war wichtig das Jessica und die Klasse an den Naht Spaß haben, dass sie sich quasi natürlich verstehen selbstverständlich aber auch der Unterricht... bannend ist und die Kinder sich auch gerne abholen lassen.

00:04:45: Und das war ja auch für mich schnell zu sehen, ich hatte vorher schon mit Jessica viel Kontakt und wir haben viel über Unterrichtsführung gesprochen, wir haben uns wieder ausgetauscht.

00:04:56: Das war mir wichtig dass die Klasse den Unterricht auch gerne annimmt.

00:05:04: Bei mir im Unterricht ist es sehr wichtig, dass die Kinder motiviert sind Spaß haben, gerne arbeiten.

00:05:10: Dass sie selbstverantwortlich arbeiten und auch mit Planen.

00:05:16: Und das fühlte ich dann auch schnell umgesetzt.

00:05:20: Das heißt wenn ich damit in den Stunden drin war oder am stundenende oder am anfang habe Ich halt gesehen wie selbst die Kinder die halt bei anderen fach der kräften Probleme zeigen dass Kinder gut abgeholt wurden und dass insbesondere die klaren Regeln, die Jessica in ihrem Unterricht durchgesetzt hat auch die Kinder an der richtigen Stelle zur Mitarbeit bewogen haben.

00:05:51: Du hast es ja gerade schon ein bisschen ankriegen lassen.

00:05:53: also ihr habt euch einmal viel über Unterrichtsführung ausgetauscht und du warst auch öfter dann im Unterricht mit dabei.

00:06:02: so wie ich das von Jessica gehört habe, war es so dass ihr euch gegenseitig eigentlich auch angenähert habt.

00:06:08: Also sie kam dann nach Hause und hat gesagt ach Gabi hat's das erzählt und das macht sie toll und das will ich umsetzen du hast ja vielleicht auch irgendwie ein zwei Sachen bei ihr abgeguckt.

00:06:19: ist das was du dann auch empfehlen würdest, dass man gegenseitsich auch mal den Unterricht mit anguckt von der Fachlehrkrafts und sich dem dann auch annähren kann.

00:06:30: Ich finde da tatsächlich, dass es eine Rotvororsetzung ist.

00:06:32: Weil niemand von uns Lehrern ist perfekt und selbst wenn ich jetzt bei anderen Lehrern in der Teilungstunde mit drinne bin natürlich drückt man sich vorsichtig aus.

00:06:40: und das höfliche in jedem Falle.

00:06:42: Man kann ja nicht mit jedem Kollegen gleich intim zusammenarbeiten.

00:06:48: aber ich finde es schon sehr wichtig, dass wir uns gegenseitig Schulen gegenseITich unterstützen und gegenseItich die richtigen oder möglicherweise richtige Tipps geben.

00:06:58: Ansonsten sind wir als Lehrkraft insgesamt einfach mal sehr einsam.

00:07:03: Bei mir ist es so, dass ich das einfach liebe wenn ich auf Kollegen treffe die tolle Ideen haben, die etwas anders machen.

00:07:10: Ich selber freue mich auch, wenn ich natürlich höflich und freundlich Tipps bekomme weil mir geht es tatsächlich nur darum, dass die Kinder motiviert arbeiten, dass sie selbst gesteuert auch arbeiten und das ist für mich das übergeordnete Ziel.

00:07:26: Und das kann man nicht alleine schaffen, weil allein kann sein Unterricht nicht immer so reflektieren.

00:07:33: Also ist dann die Fachlehrkraft oder der Klassenlehrer, der mit drin ist, kann auch eine Art Coachingrolle mit annehmen und ja ein Spiegel für dich sein?

00:07:44: In jedem Falle!

00:07:45: Ich finde es noch wichtiger mit anderen Kollegen im Unterricht zusammenzuarbeiten als Weiterbildung zu besuchen die man ja doch selber selber gestalten kann.

00:07:58: Man kann sich selbst weiterbilden auf unheimlich vielen Ebenen, gerade auch auf dieser Ebene wo man sagt da habe ich jetzt einen Nachholbedarf aber seinen eigenen Unterricht zu reflektieren dazu gehört schon oft ganz viel klare Sicht dazu und die hat man oft nicht weil er nicht nur die Stoffvermittlung eine Rolle spielt sondern ganze soziale Schiene, wie man arbeitet.

00:08:24: Welche Methoden man anwendet und so weiter?

00:08:26: Würdest du sagen, dass diese Zusammenarbeit momentan in der aktuellen Struktur an den... Wir können ja immer nur über die Schulen oder die Schulen in Brandenburg reden.

00:08:37: Würdest Du sagen das es zu kurz kommt und dass man mehr Stunden eventuell doppelt belegen müsste?

00:08:44: Ja schon!

00:08:46: Es kommt natürlich darauf an mit welchen Lehrern man in der Klasse ist.

00:08:50: Es kommt darauf an, mit wem man wie zusammenarbeitet was man für ein Verhältnis zur Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit auch da hat und wie man auch sicherlich taktvoll irgendwelche Sachen besprechen kann.

00:09:03: Ich habe jetzt die vorteilhafte Situation dass ich Dreiteilungsstunden in meiner Klasse mit verbringen kann Was ich die ganzen Jahre vorher nicht hatte und merke das sich mit Einigen Lehrern sehr, sehr gut zusammenarbeiten kann.

00:09:19: Dass man sich auch tatsächlich da die Meinung liebenswürdig sagen kann und sich unterstützen kann.

00:09:27: Es gibt aber auch Lehrer wo man Schwierigkeiten hat in der Zusammenarbeit weil man so das Gefühl hat dass wenn man irgendetwas anspricht was vielleicht kritisch sein könnte dass diese Kollegen dann auch dicht machen und zu machen und eigentlich lieber alleine in der Klasse werden.

00:09:51: Wobei ich finde, dass die Teilungsstunden genutzt werden können, indem man einfach mit kleinen Gruppen arbeitet.

00:09:56: Ich finde es gibt unheimlich viele Möglichkeiten aber jedenfalls ist die Hauptmöglichkeit Unterricht gut zu gestalten mit guten Kollegen zusammenzuarbeiten.

00:10:08: Hattest du jedes Gefühl mit Erwartungen irgendwie in die Zusammenarbeit reingegangen zu sein?

00:10:15: und diese nicht erfüllt zu sehen.

00:10:17: Also erstmal zu den Erwartungen, natürlich hat man Erwartung.

00:10:20: die Erwartungs sind auch Hoffnungen, die Hoffnung beziehen sich darauf dass einfach der Unterricht für diese meine Klasse gut ist weil man möchte das die Kinder natürlich motiviert arbeiten, dass sie Spaß haben, dass Sie einfach interessiert und engagiert mitmachen.

00:10:40: So jedenfalls mein Ziel.

00:10:41: und Erwartungen, die nicht erfüllt wurden.

00:10:43: Nein!

00:10:43: Die hatte ich überhaupt gar nicht, weil mir der Unterricht sehr gut gefallen hat.

00:10:48: Ich habe vor allem Gesichter der Kinder gesehen, die gerne mal was anderes gemacht haben, insbesondere auch bei anderen Fachlehrkräften.

00:10:57: Und ich immer das Gefühl hatte dass die Kinder zunehmend großartigen Spaß hatten gerade in dem Unterricht in Mathematik an dem anschaulichen Unterricht und auch in der Art und Weise, wie die Kinder auch abgefragt wurden ob sie Sachen verstanden haben.

00:11:21: Und wie sie Wege aufzeigen selber aufzeigemussten und erklären mussten und dadurch natürlich viel mehr im Boot waren als sie es bei manchen anderen Fachlehrkräften sind wo doch sozusagen das Thema vorgegeben wird und dann wird gearbeitet, viel in Aufgaben blöcken.

00:11:43: Und es wird aber wenig reflektiert und gesprochen über das was die Kinder eigentlich inhaltlich machen und was sie auch selber artikulieren können

00:11:52: müssen.".

00:11:54: Man muss auch sagen also die Klasse von Gabi ist eine lebhafte Klasse so sind schon echt Persönlichkeiten drin.

00:12:00: ich selber als ich reingekommen bin war Irgendwie, also es hat mich schon gefordert.

00:12:06: Das ist ja nicht so... In manchen Klassen geht man einfach rein und man weiß es wird laufen.

00:12:11: bei Gaby's Klasse muss ich mir schon Gedanken machen wie ich das mache damit es läuft Und ich weiß dass der Anfang für mich ... Also es war im zweiten Halbjahr, der Anfang war nicht einfach.

00:12:22: Ich mach hier rein und spiel das Spiel wie sonst immer und es wird schon.

00:12:27: Vor allem die Mittwochsstunde haben wir schwer getan.

00:12:31: da hatten wir Mathe in der fünften Stunde Und ich weiß, dass Stefan und ich z.B.

00:12:36: ganz oft miteinander darüber geredet haben was sich noch anders machen muss für diese Stunde damit sie... damit ich nicht runter gehe tatsächlich Also letztendlich haben wir das mit den Kindern.

00:12:51: irgendwann Haben wir es geschafft irgendwie uns relativ schnell eingependelt irgendwie, dass es halt irgendwie funktioniert und irgendwo harmoniert hat.

00:13:03: Was denkst du woran die meisten Kollegen ansonsten scheitern wenn sie diesen Punkt nicht erreichen?

00:13:08: Ich denke das die meisten Kolleginnen sich nicht genug auf die Kinder einlassen.

00:13:11: Das heißt wir sind ja doch eine Gesellschaft der gern Kritiker und vielkritiker und dass wir uns nicht besinnen nicht in erster Linie besinnen auf die Stärken, die die Kinder haben.

00:13:23: So wenn zum Beispiel eine Fachlehrkraft in der Klasse ist, die jetzt noch nicht lange vielleicht die Klasse kennt – es ist ja oft so dass die Kinder als störend auffallen.

00:13:33: und wie du sagst meine Klasse sind eine extrem liebhafte und eine Klasse von sehr lauten Kindern.

00:13:41: Der Fokus einfach auf das Laute gelegt wird, auf das Negative Fehlerhafte oder negative Handlungen, die dann oft von den Fachlehrkräften auch als negativ gegen sich empfunden werden.

00:13:58: Und ich finde unser gesamter Fokus in der ganzen Arbeit in der Schule sollte einfach viel mehr auf den positiven Seiten liegen und vielmehr auf dem was die Kinder können Und weniger Fehlersuche und Kritik.

00:14:14: Das fand ich halt wirklich immer ganz spannend bei dir, dass du in den Kindern in jedem Kind einen kleinen Schatz siehst... ...und das dementsprechend auch versuchst herauszulocken!

00:14:26: Wenn ich euch beide richtig verstanden habe, plädiert ihr eher dafür, dass jeder Lehrer sein eigenes Ding machen soll, seine eigenen Regeln etablieren soll?

00:14:37: Wie hast du das...?

00:14:38: empfunden damals Gabi.

00:14:40: Fandest du, dass die Kinder Probleme haben zu wissen jetzt ist Lehrer A da, jetzt gelten diese Regeln?

00:14:50: Da weiß ich nicht.

00:14:51: darf ich vielleicht nicht essen aber trinken?

00:14:53: Jetzt ist Lehrer B da, da gelten die Regeln.

00:14:56: oder können kriegen die Kinder das schnell rauf und verstehen was bei welchem Lehrer gilt?

00:15:05: Es gibt sicherlich Regeln, die die Kinder immer einhalten.

00:15:07: Also sie schon allgemein gültig haben sollten.

00:15:10: Andererseits korrelieren da auch manchmal die Ansichten zum Beispiel über das Essen.

00:15:18: Ich finde also wenn wir dort ein Problem jemals gehabt hätten oder die Kinder es nicht angenommen hätten dass sie halt bei der Fachlehrkraft Jessica nicht jede Pause essen dürfen Hätten wir sicherlich über dieses Problem geredet?

00:15:32: Das war aber nie ein Problem.

00:15:37: Also diese Probleme habe ich nicht gesehen, aber selber natürlich auch die Meinung, dass ich als Lehrkraft irgendwo hingehe und mit den Kindern gemeinsam die Regeln mache.

00:15:46: Ich mache keine Regeln, die irgendwo ganz weit hergeholt sind.

00:15:51: Meine Regeln unterscheiden sich sicherlich in Kleinigkeiten oder gehen in eine andere Richtung.

00:15:56: Aber prinzipiell ist ja keine Regel, die für die Kinder nicht annehmbar sind.

00:16:01: Deswegen denke ich so aus der Sicht der Vergangenheit, dass die Kinder damit keine Probleme hatten.

00:16:08: Und ich selber wenn ich als Fachlehrkraft zum Beispiel in Musik reingehe, ich unterrichte in den sechsten Klassen Musik sage ich tatsächlich auch.

00:16:19: jetzt bin ich da und ihr haltet mit mir im Unterricht folgende Regeln ein Ich finde diese und jene Regel wichtig.

00:16:29: und dann sprechen wir über die Regeln.

00:16:31: Ich schlege dort auch nicht viel regeln fest, aber einige wenige klare Regeln, die auch dann fast täglich reflektiert werden.

00:16:38: Ob sie eingehalten wurden.

00:16:41: Wichtig ist natürlich mit Regelverstößen klar umzugehen.

00:16:46: Das ist das was dir nachher auch die Bindung zur Klasse bringt wenn du das fair und gerecht und eindeutig machst.

00:16:56: Also ich glaube in der Schule gibt es im Grunde zwei.

00:17:00: Es gibt die Teil-Lehrkräfte oder die Teile von Kollegen, die sagen okay ich passe mich der Klasse, der Klassenleitung an und übernehme die Regeln irgendwie.

00:17:10: Was ich aber schwierig finde ist dass wenn mein Fall der Kraft ist hat man mehrere Klassen manchmal viele Klassen und sehe sich an jeder Klasse zu gewöhnen und die regeln dann von allen Klassen zu kennen und zu verwenden find ich irgendwie schwierig.

00:17:25: Dann gibts noch die Fraktionen Leerkräfte die sagen Okay, ich habe meine eigene Regeln und nur das gilt finde ich auch irgendwie schwierig.

00:17:33: Deswegen bin ich auch bei Gabi wenn sie sagt wir müssen uns irgendwo in der Mitte irgendwie treffen und gucken was die Kinder tatsächlich dann brauchen, was ihnen gut tut und wie man selber irgendwie zurecht kommt im Alltag.

00:17:49: Ich finde aber meistens verwechseln wir tatsächlich dann die Begriffe.

00:17:56: Wenn wir über Regeln sprechen, sprechen wir meistens nicht über Regelen sondern tatsächlich über Routinen.

00:18:02: Weil was ich unter Regeln verstehe ist der respektvolle Umgang wie wir miteinander reden, wie wir uns im Unterricht melden, wie interagieren und mit dem Material umgehen.

00:18:16: also das sind so für mich diese Grundprinzipien die eine Schule hat in jeder Klasse, also dass jeder irgendwie respektvoll miteinander umgehen muss.

00:18:32: Was wiederum Routinen sind für mich ist was es dann zu tun wie etwas zu tun und es ist dann von... der Lehrkraft dann abhängig.

00:18:43: Und ich glaube, dass die Kinder durchaus in der Lage sind sich wirklich daran zu orientieren.

00:18:48: okay heute ist Gaby da und bei Gaby haben wir diese Routinen und dann kommen Frau Deh dazu und dann sind ihre Routien und die Kinder hatten meiner Meinung nach irgendwie die Routine schnell drauf also das DTÜ ständig also schnell rausgeholt wurden zum Beispiel wenn ich dann reingekommen bin Dass sie sich wirklich irgendwie im Unterricht, dass wir diese Gespräche hatten über lange Zeit.

00:19:16: Also das war alles irgendwie tatsächlich kein Problem.

00:19:19: und diese Routinen sind nichts was man mit der Klassenleitung tatsächlich besprechen muss.

00:19:27: oder wie siehst du das?

00:19:29: Besprechen sicherlich mal aber prinzipiell unterscheiden sich unsere Regeln trost nicht voneinander.

00:19:36: viel entscheidender finde ich Konsequenzen durchgeführt werden bei Regelverstößen.

00:19:45: Das ist glaube ich das, woran die meisten Fachlehrkräfte scheitern, dass bei Regel verstößen keine klaren Konsequenten erfolgen.

00:19:53: über das Thema Konsekvenzen hast du ja schon habt ihr ja schon einige Folgen gemacht und das ist auch immer etwas wo man immer wieder neu darüber nachdenken kann.

00:20:02: was sind Konse quenzen?

00:20:03: Konse Quenzen sollten auch für die Kinder direkt erfolge und annehmbar sein.

00:20:10: Und da habe ich tatsächlich in den sechsten Klassen die Erfahrung gemacht, dass eine Konsequenz kann aus seinen Gesprächen nach dem Unterricht.

00:20:17: Dass man sich im Unterricht nicht über ein Problem weiter aufregt und das noch forciert wenn da Kinder dabei sind, die halt nicht so gut arbeiten oder nicht so intensiv arbeiten.

00:20:28: Mir ist wichtig bzw.

00:20:29: den Fach der Kräften soll es in allererster Linie wichtig sein, dass halt Aufverhalten was nicht so erwünscht fair ist auch Konse quenzen erfolgen.

00:20:40: Und das ist tatsächlich das, was ich oftmals sehe.

00:20:45: Was nicht passiert?

00:20:46: Dass zu wenig reagiert wird, dass die Sachen ignoriert werden – die Vorkommnisse speziell wenn die Kinder zum Beispiel im Unterricht nicht mitarbeiten oder gar nichts machen.

00:20:57: auch da kann man eine entspannte Konsequenz mit dem Kind zusammen beschließen.

00:21:02: wann kann es diese Sache nachholen?

00:21:06: Vielleicht, wenn die anderen zur Pause sind.

00:21:08: Das Kind hatte vorher ja Pause gehabt sozusagen und da sind immer noch viele Kollegen bei dem berühmten Eintrag ins Hausaufgabenheft wo ich tatsächlich finde dass das verschwendete Zeit ist so etwas einzutragen.

00:21:24: wenn ich wirklich ein Problem ein großes Problem habe würde ich die Eltern immer persönlich kontaktieren.

00:21:28: aber die Kinder müssen halt eine direkte Konsequenz auf ihr Verhalten sehen.

00:21:34: Ja, was ich auch beobachte ist dass viele Fahrlehrkräfte das ganze Problem auf die Klassenleitung abwälzen.

00:21:41: Also nach dem Unterricht geht man dann zum zur Klassen leitung und sagt du Kind X hat sich nicht benommen.

00:21:49: Danach kommt meistens gar nicht, aber unterschwillig irgendwie schwingt es mit.

00:21:54: Kümmer dich für mich quasi weil ich gerade keine Zeit habe.

00:21:58: auch das sollte dann nicht sein.

00:21:59: also wichtig so wie gesagt hat dass die Kollegen nur als Fachlehrkraft in einer klasse drin sind sich selber wirklich überlegen was sind die konsequenzen?

00:22:07: diese konsequenz sollen wir den kindern durch besprochen werden.

00:22:10: es muss den bekannt sein und diese konsequent müssen folgen und zwar nicht über die Klassenleitung, sondern direkt über die Lehrkraft, die das irgendwie tatsächlich erlebt hat.

00:22:22: Das will verhalten.

00:22:23: und als gute Orientierung ist die EOMV also die Verordnung für Erziehung und Ordnungsmaßnahmen.

00:22:32: Die schreibt ganz klar wie Konsequenzen vor und dann wäre zum Beispiel ein Nacharbeiten möglich usw.

00:22:40: Und diese Gespräche kann man mit den Kindern durchaus führen.

00:22:45: Okay, es ist deine Entscheidung wenn du jetzt nicht arbeiten möchtest.

00:22:47: aber diese Arbeit muss gemacht werden und es ist eine Entscheidung wann tatsächlich dieser Arbeit stattfindet.

00:22:53: Es kann jetzt mit meiner Hilfe als Lehrkräftin wie stattfinden das kann aber auch später irgendwie stattfinden es kann noch zu Hause stattfinden.

00:23:00: also und dass diese Konsequenzen hier wie da sind den Kindern bekannt sind und dass sie auch irgendwann tatsächlich auch folgen wo nicht durch Gabi als Klassenlehrkraft sondern wirklich durch die Lehrkräfte die davon betroffen sind.

00:23:12: Und so steht es auch in der Verordnung.

00:23:13: Es steht nicht, die Klassenleitung hat die Führung für alles quasi, sondern jede Lehrkraft, die in der Klasse ist, hat das Recht und auch die Pflicht meiner Meinung nach diese Konsequenzen

00:23:24: durchzuführen.".

00:23:26: Und genau das ist das Problem, dass ich so auch sehe bei uns in der Schule in der klasse.

00:23:33: Die Kinder arbeiten sehr verantwortungsbewusst selber mit an dem Unterrichtsgeschehen an den Verhalten.

00:23:42: Und wenn ich zum Beispiel oft in meine Klasse komme, ich habe in der Woche nur sieben Einzelstunden bei meiner Klasse mittlerweile noch und ich komme dann in die Klasse.

00:23:53: Dann spreche ich der Klassenrat dieses Problemen was im Unterricht aufgetreten ist in den anderen Stunden möglicherweise an weil die Kinder möchten alle gerne und ruhig und konzentriert weiterarbeiten fühlten sich dann halt auch gestört.

00:24:09: Das ist tatsächlich ein Problem, was mir viel Zeit nimmt und oft auch mal meine Einstellung oder Motivation für kurze Zeiten kippt.

00:24:20: Da wünschte ich mir schon das, was du gesagt hast, dass die Fachlehrkraft bis zum Schluss überlegt, was kann ich machen?

00:24:28: Damit sich das Verhalten verändert.

00:24:30: Ich weiß ja, dass Kinder super gut laufen können nicht nur bei mir Kollege, daran arbeiten uns nicht sagen die Kinder sind halt so.

00:24:42: Weil die Kinder sie nicht so sondern aus irgendwelchen Mitteln Methoden und Zaubermitteln das Beste aus den Kindern herausholen.

00:24:52: Das finde ich einen wichtigen Satz.

00:24:54: also was ihr beide sagt ist Die Fachlehrkräfte dürfen ihr eigenes Regelwert haben und praktisch den Unterricht zu gestalten wie Sie möchten.

00:25:06: Aber mit dieser Freiheit erwartet ihr auch, dass eine Verantwortung da ist.

00:25:12: Also das heißt wenn eigene Regeln da sind und entsprechende Konsequenzen müssen die dann auch von der Fachlehrkraft durchgeführt werden und dürfen nicht im Nachhinein auf die Klassenlehrkraft übertragen werden.

00:25:26: also wer schon dann eigene Regel hat muss dann dafür sorgen wenn Unterrichtsstörungen sind an die Lehrkraft über den Klassenrat oder wie Jessica gesagt hat zwischen so einem Tür- und Angelgespräch stattfindet, sondern jede Fachlehrkraft muss dann auch tatsächlich im Unterricht die eigenen Sachen lösen.

00:25:51: Also als ich angefangen habe irgendwie zu unterrichten das war eine Montessori Schule also eine Privatschule und meine Mentorin hat gesagt und das prägt mich immer noch und meinen Unterricht auch.

00:26:03: Sie meinte, Jesse wenn das soziale Gefüge in der Klasse nicht funktioniert dann kannst du nicht unterrichten.

00:26:07: Das ist der Unterricht es auf später zu verschieben.

00:26:11: erst mal muss alles in der klasse irgendwie funktionieren damit überhaupt Unterricht hat finden kann und so mache ich es auch.

00:26:19: und daher sind als Regeln wichtig daher sind Routinen wichtig alles andere, wie tatsächlich passieren kann.

00:26:29: Ohne ist es ja gar nicht möglich und deswegen müssen die Lehrkräfte, die in den Klassenunterrichten jeweils für sich und deren Unterricht quasi die Verantwortung übernehmen und am Ende ihre Konsequenzen tatsächlich durchführen und sich nicht auf die Klassenlehrkraft irgendwie verlassen.

00:26:47: Also wichtig war das, dass die Kollegen sich wirklich überlegen erstmal Welche Grundregeln haben wir?

00:26:52: Also welche Grundhaltung habe ich und was erwarte ich tatsächlich als Grundsatz, das ist nicht verhandelbar.

00:26:58: Und mit Regeln meinte ich wirklich so den respektvollen Umgang also wirklich so Basics die eigentlich in jeder Klasse vorhanden sein sollen aber müssten die da nicht eigentlich in der Schule gelten?

00:27:10: also macht es dann nicht mehr Sinn sag ich mal sowie die zehn Gebote In der Schule zu haben.

00:27:18: Gibt es diese Routinen und Abläufe pro Fach und pro Lehrer?

00:27:23: Tatsächlich muss man immer wieder daran arbeiten.

00:27:25: Natürlich sind diese Regeln in der ganzen Schule vorhanden, jeder möchte gerne nach diesen Regeln arbeiten und die Kinder kennen diese Regel.

00:27:34: aber das heißt ja noch nicht dass sie in jeder Klasse, in jeder Stunde auch durchgesetzt werden.

00:27:41: Tatsächlich tut mir das auch manchmal wirklich weh, wenn ich in meine Klasse komme und weiß was für grandiose Kinder dort drin sind.

00:27:49: Und arbeiten toll arbeiten!

00:27:52: Dann höre ich dass zwei Kinder die eigentlich ganz viel können mitbringen wissen dann krass störend sind in anderen Stunden.

00:28:04: Dann könnte man sagen ja öfter sagen die Kollegen, ich habe den Bonusklassendeitungen.

00:28:08: Ich finde nicht dass man so einen Riesenbonus damit hat.

00:28:14: Ich unterrichte ja auch in den sechsten Klassen Musik und hab dort im letzten Jahr auch teilweise ganz schön gekämpft weil die Klassenkonstellation echt krass war besonders in der einsechsten Klasse.

00:28:24: Und wenn ich aber durch viele Sachen eingeführt habe neu gemacht, habe meine Regelnverantwortlichkeiten für die Kinder.

00:28:31: Wenn ich dann sehe wie selbst die Kinder, die eben nicht immer diesen höflichen Ton haben sich auf Musik freuen, wie sie mit mir umgehen natürlich auch was ich ihnen für einen Umgang und eine Ausstrahlung entgegenbringe das spiegelt sich natürlich.

00:28:48: Dann weiß ich dass man das also bei jeder Klasse auch für sich einfach schaffen

00:28:52: muss Genau.

00:28:53: Und ich finde an der Stelle muss man auch sagen, also ... Man sagt immer so Bundes- und Klassenleitung.

00:28:58: Ich bin bei Gabi, das finde ich gar nicht.

00:29:02: Jede Lehrkraft ist seines Glückes schmied?

00:29:06: Aber ich beobachte ganz oft und manchmal muss ich mich selbst auch beobachten dabei wie ich in den Klassen reingehe und bin total hektisch zum Beispiel.

00:29:14: Das ist ein wichtiger Punkt weil es Klassenehrkräfte gar nicht haben, oft meistens in seiner Klasse oder im Klassenraum selbst.

00:29:23: Und viele Kollegen, die nur als Wachlerkraft reinkommen müssen immer zwischen den Räumen irgendwie springen und müssen rennen manchmal andere Gebäude also total stressig alles.

00:29:33: und trotzdem muss man vor der Tür nochmal kurz innehalten und auch kurz überlegen und tief einatmen und wirklich ganz gechillt rein Und wirklich ganz langsam durch den Klassenraum, weil die Kinder haben ganz feine Amthenen.

00:29:48: Die wissen ganz genau, ah, die ist gerade gestresst!

00:29:50: Dann legen wir los.

00:29:52: und so sollte es tatsächlich nicht sein.

00:29:53: Die Kinder müssen merken man ist präsent.

00:29:56: Man geht wirklich ganz langsamer bis zum Schreibtisch.

00:29:59: Man nicht vorsichtig seine Sachen irgendwie macht da und da irgendwie kurze Anmerkungen, sodass man wirklich die Präsenz irgendwie aufzeigt.

00:30:07: Wenn man die Ruhe ausstrahlt dann sind die Kinder auch... sofort ruhig eigentlich.

00:30:13: Wenn man aber selber irgendwie unter Druck und Stress ist, dann merken es die Kinder und das sollte man auf jeden Fall vermeiden.

00:30:19: also auch hier an der Stelle meinen Tipp.

00:30:21: Beim nächsten Mal beim nächsten Raumwechsel kurz mal an der Tür halten während sie in Ordnung geschlossen ist und erst reingehen wenn man irgendwie zwei drei Mal durchgeatmet hat und dann wirklich sehr langsam zum Schreibtisch.

00:30:34: da werden Sie den Unterschied bei den Kindern merken.

00:30:37: Du hattest ja gerade nochmal gesagt Gabi dass du versuchst, die Kinder für dich einzunehmen.

00:30:45: Wenn angenommen du übernimmst jetzt eine neue Klasse, sechste Klasse Musik vielleicht hast du schon gehört?

00:30:51: Die Klasse ist besonders lebhaft und hat ihren Ruf weg.

00:30:55: Wie ist dein Vorgehen?

00:30:56: was ist dein geheimen Rezept?

00:30:58: wie versuchest du am Anfang diese Klasse auf deine Seite zu ziehen?

00:31:04: also ich glaube nicht das.

00:31:05: ich versuche die kinder für mich einzunehmen weil Da bin ich trotzdem irgendwie sachlich neutral.

00:31:13: Ich freue mich natürlich, wenn die Kinder irgendwann dann den Punkt haben wo sie mal gefühlt einfach auch nur für mich mitmachen aber für mich machen Sie ja nicht mit.

00:31:22: Die Sache ist die dass sich A-Versuche in Unterricht so zu gestalten, dass das spannend ist für die Kinder dass die Kinder viel Verantwortung übernehmen, viel Verantwortlichkeiten.

00:31:35: Deswegen arbeite ich zum Beispiel in Musik mit einem Monatsplan der ganz viele verschiedene Themen umfasst und den Kindern aber den Raum lässt zu entscheiden wann welchen Tag sie welche Aufgaben machen und am Ende steht die große Präsentationen und der Test über die theoretischen Sachen Was ich natürlich versuche.

00:31:54: ist es wirklich sehr höftig mit den Kindern umzugehen was auch manchmal nicht so leicht ist, wenn man gerade sich geärgert fühlt und dann sind Kinder in der Klasse die halt das so gewöhnt sind den Klassenkloon zu spielen.

00:32:09: Aber da verleg ich die Konflikte dann immer noch draußen.

00:32:12: Ich ahmeande dann das Kind sage, was ich mir wünsche.

00:32:16: also wirklich dieser Wunsch muss auch für das Kind klar dastehen.

00:32:21: Nicht als Befehl!

00:32:24: hat gerade ein Lehrer einen Kind fürchterlich zusammengeschrien und ich weiß aber, dass dieses Kind weder den Lehrer persönlich meinte noch das es diesen Ausdruck auf den Lehrer bezogen hat.

00:32:37: Und finde ist immer sehr schwierig wenn man in so einer Situation ist, dass man sich selber nicht mehr beherrschen kann.

00:32:46: und deswegen bin ich immer der Meinung man sollte jegliche Konflikte überwiegend wenn es mit Aufregung verbunden ist, auf die Zeit nach den Unterricht verlegen.

00:32:57: Und dann hat man auch wirklich teilweise wunderbare Kinder vor sich, die reflektieren, die wissen ja nun schon seit der Unterrichtzeit, dass sie da nochmal kommen müssen und sich ihren Plan machen für die nächste Stunde.

00:33:11: Das finde ich halt sehr wichtig.

00:33:13: Genau das finde ich auch wichtig weiß gar wie gesagt, Ermalungen, die irgendwie tatsächlich im Unterricht unterlässt.

00:33:19: Das man sagt irgendwie okay dieses Gespräch verlagern wir nach hinten also nach dem Unterricht und nicht während des Unterrichts weil eins die anderen Kinder haben das Recht den wir auf Unterricht zweitens meinen gibt dem Ganzen so viel Raum es ist so viel Negativität Und dann können wir uns dann auch nicht mehr so richtig irgendwie auf den Unterricht konzentrieren.

00:33:39: Dann ist mein in diesem Konflikt der denn vor der Klasse noch ausgetragen wird?

00:33:43: Dann ist es nur ein Machtkampf was dazu wie kommen, sich entkehrt und lehrkraft.

00:33:48: keiner möchte das gesicht irgendwie verlieren.

00:33:52: Und dementsprechend spricht eigentlich viel dafür dass es erst nach dem unterricht dann geklärt werden sollte und nicht einfach währenddessen wo eigentlich Unterricht irgendwie stattfinden könnte.

00:34:03: was ich immer auch noch sehr wichtig finde, wenn man in einer anderen Klasse als Fachlehrkraft unterrichtet ist.

00:34:09: Dass man die Kinder ganz viel mit ins Boot holt und dass man Verantwortlichkeiten verteilt.

00:34:12: Also diese Verantwortung nehmen wir ja auch Arbeit ab.

00:34:16: Ich habe zum Beispiel Kinder, die kontrollieren ob alle Hefter dabei sind oder Unterschriften erledigt wurden.

00:34:21: Ich hab Kinder dabei, die während der Monatsplanarbeit oben gehen und sich kleine Notizen machen und mit mir dann später die Sache besprechen.

00:34:30: Da werden dann auch oft Kinder gewählt, die sonst nicht so im Mittelpunkt stehen.

00:34:35: Diese Kinder wünschen sich diese Arbeit.

00:34:37: und als Letztes finde ich es noch ein ganz wichtiges Ding in den Kindern mit ins Boot zu holen indem man sie am Beginn der Stunde wahlweise oder auch am Ende also am Anfang der Stunde vielleicht sagen lässt was ist heute dein Plan?

00:34:53: Was möchtest du halt schaffen?

00:34:56: möchtest du erreichen, mit wem willst du arbeiten?

00:34:58: und wenn man dann am Ende der Stunde die Kinder auch noch mal im Kreis zusammenkommen lässt.

00:35:03: Und da nochmal reflektiert wie die Arbeit für das jeweilige Kind gelaufen ist.

00:35:09: Da merkt man dass das die Kinder schon sehr in die Verantwortung nimmt und dadurch finde ich eine andere Arbeitsentschlimpe bekommen haben.

00:35:18: Genau also das finde ich auch total wichtig.

00:35:20: Also viele Kollegen die nur als Wahl der Kraft quasi arbeiten haben immer irgendwie meistens so Disziplinenprobleme.

00:35:29: Also die sehen dann meistens die Fehler auch bei den Kindern und das ist halt so schade, denn diese Disziplin-Problemen zeigen eigentlich eindeutig dass man ein Routine Problem hat.

00:35:40: tatsächlich also, dass viele Routinen nicht klar mit den Kindern irgendwie erläutert wurden.

00:35:47: Das heißt meine Erwartungen als Lehrkraft habe ich meistens da nicht so offen kommuniziert, Die Übergänge sind meistens nicht ganz so fließend.

00:35:58: Die Beziehung stimmt oft erst mal noch nicht und muss nochmal irgendwie geklärt werden, also oft ist es nicht nur die Kinder selbst die Probleme verursachen.

00:36:12: tatsächlich Die Kollegen verlassen sich einfach zu sehr auf die bestehende Struktur statt, die eigene Struktur in Form von Routinen quasi zu etablieren.

00:36:24: Und erst wenn man sich dessen bewusst ist was man tatsächlich auch als Lehrkraft braucht um Unterricht anmachen zu können dann erst dann kann wirklich Unterricht nach meinen Vorstellungen stattfinden und meine Vorstellung müssen den Kindern bekannt sein ansonsten funktioniert es nicht.

00:36:42: also hilft die eigene Routine im Endeffekt dann auch mehr Disziplin in den Fachunterricht zu bekommen?

00:36:50: Ja, definitiv.

00:36:52: Also ich glaube... Classroommanagement grundsätzlich ist allzu wichtig, dass so wie gesagt hat man Charme M. da irgendwie das gehört alles dazu, dass die Kinder immer wissen okay wenn ich eine Frage habe und Frau Dieter ist gerade beschäftigt wo kann ich hin?

00:37:09: Wer kann mir noch helfen?

00:37:10: Das heißt nicht einfach nur warten und stören sondern okay es gibt vielleicht die Alpha-Kinder zum Beispiel die mir helfen.

00:37:16: also als Mein Tipp weil Jan auch geschrieben hatte er braucht Unterstützung.

00:37:21: mein Tipp ist erstmal eruieren.

00:37:24: Genau, wo sind meine Probleme gerade im Unterricht?

00:37:26: Also ist es grade laut.

00:37:28: Sind die Kinder unruhig?

00:37:30: Hab ich ein Disziplinproblem was an den Regeln irgendwie habbert oder einen Routine und sehen meine Routinen das was sich mir wünscht tatsächlich allen bekannt und poche ich darauf.

00:37:41: also eine Handvoll für den Fachunterricht reichen wahrscheinlich um Klar zu kommen, aber die müssen mir als Lehrkraft klar sein.

00:37:51: Und sie müssen den Kindern auch klar sein und dann muss ich wirklich darauf einfach bestehen.

00:37:56: Das habe ich bei Gabi am Anfang auch gemacht.

00:37:59: Mir war es wichtig dass die Kinder sich leise melden.

00:38:01: wir haben viele Gespräche Unterrichtsgespräche geführt und ich habe auch klar gesagt Ich möchte das jeder meldet und keiner die Angst hat sich zu melden Falls er Fehler macht zum Beispiel.

00:38:12: und am Anfang haben sie sich teilweise ausgelacht.

00:38:15: Und dann habe ich, wie meine Mentorin gesagt hat, Sozialgefüge muss stimmen.

00:38:19: Wenn das nicht... hab' ich den Kindern ganz klar gesagt?

00:38:22: Das geht so nicht!

00:38:23: Dann haben wir noch mal gesessen und das Ganze nochmal thematisiert.

00:38:27: Irgendwann konnten Sie wirklich tolle Gespräche führen.

00:38:30: Die konnten sich ausreden lassen.

00:38:32: Die könnten ins Risiko gehen und Sachen thematisieren die wir vielleicht noch nicht so ganz vertieft hatten.

00:38:38: Also irgendwann war Ein Vertrauenswert verhält nicht so da, dass die wussten einmal ich interveniere auch wenn es nicht funktioniert und sie haben sich am Ende getraut sodass super Unterricht stattfinden konnte.

00:38:52: Obwohl wir viel in Bewegung waren, obwohl wir viele Gespräche geführt haben, obwohl viele Parameter da waren, die vielleicht riskant gewesen wären als Wahlerkraft.

00:39:02: aber tatsächlich haben Sie Kinder ja drauf gehabt?

00:39:06: Und ist Genossen glaube.

00:39:09: Ich würde gerne nochmal auf die E-Mail von Jan zu sprechen kommen, weil er auch gefragt hatte, als Fachlehrkraft hat er keinen eigenen Raum und muss die Räume der Klassenlehrkräfte nutzen.

00:39:24: Gabi wie würdest du vorgehen wenn du in einen Raum reinkommst?

00:39:30: Und das Gefühl haste es überladen?

00:39:33: Die Kinder sind vom Raum abgelenkt Es herrscht keine Ordnung.

00:39:37: Wie geht man als Fachlehrkraft damit um, wenn man das Gefühl hat dass dieser Klassenraum vielleicht die eigene Arbeit ein bisschen sabotiert?

00:39:48: Also tatsächlich würde ich prinzipiell sicherlich abhängig davon wie viele Stunden in dem Raum Unterricht mache.

00:39:55: Würde ich erstmal mit den Gegebenheiten leben können.

00:40:01: Wenn der Raum zu voll ist ja ich glaube es wäre schwierig das zu ändern, mögen, dass der Raum so voll ist.

00:40:09: Und sicherlich hängt es auch davon ab wie man mit der Klassenlehrkraft welchen Umgang man mit ihr hegt und welches Vertrauensfall das man hat.

00:40:18: Es gibt sicherlich Klassenerkräfte mit denen kann man das dann absprechen, könnte sie auf bestimmte Sachen hinweisen, könnte sich arrangieren.

00:40:29: Wie gesagt, sicherlich wäre das auch davon abhängig wie viele Stunden ich in dieser Klasse mache.

00:40:33: Aber ich glaube wenn man als Lehrkraft zwei drei Stunden in der Klasse ist würde ich jetzt prinzipiell nichts ändern.

00:40:38: worauf ich natürlich immer Wert legen würde wäre dass der Unterricht in einem sauberen Raum anfängt und dass der unterricht im Saubrenraum endet.

00:40:47: Das ist ein wichtiger Punkt was bei vielen Kollegen tatsächlich nicht passiert also dass der Raum tatsächlich am Ende der Stunde so unterirdisch hinterlassen wird.

00:40:59: Das ist wiederum unfair, würde ich sagen.

00:41:03: Ich hatte das Glück, dass Gabi mir einen Regalbeisicht freigemacht hat und so konnte ich zwischendurch immer meinen Material da lagern.

00:41:10: Also ich hatte die Sachen für die Tafel zum Beispiel oder Mathematerial auch was ich immer... Oder die TU.

00:41:16: also ich hatte auch da Ablagen wo ich die TU und das ganze Material Arbeitsblätter da auch ablagern so dass ich das Ganze nicht hin und her schleppen musste, sondern ich konnte es immer wieder auf der Lagern.

00:41:30: Und ich war stets bemüht alles in Ordnung zu hinterlassen.

00:41:36: Wenn ich mal an der Tafel was vergessen habe zum Beispiel haben sie Kinder schnell für mich immer weggeräumt.

00:41:41: also das war auch da durch die Routinen die Kinder wussten wo sie etwas finden und dann war's irgendwie kein Ding.

00:41:48: wenn die Kollegen dieses Regal nicht haben oder nicht bekommen, dann ist es natürlich schwierig.

00:41:56: Da hilft es meistens Absprachen mit den Kollegen.

00:41:59: also ein Plätzchen im Klassenraum findet sich eigentlich.

00:42:03: immer bin ich der Meinung und da sollte man eigentlich unter Kollegen sich auch gegenseitig unterstützen denn am Ende geht es um die gemeinsame Klasse

00:42:16: In jedem Falle.

00:42:17: Also ich finde, das ist eine Selbstverständlichkeit so wie mein Raum nicht in meinen Raum ist sondern der Raum ist ja halt von vielen Kindern und von vielen Kollegen genutzt wird Und also das würde für mich nie infrage stehen.

00:42:30: auch für alle anderen Kollegen Ist auch jetzt immer ein Plätzchen da und das finde ich selbstverständlich.

00:42:37: Also reden wir ein bisschen auch über einer Art Willkommenskultur die man als Klassenlehrkraft den Fachlehrkräften gegenüber entgegenbringen sollte.

00:42:45: Ja, wir dürfen ja auch nicht vergessen, wozu wir die Kinder erziehen wollen und wenn wir selber bestimmte Sachen nicht vorleben.

00:42:54: Das heißt es kann nicht sein dass ich auf Arbeit jemanden schneide oder ignoriere das kann nichts sein.

00:43:04: Es gehört einfach nicht in unseren Job, es gehört nicht in unserer wachsenden Welt.

00:43:07: man kann immer trotzdem höflich miteinander umgehen und freundlich und kann sich auf den Ebene treffen intensiver treffen wo man es mag.

00:43:16: Und trotzdem muss man sagen, als Fallerkraft hat man auch also die Möglichkeit mit den Lehrkräften noch zu reden.

00:43:22: Also wenn man diesen Wunsch hat dass man wirklich einen Platz braucht im Klassenraum dann sollte es auch deutlich geäußert werden und dann dürfte eigentlich gar nichts dagegen sprechen.

00:43:34: Was wir uns noch gar nicht angeguckt haben ist Die Forschung.

00:43:41: Wir versuchen ja auch immer auf die aktuelle Forschung zu schauen.

00:43:46: Ich würde jetzt gerne nochmal abgleichen, ist das was wir jetzt alles gerade besprochen haben?

00:43:52: Ist es eher euer Bauchgefühl oder gibt es dazu belastbare Forschung.

00:43:58: Nee, dazu gibt es tatsächlich klare Hinweise.

00:44:00: Also auch wenn nicht direkt die Frage untersucht wurde ob eine Fachlehrkraft zum Beispiel die Regel der Klassenhaltung übernehmen soll.

00:44:11: Die Forschung zu Classroom Management, Konsistenz, Lernumgebungen gibt uns trotzdem viele Antworten.

00:44:17: also Vielleicht fangen wir mit einem Missverständnis an, viele denken gute Klassenführungen heiß schnell auf Störungen zu reagieren und ein wichtiger Forscher also Kunan zum Beispiel hat schon vor Ewigkeiten das ganz anders gezeigt.

00:44:35: Und was hat er genau gezeigt?

00:44:37: Kun hat zum Beispiel im Unterricht beobachtet und auch festgestellt, dass der Unterschied zwischen gut geführten und schwieriggeführten Klassen oft nicht darin liegt wie Lehrkräfte tatsächlich bestrafen oder ermahnen sondern wirklich darin wie sie Unterricht organisieren also bevor überhaupt die Störungen entstehen.

00:45:00: Also es geht mich darum wie reagiere ich wenn schief läuft?

00:45:05: Sondern wie gestalt ich Unterricht, damit möglichst wenig Schiefläufe?

00:45:09: Genau.

00:45:10: Also Kunal beschreibt mehrere Dinge zum Beispiel Begriffe.

00:45:14: Er sagt Witness.

00:45:16: also das bedeutet sich den gemessen dass die Klasse Die Lehrkraft als aufmerksam und präsent zum Beispiel erlebt und wahrnimmt und Kinder haben das Gefühl okay die Lehrkraft bekommt mit was hier passiert.

00:45:28: Und Das ist halt wichtig das habe ich vorhin auch schon gesagt dass die Kinder müssen Die Leerkraft wirklich als Präsent im Raum irgendwie wahrnehmen und nicht alles auf gescheuchtes Hoden zum Beispiel.

00:45:42: So dann hätten wir Smoothness, also dieses flüssige Übergänge wie man die Klasse irgendwie abgibt aber übernimmt zwischen den Unterrichtstunden.

00:45:54: auch das muss irgendwie leicht rüberkommen.

00:45:59: Dann hat man Momentum da Es ist einem geraten, dass der Unterricht immer schwung behält.

00:46:07: Dass da keine Langeweile aufkommt und die Kinder nicht einfach nur sitzen und abarbeiten.

00:46:12: Und dann Groupfokus.

00:46:18: Die Gruppe merkt, okay, die Lehrkraft hat uns als Gruppe auch gut im Blick.

00:46:25: Und das passt eigentlich ganz gut zum Fachunterricht, weil Fachunterlicht bedeutet ganz oft inwie raumwechseln.

00:46:31: Materialwechsel, andere Lehrkräfte, andere Dynamik und gerade Übergänge werden plötzlich ein paar entscheidend dann für die Lehrkräften und die Klassen allgemein.

00:46:42: Ich vermute dass genau Übergänger auf die Momente sind wo Fachunterrichten gibt.

00:46:47: Ja, genau.

00:46:48: Und da ist es irgendwie umso wichtiger, dass den Kindern klar ist wie der Einstieg vonstatten geht.

00:46:54: Da sind Routinen wieder notwendig und die Kinder wissen bei mir, es fängt mit der Korrektur der TU an.

00:47:00: Das heißt, die TU ist rausgeholt worden.

00:47:02: Die haben mehrere Plätze aufgeräumt, die haben das Material vorbereitet so, dass der Übergang fließend ist Und da kein Stress irgendwie dann aufkommt.

00:47:13: Also alle Unsicherheiten ansonsten nicht dadurch entstehen, wenn ich als Lehrkraft nicht klar bin kostet Energie und das ist das was wir am Ende des Tages von den Kindern brauchen.

00:47:24: Wir brauchen wirklich diese Energie für die Lernhinghalte.

00:47:28: Also sagst du dass es eigentlich wichtig ist bereits im Einstieg Orientierung zu schaffen?

00:47:35: Genau also Und das ist ja spannend, weil die Kinder reagieren oft weniger auf die Person.

00:47:41: Also viele Lehrkräfte oder Fahrlehrkräfte denken immer, die Kinder reagieren auf sie persönlich aber tatsächlich ist es hier nicht... Die Kinder reagiren stärker auf die Vorhersehbarkeit.

00:47:51: also und das klingt vielleicht ein bisschen unbequem Weil wir Lehrkräften oft denken wenn ich eine gute Beziehung habe dann läuft es und es wird immer irgendwie von Beziehungen gesprochen.

00:48:01: dazu hatten wir auch einen vorigen Podcast.

00:48:04: Eine gute Bezählung heißt es nicht alles harmonisch ist an der Stelle.

00:48:10: Beziehung ist aber wichtig und relevant, aber die Beziehungen ersetzt nicht die Klarheit der Lehrkraft.

00:48:16: Da hat sie ganz klar gesagt dass diese Klarheit ein Faktor ist was eine enorme Effektstärke hat und die ist halt relevant.

00:48:24: und dementsprechend soll man das Verhalten der Kinder nicht als persönliche Angriffieren wie wahrnehmen sondern wirklich Selbstreflexion betreiben und gucken.

00:48:32: okay wo bin ich unklag als Lehrkraft?

00:48:35: Jetzt hast du KUNA genannt, gibt es auch aktuelle Empfehlungen.

00:48:39: Weil du meintest ja das ist schon Jahrzehnte alt was er da geforscht hat?

00:48:45: Genau.

00:48:45: also zum Beispiel die britische EEF hat viele Bildungsstudien ganz praxisnah zusammengefasst.

00:48:51: Lass uns EEF Das ist Education Endowment Foundation Ja genau und ihre Empfehlung zu verhalten den Schulen finde ich Auch für Fahrlehrkräfte besonders spannend.

00:49:03: Eine Kernausage lautet sinngemäß, also erwartetes Verhalten muss aktiv gelehrt werden und eingeübt werden.

00:49:09: Also das klingt einfach!

00:49:11: Wenn man es hört, klingt es vielleicht irgendwie einleuchtend aber dass ist das was Fahrleerkräfte tatsächlich wenig machen.

00:49:17: die nehmen sich einfach zu wenig Zeit um das gewöhnliche Verhalten bei den Kindern zu trainieren.

00:49:23: und es ist aber enorm wichtig weil oft passiert ein folgendes, die Lehrkraft und die Fahrlehrkraft kommt in die Klasse.

00:49:29: Und denkt die Kinder wissen doch irgendwie wie Unterricht funktioniert?

00:49:32: Die kennen das alles.

00:49:34: aber Unterricht funktionierte nicht überall gleich und Kinder kennen vielleicht die Routine der Klassenleitung aber nicht automatisch die Routinen des Fachunterrichts.

00:49:43: An der Stelle muss man einfach intervenieren und das irgendwie klar für sich irgendwie noch mal als Wahl der Kraft ja im Kopf haben.

00:49:53: Und es den Kindern auch tatsächlich auch klar kommunizieren.

00:49:56: Also diese Denkweise, dass müssen die Kinder darauf wissen ist eigentlich ein Denkfehler?

00:50:03: Ja ich glaube, dass erleben Fachlehrkräfte besonders häufig.

00:50:07: Also ich zum Beispiel für den Matheunterricht in der Klasse von Gabi.

00:50:11: Mir war klar, für ein Mathe-Unterricht brauche ich eine Denkzeit.

00:50:14: Ich möchte den Unterricht versprachlichen und Farbegriffe wie benutzen Und, und.

00:50:20: Ich möchte nicht dass die Lösung sofort ihr Reihen gerufen werden.

00:50:24: ich möchte das die Kinder wirklich die Ruhe haben drüber nachzudenken.

00:50:27: über die Denkzeit haben wir schon in vielen Folgen irgendwie gesprochen und es ist infällig wenn die Kinder ihnen wie reinrufen.

00:50:34: dementsprechend erkläre ich auch den Kindern warum wir warten warum es wichtig ist dass wir das trainieren und ansonsten ist es halt zu frustrieren.

00:50:45: Also ich kann nicht an Versagen nicht reinrufen, sondern ich muss den Kindern genau erklären warum das schädlich ist irgendwie reinzurufen am Ende.

00:50:55: Wenn ich nicht zeige wie Gesprächskultur irgendwie geht, wie so eine entsteht auch im Matheunterricht dann habe ich keine Chance irgendwie dass die Kinder das verstehen und was sie nicht verstehen werden Sie nicht umsetzen.

00:51:10: Okay das erinnert mich an einen Satz den wir schon mal hatten.

00:51:14: Der war glaube ich so unausgesprochene Erwartung, sind keine Regeln.

00:51:18: Ja also ja denn finde ich auch viel Fahllerkräfte wichtig.

00:51:22: wenn die Kinder etwas nicht wissen können dann ist Ermahn auch unfair.

00:51:28: und zum Thema Ermahn hatten wir auch eine Folge Und auch das braucht ziemlich Klarheit.

00:51:35: Also eine deutliche Klarheit einfach.

00:51:37: Den Kindern muss klar sein was ich erwarte.

00:51:40: Wir hatten ja in den letzten Folgen auch häufig über Zweller gesprochen und den Cognitive Load.

00:51:49: Wie sieht es in diesem Fall aus mit dem cognitive load?

00:51:52: Na da ist es auch, also alles was nicht klar ist kostet Energie und in dem Fall irgendwie kognitive Energie.

00:51:59: wir haben ja schon gesagt unser Arbeitsgedächtnis ist begrenzt.

00:52:03: diese Denkenergie brauchen die Kinder zum Lernen für die Hinhalte usw.

00:52:07: Es kann nicht sein dass Externe Faktore, eine so große Belastung wie darstellt dass die Kinder sich nicht mehr auf die Inhalte konzentrieren können.

00:52:16: deutlicher wird es an der Stelle die Wichtigkeit, der Klarheit.

00:52:20: Wenn die Kinder eher damit beschäftigt sind zu überlegen okay wie funktioniert denn Frau Detta?

00:52:24: Wie waren denn noch mal ihre Regeln, ihre Routinen?

00:52:27: darf ich jetzt aufstehen?

00:52:28: darf ich mich jetzt melden?

00:52:30: darf ich irgendwie kurz aufstehend und Material holen?

00:52:33: wenn die Kinder nur mit sowas beschäftigt ist dann findet kein Unterricht statt.

00:52:37: deswegen muss das klar sein.

00:52:39: Und wenn das klar ist, dann ist wieder jenen wie Kapazität da im Denken um sich wirklich auf die Inhalte konzentrieren zu können.

00:52:46: Aber diese Zusatzbelastung muss verschwinden ansonsten findet kein Unterricht an.

00:52:55: Okay also das Kind denkt nicht nur wir lösen sich die Aufgabe sondern zusätzlich wie funktioniert eigentlich diese Lehrkraft?

00:53:01: Genau, es ist eher mit mir beschäftigt als Lehrkraft.

00:53:04: Meine Routinen irgendwie noch mal in Erinnerung zu rufen, statt sich auf den Hinweis zu konzentrieren und das ist halt irgendwie schwierig.

00:53:12: Und deswegen ist Konsistenz an der Stelle so wichtig gerade für Kinder die viel Struktur brauchen.

00:53:17: Umso konsistenter ich in meinem Handel bin umso leichter wird es dann für die Kinder und dann sieht es am Ende so leicht aus, wenn irgendwie Abläufe wirklich von zauberhand ganz leise vonstatten geht.

00:53:33: Aber tatsächlich hat da wirklich viel Vorarbeit stattgefunden und das ist halt der Punkt.

00:53:41: Und am Ende diese Vorhersehbarkeit, diese Klarheit, das bringt dann die Entlastung und das sind die Momente wo man im Klassenraum steht und die Kinder bewegen sich und die Bewegen sich leise und sie nehmen Rücksicht aber es weil die das auf einmal so können.

00:53:57: Das heißt nicht, die Lehrkraft hat wirklich ganz klare Strukturen festgelegt, kommuniziert und trainiert damit es wirklich erfolgreich funktionieren kann.

00:54:07: Also unterschiedliche Regeln oder Routinen sind in Ordnung wenn diese bei jeder Lehrkraft klar sind Und die Kinder genau wissen woran sie sind.

00:54:20: Bei den Regeln würde ich vorsichtig vorgehen, also für mich Regeln sind immer Grund.

00:54:27: Sätze irgendwie im Verhalten, die eigentlich universell sind und die an der Schule grundsätzlich irgendwie sein müssen.

00:54:34: Freundlich meine mich leise ich bin höflich Ich bin freundlich wir unterstützen uns.

00:54:39: also.

00:54:39: das sind die Regeln Und ich spiele mir ein die sollten in jeder Klasse eigentlich einheitlich irgendwie sein.

00:54:46: Was ich eher meine sind die Routinen Die Strukturen wie die ich als Fachlehrkraft brauche damit die Kinder wirklich irgendwie gut arbeiten können Alles, was die Kinder tatsächlich auch brauchen um die Inhalte irgendwie verarbeiten zu können.

00:54:59: Das kann jede Lehrkraft irgendwie für sich gestalten in Kooperation und Gespräch quasi mit den Kindern selbst weil sie müssen es am Ende irgendwie machen können.

00:55:12: Und dann zum Thema Klassenraum.

00:55:14: wie Gabi vorhin gesagt hat wenn ich nur wenige Stunden in der Klasse bin in einer Woche oder so ein zwei Stunden da ist meine Handlungsmöglichkeit eingegrenzt, was die Wände angeht.

00:55:25: Zum Beispiel weil wir ja schon eine Folge hatten zum Thema irgendwie Klassenraumgestaltung wenn es zu voll ist, wenn es so reißt Reizüberflutung wie kommt?

00:55:35: da muss man überlegen geht mein ins Gespräch?

00:55:38: Ja oder nein?

00:55:38: das würde ich immer von der Beziehung zur Lehrkraft irgendwie abhängig machen.

00:55:44: Ansonsten einen Recht auf einen Teil der Klasse habe ich ja immer, weil letztendlich selbst als Klassenleitung ist es nicht mein Klassenraum.

00:55:52: Es ist der Klassenraum der Schüler und der Klassesebst.

00:55:56: Und natürlich haben sie ein Recht, ein Materiegerl drin zu haben auch wenn die Klassen leitungen keine Materiakraft sind.

00:56:03: Das steht hin dazu.

00:56:07: Die Klassenleitung gehen wir nicht verhindern.

00:56:10: Man sollte aber auch irgendwie da ins Gespräch gehen und das Ganze argumentieren, damit es... Ja, besser rüber kommt.

00:56:18: Aber tatsächlich an der Stelle würde ich immer irgendwie gucken dass sich mein Material irgendwie da zu schüttelagern kann wenn ich sie nicht woanders brauche.

00:56:27: Mein Tipp an der stelle war für mich letztes Jahr damit ich meinen material nicht hin und her schleppen muss.

00:56:33: alles was ich für die taffe gemacht hatte habe ich gedoppelt sozusagen also ich hatte es in zweifacher ausführung einmal für meine klasse und einmal für die klasse von gabi damit ich sie Und damit habe ich mir gut geholfen.

00:56:47: Wenn man digital arbeitet, dann ist das irgendwie wunderbar.

00:56:50: Die Klasse von Gabi hatte keine digitale Tafel.

00:56:53: Das heißt da hab' ich mit Magneten ganz viel gemacht auch da.

00:56:56: also man muss anfangen überlegen wie und wo kann nicht mehr das Leben ein bisschen leichter machen.

00:57:01: für mich war es leichter irgendwie das Material irgendwie zu vervielfältigen als dass ich das immer hin und her schleppen muss.

00:57:08: Mit dem Risiko dass sich was vergessen usw.

00:57:13: was wir jetzt gerade so besprochen haben nochmal zusammenzufassen, wenn ich es richtig verstanden habe geht's darum dass bestimmte Regeln eigentlich schulweit gelten sollten und nicht von Lehrer zu Lehrer sich ändern sollten.

00:57:31: Was jeder Lehrer aber frei wählen sollte sind die eigenen Routinen.

00:57:35: also wie gestalt ich den Unterricht?

00:57:37: Wie starte ich den unterricht?

00:57:40: Was verlange ich von den Kindern?

00:57:42: Zusätzlich sollte es einen regen Austausch zwischen Fachlehrkraft und Klassenlehrkraft geben.

00:57:48: Die Klasse Lehrkraft sollte eine Art Willkommenskultur etablieren, um neue Fachleerkräfte dann auch entsprechend schnell oder dafür zu sorgen dass sie sich schnell gut in der Klasse zurechtfinden werden das so die Toppunkte, aus der Folge mitnehmen sollten?

00:58:08: Ich glaube, die Konsequenzen doch.

00:58:10: Also dass die Fachkollegen wirklich für die eigenen Konsequenten zuständig sind und das nicht irgendwie auslagern können.

00:58:18: Dass sie auch für die eigene Beziehung zu den Kindern irgendwie verantwortlich sind.

00:58:22: also da gibt es irgendwie dazu genug Studien.

00:58:25: ich glaube wir hatten noch schon eine Folge gemacht.

00:58:30: Wir sind die erwachsenen Personen, das heißt wir sind auch für die Beziehungen wie zuständig und müssen auch Beziehungsarbeit leisten, auch wenn wir nur eine oder zwei Stunden in der Klasse sind.

00:58:39: Man muss sich schon die Mühe machen, denn das ist einfach im Alltag eben unteres Alltag einfach hilfreich, wenn man diese Beziehung irgendwie aufbaut.

00:58:50: Ansoz uns.

00:58:51: von meiner Seite sind es alle Punkten, die ich weiter empfehlen würde.

00:58:56: Gabi, hast du eine Ergänzung?

00:58:57: Nein.

00:58:57: Ich habe keine Ergänsung.

00:58:59: Dann würde ich sagen, Gabi vielen Dank für deine Zeit, dass du uns besucht hast

00:59:03: und

00:59:04: auch unser erster Podcast-Gast warst.

00:59:06: Genau!

00:59:07: Es folgen hoffentlich ganz viele.

00:59:09: Vielen Dank, dass ihr zugehört habt.

00:59:12: Wie immer wenn ihr Fragen habt dann zögert nicht eine E-Mail zu schreiben.

00:59:15: wir versuchen so schnell wie möglich zu antworten Und dann würde die sagen Wir hören uns nächste Woche Bis nächste Woche.