Der Grundschulbildungspodcast
00:00:00: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Elementarwissen, dem Grundschulbildungspodcast.
00:00:05: Ich bin Jessica
00:00:06: und ich bin Steffen.
00:00:07: Heute sprechen wir über ein Thema, das in nahezu jedem Unterricht eigentlich vorkommt oder zumindest die Oral durchvorkommen sollte.
00:00:15: In der Praxis wird es allerdings häufig vergessen oder vielleicht sogar missverstanden.
00:00:20: heute geht es bei uns im Podcast um das Thema Reflexion Und viele Kollegen kennen Reflexionsmethoden, also Daumen hoch und runter.
00:00:29: Blitzlichtrunde Stimmungsbarometer usw.
00:00:33: Aber ist das überhaupt eine Reflexion?
00:00:35: Oder ist es eigentlich eher eine Feedback-Methode?
00:00:38: Genau darüber wollen wir heute sprechen.
00:00:41: Denn Reflexionen bedeutet weit mehr als nur die Frage okay wie war denn die Stunde?
00:00:46: hat euch die Stunde gefallen?
00:00:48: usw..
00:00:50: Also ich muss gerade schmunzeln weil wenn ich an meiner eigene Schulzeit denke Dann bestand Reflexion eigentlich genau aus einer Frage.
00:01:00: Und das war, habt ihr das verstanden?
00:01:03: Und alle haben dann genickt und ja im Endeffekt trotzdem am nächsten Tag oder bei der nächsten Lernkontrolle haben alle Kinder die genickt haben dann trotzdem eine schlechte Lern-Kontrolle geschrieben.
00:01:17: also so richtig funktioniert hat das nicht?
00:01:21: Ja aber das ist eigentlich schon das Problem.
00:01:23: Also wir verwechseln häufig Zustimmung mit Lernen Nur weil Kinder sagen, ja das habe ich verstanden.
00:01:30: Aber es heißt auch lange nicht dass sie das gelernte tatsächlich anwenden können.
00:01:34: und wenn wir uns die Taxonomie von Blumen zum Beispiel angucken da sind so sechs Stufen und die erste Stufe ist zum Beispiel Wissen dann Sie verstehen und dann erst gern Sie anwinden.
00:01:43: Das ist die dritte Stufe quasi in der Kognition und das bedeutet, es ist klar dass sie nicht nach der ersten Stunde wo ich was angeführt haben schon anwenden können.
00:01:54: Und genau deshalb ist Reflexion so wichtig.
00:01:58: Okay dann lass uns doch mal genauer auf die reflektion gucken.
00:02:03: Warum ist die reflektion ein großes thema?
00:02:08: weil Viele würden wahrscheinlich sagen, am Ende der Stunde habe ich keine Zeit.
00:02:14: Ich bin froh wenn ich irgendwie mein Stoff durchbekomme.
00:02:17: Ja das hört man tatsächlich häufig auch in den Hospitationen ist es oft ein Thema.
00:02:20: Wenn gekürzt wird dann wird bei der Reflexion zum Beispiel gekürzt und ich glaube genau da beginnt das Missverständnis.
00:02:28: viele denken.
00:02:29: Reflexionen ist das was man macht wenn man vielleicht noch zwei Minuten übrig hat wie ich sehe dass aber tatsächlich ganz anders.
00:02:36: Reflektion ist kein Anhängsel irgendwie des Unterrichts.
00:02:39: Tatsächlich Reflexion ist Teil des Lernprozesses und eigentlich beginnt gute Reflexionen sogar schon vor dem Unterricht.
00:02:49: Okay, aber erklärt es mal genauer warum vor dem unterricht?
00:02:52: weil da haben die Kinder ja noch gar nichts gemacht?
00:02:55: Ja gerne!
00:02:56: Also viele Lehrkräfte planen zunächst ihre Materialien dann überlegen sie sich nur die Aufgaben und vielleicht nur die Sozialfond... Und am Ende noch, wenn es Zeit übrig ist überlegen Sie kurz wie sie die Stunde abschließen können und eigentlich müsste die Planung genau anders herum sein.
00:03:13: Sie müssen zuerst fragen okay was sollen die Kinder am Ende wirklich kennen?
00:03:18: Was ist denn abrechenbar?
00:03:19: Was kann ich irgendwie evaluieren und woran erkennen wir das?
00:03:24: Und dann erst wird dann klar was die Kinder überhaupt irgendwie... In der Stunde machen sollen und wie am Ende reflektiert werden soll.
00:03:34: Okay, aber Reflektion was bedeutet es?
00:03:38: Genau Also vom Wort her
00:03:42: Ja dann schauen wir mal zunächst auf den Begriff irgendwie genau.
00:03:46: also reflektieren bedeutet einen ja bewusst Denkprozess in Gang zu setzen bzw.
00:03:53: darüber nachzudenken und es geht darum, also auf das eigene Lernen zurückzublicken zum Beispiel oder darüber nachzudenken Erfahrung miteinander vergleichen Zusammenhänge herzustellen oder daraus Schlussfolgerung für ja für das zukünftige lernen abzuleiten.
00:04:11: also reflexion bedeutet nicht nur was habe ich gemacht sondern viel mehr was hab ich gelernt funktioniert?
00:04:20: Warum hat das funktioniert und was mache ich vielleicht beim nächsten Mal genauso oder vielleicht anders.
00:04:25: Okay, das finde ich eigentlich ganz gut weil man guckt ja nicht nur auf das Zurückliebene also man guckt nicht nur was habe ich gemacht sondern überlegt auch Was kann ich davon für die Zukunft mitnehmen?
00:04:38: Also wie Wie kann ich mein Arbeitsprozess verbessern?
00:04:42: und so weiter und sofort?
00:04:44: Ja, der eigentliche Mehrwert entsteht nämlich erst dann wenn die Erkenntnisse Auswirkungen auf das zukünftige Lernen haben.
00:04:52: Also wenn ein Kind am Ende sagt ich weiß jetzt warum mich immer den Übertrag vergesse Dann ist es deutlich wertvoller als die Aussage Ich habe die Aufgabe.
00:05:00: ich fand die Aufgabe schwer oder es ist mir leicht gefallen.
00:05:04: Am Anfang hattest du gesagt ich weiß nicht mehr genau.
00:05:09: Du hattess gesagt manche Verwechseln Feedback und Reflexion oder so.
00:05:15: Was ist denn der Unterschied zwischen Feedback und Reflektion?
00:05:19: Ja, genau das führt häufig zu Missverständnissen.
00:05:22: Also Feedback beantwortet häufig die Frage wie hat er die Stunde gefallen?
00:05:28: oder hattest du Spaß?
00:05:31: War die Aufgabe interessant?
00:05:33: Hat die Gruppenarbeit irgendwie Spaß gemacht, hat die Gruppmarbeit irgendwie funktioniert.
00:05:37: Es sind irgendwie offene Fragen, die sich auf den Unterricht beziehen.
00:05:41: Das sind wichtige Informationen aber sie sagen wenig darüber aus ob lernt tatsächlich dann stattgefunden hat und Reflexion dagegen richtet den Blick auf den Lernprozess.
00:05:52: also zum Beispiel welche Strategien hat mir geholfen?
00:05:56: welches Erfolgskriterium habe ich erreicht?
00:05:59: wo brauche welche Erkenntnisse nämlich aus der heutigen Stunde mit für die zukünftige Stunden, die kommen wird?
00:06:06: und das ist ein großer Unterschied.
00:06:09: Okay dann würde ich sagen, kommen wir vielleicht doch mal zu unserer Lieblingskategorie oder zumindest meiner.
00:06:18: Was sagt die Forschung?
00:06:20: Kommen wir dann wieder zu Hattie oder gibt es auch andere?
00:06:22: Genau, es gibt tatsächlich andere.
00:06:24: Aber John Hatti beschreibt in seiner Forschung sehr deutlich wie wichtig Selbststeuerungen und Selbseinschätzungen für den Lernerfolg und fürs erfolgreiche Lernen sind.
00:06:35: Also Lernende profitieren besonders dann wenn sie ihren eigenen Lernprozess beobachten und steuern können.
00:06:43: Kinder sollen also nicht nur Aufgaben lösen, sie sollen verstehen warum etwas gelingt.
00:06:48: Wann?
00:06:49: Sie Hilfe brauchen und welche Strategien erfolgreich sind und welche vielleicht nicht.
00:06:54: Okay Und das nennt sich doch Metacognition Also das Nachdenken übers eigene Denken.
00:07:04: Genau Kann man zum Beispiel auf den Psychologen John Flavale irgendwie kurz mal schauen, der hat diesen Begriff geprägt und zwar mit der Kognition bedeutet über das eigene Lernen nachzudenken.
00:07:18: Also genau diese Fähigkeit entwickelt sich nicht von allein also sie muss eben unterrichtbewusst gefördert werden.
00:07:26: auch Black and William zeigen in ihren Arbeiten zu formativen Diagnostik dass lernen erfolgreicher wird wenn Schüler Rinnen und Schüler wirklich ihren Lernstand regelmäßig überprüfen und Rückmeldungen erhalten.
00:07:42: Und Reflexion ist also keine nette Ergänzung am Ende der Stunde, wenn ich mal Zeit habe sondern sie gehört zu den wirksamsten Bestandteilen des Unterrichts und zwar vom guten Unterricht.
00:07:53: Okay was ist dann die wichtigste Erkenntnis?
00:07:57: Kriegen wir das irgendwie in einen Satz gepackt?
00:08:02: Ja, Reflexion beginnt nicht am Ende der Stunde.
00:08:05: Reflexionen beginnen mit einem klaren leeren Ziel.
00:08:08: Okay das ist was du vorhin auch meintest wo du gesagt hast vor der stunde es entsteht eigentlich schon die reflektion
00:08:19: Genau.
00:08:20: Das ist ein Problem bei den Ausbitationen ganz oft, die Kollegen planen irgendwie die Materialien sie planen die Methoden, die die Sozialform und irgendwann am Ende schustern Sie sich einen Lernziel zusammen aber dann ist es nicht rund, da gibt's kein rotem Faden.
00:08:34: Dann ist die Stunde wirklich einfach sichtlich Es ist zu merken so geplant worden.
00:08:41: Wichtig ist am Ende jeder Stunde muss erst mal das Ziel stehen Und anderen dessen kann ich den Unterricht aufbauen.
00:08:49: irgendwie die für dieses Ziel bestimmt ist, kann ich irgendwie aussuchen.
00:08:53: Ich kann die Methode, ich kann die Sozialform eruieren.
00:08:56: mit welcher Methode und mit welchen Sozialformen kann ich dieses Lernziel irgendwie mit den Kindern zusammen am besten erreichen?
00:09:02: Und nicht andersrum!
00:09:06: Wenn das steht dann kann ich schon in dieser Vorbereitung wenn ich mein Lernziel habe wie Wann haben die Kinder das Ziel erreicht?
00:09:13: Das kann ich festlegen.
00:09:14: Und anderen dieses Ziel kann ich dann die Reflexionzusammenschuss mit Kriterien aussuchen, wie ich meine Reflexionen evaluieren kann so dass es ihren Visin ergibt für die Kinder und dass sie wirklich über das Nachdenken was Sie gemacht haben in der Stunde und darauf kommt es an wenn es anders herumgemacht wird, dann wird es schwierig.
00:09:41: Das heißt, die Kinder müssen wissen was sie eigentlich lernen sollen.
00:09:46: Weil am Ende können Sie sonst in der Reflektionsphase gar nicht beurteilen.
00:09:50: habe ich es gelernt oder nicht?
00:09:51: Genau und da kann ich die Reflexion zum Beispiel schon im Einstieg anbauen weil wenn das ein Fester bestand dann man ist so unterrichts erst.
00:09:59: Kann ich sagen heute geht's nicht um die Additionen.
00:10:02: Es geht nicht darum dass wir bis einen tausend irgendwie addieren können sondern welche Schritte sind irgendwie Für dieses Lernziel relevant, was muss ich beherrschen?
00:10:12: Irgendwie um das erreichen zu können?
00:10:14: und dann.
00:10:15: Das kann nicht schon im Vorfeld ankündigen.
00:10:17: Im Einstieg am Ende der Stunden werden wir eine Reflexionsrunde machen.
00:10:21: Daraus sind die Kriterien, die evaluiert werden sollen.
00:10:24: Achtet genau darauf, um im Nachgang irgendwie selbst reflektieren zu können dass den Kindern bewusst wirst nach welchen Kitairen können sie sagen Sie können bis im Zeitraum ja bis ein tausend hier in Wiedern?
00:10:37: oder nein
00:10:39: Wenn wir das so machen, haben wir zwei Dinge drin.
00:10:42: Das eine ist die Klarheit, die ja auch wichtig ist, die man automatisch damit macht wenn man die Lernziele gut formuliert und das zweite was man dadurch macht ist dass man seinen eigenen Unterricht auch nochmal auf Fachlichkeit überprüft und nicht in diese Methodenschuhfalle getappt
00:11:03: oder in dieser Beschäftigungsfalle irgendwie, dass wir die Kinder zwar sinnvoll beschäftigen aber da fehlt einfach Anfahrlichkeit und damit sind wir schon bei den größten Fehlern, die wir im Unterricht tatsächlich immer wieder beobachten.
00:11:16: Wir formulieren Lernziele, die häufig zu allgemein sind und darüber wollen wir gleich sprechen nennt Anfahrt konkrete Erfolgskriterien, damit die Reflexion wirklich sinnvoll und zählführend wie sein kann.
00:11:33: Also es soll keine Gefühleinschätzung sein sondern das ist wirklich ein Werkzeug um das Lernen sichtbar zu machen.
00:11:43: Okay also du hattest jetzt gesagt reflektion bedingt ein lernziel.
00:11:51: Ich würde mit dir gerne nochmal das lernt viel besser anschauen weil Ich verstehe noch nicht genau, was der Unterschied zum Unterrichtsthema und dem Lernziel ist.
00:12:04: Oder ist es dann identisch?
00:12:06: Nehmen wir einmal Mathematik zum Beispiel.
00:12:09: Oft ist es so man hört dann Lernziele wie ich Kanadieren oder... Wir können heute schriftlich addieren und das klingt zunächst wie gut oder noch wir vertiefen, oder wir üben.
00:12:26: Und eigentlich ist es aber kein Lernziel!
00:12:29: Also unser Lernzielformulierung in Brunnenburg oder zumindest bei uns am PZ ist so, dass wir eine kognitive Handlung haben und dann eine lernhandlung.
00:12:39: Es muss abbrechenbar sein.
00:12:40: also diese kognitiver Handlung die muss irgendwie abrechenbar ist nicht abrechenbar.
00:12:47: Wann weiß ich irgendwie, dass das Kind das erreicht hat?
00:12:49: Und dann ist es halt Beschäftigung und das soll im Unterricht nicht stattfinden.
00:12:56: Es beschreibt an Fanot das Thema und das sollte so dann nichts
00:13:03: sein!
00:13:03: Okay also wenn du jetzt sagst, dass es nicht abbrechen war und üben, wer jetzt keinen oder soll im unterricht nicht angenommen, ich habe jetzt eine Klasse und die kann die verliebten Zahlen noch nicht so gut.
00:13:22: Und ich möchte mit denen jetzt die Verliebte Zahlen nochmal üben.
00:13:27: Das heißt... Ich kann eigentlich den Unterricht machen aber das Ziel muss nicht so formuliert sein dass ich sage üben sondern das Ziel muß.
00:13:36: ich kann die Verlebten Zahlen passend zuordnen oder sowas ähnliches.
00:13:42: also Weil wenn du nur üben sagst, fehlt dieses Ziel woraufhin die Kinder arbeiten müssen.
00:13:48: Das ist das
00:13:49: was du meinst?
00:13:49: Ja aber also da muss man sich einem bewusst sein in welcher Stufe wir uns aktuell befinden.
00:13:54: Also es ist gerade die Einführung.
00:13:55: dann werden die Kinder wissen.
00:13:56: Erstmal dass sie die erste Stufe irgendwie wissen und dann sie verstehen und dann am Ende vielleicht sie können anwenden.
00:14:05: Und die restlichen Stufen sind eigentlich in der Primar-Stufe etwas weniger relevant oder repräsentativ.
00:14:14: Das muss ein Bewusstsein und dann an dessen muss klar sein, welche Kriterien, welche Schritte sind da notwendig.
00:14:20: Und da schließe ich wieder der Wurgen wenn man mit Kompetenzrastern arbeitet weil dann sind die Ziele eigentlich schon ziemlich klar formuliert.
00:14:29: Wenn addieren zum Beispiel wenn wir auf das Beispiel zurückkommen wollen addieren kann vieles bedeuten also sich im Zeitraum bis zwanzig bis hundert einen tausend jährigen wie bewegende schriftlich halbschriftlich mit Zehnerübergang mit Übertrag mit Material ohne Material mit Strategien.
00:14:45: Und dann welche Strategien?
00:14:46: Also da sieht man an Fahrt, dieses Lernziel ist einfach viel zu ungenau.
00:14:51: Woher und ich als Lehrkraft weiß vielleicht alle Schritte hören wie die dazu führen aber den Kindern ist es überhaupt nicht klar.
00:14:57: Die wissen ja die verstehen nicht was gehört denn zum agieren denn alles dazu?
00:15:01: das ist ein Oberthema.
00:15:02: Was sind die Schritte die dazu notwendig sind um zu sagen Ich kann
00:15:06: das okay.
00:15:08: also Wenn ich dich richtig verstehe, dann brauchst du neben diesem Lernziel für die Kinder auch nochmal so eine Art Erfolgskriterien, die sie abhaken können.
00:15:22: Damit Sie verstehen ob Sie es überhaupt können weil Sie es vielleicht gar nicht einschätzen können?
00:15:27: Genau!
00:15:27: Erfolgskriterien machen sichtbar woran erfolgreiches Lernen tatsächlich überhaupt erkannt werden kann.
00:15:34: Beantworten die Frage zum Beispiel woran merke ich, dass ich das Lernziel erreicht habe.
00:15:41: Und genau diese Kriterien werden später reflektiert und nicht das Lernspiel selbst.
00:15:46: Okay dann wollen wir da mal ein Praxisbeispiel machen, damit es vielleicht noch einmal verständlicher wird?
00:15:52: Ja, wir können zum Beispiel die schriftliche Addition z.B.
00:15:55: annehmen.
00:15:55: also das Unterrichtsdema lautet Wir lernen die Schriftlichen Additionen wie überlegen gemeinsam.
00:16:00: was muss ein Kind denn können damit es wirklich sagen kann ja ich beherrschte diese schriftlich addition und dann entsteht beispielsweise dieser R-Foxkriterien Ich schreibe die Zahlen stellen gerecht irgendwie auf.
00:16:14: Ich beginne mit dem Rechnen bei den einen, ich notiere Überträge richtig auch Stellenwert richtig, ich rechne jede Stelle vollständig aus und ich kontrolliere mein Ergebnis
00:16:25: usw.,
00:16:25: uns sofort und jedes Kind weiß jetzt ganz genau darauf kommt es eutaren.
00:16:31: Es geht nicht darum dass sich am Ende das richtige Ergebnis habe sondern es geht um diese Kriterien.
00:16:36: Kenne ich die Kriterie?
00:16:38: Kann ich sie wie evaluieren?
00:16:40: Und so weiter und sofort.
00:16:42: Dann kann ich sagen, dass das Ziel erreicht.
00:16:45: Bei der Reflektion würdest du dann gar nicht das Ziel angucken.
00:16:50: wie kann ich schriftlich addieren?
00:16:52: Sondern die Kinder schauen sich diese Kriterienkataloge an.
00:16:56: Genau sie gehen an den Aufgaben an und gucken sich genau an welche Kriterie waren notwendig.
00:17:01: was ist mir gelogen?
00:17:02: was ist nicht gelungen?
00:17:03: Es kann sein, dass ich irgendwie schon vieles geschafft habe aber zum Beispiel Überträge gerecht irgendwie zu übertragen, fällt mir noch schwer.
00:17:12: Dann kann ich das
00:17:12: markieren.".
00:17:13: Es heißt aber lange nicht dass sich gar nicht reflektieren können.
00:17:16: Das heisst in diesem Thema habe ich noch eine Schwierigkeit, aber alles andere funktioniert und da merkt man okay wie würden sich die Kinder ansonsten bewerten oder welche Reflexion sie dann von sich geben würden?
00:17:28: wenn Sie wissen bei diesem Thema hab ich gerade Schwierigkeiten?
00:17:33: Und die müssen aber das Oberthema irgendwie evaluieren dann werden sie sagen, ich kann es nicht.
00:17:38: Weil bei diesem Thema ist mir gerade aufgefallen, das kann ich
00:17:40: nicht.".
00:17:41: Wenn man das aber dezidiert mit Kriterien wie festlegt und sichtbar macht, dann merkt man okay dieses Kind hat die schriftliche Addition gut verstanden, beherrscht aber einen Punkt ja noch nicht, dass wollen wir in der nächsten Stunde üben?
00:17:56: Das macht... Es ist total anders als zu sagen, nee Mathe kann mich nicht, Additionen kann ich auch nicht, schriftlicher Addition kann ich nichts weil so ist es im Kopf der Kinder können Sie eine Sache nicht, können Sie alles nicht.
00:18:06: Und Fakt ist, vielleicht kann das Kind alles andere nur die Überträge nicht den wertgerechten übertragen.
00:18:12: So was?
00:18:12: Daran können wir üben!
00:18:14: Da merkt das Kind wahrscheinlich auch dass der Weg gar nicht mehr so weit ist weil bestimmte Fähigkeiten ja schon da sind und es nur noch an einer Sache hängt.
00:18:25: aber gerade Mathe ist ja auch so...
00:18:30: Wenn die Kinder mich irgendwie begrüßen ist und sie fragen, wie was ich unterrichtet, dann sage ich immer Mathe.
00:18:35: Und ich liebe Mathe!
00:18:36: Ich bin für Deutschund Mathe ausgebildet und ich würde keinen von beiden Fächern abgeben wollen.
00:18:40: wenn die Kinder mir aber fragen ob ich Mathe mag, sage ich liebe mathe und die gucken mich irgendwie empört an.
00:18:48: Für viele Kinder ist Mathe tatsächlich irgendwie ein Schreckthema des schlimmsten überhaupt.
00:18:54: Und das finde ich halt so schade.
00:18:55: und wenn man aber lernsichtbar macht, Erfolge sichtbar machen dann verstehen die Kinder irgendwie ... Es ist nicht nur Zahlen, es ist Orien wie Raum und Formen und Daten und Zufall.
00:19:11: Und das soll man den Kindern grundsätzlich auch klarmachen.
00:19:15: Und es ist wichtig mit Kriterien auch mal der Reflexion zu arbeiten weil dann können die Kinder schon sehen, visuell sehen und feststellen was sie schon alles sicher können!
00:19:27: Das ist der Weg.
00:19:28: Also nicht nur auf Misserfolgen wie gucken, sondern wirklich was kann ich?
00:19:33: Und wenn ich von fünf Kriterien nur eins nicht ordentlich beherrsche dann kann ich dran üben.
00:19:39: Du hattest gerade gesagt du bist auch für Deutsch ausgebildet und Gabi hat sich ja mehr Deutschbeispiele gewünscht.
00:19:46: Wollen wir dann nochmal ein Deutschbeispiel machen für die Ziele?
00:19:52: Ja klar, lass uns zum Beispiel ein Beispiel nehmen.
00:19:56: Wir schreiben eine Geschichte.
00:19:57: also das Lernziel lautet oft ich kann eine Geschichte schreiben und dann ist es viel zu allgemein.
00:20:04: die Kinder müssen genau wissen was alles irgendwie dazugehört.
00:20:10: Was sind dann die Kriterien?
00:20:12: Und das könnten zum Beispiel sein, meine Geschichte hat einen passenden Anfang.
00:20:15: Es gibt ein Problem oder ein Ereignis Die Handlung ist nachvollziehbar, die Geschichte endet sinnvoll und so weiter und sofort ich verwende noch abwuchsreiches Satz anfänge also da kann man sich ausdrucken was zu einer Geschichte alles irgendwie gehört Und jetzt kann das Kind am Ende sagen, der Anfang und das Ende sind mir gut gelungen.
00:20:37: An den Satzanfängen möchte ich noch arbeiten – und das ist eine echte Lernreflexion!
00:20:42: Weil die Kinder wissen was von denen erwartet wird an anderen von den Kriterien.
00:20:47: Die können daran arbeiten.
00:20:48: Wenn ich meinen Unterricht richtig gut geplant habe, hab' ich auch Satzstarter hier in wieandertafel so dass den Kindern Man fährt die Hilfe zur Verfügung gestellt wird, damit sie wirklich daran arbeiten kann.
00:21:01: Es gibt auch mittlerweile viele... Für die Großen habe ich immer so ein Video, man kennt diese Fächer also Rechreibfächer für die Federtasche zum Beispiel.
00:21:10: das gibt es auch irgendwie für Satzanfängen und das heißt in Klasse vier, fünf, sechs kann man so was irgendwie mit den Kindern zusammenbasseln.
00:21:19: Man hat sie im Unterricht drin und in der Data-Tasche drin.
00:21:22: Wenn man es nicht für jedes Kind haben möchte, stellt man das zur Verfügung für die Kinder und dann können die Kinder, die Schwierigkeiten haben, sich einen Satz anfangen, Fächer holen und damit üben?
00:21:35: Ich finde, das klingt alles ziemlich logisch.
00:21:44: Ich kriege bei dir immer mit, dass so eine Unterrichtsstunde aus verschiedenen Bestandteilen besteht und am Ende soll es ja immer noch so eine Sicherung geben.
00:21:57: Ist die Reflexion dann diese Sicherung oder ist das eine Art der Sicherung?
00:22:05: Und wenn Reflexionen eigentlich schon seinen Plätzchen hat im Unterricht Warum wird deiner Meinung nach die Reflexion so selten als Sicherungsmethode eingesetzt?
00:22:18: Nee, die Sicherung ist tatsächlich wie der Name das sagt.
00:22:20: Wir sichern die Ergebnisse und wir sichern vorstellungen der Kinder.
00:22:24: Wir stellen sicher dass sie nicht irgendwie mit Fehlvorstellung oder fehlerhaften Ergebnissen den Unterricht verlassen weil Das ist halt schwierig.
00:22:34: Die Sicherung kann dabei ja auch unterschiedlich laufen, es kann mit Selbstreflexion sein, das kann eine Korrektur im Plenum, also viele Möglichkeiten, es können schon mit Ergebnissen auf der Rückseite irgendwie vergleichbar sein.
00:22:47: Also die Sicherung am Ende ist gelöst quasi komplett losgelöst von der Reflexion.
00:22:54: Tatsächlich warum eine Reflexionsunterricht selten stattfindet?
00:22:59: oder nicht nach Kriterien stattfindet.
00:23:01: Es ist oft eine Zeitfrage und auch häufig, weil wir Lehrkräfte oft in Unterrichtszemen denken, also nicht in Kompetenzen.
00:23:11: Und es ist an der Stelle kein Vorwurf.
00:23:14: aber, weil viele das auch so gelernt haben oder weil wir das immer so weiterreichen.
00:23:20: Aber wenn wir lernen sichtbar machen wollen müssen in beobachtbare Teilhandlungen irgendwie zerlegen, damit wir genau sehen können wie der Lernprozess stattgefunden hat.
00:23:35: Und dann können die Kinder ihren Lernstand realistisch einschätzen aber erst dann.
00:23:40: Aber dazu gab es auch eine recht eindeutige Studienlage oder?
00:23:45: Ja also hierzu gibt es... gute Studien, dann nehmen wir zum Beispiel nochmal Hatty.
00:23:51: Der beschreibt in Visible Learning
00:23:52: z.B.,
00:23:53: dass das Lernen besonders erfolgreich ist wenn die Schüler wissen wohin sie lernen, woran Erfolg erkennbar ist und wie Sie ihren aktuellen Lernstand anschätzen können.
00:24:04: Das sind so die Faktoren, die die höchste Effektstärke haben zum Beispiel.
00:24:10: Ähnlich argumentieren auch Black and Dilemma in William zum Beispiel, sie sprechen von Learning Intentions und Success Kriterien.
00:24:20: Die Lernab sich beschreibt was gelernt werden sollen.
00:24:24: die Erfolgskriterien machen transparent woran Qualität erkennbar werden kann und erst dadurch wird ja formative Diagnostik tatsächlich überhaupt möglich.
00:24:35: Okay aber Endeffekt was du sagst ist das Wir dahin kommen ein bisschen, dass nicht nur die Lehrkraft allein den Lernvorschritt der Kinder beurteilt und gar nicht mal mit Bluten sondern halt wirklich den Fortschritt an sich in diesen Kompetenzen.
00:24:57: Sondern dass die Kinder das auch selbst tun können.
00:25:00: Ja und das ist das Ziel!
00:25:01: Also, wir möchten Kinder nicht abhängig von unserer Rückmeldung machen.
00:25:05: Weil dann hat man wieder irgendwie das Thema auch mit Lob und so weiter und so fort.
00:25:11: Das sind alles Themen die wir schon in gesanderten Folgen hierhin hatten.
00:25:15: wer der Interesse hatte kann nochmal nachhören.
00:25:18: Wir möchten Kinder dazu befähigen ihr eigenes Lernen einzuschätzen Und das ist ein wesentlicher Bestandteil von selbst reguliertem Lernen.
00:25:31: Dann sind die Schüler, sind die Eltern irgendwie die ganze Zeit nur bei uns und warten auf unsere Rückmeldung.
00:25:39: Und dann entsteht Frust, dann ist das irgendwie... Und man sieht sie in neuen Studien ist Feedback- und Reflexion meist irgendwie zusammenhängend zusammen.
00:25:52: Aber haben beide eine hohe Effektstärke, weshalb wir die nicht vernachlässigen sollten.
00:25:59: Zum Beispiel, man kann es irgendwie mit einem Beispiel aus dem Alter gehen.
00:26:03: Wir noch mal ranziehen.
00:26:04: Also schauen wir mal!
00:26:06: Wir müssen irgendwo hinfahren.
00:26:07: Wir nehmen unseren Navi-Tippen ein und das ist das Ziel.
00:26:10: Die Adresse ist eingegeben.
00:26:12: Und wenn ich die Strecke nicht kenne unterwegs weiß ich nie ob ich gerade richtig fahre oder wirklich in Widerlanden werde wo ich eigentlich hin möchte.
00:26:25: Das sieht es im Unterricht genauso.
00:26:26: Wenn das Lernziel nicht klar ist, wenn der Erfolgkriterien nicht irgendwie... klar kommuniziert sind, dann können die Kinder am Ende nicht wissen ob sie dem eigentlichen Lernziel nähergekommen sind oder nicht.
00:26:41: Und das ist im Auto genauso und deswegen schaue ich auch.
00:26:45: bevor ich losdüse gucke ich immer irgendwie die Strecke an.
00:26:48: er gibt da Sinn.
00:26:48: lande ich wirklich dahin irgendwie was in die Etappen an welchen Sachen fahre ich denn ungefähr vorbei woran Ich mich orientieren könnten dass ich irgendwie auf dem richtigen Weg bin?
00:26:58: zum Beispiel genau so muss es für die kinder im Unterricht sein.
00:27:03: dann würde ich gerne mit dir vielleicht noch mal so ein paar Tipps oder so durchgehen.
00:27:13: Was sind denn Dinge, die Lehrkräfte relativ gut am nächsten Schultag umsetzen könnten?
00:27:23: Naja für die nächste Stunde nimmt man sich also nur Einlärmziele vor Und dann überlegt man, man stellt sich die Frage woran würde ich erkennen das Rankin dieses Lernziel wirklich erreicht hat.
00:27:34: Dann schreibt man drei bis fünf beobartbare Erfolgkriterien auf.
00:27:38: nicht zehn und nicht fünfzehn sondern wirklich drei bis Fünf reichen völlig.
00:27:43: Ich mache meistens irgendwie drei und ich nehme noch einen zum Arbeitsverhalten.
00:27:47: meistens und diese Kriterien werden am Ende der Stunde reflektiert Und ich verspreche euch, allein da durch verändert sich die Qualität der Reflexion enorm.
00:28:00: Okay also jetzt wissen wir was reflektiert werden sollte aber was mir noch so ein bisschen fehlt ist wie das konkret aussehen könnte.
00:28:12: hast du da bestimmte Methoden die du irgendwie wirklich anwendest?
00:28:17: und ja die eventuell auch Zeitsparen sind?
00:28:23: Ja, also gute Reflexion braucht keine zwanzig Minuten.
00:28:25: Oft reichen schon zwei oder drei Minuten wenn die richtigen Fragen gestellt werden und es ist immer wieder das Thema wenn sie routiniert sind.
00:28:36: aber auch an der Stelle möchte ich sagen nicht die Methode entscheidet über die Qualität der Reflexionen sondern die Fragen.
00:28:44: Das ist enorm wichtig, weil es muss nicht auch eine große Vielfalt irgendwie da sein in Sachen Reflexion.
00:28:50: Sondern wichtig ist, es wird überhaupt gemacht und zwar nach Kriterien – das ist das AroNO!
00:28:56: Zu den Metruten kommen wir gleich?
00:28:58: Dann würde ich da ein paar Pulse irgendwie mitgeben wollen.
00:29:01: Viele Kollegen sind zum Beispiel Fachlehrkräfte,
00:29:03: d.h.,
00:29:04: die Tigern von Klassen zu Klassen, zu jeder Stunde und denken jetzt vielleicht oh Gott wie soll ich für jede Stunde immer wieder eine Reflexión einbauen?
00:29:13: Man kann sich irgendwie für einen Tag, für alle Stufen, alle Klassen ein Modell, irgendwie eine Methode aussuchen.
00:29:19: Und dann muss man nicht irgendwie fünffach irgendwie ändern sondern man hat diese Methode und dann hat man so ein paar M-Repertoire und man wechselt vielleicht wöchentlich aber man muss nicht für jede Klasse sich was anderes einfallen lassen.
00:29:35: das ist irgendwie... Das nimmt auch ein bisschen Druck.
00:29:40: Wir haben also gerade besprochen, Reflexion braucht ja ein klares Lernziel und konkrete Erfolgskriterien.
00:29:46: Und viele Kollegen fragen sich jetzt irgendwie wie soll das konkret aussehen?
00:29:52: An der Stelle kann ich auch nochmal hier wie klarstellen es gibt nicht die perfekte Reflexionsmethode.
00:29:58: Es ist immer davon abhängig wie meine Längengruppe welche Routine haben wir, was ist irgendwie möglich?
00:30:05: Eigentlich kann man auch fast jede Methode irgendwie anwenden.
00:30:09: Entscheidend ist aber immer die Frage, die ich stelle geht es wirklich in die Tiefe.
00:30:17: Ist das kriege ich wirklich am Ende die Antworten raus, die tatsächlich haben möchte?
00:30:22: wird das Lern- oder den Lernfortschritt, der Lernprozess wirklich sichtbar gemacht?
00:30:27: Oder ist es vielleicht zu oberflächig?
00:30:28: und das ist immer der Fehler.
00:30:30: Wenn alles an der Oberfläche bleibt dann ist an der Stelle auf jeden Fall Punktabzug für die Reflexion.
00:30:37: Also geht's gar nicht so um die Methode sondern die Method ist ja nur das Vehikel um die Frage zu transportieren.
00:30:44: Die Methode ist das Letzte was wir in der Vorbereitung für eine Stunde tatsächlich aussuchen.
00:30:50: Also wichtig ist Lernziel, Kriterien und Wege.
00:30:54: Danach suche ich mir die Methode aus, die am besten geeignet ist aber nicht umgekehrt.
00:31:00: Oft liegt die Qualität also nicht in der Methode sondern in der Fragestellung.
00:31:04: Deshalb möchte ich euch heute die Methoden vorstellen, die man vielleicht im nächsten Schuljahr anwenden könnte.
00:31:11: Okay dann lass uns das starten!
00:31:13: Eine Methode, die super schnell geht ist zum Beispiel die Ampelmethode.
00:31:17: Man kann es dann wieder mit Karten aus der Federtasche nehmen, mit Stiften in farbigen Fahr, also mit grün-rot und gelb zum Beispiel.
00:31:24: Ich bin immer ein großer Fan von Karten.
00:31:27: oder man hat an den Vier Ecken des Klassenräums auch irgendwie vier Karten Und anderen.
00:31:33: dessen können die Kinder irgendwie selbst reflektieren nach Erfolgskriterien.
00:31:37: Also nehmen wir mal noch einmal unser Beispiel mit der schriftlichen Addition, dann sage ich, ich schreibe Stellenwert richtig und die Kinder reflektiert kurz innerlich gehen dann platzieren sich an den Karten heben den passenden Stift oder wie immer und dann lässt man irgendwie freiwilligen nochmal erklären was sie genau meinen, inwieweit es denn gelogen ist.
00:32:03: Und das ganze hier sind ganzen Sätzen... Wenn man auch Norien-Wisatzstater an der Tafel hat dann ist man richtig gut und die Kinder begründen wie sie dazu gekommen sind, was sind ihre Tipps oder erklären irgendwie warum er sie nicht gelogen sind?
00:32:20: Warum?
00:32:20: wo lagen noch die Fehler, die sie gemacht haben?
00:32:24: und so bekommt Ja, jedes Kind die Möglichkeit selbst zu reflektieren nach Kriterien ohne dass ich eine große Vorbereitung hatte.
00:32:33: Weil ich muss letztendlich nur diese Kriterie nehmen wie festlegen und danach die Karten sind entweder mit Stiften wenn man die Zeit hat, hat man laminierte Karten in der Federtasche oder man hat in jedem Klassenraum wo man einen Tiger hat einfach vier Karten an den Wänden.
00:32:49: Oder diese Whiteboards wo die Kinder dann einfach auch um was raufschreiben könnten
00:32:55: Zum Beispiel.
00:32:58: Aber es geht mit Stiften super, also ich meine die Kinder haben ja Bodenstifte in der Federtasche und das geht hier auch.
00:33:04: Das heißt da ist null Vorbereitung außer Kriterien.
00:33:10: Neben Effekt ist ja auch dass die Kinder dann zum Beispiel sehen wer kann das schon gut?
00:33:14: Das heisst im Hort.
00:33:15: könnte ich dann das Kind fragen ob es mir vielleicht noch mal hilft wenn ich rot hatte und das Kind grün?
00:33:21: könnte ich das Kind ansprechen Aber
00:33:24: man kann auch die Kinder irgendwie wirklich danach noch befragen.
00:33:27: Woran hast du das festgemacht, dass es dir gut gelungen ist?
00:33:29: Worauf hast du denn geachtet?
00:33:31: Das heißt, die Kinder können sich untereinander helfen und Tipps geben.
00:33:36: Und das ist halt wichtig.
00:33:37: so wird lernen sichtbar gemacht.
00:33:40: Und wie gesagt da geht's jetzt gar nicht um die Stunde also hat Spaß gemacht ja nein sondern tatsächlich gezielt um diese Kernkompetenz
00:33:47: Genau!
00:33:48: Also wir wollen Kompetenzen ausbühren.
00:33:50: Okay Die nächste Methode
00:33:53: Die zeugtete Methode für heute wäre zum Beispiel die Exit-Ticket-Methode.
00:33:57: Also der ist auch wieder nicht entscheidend, wie fandest du die Stunde?
00:34:02: Sondern
00:34:03: z.B.,
00:34:04: welches AirFox-Kriterium hast du heute sichtbar erreicht oder welches möchtest du weiterüben?
00:34:11: Welche Strategien hat dir heute geholfen?
00:34:14: und dann hat man zum Beispiel einen Platz also... die Kinder schreiben zum Beispiel ihre Nummer nach Klassenbuch, das mache ich meistens so.
00:34:24: Oder man hat im Klassenraum schon ein Art Whiteboard oder... A drei Blatt, wo Platz für diese Post-it sind sozusagen.
00:34:35: Wo die wirklich geordnet dran gepinnt werden können so dass ich mir als Lehrkraft ein Überblick irgendwie verschaffen kann.
00:34:41: das heißt die Kinder bekommen nur von mir einen Post-It schreiben irgendwie ihre Antwort zu meinen Kriterien also zu meiner Frage die ich irgendwie kritisieren geleitet irgendwie ausgesucht habe Die schreiben eine Antwort kommen nach vorne pinn ihr Post- it da wo es wo deren Platz ist Und dann habe ich als Lehrkraft irgendwie eine Rückmeldung.
00:35:01: Das heißt, auch das kostet zwei Minuten und auch da wenig Vorbereitung.
00:35:07: Da kommt man wieder auf die Klarheit zurück.
00:35:09: Ich muss mir als Lehrkraft klar werden, was will ich evaluiert haben?
00:35:15: So, und das wäre ein kleiner Zettel.
00:35:17: Eine Minute, zwei Minuten, wie die Kinder das haben, darauf geschrieben haben nach vorne gebracht haben rausgegangen sind fertig.
00:35:25: Notfalls kann man die auch einsammeln.
00:35:28: Zuhause sehe ich noch mal in Ruhe angucken und dann für den nächsten Unterricht das Ganze einfließen lassen.
00:35:34: Ja, ich finde es viel schöner.
00:35:35: also für mich finde ich als Lehrkraft Norienwehr mal viel schöener wenn die Kinder ihre Post hat irgendwie da anpillen dass sich wirklich eine klare Übersicht aber muss aber auch nicht.
00:35:51: Hast du noch eine Methode?
00:35:52: Ja zum Beispiel Die Satzstarter-Methode, also gerade in Klasse eins und zwei zum Beispiel funktioniert das wunderbar.
00:36:01: Die Kinder ergänzen Satzanfänge.
00:36:02: Also heute habe ich gelernt oder heute konnte ich.
00:36:05: Heute ist mir gelungen.
00:36:07: Bei dem nächsten Mal möchte ich und so weiter und sofort.
00:36:15: Und hier müsst ihr dann die Lehrkraft darauf achten dass die Antworten dann auch im Bezug zu diesen Erfolgskriterien sind?
00:36:25: Genau, also da geht es wirklich irgendwie... Es geht noch viele um Sprache weil viele Kinder in der ersten Klasse noch nicht richtig lesen können.
00:36:35: Das heißt ich muss es mit den Kindern irgendwie verbalisieren und ich kann sie aber dahin führen.
00:36:40: das ist auch schriftlich Erfolg anhand von Pyktogramm zum Beispiel und die Kriterien werden gemeinsam wie vorgelesen.
00:36:49: Das funktioniert ansonsten für den Anfang, damit man die Kinder erahnen führt an das Thema Selbstreflexion.
00:36:55: Kriterie geleitet kann man das wirklich mit Satzstatern üben.
00:37:01: da macht sich auch gut z.B.
00:37:04: Mit einem Mikrofon.
00:37:06: Das hatte ich letztens auch wieder im Unterricht.
00:37:08: Das ist für die Kinder wie da irgendwie ein Highlight.
00:37:12: Profon funktioniert nicht, es ist nur ein Spielzeug.
00:37:15: aber das ist irgendwie lustig interessant und das ist nur mal nett muss aber auch nicht.
00:37:27: Gibt es auch eine Methode die dann nicht im Plenum stattfindet sondern ja irgendwie anders?
00:37:34: Zum Beispiel die Partnerreflexion wäre noch eine Methode, die häufig unterschätzt wird.
00:37:38: Also die Kinder erklären sich dann gegenseitig welches Erfolgskriterium schon gut geklappt hat, welches fällt einem noch schwer?
00:37:46: Warum?
00:37:47: was hat einem geholfen?
00:37:49: also dass da nochmal in die Tiefe gegangen wird mit einem Partner das ist ein bisschen diese Schwelle vom vom Plenum ein bisschen rausgenommen, man ist ja nur unter sich und das hilft dann.
00:38:01: Naja du sagst die Schwelle raus genommen.
00:38:03: auf der anderen Seite halte ich ja jetzt statt farbigen Stifts hoch muss sicher schon das irgendwie verbalisieren.
00:38:12: also es ist zwar anspruchsvoller aber dafür Ein kleinerer Zuhörerkreis.
00:38:19: Genau,
00:38:19: also der Zuhörerkreis wird da ein bisschen reduziert.
00:38:22: Wiederum brauche ich viel mehr Sprache.
00:38:25: Da haben wir auch schon viel darüber gesprochen in vielen Folgen.
00:38:30: Das heißt wer sich da für das Thema Sprache interessiert, der kann auf jeden Fall einige Folgen nochmal nachhören.
00:38:36: Wichtig ist, der Wortschatz muss geklärt sein und wir müssen nur eine einheitliche Fachsprache sprechen um uns Verständigen zu können.
00:38:44: Und spätestens beim Erklären merken dann viele Kinder selbst, ob sie es wirklich verstanden haben oder nicht.
00:38:50: Weil dieses Wiedergeben ist extrem schwierig und dann ist es hilfreich irgendwie das zu üben und zwar mit dem passenden Wortschatz dazu.
00:39:04: Um mal kurz ein bisschen vielleicht von diesen Methoden wegzukommen können wir gleich wenn du da noch welche hast nochmal drauf zurück.
00:39:13: Ich erinnere mich, wir hatten ja zum Beispiel dieses Gross Mindset gehabt und diese Kompetenz raster.
00:39:22: Die sind aber wenn ich das damals richtig verstanden habe eher für langfristigen Lernzuwachs sag' ich mal entwickelt.
00:39:30: Also da geht's ja nicht stundenbasiert sondern Da geht es ja darum Was kann ich über oder was lerne ich über mehrere Stunden?
00:39:40: Wie weit bin ich in einem Thema?
00:39:45: Ist es dann auch eine Methode zur Reflexion?
00:39:47: Nutzt du das denn auch oder ist es zu langfristig?
00:39:52: Ne, genau.
00:39:53: Eigentlich sind Kompetenzraste die man benutzen kann.
00:39:57: Wenn man das langfristige macht und in meiner Mannfragen anderer Reihe den Kindern immer ein Kompetenzeraster gibt zu der Reihe frei arbeiten können, selbstständig arbeiten und sich immer wieder evaluieren.
00:40:08: Ob sie das irgendwie können oder nicht können?
00:40:10: Es ist immer davon abhängig wie arbeite ich als Lehrkraft?
00:40:13: also arbeite Ich stunden basiert oder arbeite wirklich inwie mit kurzen Einführungen Und dann geht es halt irgendwie weiter mit selbständigen Arbeiten.
00:40:22: wenn man da so macht wie im core model zum Beispiel Dann hat jeder irgendwie sein kompetenz.
00:40:26: raster kann daran arbeiten weiterarbeiten Evaluieren zurückgehen und so weiter und sofort.
00:40:34: Also ist es ein bisschen Reflektion bei Design?
00:40:37: Da ist die Reflexion im
00:40:39: Modell schon drin.
00:40:40: Genau, das ist auch ein wichtiger Bestandteil um diese Selbstständigkeit überhaupt zu ermöglichen.
00:40:45: also wenn die Kinder anfangen nur arbeiten und abarbeiten dann ist es weder irgendwie ein sinnvolles Beschäftigen aber keine zielführende Arbeit.
00:40:55: also da fehlt auch wieder an Fahrlichkeiten.
00:40:57: Okay Dann lass uns zurück zur Methode.
00:40:59: Hast du noch welche überhaupt oder...
00:41:02: Eine Methode, die braucht allerdings ein bisschen mehr Vorbereitung weil sie immer wieder irgendwie neu gematht werden muss sind.
00:41:09: Ich habe meistens immer so weiß nicht Affirmblätter zum Beispiel.
00:41:14: auf der einen Seite habe ich die Kriterien zur Reflexion wo die Kinder sich tatsächlich dann danach noch evaluieren können.
00:41:22: Auf der Rückforderseite hab' ich dann kurze Aufgaben aber wirklich ganz kurz innerhalb von fünf Minuten erledigt werden sollen und anschließend den Plenum dann korrigiert werden.
00:41:35: Und an dessen können die Kinder evaluieren und selbst reflektieren, ob es denen gelungen ist.
00:41:39: Das heißt, es gibt immer eine Aufgabe pro Kriterien zum Beispiel.
00:41:44: Die sind ganz kurz und trotzdem braucht diese Methode schon ein bisschen mehr Zeit in der Vorbereitung und auch mehr Zeit aus dem Unterricht.
00:41:52: Dem entsprechend muss man gucken was für einen wie sinnvoller ist.
00:41:57: Trotzdem ein Vorteil dieser Methode ist, ich habe es wirklich in der Hand.
00:42:00: Ich kann anderen der Aufgaben die die Kinder irgendwie auf der vorderen Seite gelöst haben und deren Fehler kann nicht genau sehen wo sie stehen und wo die Probleme tatsächlich dann sind sozusagen um später daran arbeiten zu können.
00:42:14: also das ist für Lehrkräfte die wirklich ganz nah am Kind sind es eine ideale Methode um genau zielgerichtet irgendwie weitere Aufgaben geben zu können Okay.
00:42:25: Und zuletzt können wir noch mal das Lerntagebuch nochmal einführen, das ist irgendwie für Kinder die schon schreiben können sagen wir mal.
00:42:33: und dazu es ist ein A four Häft ganz normal Linienhäft und die Kinder reflektieren Woche für Woche mehrmals in der Woche Wie Sie weiß gemacht haben, welche Themen noch für sehr relevant sind.
00:42:46: Natürlich müssen auch da die Kriterien festgelegt sein und bekannt sein Und anhand dessen wird dann auch da evaluiert verbraucht aber also auch viel Zeit aus dem Unterricht an.
00:42:57: Das muss dementsprechend sehr boutiliert sein, den Kindern muss ganz klar sein wie sie weiß gestalten.
00:43:04: das ist nicht irgendwie um Ausmann von Smiles und Gestalten sondern es geht ganz präzise darum irgendwie die festgelegten Kriterien zu evaluieren.
00:43:14: Okay
00:43:15: jetzt haben wir verschiedene Methoden kennengelernt.
00:43:19: Wie würdest du's empfehlen?
00:43:22: Wechselt man relativ häufig Oder bleibt man bei einer Methode oder hat man so zwei bis drei Methoden, die man je nach Situation und Zeit irgendwie einsetzt?
00:43:32: Naja wenn ihr morgen oder sagen wir mal nahe den Ferien wirklich mit Reflexion starten wollt.
00:43:37: Und zwar wirklich sehr konsequent dann hätte ich erstmal drei Tipps.
00:43:41: erstens formuliert mal maximal fünf hervor Kriterien, maximal fünf.
00:43:46: also das ist wichtig.
00:43:48: zweitens Welt eine einzige Reflexionsmethode, die ihr wirklich trainiert mit den Kindern bis es sitzt und dann kann man irgendwie die nächste Methode ranziehen.
00:43:59: Und dann gibt den Kindern auch Zeit ihre Antwort zu begründen, denn genau in dieser Begründung findet das eigentliche Lernen statt.
00:44:09: Das ist der Punkt, der Gewinnbring ist für den Unterricht um Erfolge hier und wie sichtbar zu machen.
00:44:16: Du hattest jetzt gesagt wenn Lehrkräfte mit Reflektion beginnen wollen was bei Lehrkräften, die das schon ausprobiert haben und sagen, bei mir funktioniert es nicht.
00:44:30: Also wahrscheinlich gibt's da relativ viele Stolpersteine aber was sind... Gibt's da so ein paar wo du sagst, dass sind so die Klassiker?
00:44:42: Darauf muss man auf jeden Fall achten.
00:44:44: Ich glaube das Problem liegt meistens daran, dass häufig oder unbewusst Fehler gemacht werden.
00:44:50: also Der häufigste Fehler passiert schon bei der Unterrichtsplanung.
00:44:54: Wir formulieren Lernziele viel zu allgemein, also zum Beispiel ich kann Nadine oder ich kann Geschichten schreiben und das klingt gut ist aber wirklich einfach kein Lernziel.
00:45:04: Das ist nicht abrechenbar am Ende dieser Stunde.
00:45:06: Und wenn ein Kind nicht weiß woran es erkennen soll wie er dieses Ziel erreicht hat dann ist es problematisch.
00:45:14: und deshalb mein erster Tipp an der Stelle überlegt euch ganz genau Wie sind die Erfolgskriterien?
00:45:22: Denn genau diese werden später dann reflektiert und die können wirklich im Einstieg schon kommunizieren werden, dass den Kindern bewusst ist woran sie genau gemessen werden.
00:45:32: Vorher hat es wir auch gesagt, diese Reflexionsfragen sind eigentlich mit das Wichtigste...
00:45:40: Ja, viele Fragen drehen sich um die Stunde und es tatsächlich nicht um das Lernen selbst.
00:45:45: Also hat euch die Stunde gefallen?
00:45:47: War die Aufgabe leicht?
00:45:48: Hat die Gruppenarbeit irgendwie funktioniert?
00:45:53: Das kann interessant sein!
00:45:54: Und das kann vielleicht eine Frage sein wenn man einen Bogen hier in wie ausführen lässt aber daraus wissen wir noch nicht ob gelernt wurde.
00:46:03: Dadessen muss man wirklich Fragen stellen, die sich um das Lernen verhalten.
00:46:08: Lernprozess irgendwie drehen und zum Beispiel welches Erfolgskriterium könntest du heute sicher erfüllen oder welche Strategien hat dir geholfen?
00:46:16: Was möchtest du denn morgen weiter üben usw.
00:46:20: Und plötzlich sprechen die Kinder über das Lärm!
00:46:24: Nicht über Gefühle nicht über Ergebnisse nicht über Misserfolge sondern wirklich überall.
00:46:32: Ja, das Gelernte.
00:46:33: Das Lern-Lernverhalten.
00:46:34: Lernprozesse.
00:46:37: Ein weiterer Fehler ist auch und das sehe ich oft in den Housepiece... Wir wollen zu viel reflektieren.
00:46:42: Also wir wollen zuviel, das Lernziel ist ellensig lang.
00:46:45: Zu viele Aktionen die ja in einer Stunde stattfinden sollten und dann am Ende will ich auch noch alles reflektiert haben.
00:46:52: Das ist ja unmöglich und funktioniert auch meistens eigentlich gar nicht.
00:46:56: Wenn ich gleichzeitig frage, wie war die Zusammenarbeit?
00:46:59: Wie war dein Arbeitsverhalten?
00:47:00: Also das Lernziel erreicht hat ja die Stunde gefallen usw.
00:47:03: Und sofort dann verlieren die Kinder einfach schnell den Fokus und deswegen eine Stunde einen Schwerpunkt.
00:47:10: War das fachlich und dann wird auch fachlig irgendwie reflektiert.
00:47:15: Stand die Kommunikation oder die Kooperation im Mittelpunkt, dann wird das irgendwie diese Zusammenarbeit reflektieren aber nicht alles komplett bunt gemischt.
00:47:26: Also genauso wie man praktisch in den Unterricht gucken sollte, dass man da nicht zu viel reinpackt genau das Gleiche bei den Reflexionen und weniger ist manchmal mehr?
00:47:36: Genau.
00:47:36: also weniger ist definitiv mehr im Unterricht irgendwie wirklich Schwerpunkte setzen und daran wirklich gucken darauf gucken und nicht irgendwie komplett bünd gemisht denn ansonsten verlieren wir den Fokus genau ja auch Der nächste Fehler, das hatte ich am Anfang der Folge schon gesagt.
00:47:55: Wenn wir denken dass Reflexion ausschließlich am Ende einer Stunde stattfinden sollte und dabei beginnen sie viel früher schon neben Einstieg.
00:48:02: Das habe ich auch gesagt.
00:48:03: also wenn Ich das Lernziel transparent mache Wenn wir gemeinsam Erfolgskriterien entwickeln, festlegen, kommunizieren, transparent machen.
00:48:13: Wenn Kinder während der Arbeitsphase immer wieder überlegen bin ich gerade auf dem richtigen Weg kann nicht ein Kriterion nach den anderen irgendwie bearbeiten bewerten evaluieren reflektieren dann reflektiert sie in der ganzen Stunde.
00:48:29: Also über die ganze Stunde haben sie über das Lernzielen wie reflektiert und das Abschlussgespräch ist dann nur noch der letzte Schritt, aber die Reflexion hat im Laufe der Stunde kontinuierlich stattgefunden.
00:48:42: Und so habe ich ein Lernprozess in Gang gesetzt was unübertroffen ist.
00:48:46: also dass kann man nicht mehr toppen Und das ist das Ziel, da wollen wir die Kinder hinbringen.
00:48:51: Es muss damit aufgehört werden dass die Lehrkräfte immer ihr Feedback geben ihre Einschätzung, ihre Meinung.
00:48:58: es geht darum dass die Kinder lernen sich selbst Einschätzungen zu können um selbstwirksam irgendwann zu werden wenn sie merken okay es wird mir immer Input gegeben und ich bin immer ein Feedback gegeben und schon mal kann ich daran gar nichts ändern.
00:49:11: Ich weiß nicht wie ich daran arbeiten soll was ich genau irgendwie ändern sollte.
00:49:16: dann ist mein verloren.
00:49:19: Der letzte Fehler, was auch immer wieder passiert ist wenn die Reflexion dann ohne Konsequenzen bleibt.
00:49:25: Wenn Reflexionen dann wirkungslos bleiben, denn Reflexon hat immer ein Ziel und sie soll zukünftiges Lernen verbessern.
00:49:32: Wenn ein Kind heute feststellt ich vergesse häufig den Übertrag nochmal um das Beispiel mit der Addition ranzuziehen Dann sollte daraus eine Konseqenz entstehen.
00:49:43: zum Beispiel morgen kontrolliere ich jeden übertrag noch einmal bewusst oder ich überlege mir eine kleine Mehrhilfe auf dem Tisch, oder erst dann entsteht echt echter Lernzuwachs.
00:49:57: Ohne Konsequenz wenn die Kinder aus ihrem Lernen keine Konseqenzen für sich rausnehmen können ist es
00:50:10: wirkungslos.".
00:50:11: Und dann, wenn es keine Wirkung hat, können wir das auch gleich auslassen.
00:50:14: Wir wissen aber aus den Studien, dass irgendwie, wenn Reflexion irgendwie gut gemacht wird wirklich eine hohe Effektstärke hat.
00:50:21: Also daran sollte man arbeiten und das muss man aber wirklich fachlich einbetten und einfach nicht nur machen weil es schön ist sondern wirklich machen, weil man noch wirklich dran glaubt, dass er seine Wirkungen hat und dann sollte es dementsprechend auch gestaltet werden.
00:50:38: Was mir hier so ein bisschen klar geworden ist in der Folge, ist das Reflektion eigentlich nochmal auch so ein wichtiger Schritt für die Metamorphose der Lehrkraft von Wissensvermittler zu dieser Lernbegleitung.
00:50:54: Also gerade diese Reflexion ist sehr stark in diese Lernbekleitung eingebettet.
00:51:03: Also Reflexion bedeutet nicht, dass die Lehrkraft weniger wichtig wird.
00:51:06: Eigentlich ist die Rolle der Lehrkraft noch mal anspruchsvoller geworden.
00:51:11: Ich sehe es genauso wie du so.
00:51:13: wir sollten zunehmen als Lernbegleitung also Unterstützung wie unterwegs sein und nicht als Wissensvermittlung weil die Kinder kriegen wissen überall her.
00:51:23: mittlerweile sind eigentlich hinfällig an der Stelle.
00:51:28: Wir müssen auch gar nicht alles wissen, weil die Kinder und wir können uns das von überall wie aneignen.
00:51:36: Wir wechseln ein Stück weit dann von der Person, die ausschließlich bewertet, hin.
00:51:42: wirklich so Lernbegleitung und wir helfen Kindern, die eigene Ziele zu verstehen, das eigene Lernen zu verstehen.
00:51:54: Das ist eine ganz andere Haltung und ich glaube genau das macht guten Unterricht aus, wenn die Kinder am Ende nicht auf ein Lob der Lehrkraft angewiesen sind um glücklich zufrieden aus dem Unterricht zu gehen sondern tatsächlich über den eigenen Lernprozess reflektiert haben und daraus ihre Zufriedenheit ziehen kann.
00:52:20: Ein wesentlicher Teil von gutem Unterricht!
00:52:25: Bevor wir jetzt zum Ende der Folge kommen, gibt es noch mal so drei Dinge wo du sagst das könnten die Hörerinnen und Hörern relativ zügig ausprobieren.
00:52:40: Also meine Empfehlung wäre ja für die nächste Unterrichtsstunde nimmt euch ein Ziel einen Lernziel vor.
00:52:46: woran erkenne ich dass dieses Lernziel erreicht wurde?
00:52:49: formuliert daraus drei Erfolgskriterien drei bis fünf maximal nicht mehr.
00:52:55: So.
00:52:55: dann stellt am Ende der Stunde keine allgemeine Reflexionsfrage, sondern fragt stattdessen gezielt nach den Erfolgskriterien.
00:53:03: Und wenn ich meine Arbeit in der Vorbereitung gut gemacht habe, sind diese Kriterien halt bekannt?
00:53:08: Ich kann diese Fragen einfach nur kommunizieren und nicht wie war die Stunde?
00:53:14: Nennen, welche Erfolgskriterien konnte man heute sichern?
00:53:17: Dann lasst aus jeder Reflexion eine Konsequenz entstehen.
00:53:22: Also jede reflektion sollte mit einem Ausblick enden.
00:53:25: ich möchte Das möchte ich morgen auch besonders beachten oder diese strategie werde Ich wieder nutzen.
00:53:32: dann wird reflektion wirklich zum motor vom lern und das ist das wo wir hin wollen.
00:53:38: also ich nehme aus dieser folge vor allem eins mit Reflexion ist vielmehr so eine Art Abschlussritual, das Lern sichtbar macht.
00:53:52: Ja, Kinder lernen... Also das ist eine Sache.
00:53:55: Man denkt immer in den Housepiece zum Beispiel.
00:53:57: Es wird immer gemacht weil man es so macht und es wird immer da gekürzt Weil das schon bei irgendwie viele unterschätzen wie die Wirkung von der Reflexion.
00:54:05: Und das ist halt so schade.
00:54:07: Kinder lernen nicht allein durch Aufgaben.
00:54:09: Sie lernen wenn sie wirklich verstehen was sie gelernt haben warum sie erfolgreich waren und was Der nächste Entwicklungsschritt dann ist.
00:54:18: und deshalb ist die reflektion tatsächlich kein Luxus was wir machen wenn wir am Ende der Stunde noch Zeit haben, es ist wirklich ein wesentlicher Bestandteil guten Unterricht und nicht am Ende sondern werden wir es gut machen.
00:54:30: Wirklich während des gesamten Lernprozesses also während der gesamten Stunde Und das ist das Auto
00:54:40: Ich würde sagen Jessica vielen Dank für die Einblicke an die Hörer und Hörerin Vielen dank fürs zuhören und wir hören uns hoffentlich nächste Woche.
00:54:50: Genau, vielen Dank fürs Zuhören.
00:54:52: Wir freuen uns auf Feedback.
00:54:53: Ansonsten wünschen wir auch anderer Stelle erholsame Ferien für alle Kollegen die schon jetzt in den Ferien gestartet sind.
00:55:01: Wir werden uns weiterhin jeden Montag hören.
00:55:04: ansonsten allen die noch irgendwie tatkräftig in den Schulen unterwegs sind.
00:55:08: Gutes Geling!
00:55:10: Viel Erfolg
00:55:11: und
00:55:13: es ist bald geschafft.
00:55:15: Schöne Ferien wünsche ich allen.
00:55:17: Wir hören uns nächsten Montag.