Der Grundschulbildungspodcast
00:00:00: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Elementarwissen, dem Grundschulbildungsbordcast.
00:00:05: Ich bin Jessica
00:00:06: und ich bin Steffen.
00:00:07: Heute steffen sprechen wir über einen Teil des Unterrichts der häufig nur wenige Minuten dauert aber trotzdem entscheidend ist für das was kommt.
00:00:17: also entscheidende ist für den weiteren Verlauf der Stunde beziehungsweise des Unterrichts.
00:00:24: Das ist der Unterrichtseinstieg.
00:00:27: Und wenn du das so sagst dann habe ich schon verschiedene Bilder im Kopf Eine geheimnisvolle Schatzkiste, ein abgedeckter Gegenstand, dramatische Musik.
00:00:37: Ein überraschendes Experiment eine Lehrkraft die mit einer besonders aufwendigen Geschichte die Stunde startet.
00:00:44: Genau, Kostüme, Konfetti ich nenn sie immer irgendwie Feuerwerk-Einstiege.
00:00:50: und tatsächlich also... Unterrichtseinstiege werden häufig mit der Erwartung verbunden, dass sie vor allem eines sein müssen und zwar spektakulär.
00:00:59: Die Kinder sollen staunen begeistert sein am besten auch sofort.
00:01:03: Verspannungen kommen auf den Stuhl sitzen bleiben können sozusagen.
00:01:07: Und wenn Sie das nicht machen dann war der Einstieg wahrscheinlich nicht kreativ genug.
00:01:11: Ja genau, also genau diese Vorstellung möchten wir heute eigentlich ein bisschen gerade rücken.
00:01:16: und denn ein guter Unterrichtseinstieg muss nicht spektakulär sein.
00:01:19: Er muss nicht jeden Tag neu sein, er muss nicht besonders viel Material benötigen und es muss ordentlich so aussehen wie ein kleines Bühnenprogramm.
00:01:28: Okay was muss er dann?
00:01:31: Kurz gesagt tatsächlich er muss lernen vorbereiten und möglichst bereits in Gang setzen.
00:01:37: Das klingt ein bisschen unspektakulärer!
00:01:40: Ja, es mag sein.
00:01:41: Aber tatsächlich ist es didaktisch wesentlich anspruchsvoller als ein Bühnprogramm zum Beispiel denn die zentrale Frage lautet dann nicht mehr was könnte ich heute tolles machen sondern was brauchen die Kinder in den ersten Minuten damit sie gedanklich in den Lernprozess hineinkommen?
00:01:56: Manchmal ist die Antwort eine Schatzkiste
00:01:58: Ja, manchmal.
00:01:59: Also ich habe zum Beispiel für meine Buchstaben-Einführung, ob ich auf die irgendwie ein Koffer alt ist.
00:02:03: Das finden die Kinder ganz toll.
00:02:04: Mache ich nicht jedes Mal und es ist auch nicht immer notwendig aber das gibt's ja!
00:02:09: Und wenn der Inhalt der Schatzkiste oder meines Koffers eine fachliche Frage eröffnet, die vielleicht anschließend weiterverarbeitet wird problematisch... Wird es dann nur, wenn die Schalzkiste für fünf Minuten große Aufmerksamkeit erzeugt und danach überhaupt keine Rolle mehr spielt zum Beispiel?
00:02:25: Okay.
00:02:26: Dann wäre das eher so ein bisschen wie eine Werbeunterbrechung vor dem Kinofilm aber nicht der Einstieg des Kinofils.
00:02:33: Genau!
00:02:33: Und ein guter Unterrichtseinstieg ist nicht der Werbespot für den Unterricht sondern es ist bereits Teil oder es ist der erste Teil des Lernprozesses.
00:02:47: Ich hatte eigentlich erwartet, dass wir jetzt anfangen möglichst viele Methoden aufzuzählen und Schatzkisten-Idee auspacken.
00:02:54: Aber das scheint dann nicht so zu sein!
00:02:56: Genau.
00:02:56: also Methoden gibt es natürlich auch im Laufe des Podcasts heute.
00:03:01: aber vor allem möchten wir heute klären welche Funktion ein Unterrichtseinstieg erfüllen muss und welche Methoden vielleicht zu welcher Funktion passen.
00:03:10: Okay ich denke mal Studien hast du da auch fürs Thema rausgesucht wie man die Kinder neugierig machen kann.
00:03:19: Genau, dann gucken wir uns auch ein paar Beispiele aus der Mathematik, aus dem Deutschen Unterricht vielleicht auf Sachkunde nochmal irgendwie... Die sich auch ohne großen Aufwand direkt ausprobieren lassen!
00:03:30: Okay aber bevor wir über die Methoden sprechen sollten wir erst mal klären was ist der Unterrichtseinstieg überhaupt?
00:03:38: Ist das alles was vor Beginn der unterrichtsstunde denn passiert?
00:03:44: Nein, nicht ganz.
00:03:45: Also der organisatorische Stundenbeginn und der didaktische Unterrichtseinstieg können zusammenfallen müssen aber nicht.
00:03:52: Okay was ist der organisaturische Stunden Beginn?
00:03:56: Die Kinder kommen in den Raum sie legen ihre Materialien irgendwie bereit wir begrüßen uns vielleicht wird noch kurz geklärt wer fehlt oder wir sammeln Norien wie Rückmeldung ein usw.
00:04:08: Das ist alles wichtig aber es vermittelt die Ja, die Kinder nicht unbedingt mit dem Lerngegenstand.
00:04:15: Okay also das wäre dann so ein bisschen Housekeeping und Ankommen?
00:04:18: Genau!
00:04:18: Das wäre der organisatorische Stundenbeginn und das andere war didaktischer Stundenbeginnen.
00:04:27: Der didaktische Einstieg beginnt also dort tatsächlich wo die Kinder anfangen sich mit dem fachlichen Inhalt zu beschäftigen.
00:04:37: Das kann eine Aufgabe sein, das kann eine Frage sein.
00:04:39: Es kann ein Bild sein und eine kurze Information oder auch das bewusste Abrufen von Wissen aus einer vorherigen Stunde zum Beispiel.
00:04:48: Okay aber die Begrüßung ist trotzdem nicht unwichtig.
00:04:53: Nein, überhaupt nicht.
00:04:54: Also gerade in der Grundschule markiert sie den Übergang.
00:04:56: die Kinder kommen vielleicht aus einer lebhaften Pause, aus einem Konflikt oder aus einer ganz anderen Unterrichtssituation und eine Begrüßung signalisiert okay jetzt beginnt eine neue gemeinsame leeren Zeit.
00:05:11: Ein Einstieg ist ja auch selber in den Etappen gegliedert.
00:05:15: Man hat erst mal die Begrüßung, dann kann man irgendwie den Fahrplan vorstellen und es gibt eine Zielformulierung.
00:05:24: Wenn man die letzte Folge nochmal aufgreifen möchte, dann hat man zur Zielformulierungen noch einmal welche Kompetenzen tatsächlich trainiert werden also
00:05:33: den Ausstieg.
00:05:34: Mit letzter Folge meinst du die Reflexion?
00:05:37: Genau.
00:05:38: Also damit meine ich, dass sie auch irgendwie schon immer instikttematisiert werden sollte und dann startet man mit der eigentlichen Reaktivierung.
00:05:46: Okay also gibt es in dem Sinne keinen starren Ablauf sondern du hast eher so ein bisschen Baukasten woraus du dich dann bedienst und dann ein bisschen von jedem etwas rein nimmt was du gerade brauchst.
00:06:00: Genau, also nicht jede Stunde braucht irgendwie eine Begrüßung.
00:06:03: Wenn ich schon drinnen bin dann baue ich zum Beispiel keine erneute Begrüssungen zur Stundenbeginn.
00:06:08: wichtig ist aber was für mich auf jeden Fall dazu gehört ist eine Zielformulierung mit Integration der zukünftigen Reflexion, der Fahrplan für die Schnull muss klar sein und dann ist die Reaktivierung halt dran.
00:06:22: Dann lass uns mal jetzt darauf schauen was ein guter Unterrichtseinstieg erfüllen muss.
00:06:29: Ich würde tatsächlich fünf zentrale Funktionen unterscheiden.
00:06:34: Okay, wollen wir die durchgehen?
00:06:37: Die erste Funktion ist das Ankommen.
00:06:39: Sie müssen ihre Aufmerksamkeit neu ausrichten und kommen aus der Pause oder einer anderen Stunde, aus einem Gespräch oder wie auch immer.
00:06:49: Ein klare Beginn hilft Ihnen vom vorherigen Geschehen in die neue Lehrensituation zu wechseln.
00:06:57: Wie kann es aussehen?
00:06:58: Durch ein bekanntes Signal, eine kurze Begrüßung.
00:07:02: Eine feste Sitzordnung für den Input also im Kreis zum Beispiel durch Musik die immer während des Ankommens läuft oder eine sichtbare Aufgabe an der Tafel zum Beispiel.
00:07:14: Das Ritual soll tatsächlich entlasten.
00:07:17: Die Kinder sollen wissen was sie zu tun haben ohne dass die Lerkraft jeden Schritt noch mal einzeln ansagen muss.
00:07:24: Okay also stelle ich mir so ein bisschen vor Weiß nicht, wie.
00:07:28: Wenn man im Theater ist, wo es dann drei Gongen, dreimal der Gong schlägt bevor die Vorstellung ist dass die Leute wissen okay beim ersten Gong habe ich noch ein bisschen Zeit beim zweiten Gong sollte ich spätestens auf Toilette gehen.
00:07:42: beim dritten begebe ich mich zum Platz und diese akustische Signale in dem Fall gibt den Leuten Orientierung.
00:07:51: das sie ungefähr wissen
00:07:54: Kann akustisch sein, kann aber auch irgendwie visuell sein.
00:07:57: Also um an der Tafel dass da irgendwie ein Timer ist.
00:08:00: es sind noch irgendwie keine Ahnung fünf Minuten bis alle am Platz sind.
00:08:03: bis dahin sollen wir hier wie die Federtasche, die Stifte, die Mappe was auch immer irgendwie raus geholt haben.
00:08:09: also da ist jeder frei zu entscheiden wie er das macht.
00:08:13: Es ist aber günstig wenn das schon in dieser Phase irgendwie stattfindet auch das Material raus holen zum Beispiel damit die Kinder danach von dieser Reaktivierung gleitend ins Arbeiten kommen und nicht erst mal wieder so ein Übergang haben von, okay ich wurde gerade reaktiviert aber ich muss erstmal wieder mein Material holen bevor ich anfange zur Arbeit.
00:08:33: Gut
00:08:33: also wir haben unten Signal was bei den Kindern besten für eine Routine auslöst.
00:08:39: einmal dieses innerliche Vorbereiten auf dem Unterricht aber auch das praktische wie Material zurechtlegen Häftchen rausholen was man dann entsprechend braucht.
00:08:51: Was ist die zweite Funktion?
00:08:53: Die zweite Function ist Orientierung.
00:08:55: Also, die Kinder sollen verstehen worum es gerade geht Ja was sie lernen sollen an dem tag oder in dieser stunde warum Sie sich damit beschäftigen.
00:09:05: also die frage nachdem warum muss auf jeden fall geklärt werden und ja wie wir ungefähr dabei vorgehen werden.
00:09:13: okay aber nutzt du dann immer so ein ausformulierten lern zielsatz weiß nicht auf deinem Smartboard oder an der Tafel, oder machst du das auch anders?
00:09:23: Genau.
00:09:23: Also ich nutze schon einen Satz also nach dem Motto für die Kinder nutze.
00:09:28: ich kann und dazu habe ich noch zur Orientierung den Stundenverlauf dass die Kinder jederzeit wissen in welcher Phase sie sich befinden und was ihnen jederweise von denen wie gefordert wird zum Beispiel.
00:09:43: Also die Kinder wissen dann anhand des CSatzes, anhand dieser kleinen Beschreibung oder vielleicht auch den Stundenablauf.
00:09:52: Wissen Sie, was auf sie zukommt und was sie an dem heutigen Tag lernen werden?
00:09:57: Genau.
00:09:58: es wird also die wissen zu jeder Zeit okay im Einstieg passiert das vielleicht ein Quiz in der Erarbeitung wären wir eine Station arbeiten.
00:10:06: da steht auch dafür habe ich Pikto Kramer an der Tafel Am Ende ist vielleicht eine Reflexion oder was auch immer vorbereitet wurde.
00:10:16: Und die Kinder wissen zu jeder Zeit, in welcher Phase sie sich befinden und was von denen dieser Phase gefordert wird.
00:10:23: Was wäre die dritte Funktion?
00:10:25: Die dritte funktionen ist die Aktivierung von Vorwissen.
00:10:29: Neues Wissen entsteht nicht im luftleeren Raum.
00:10:33: also wir brauchen wirklich an Knüpfungspunkte
00:10:36: Okay aber dabei geht es wahrscheinlich nicht nur um die letzte Stunde.
00:10:40: Vorwissen kann aus vorherigen Stunden, aus Alltagserfahrungen, aus anderen Fächern, aus eigenen Beobachtungen irgendwie stammen.
00:10:47: Wichtig ist ich muss genau wissen irgendwelche Wissen benötigt wird um weiter arbeiten zu können und das muss sich reaktivieren.
00:11:00: Was ist die vierte Funktion?
00:11:03: Die vierte Funktion ist die fachliche Denkbewegung.
00:11:06: Also ein guter Einstieg bringt die Kinder nicht nur zum Zuhören, sondern auch wirklich zum Erinnern, zum Vergleichen, zum Sortieren, zum Schätzen zu vermuten begründenden Deckenhinterfragen.
00:11:17: also es ist mit viel Sachen Denkprozessen irgendwie verbunden.
00:11:22: Okay also das heißt bereits diese erste Aufgabe, die du da eventuell formulierst soll gleich zu dieser späteren Lernhandlung passen?
00:11:38: Ja, also wenn die Kinder später argumentieren sollen zum Beispiel dann sollte der Einstieg vielleicht auch bereits einen Anlass zum Begründen eröffnen.
00:11:46: Also wenn sie eine Strategie entwickeln sollen könnte der einstieg ein Problem enthalten für das diese Strategie benötigt wird z.B.
00:11:55: Okay und die fünfte Funktion
00:12:00: Beteiligung ermöglichen.
00:12:01: Die fünfte Funktion ist tatsächlich Beteilligung, möglichst viele Kinder sollen bereit in den ersten Minuten gedanklich oder sichtbar einbezogen werden.
00:12:13: Also nicht nur die drei Kinder, die immer antworten bevor die Frage zu Ende gestellt wurde sondern man muss gucken dass man alle irgendwie mitnimmt.
00:12:24: Hier tatsächlich und das ist enorm wichtig, da möchte ich nochmal an diese Denkzeit erinnern.
00:12:30: dass wirklich viele Lehrkräfte noch dazu neigen, sofort die ersten ranzunehmen.
00:12:34: Sie sich melden das soll im Einstieg möglich nicht passieren sondern man kann immer wieder erwähnen ich sehe Kind A es meldet sich bereit wir sind aber geduldig warten.
00:12:44: oh jetzt seh ich Kind A B C D O Es werden immer mehr.
00:12:48: Wir warten noch ein bisschen.
00:12:49: wer traut sich noch?
00:12:50: also da kann man wirklich verbal noch unterstützen um wirklich die letzten aus den Reserven zu locken.
00:12:58: Also zählt dann auch diese kleinen Tafeln, was wir mal hatten?
00:13:02: Diese Mini-Whiteboards.
00:13:03: Wer sowas machen könnte?
00:13:06: Genau!
00:13:06: Da sind die Wege irgendwie wirklich frei.
00:13:08: Man kann mit kleinen Whiteboards irgendwie arbeiten und man kann mit Karten arbeiten wie gesagt mit Stiften, die alle Kinder zeigen müssen und so.
00:13:16: Es muss nicht immer nur verbal sein.
00:13:18: das geht darum dass die Betaligen hoch ist, dass wir einfach sicher denken können, dass möglichst viele Kinder reaktiviert worden sind oder aktiviert worden sind.
00:13:28: Okay, also du hast gerade gesagt möglichst viele Kinder sollen aktiviert werden.
00:13:32: ist das dann dieses Schlagwort Schüleraktivierung?
00:13:36: Ja und dabei müssen wir aufpassen Kinder können sehr aktiv sein ohne fachlich besonders intensiv zu denken.
00:13:43: Also zum Beispiel bei einem Spiel bei dem sie schnell durch den Raum laufen und Karten einsammeln sind die zwar aktiv aber fachlig kann es sein dass da nicht viel ist
00:13:53: Genau.
00:13:54: Es muss wirklich sinnvoll sein, aber nur wirklich wenn die fahrliche Aufgabe dabei nicht zur Nebensache wird.
00:14:02: Also ein anderes Beispiel ist zum Beispiel Brainstorming.
00:14:06: Viele Kinder melden sich und entstehen auch viele Begriffe und die Tafel ist am Ende gut gefühlt.
00:14:12: das sieht aktiv aus
00:14:15: Okay, aber die Kinder haben eventuell dann nicht wirklich nachgedacht sondern eher spontan geantwortet Also sich fachlich nicht auseinandergesetzt.
00:14:23: Ja, vielleicht haben sie auch nur Beiträge wiederholt, die schon genannt wurden.
00:14:27: Also kognitive Aktivierung meint wirklich dass ich die Kinder gedanklich mit einem fachlichen Zusammenhang auseinandersetzen.
00:14:36: Also sprich die Kinder können auch still sein und trotzdem intensiv denken?
00:14:40: Ja also mag sein!
00:14:41: Und ein Kind kann dann sehr beschäftigt wirken ohne das wirklich fachliche viel passiert.
00:14:47: Das geht ja auch
00:14:49: Gut, aber im Umkehrschluss bedeutet es nicht dass kommunikative oder spielerische oder bewegende Einspiele dann schlecht sind?
00:14:58: Nein.
00:14:59: Also sie müssen aber fachlich geraumt werden.
00:15:02: das bedeutet also entscheiden ist wirklich die Denkfrage also die Denkanstöße irgendwie das wirklich die Kinder gedanklich bei der Sache sind?
00:15:12: Okay Dann lass uns mal jetzt auf die Forschung schauen.
00:15:16: Also der Satz, wir müssen an das Vorwissen anknüpfen ist ja inzwischen für mich der jetzt sechzig folgen Podcast hinter sich hat schon fast selbstverständlich.
00:15:27: Aber in der Praxis bleibt es oft unklar, welches Vorwissen tatsächlich auch gemein ist und wie wir es aussehenvoll aktivieren können.
00:15:35: Es gibt mittlerweile viele Studien die die Aktivierung von Vorwisten ausgewertet haben und dabei auch unterschiedliche Verfahren identifiziert haben.
00:15:45: Die Ergebnisse zeigen vorwissenaktivierungen wirkt nicht automatisch.
00:15:52: entscheidend ist unter anderem ob das aktivierte Wissen ausraten spezifisch relevant und fachlich traffähig ist.
00:16:00: Okay, also wenn ich jetzt dein Brainstorming Beispiel nochmal aufgreifen würde.
00:16:07: das reicht also nicht zwingend aus wenn es zu allgemein ist?
00:16:11: Nehmen wir mal das Beispiel Wasser.
00:16:12: die Frage was wisst ihr alles über Wasser?
00:16:15: kann zu ganz unterschiedlichen Antworten führen.
00:16:19: Ich war gestern schwimm, mein Horn trinkt viel Wasser, Wasser ist nass... Wir waren mal an der Aussee und da gibt es viele Möglichkeiten.
00:16:27: Okay also das hört sich nach netten Gesprächen an die daraus entstehen?
00:16:31: Also möglicherweise aktiviert es nicht das Wissen dass für die kommende Stunde tatsächlich benötig wird und wenn es um Verdunstung geht dann könnte ich da dessen fragen okay eine Pfütze ist nach wenigen Stunden verschwunden.
00:16:43: wo ist denn das Wasser geblieben?
00:16:44: oder was passiert mit ein nassen T-Shirt, wenn wir es auf die Leine zum Beispiel hängen.
00:16:51: Okay also dann werden in dem Falle gezielte Erfahrungen angesprochen, die dann zu dieser Fragestellung passen?
00:17:00: Ja genau!
00:17:02: Wie würde das denn zum Beispiel Mathematik aussehen?
00:17:05: Weil gibt's da auch so Erfahrungen aus den Alltag der Kinder, die man triggern kann?
00:17:11: Ja klar.
00:17:12: Also angenommen die Kinder sollen sechs mal acht mithilfe bekannter Aufgaben berechnen zum Beispiel, dann frage ich nicht okay was wisst ihr über Multiplikation sondern welche Aufgabe die ihr schon sicher könnt helfen irgendwie diese Rechenaufgabe zu lösen?
00:17:30: Also, und dann können die Kinder sagen fünfmal acht und noch einmal acht oder dreimal acht verdoppeln.
00:17:36: Sechs mal acht oder sechs Mal vier verdoppelten.
00:17:40: also
00:17:42: Okay, also vorwissen wird dann eigentlich gleichzeitig Werkzeug für die Stunde
00:17:48: Genau!
00:17:48: Und das ist eine wichtige Planungsfrage.
00:17:52: Welches konkrete Wissen brauchen die Kinder jetzt?
00:17:55: Heute und mit welcher Frage kann ich genau dieses Wissen aktivieren, um sicher zu sein, dass sie weiter arbeiten können?
00:18:03: Weil da zeigen sich die meisten Fehler bei den Hospice auch zum Beispiel.
00:18:07: Diese Frage bleibt immer.
00:18:08: das heißt die Kollegen bereiten Tonne Stunden aber der Einstieg ist nicht vollständig, da fehlt wirklich... Da stellen sich meistens nicht die Fragen was brauchen die Kinder um weiterarbeiten zu können?
00:18:19: dann kommt es zu lücken oder zu wirklich zu Fragen von den Kindern, die eigentlich nicht mehr sein sollten.
00:18:26: Nicht mehr sein dürften in der Erarbeitungsphase.
00:18:31: Diese Fehler kann ich wirklich im Einstieg schon irgendwie vermeiden wenn ich mir selbst bei meiner Planung die Frage stelle was brauchen?
00:18:37: Die Kinder hier und jetzt um weiter arbeiten zu können.
00:18:40: Okay stellen wir das jetzt vor.
00:18:43: Bleiben wir mal bei dem Beispiel.
00:18:47: Was war es sechs Mal acht?
00:18:49: du fragst Du stellst aber fest, dass das was die Kinder sagen nicht diese Beispiele sind mit... Was hatten wir?
00:18:59: Dreimal acht verdoppeln.
00:19:01: Sondern ja, dass da einfach falsche Vorstellungen sind.
00:19:06: also die Kinder dann nicht diese Werkzeuge, die sie eigentlich für die Stunde brauchen nennen.
00:19:14: Zum Beispiel nehmen wir mal, ich hatte mal eine Hausbiet zum Thema Vierecke und da wurden die Eigenschaften von den vier Ecken irgendwie zueinander zu den Formen irgendwie passend dann zugeordnet.
00:19:27: Leider haben manche Begriffe einfach bei den Kindern gefehlt und die Lehrkraft meinte zwar, das haben sie schon hoch und runter.
00:19:34: Ja aber das hat das Vorwissen halt an der Stelle nicht reaktiviert und es hat beim Erarbeiten danach auch gefehlten.
00:19:40: Das heißt man muss sich wirklich kurz hinsetzen und überlegen was werden wir brauchen um weiter zu arbeiten?
00:19:48: ist dieses Wissen vorhanden, damit es irgendwie klappen kann.
00:19:52: Und sei es Fahrbegriffe, sei es irgendwie wirklich so Vorstellungen Wenn die nicht da sind wenn ich merke da fehlt irgendwas das muss sich im Eintritt klären der Übergang danach zur Erarbeitungsphase wirklich gleitend ist.
00:20:07: Ansonsten entstehen Fragen, ansonsten arbeiten die Kinder nicht zielführend und wenn der Einstieg rund ist dann kann man davon ausgehen dass die Erarbeitung auch genauso rund starten wird.
00:20:21: Okay das wäre für alle Fächer also Sachkunde Mathematik Deutsch?
00:20:27: Dann würde ich behaupten ja tatsächlich.
00:20:31: Also es Ja, für alle Fächer relevant.
00:20:38: Also Mendeffektvorwissen aktivieren bedeutet oft Inhalte aus früheren Stunden und bereits gelerntes Abzurufen?
00:20:50: Ja genau!
00:20:51: Und dazu gibt es bereits eine breite Forschungslage unter dem Begriff Retrieval Practice also diese Abrufübung Und in einer systematischen Auswertung.
00:21:03: zum Beispiel wurden Experimente aus realen, schulischen und hochschulischen Lernumgebungen mit mehrere tausend Lernten berücksichtigt.
00:21:14: Bei siebenundfünfzig Prozent der ausgewerteten Effekte zeigt sich mittlere oder große Lernvorteile.
00:21:21: Aktives Abrufen kann das langfristige Behalten deutlich unterstützen z.B..
00:21:28: Okay, aber was war das Abrufübung?
00:21:32: Da denke ich eigentlich eher an das Wort Test.
00:21:35: Ja deswegen ist die Unterscheidung tatsächlich auch wichtig.
00:21:38: also eine Abrufübung muss keine benotete Leistungskontrolle sein.
00:21:42: es geht wirklich nicht darum Kinder morgens gleich unter Druck zu setzen.
00:21:47: okay worum gehts dann?
00:21:49: Es geht darum wissen ja selbstständig aus dem Gedächtnis hervorzuholen bevor wir es erneut zeigen oder erklären.
00:21:58: Okay, aber was ist jetzt der Vorteil wenn die Kinder das selber vorholen als wenn man ja die Inhalte einfach nochmal zeigt oder vorliest?
00:22:10: Wenn ich etwas noch einmal sehe entsteht ganz schnell das Gefühl achja das kenne ich.
00:22:15: Aber wieder erkennen ist nicht dasselbe wie eigenständiges Erinnern.
00:22:21: Das kennt man auch von sich selbst.
00:22:23: also ich zumindest bei mir wenn ich irgendwie eine Lösung von Rätseln oder komplizierten Aufgaben oder so habe, dann kommt mir das immer relativ logisch vor.
00:22:36: Genau und sobald man das Boot zuklappt ist es plötzlich nicht mehr ganz so eindeutig!
00:22:41: Okay wie kann eine Abrufübung im Unterricht aussehen?
00:22:50: Schreibt drei Dinge auf die ihr von gestern noch übernommen wirst oder zeichnet aus dem Gedächtnis den Wasserkreislauf.
00:22:59: Notiert alle Wörter mit dem Wort Baustein Fah, die euch einfallen zum Beispiel?
00:23:05: Oder erklärt euren Partner ohne Heft wie wir gestern eine Zahl auf dem Zahnstrahl eingeordnet haben?
00:23:13: Eine Kollegin bei der ich ausbetiert habe macht Karaoke zum Beispiel jeden Tag mit den Kindern und sie hat eine kurze Präsentation zu den vorherigen Stunden sozusagen und es kommt immer ein Kind.
00:23:26: Es wird ausgelost, die Kinder machen das sehr gerne.
00:23:30: Das Kind kommt nach vorne und spielt einmal Karaoke mit dieser Präsentation und übernimmt quasi den Auftrag der Lehrkraft in dem Moment.
00:23:39: Eine tolle Reaktivierung für die Kinder, eine tolle Motivation.
00:23:42: Die Kinder sind voll dabei.
00:23:44: Super!
00:23:45: Okay aber also das kann ja wirklich relativ kurz sein wenn man jetzt so drei Wörter aufschreibt oder so
00:23:51: Genau, also dieser Einstieg muss nicht lang sein.
00:23:53: Das mit der Karauke dauert ein bisschen länger natürlich aber ansonsten kurze Wörter irgendwie nochmal aufgreifen definieren lassen das kann schnell gehen.
00:24:05: Was würdest du da machen wenn manche Kinder dann gar nichts mehr wissen?
00:24:10: Dann ja es ist im Grunde auch kein Schildern.
00:24:14: der Abruf zeigt uns was schon verfügbar ist und wo noch Unterstützung tatsächlich benötigt wird.
00:24:21: Danach kann ich einen Hinweis geben, den Partnerausdäusch ermöglichen oder eine teilweise ausgefüllte Darstellung zeigen.
00:24:31: Also dann ist es ein Signal für mich.
00:24:33: okay da muss sich zurück rudern.
00:24:35: Okay also ist das abrufen?
00:24:37: Dann einmal die Reaktivierung aber auch zu gucken wer braucht noch Unterstützung?
00:24:44: ja Ich sollte auch nicht sofort die vollständige Lösung irgendwie präsentieren.
00:24:50: Also günstig ist wirklich erstmal festzustellen, okay wo stehen halt die Kinder und wo wird noch Unterstützung gebraucht?
00:24:58: Machen wir das mal am Beispiel fest.
00:25:01: An der Tafel steht zum Beispiel ein Rechenweg aus der vorherigen Stunde aber zwei Schritte fehlen.
00:25:07: zum Beispiel Die Frage lautet, welche beiden Schritte fehlen.
00:25:11: oder ich zeige eine leere Wortarten-Tabelle und die Kinder tragen aus dem Gedächtnis noch Beispiele oder Merkmale ein.
00:25:21: Das geht!
00:25:22: Zum Beispiel und wer da irgendwie gar nichts mehr ist, dann muss ich irgendwie schauen woran nicht scheitere.
00:25:28: Ist es ja Wissen oder fehlt zum Beispiel ein Wortspeicher?
00:25:32: Auch ein Wartspeicher gehört dem Einstieg.
00:25:34: Das muss irgendwo sichtbar sein.
00:25:37: darauf muss ich hinweisen dass die Kinder irgendwie das Ich unterscheiden kann dass es nicht irgendwie das wissen ist was fehlt sondern vielleicht möglicherweise nur die Sprache die fehlt.
00:25:48: okay.
00:25:49: also ist so.
00:25:50: abrufübungen Ereignet sich eigentlich ganz gut als Ritual, wenn ich das so richtig verstehe.
00:25:57: Also gerade mit der Karaoke...
00:25:59: Genau, dass man die Kollegin perfekt ritualisiert, mit Glücksrat glaube ich um herauszuführen welches Kind nach vorne darf von allen die sich melden und freiwillig nach vorn kommen wollen.
00:26:13: Es ist sehr ritualisierend.
00:26:14: dadurch verliert man nur wenig Zeit da drin Super.
00:26:19: Also die äußere Form kann immer gleich bleiben, also es muss nicht jeden Tag eine neue Methode her, sondern wichtig ist und das ist bei allen so irritierter irgendwie man im Alltag damit umgeht umso besser, umso leichter für die Kinder.
00:26:36: wir wissen noch kognitiv lot ist auch irgendwie immer noch wichtig.
00:26:39: wenn ich jeden tag eine neue methode drauflege, dann ist es für die Kinder schwierig sich immer wieder neu irgendwie einzufingen.
00:26:47: Also auch an der Stelle ist vielleicht ein bisschen weniger mehr.
00:26:53: Ich würde mit dir gerne nochmal zurückkommen zu dieser Orientierung, die du vorhin genannt hattest.
00:27:02: Also muss man diese Lernziele grundsätzlich am Anfang vorlesen und mit den Kindern besprechen?
00:27:10: Ich lasse tatsächlich das Ziel vorlesen, also die Kinder lesen das Ziel.
00:27:14: Wir erruhieren auch gemeinsam was es tatsächlich bedeutet.
00:27:17: Das heißt ich nehme da irgendwie die Reflexion ran damit dem Kindern klar ist, was wir vorhaben.
00:27:25: aber allein nur ein Lernziel an der Tafel garantiert noch nicht irgendwie die Klarheit.
00:27:32: Okay, also Die Klarheit bezieht sich dann in dem Falle auf die Formulierung des Ziegels.
00:27:37: Also wenn das sozusagen klar formuliert ist.
00:27:43: In der Reflektionsfolge hatten wir ja dieses, die Kinder können addieren als ein Ziel was dann zu schwammig ist und das müsste man dann nochmal in klare Ziele runterbrechen.
00:27:57: Genau also da Wenn man plant, plant man als Lehrkraft ein bisschen anders.
00:28:03: Das heißt das Ziel.
00:28:03: was man selber formuliert ist nicht dass wir den Kindern nehmen wie geben weil damit können sie ja gar nichts anfangen.
00:28:10: Wich es trotzdem halt die Klarheit?
00:28:12: Das hat ihr auch schon mal erwähnt.
00:28:15: also es gibt auch zwei Mitteanalysen zur Klarheit von Lehrkräften und dazu wurden viele Effektstärke und viele Schüler berücksichtigt um.
00:28:27: die Ergebnisse zeigen einen Zusammenhang zwischen Klarheit und Kognitiven und emotionalen Lernen.
00:28:34: Allerdings, Klarheit umfasst dabei wesentlich mehr als nur ein Lernziel oder ein Satz irgendwie zum Lernziel.
00:28:41: Das bedeutet es ist eine verständliche Erklärung, eine nachvollziehbare Struktur, eine erkennbares Zusammenhang, transparente Erwartungen – das ist halt die Klarheit!
00:28:53: Und nicht einfach nur mit einem Ziel
00:28:55: gemacht.".
00:28:58: Zielsatz dann formulieren, so wie du ihn gut findest?
00:29:01: Also was wir nicht haben ist heute üben wir die Mahlfolge auf Seite achtundzwanzig.
00:29:11: Das
00:29:12: ist ja eine Tätigkeit.
00:29:16: Heute finden wir heraus, wie man eine Subtraktion mit einer Adition überprüfen kann.
00:29:22: Heute untersuchen wir, wie adjektive eine Beschreibung genauer machen.
00:29:26: Oder ab Ende der Stunde könnt ihr erklären, warum manche Gegenstände schwimmen und andere sinken.
00:29:32: Wir finden heraus welche Gegenständee und warum.
00:29:38: Idealerweise wird dann auch der Sinn damit verdeutlicht?
00:29:42: Genau.
00:29:43: Und deswegen ist es auch die Frage nach dem Warum, warum machen wir das?
00:29:46: Also es ist sinnfrei, die Kinder an Versuche zu beschäftigen und zu bespassen sondern um die Akzeptanz bei den Kindern irgendwie zu erhöhen ist es immer günstig das Warum zu klären.
00:29:58: Wenn ich das mache, dann steigt einfach die Akzeptanz.
00:30:00: Die Kinder sind eher bereit, irgendwie das zu machen wenn sie einen Sinn dahinter erkennen können.
00:30:06: und zum Beispiel bei der Rechnung kann ich sagen dass ihr euch später eure Rechnungen selbst zu kontrollieren.
00:30:11: oder damit kann man so schreiben, dass andere sich eine Figur vielleicht vorstellen können.
00:30:18: und also wichtig ist das warum muss geklärt werden
00:30:24: Was würdest du jetzt machen?
00:30:25: Ich weiß nicht, ob das wirklich häufig vorkommt.
00:30:27: Aber was würdest Du machen wenn das Lernziel eigentlich schon die Lösung der Unterrichtsstunde verrät?
00:30:37: Dann könnte man vielleicht das Ziel als Forschungsfrage formulieren.
00:30:40: also heute wollen wir herausfinden ob Figuren mit gleichem Umfang immer auch die gleiche Fläche haben oder wir untersuchen warum einige Wörter beim Verlängern ihren Klang verändern oder, oder.
00:30:54: Okay was ist da mit dem Fahrplan dann?
00:30:58: Ja gerade wie jüngeren Kindern hilft ein überschaubarer Ablauf.
00:31:03: also zumindest zuerst denkt ihr allein nach, dann taucht ihr euch irgendwie zu zweit aus.
00:31:11: anfließen sammeln wir unsere Strategien und am Ende probiert ihr eine Strategie selbst aus.
00:31:16: zum Beispiel das muss kein langer Vortrag sein.
00:31:19: drei Symbolen können gehen Genügen und auch da die Routine, wenn sie Piktoe haben sind also regelmäßig benutzt werden ist es für die Kinder klar wie der Vorgang irgendwie sein wird.
00:31:32: Und die Kinder können den Fahrplan später selbst vorstellen?
00:31:35: Genau, also das ist auch eine gute Möglichkeit sie zunehmend in die Verantwortung zu nehmen.
00:31:41: Dass Sie wirklich nicht immer mit wie kleinen Füchlein irgendwie auf einem Schnabel dastehen und von der Lehrkraft hier ganze Zeit gefüttert werden sondern dass sich die Lehrkraft zurücknehmen kann und das Anfahrtsunterrichtsgeschehen wirklich von den Kindern geleitet wird und nicht von der Lehrerkraft.
00:31:58: Wir hatten Schon vor Ewigkeiten zum Thema Assistent der Woche, glaube ich eine Folge gemacht.
00:32:05: Wer dazu noch Interesse hat, er kann auf jeden Fall die Folge nochmal nachhören.
00:32:10: Daher erzähle ich auf jeden fall mehr dazu wie wir den Kindern an Fahrt die Verantwortung überlassen.
00:32:19: Ich würde gerne jetzt nochmal zu einem Thema kommen... Wie gesagt, ich bin ja keine Lehrkraft und wenn ich An Unterrichtseinstiege bisher immer gedacht habe, bin ich eigentlich eher... Also nicht davon ausgegangen.
00:32:36: Man muss jetzt das Ziel formulieren und den Kindern Ablaufplan geben, sondern ich dachte immer dass das mehr so die Neugier auf die Stunde fördern soll.
00:32:48: Wie sieht es bei dir mit der Neugiere aus?
00:32:50: Baust du das dann auch um wie mit ein oder wie machst Du das?
00:32:54: Neugier kann Lernen definitiv unterstützen.
00:32:57: In einer experimentellen Studie zum Beispiel erinnerten sich viele Erwachsenen Versuchsperson besser in Antworten auf Fragen, auf deren Lösung sie wirklich besonders neugierig gewesen waren.
00:33:12: Also es ist keine direkte Grundschulstudie und deshalb auch nicht der Beweis dafür dass jeder ritzelhafte Einstieg automatisch lernen wirksam ist aber sie zeigt auf jeden Fall das ein echtes Informationsbedürfnis Aufmerksamkeit und Erinnerung unterstützen kann.
00:33:29: Was wäre im Falle der Grundschule dann?
00:33:32: ein richtiges Informationsbedürfnis?
00:33:35: Eine Lücke zwischen dem, was ich bereits weiß und dem, das ich verstehen möchte.
00:33:40: zum Beispiel kann eine Zeit gleichzeitig gerade und ungerade zahl sein?
00:33:45: oder warum Platz eine gefüllte Wasserfläche im Gefrierfach.
00:33:50: Oder warum schreibt man Häuser mit euch heute mit EU usw.
00:33:55: Okay
00:33:57: also dabei geht es dann darum Fachliche Fragen zu stellen, bei denen die Kinder tatsächlich die Antwort auf die Frage wissen wollen.
00:34:11: Neugier muss nicht durch eine aufhändige Inszenierung entstehen.
00:34:15: Sie kann direkt aus einem fachlichen Widerspruch anstehen.
00:34:20: Okay aber ich bleibe immer noch bei diesen Schatzkisten und abgedeheten Gegenständen hängen.
00:34:27: Ja natürlich, aber er muss trotzdem eine fahrliche Funktionale haben.
00:34:30: und angenommen unter einem Tour liegt eine alte Waage.
00:34:34: Die Kinder dürfen sie betrachten und überlegen was kann man mit diesem Gegenstand herausfinden?
00:34:40: wie unterscheidet sich diese Waage von einer digitalen Waage?
00:34:43: Was bedeutet eigentlich Gleichgewicht?
00:34:46: also dann eröffnet der Gegenstand tatsächlich ja den Lerngegenstand.
00:34:53: Okay Wenn die Kinder dagegen nur lange raten, wem die Waage gehört hat und danach unabhängig davon Gewichte umrechnen war das Tuch dann eher Dekoration.
00:35:06: Ja
00:35:06: so sieht es aus!
00:35:08: Okay also was ich jetzt zumindest mitgenommen habe ist ein Einstiegern also sehr beliebt sein bei den Kindern und große Freude bereiten aber fachlich dann doch wenig bewirken.
00:35:21: Ja und da sieht man auch in den Hospis ganz oft, vor allem am Anfang vom Referendariat.
00:35:26: Da wird versucht in wie ein großes Feuerwerk zu zünden aber da fachlich einfach zu wenig da ist kommen die Kinder in Stottern wenn es darum geht zur Arbeiten und zwar selbstständig.
00:35:36: und deswegen ist der Einstieg eigentlich so wichtig.
00:35:39: und in der Forschung sprich man von seduktive Details also gemeint sind wirklich interessant aber für das Lernziel nicht notwendige Informationen oder Darstellungen.
00:35:52: Eine Mitte-Analyse kam auch zum Ergebnis, dass solche interessanten Nebendetails des Behalten und besonders den Transfer von Informationen beeinträchtigen können.
00:36:04: also sie ziehen Aufmerksamkeit auf sich ohne die fachliche Verarbeitung zu unterstützen.
00:36:11: Das erinnert mich so ein bisschen an Escape Rooms, die wir ab und an machen wo man eigentlich wenn man da drin ist ausgeht, dass jeder Gegenstand der irgendwie beweglich ist eine Bedeutung hat.
00:36:22: aber auch da wären ja teilweise irgendwie Gegenstände mit platziert die dann besonders auffällig sind.
00:36:30: Wo man die ganze Zeit eigentlich übernägt wie kann ich den benutzen?
00:36:33: Aber ja eigentlich sind die dann doch nur Dekoration und man bleibt hängen.
00:36:42: Dieser Gegenstand lenkt dann von den eigentlichen Rätseln ab.
00:36:50: Wichtig ist, diese Gegenstände sollen wirklich einen erkennbaren Beitrag zu Lernaufgabeieren wie leisten?
00:36:55: und wenn nicht?
00:36:56: Dann ist es eine Überladung vom Einstieg und das kann in wie ausgespart werden.
00:37:01: also wir wissen die Kinder haben eine begrenzte Aufmerksamkeit.
00:37:05: Die soll wirklich auf das fachliche und nicht irgendwie auf meinen Feuerwerk.
00:37:09: Was meinst du mit überladenden Einstieg?
00:37:11: Die Lehrkräfte startet mit einem Video, mit Musikviertel-Gleichseitigkeiten.
00:37:15: Er erklärt einen Gruppenauftrag und stellt drei verschiedene Fragen.
00:37:18: Währenddessen sollen die Kinder noch Material holen und ein Überschrift irgendwie abschreiben und dann ist fachlich erst mal nichts passiert.
00:37:26: Und anschließend weiß keiner mehr welchen Auftrag er zuerst bearbeitet werden soll.
00:37:33: Und die Kognitive Law Theorie geht davon aus, dass die Kapazität unseres Arbeitsgedächtnisses wirklich begrenzt ist und wenn zu viele neue Informationen und Anforderungen gleichzeitig auftreten dann erschwert das tatsächlich die Verarbeitung.
00:37:47: Okay aber was folgt daraus denn für den Einstieg?
00:37:53: Wir brauchen einen überschaubaren Auftrag hier und wir möglichst wenig.
00:37:58: unnötige Ablenkung, wirklich eine klare Frage.
00:38:01: Einen roten Faden wirklich ganz ohne Schnickschnack.
00:38:07: damit wird die Kinder wirklich fachlich voranbringen da wo wir sie für die Erarbeitungsphase brauchen.
00:38:15: Okay also im Endeffekt der Einstieg darf Aufmerksamkeit erzeugen aber muss die Aufmerksamkeit auf den Lerngegenstand oder auf das Thema lenken.
00:38:24: Genau, und nicht von ihm weg.
00:38:26: Wollen wir uns jetzt mal verschiedener Einstiegsformen angucken?
00:38:30: Welche das gibt?
00:38:31: Wir können uns gemeinsam auch die Bestandteile irgendwie vom Einstiegen wie eingucken.
00:38:35: also ich bin der Meinung in jedem Einstiege gehört irgendwie das Ziel des warum also Sinn der Sache irgendwie und der Ablauf muss transparent sein ohne ist schon Mal irgendwie ein Fehler im System.
00:38:49: Dann gibt es irgendwie zum Beispiel man könnte mit dem Assoziativen.
00:38:54: Hinstieg starten.
00:38:56: Dabei äußern die Kinder Gedanken, Erfahrungen und Vorstellungen Begriffe zu einem Impuls zum Beispiel.
00:39:02: Also Ausgangspunkt kann zum Beispiel ein Bild sein Es kann ein Begriff in kurzer Text sein Eingegenstand eine Frage.
00:39:09: also da gibt es irgendwie viele Möglichkeiten Und die möglichen Formen könnten zum Beispiel sein Brainstorming Mindmap Cluster Blitzlicht.
00:39:18: also da gibts viele Wege.
00:39:20: Okay, und da hatten wir vorhin schon gesagt.
00:39:22: Da kommt es tatsächlich auf die Frage drauf an damit ja diese Brainstorming Mindmap
00:39:30: usw.,
00:39:31: das ist dir nicht beliebig.
00:39:32: Genau deswegen braucht der Assoziative Einstieg wirklich eine fachliche Ramung.
00:39:38: also statt was fällt euch zum Winter ein sondern welche Veränderungen könnt ihr im Winter handpflanzen hier und im Wetter beobachten?
00:39:45: Also das ist echt wichtig!
00:39:49: Problemorientierte Einstiege gehören zu den Bekanntnissen.
00:39:55: Der Ausgangspunkt ist dann ein Problem, einen Wiederspur, einen Zweifel oder ein überraschendes Ergebnis und die Kinder so eine Stellung beziehen, Vermutungen entwickeln und eine Erklärung zum Beispiel suchen.
00:40:12: Also was heißt das Problem in dem Falle?
00:40:17: Ist es denn das wo du mit Absicht mal so ein Fehler eingebaut hast?
00:40:21: Zum Beispiel ja, also eine sehr einfache Form ist wirklich so der eingebaute Fehler.
00:40:26: An der Tafel steht vierhundert zwei minus einhundert achtundsiebzig ist gleich dreihundert sechsundsiesig.
00:40:34: und jemand hat diese Rechnung nach einer bestimmten Idee gelöst.
00:40:37: findet er raus was gedacht wurde und warum das Ergebnis trotzdem nicht stimmen kann.
00:40:43: Also das mehr als nur richtig oder falsch?
00:40:46: Ja!
00:40:46: Und die Kinder sollen den Denkweg rekonstruieren.
00:40:52: genau Eine zweite Möglichkeit ist eine Behauptung, also alle Wörter die man groß schreibt sind nur zum Beispiel.
00:41:01: Oder je größer der Umfang einer Figur ist desto größer ist die Fläche oder schwere Gegenstände sinken immer.
00:41:10: Die Kinder entscheiden dann zunächst allein und tauschen sich aus um anschließend begründen zu können.
00:41:17: Also da könnten Sie ja sagen andere Wörte die am Satz anfangen werden auch groß geschrieben und wären keine Nogen.
00:41:25: Das wäre dann eine Begründung zum
00:41:27: Beispiel.".
00:41:28: Dann hat man das unerwartete Ergebnis, also die dritte Möglichkeit wenn das Ergebnis ja den Erwartungen widerspricht.
00:41:37: Also ich lege eine Orange mithal ins Wasser um sie schwimmt.
00:41:42: danach schäle ich Sie, lege sie erneut hinein und nun singt sie!
00:41:46: Und dann die Frage lautet Es ist diese Orange und sie sogar leichter geworden.
00:41:52: Warum singt sie denn jetzt?
00:41:54: Okay, das heißt wichtig ist aber dass es dann tatsächlich danach auch bearbeitet wird.
00:42:00: Ja auf jeden Fall ein überraschendes Experiment darf nicht nur so dieses Show-Effekt hier haben.
00:42:06: Also wenn danach irgendwie Labbook zum Thema Eichhörnchen gemacht wird Dann
00:42:10: genau also da ist eine schöne Station mit Becken und Wasser behält auch mit an möglichen Sachen zum Testen.
00:42:17: ideal Ja, und noch eine Möglichkeit wäre mit einer zunächst unerklärten Handlung der Lehrkraft.
00:42:25: Also das kann ein Problem eröffnen.
00:42:28: Und Beispiel wäre ich der Zweigleser mit Wasser auf den Töchgeber In eines irgendwie Salz und lege in beide ein Ei.
00:42:38: Und die Kinder beobachten einen Unterschied und formulieren eine Frage
00:42:44: Okay Und also, wie lange würdest du die Kinder beobachten lassen?
00:42:51: Nicht zu lange.
00:42:52: Also der Übergang zur Lernfrage muss wirklich zügig erfolgen.
00:42:55: Okay.
00:42:57: Deswegen problemorientiert ist immer mit einem kleinen Risiko hier.
00:43:02: wie verbunden hatte ich letztens auch bei einer Hospi da ging es um Würfelgebäude bzw.
00:43:13: Also um Baupläne und da sind die Kinder auch über eine Problemorientierung reingekommen.
00:43:19: Und das war schon, also man hat der Lehrkraft die Entspannung angemerkt als die Kinder auf das Ergebnis gekommen sind.
00:43:27: Das was er hofft hatte?
00:43:28: Was er sich erhofft hat weil das muss natürlich immer ein Wurf hier irgendwie dokumentiert werden und Assette auch schief gehen können.
00:43:36: Irgendwie ja so dem entsprechen hat man das schön beobachtet und die Kinder waren aber voll dabei.
00:43:45: Es gibt viele Möglichkeiten, die in den Einstieg zu gestalten.
00:43:48: Also anschaulich könnte man auch annehmen.
00:43:53: dann da steht ein konkretes Medium oder Material im Mittelpunkt und ein Bild eine Grafik, ein Modell, ein Film, Audio-Ausschnitt, Comic also einen Gegenstand Und dann kann man damit irgendwie starten.
00:44:10: Also mit dem Bild, kann man einfach stattzufragen ja was seht ihr?
00:44:15: Kann man wirklich drei Schritte nutzen?
00:44:18: Was kannst du sicher erkennen?
00:44:20: Was vermultest du und welche Fragen entstehen bei dir?
00:44:25: Damit das Bild auch nicht zu wilde Spekulation in eine Richtung geht.
00:44:32: Es geht immer noch um die Fachlichkeit, die muss gesichert werden.
00:44:37: Ein Podcast, den ich gerne höre ist von der Zeit.
00:44:41: Da geht es über aktuelle Politik und da bringt ein Gast immer ein Geräusch mit.
00:44:46: würde sich einen Geräusche auch eignen in der Grundschule als Einstieg?
00:44:50: Genau.
00:44:51: also Ton, Geräuche über eine Geschichte irgendwie gehen auch alles.
00:44:58: Das sind, wie gesagt es soll nicht nur schön sein sondern es soll wirklich vattelig dienlich sein.
00:45:04: Dass das immer den Spagat der Schwert zu machen ist.
00:45:08: wenn es so darum geht einen schönen Eintritt zu haben mit einer schönen Geschichte die habe irgendwie nur das Thema quasi anschneidet ohne wirklich in die Problematik reinzugehen dann kann ich's sein lassen und dementsprechend Eine Tonaufnahme oder Geräusche, alles möglich.
00:45:31: Es kann auch eine Adäktur sein und es kann wirklich vieles sein.
00:45:35: Wichtig ist die Fachlichkeit.
00:45:38: Was hättest du von spielerischen Einstiegen?
00:45:45: Die kommen bei Kindern häufig gut an.
00:45:47: Also Quiz, Kreuzwortsrätsel, Puzzles, Tabu, Aktivitiverienten, Rollenspieler... Da gibt es in wie theatrale Sequenzen, können wirklich auch zu Wiederholung oder zur Aktivierung eingesetzt werden.
00:46:02: Okay aber da muss man wahrscheinlich wieder aufpassen dass das Spiel nicht den Lerngegenstand verdrängt?
00:46:07: Genau.
00:46:08: also anscheinend ist die fahrliche Auswertung.
00:46:11: Genau, und zu diesem Einstieg zum Beispiel gibt es Quelsin Form von war oder falsch.
00:46:18: Es gibt auch Zuordnungen, Spiele, Rollenspiele... Also das gibt's auch irgendwie viele Möglichkeiten und Variationen.
00:46:28: Dann gibt es noch einstieg durch Schülerarbeiten, Präsentationen oder Referat wie ich vorhin gesagt hatte.
00:46:33: Die eine Kollegen mit der Karaukelösung, eine kurze Präsensation ist.
00:46:37: das sind wirklich wenige Folien die sehen wie vorbereiten muss für jede Stunde und die Kinder halten diese kurze präsentations Und ja können so Für alle Kinder nochmal alles in Erinnerung rufen und schauen irgendwie Ja was noch an Vorwissen da ist.
00:46:57: Und dann gibt es noch den Lehrervortrag, also der geht manchmal als etwas angestaucht.
00:47:02: Aber er kann manchmal sinnvoll sein und insbesondere wenn Kinder zu einem Thema noch kein ausreichendes Vorwissen besitzen.
00:47:10: Also da ist anfangs der Lehrer gefragt und dann muss man schauen wie ein Mandassien wie vorträgt.
00:47:19: Wichtig ist dass dieser Lehrer-Vortrag wirklich so kurz wie möglich gehalten wird um sicherzustellen das wir die Kinder nicht Stück für Stück ... verlieren.
00:47:28: Es gibt irgendwie Studien, die genau sagen... ... wieviel Minuten wir oder wieviele Sekunden wir die ersten Kinder schon verlieren,... ... aber wie viele Kinder sind noch dabei?
00:47:38: Nach einer Minute, nach zwei Minuten, nach fünf Minuten und das sinkt in wie dramatisch schnell!
00:47:46: Wir sind ja jetzt gerade so ein bisschen ich sag mal die Oberkategorien durchgegangen von möglichen Einstiegen.
00:47:55: Wir werden aber öfter oder uns wird als Feedback öfter gegeben, dass wir ein bisschen praxisnah noch sein sollen und nochmal konkrete Sachen nennen soll und nicht nur an der Oberfläche kratzen.
00:48:09: Hast du vielleicht so drei vier Methoden wo du sagst da das finde deine Kinder toll?
00:48:17: Das machst du häufiger oder die funktionieren immer recht gut?
00:48:23: Ja klar also ich Benutzt gerne die Whiteboards zum Beispiel, also diese A-IV Whiteboards.
00:48:33: Dazu haben wir auch schon eine Folge irgendwie aufgenommen zu diesem Thema.
00:48:37: Die sind ganz toll und ich sehe sie immer mehr tatsächlich im Unterricht eingesetzt, auch bei uns an der Schule.
00:48:43: in den Kollegen finde ich sehr erfreulich.
00:48:47: damit sichere ich wirklich dass alle teilnehmen und sich nicht ausklinken weil die wirklich eine Aktion machen müssen.
00:48:54: Sie müssen etwas aufschreiben.
00:48:56: Ansonsten haben wir in der Federtasche ganz auf diese ABCD Karten.
00:49:00: dazu müssen sie auch irgendwie aktiv sein.
00:49:07: Es gibt die Methode dann sing per share und eine Kollegin hatte bei einer Hospi diese ein bisschen umgewandelt, weil ihre Klasse wirklich laut ist.
00:49:16: Sie hat das sing per whisper Und es hat super funktioniert.
00:49:20: also Effekt war endlich.
00:49:23: Es ist immer je nachdem und auch da gilt die Methode.
00:49:27: Im Entwurf müssen die Kollegen immer begründen, warum diese Methode und keine andere.
00:49:31: Das heißt es geht nicht darum dass ich wirklich ein Feuerwerk irgendwie zünder sondern es geht darum das dieser Methode ist die eine um das irgendwie leisten zu können was ich möchte irgendwie um dieses Wissen reaktivieren zu können.
00:49:44: Okay aber also Think Per Share ist ja erst überlegt jeder kurz alleine dann tauscht man sich mit seinem Nachbarn aus.
00:49:52: Das, was man zusammenarbeitet hat im Plenum geteilt.
00:49:57: Was passiert denn bei Whisper?
00:49:59: Genau die hatten größere Gruppen und haben irgendwie geflüstert.
00:50:03: Okay also sozusagen eins ich denke alleine Dann Partner und dann nicht Plenum, sondern kleine
00:50:12: Gruppe.
00:50:12: Es lag aber daran dass die Klasse extrem herausfordernd war und es war eben entwurf auch perfekt begründet.
00:50:20: das ist wirklich sinnvoll.
00:50:22: ist für diese klasse das so zu als Hand haben damit der Einstieg wirklich geordnete wie laufen kann.
00:50:30: Das waren also deine klassiker Methoden.
00:50:32: dann wollen wir uns noch mal so über stolper fallen unterhalten.
00:50:37: Also worauf sollte man achten, damit der Einstieg gelingt?
00:50:46: Meistens bei den Auspitationen scheitern die Kollegen tatsächlich im Einstiege und danach also sie stellen sich selbst ein Bein läuft es meistens halt nicht rund, weil ihm Einstieg selbst was gefehlt hat.
00:51:01: Sie geben sich aber trotzdem die größte Mühe beim Einscheher so.
00:51:04: Die sind wirklich immer sehr kreativ, aber tatsächlich fehlt meistens irgendwas.
00:51:09: Der Einstiege ist meist unterhaltsam, aber fahrlich zum Beispiel folgendlos.
00:51:13: Das heißt, die Kinder erinnern sie später an die Schatzkiste, aber nicht daran, was sie gelernt haben oder was sie lernen sollten.
00:51:20: das ist irgendwie immer wieder ein Problem.
00:51:21: oder der Einstiek dauert zu lange.
00:51:26: Also, das ist dann und dann verkürzt es die Lernzeit am Ende in der Erarbeitungsweise.
00:51:35: Und ist die Lernenzeit halt so kurz... das Ziel quasi nur noch schwierig irgendwie zu erreichen.
00:51:42: Gerade bei offenen Fragen brauchen wirklich eine klare Zeitbegrenzung und wirklich zielführenden Fragen, um sicher zu sein dass es wirklich zilführender ist.
00:51:53: Ansonsten ist es auch Numerikulatur- und Zeitverschwendung.
00:51:59: Wenn nicht alle Kinder irgendwie beteiligt sind dann ist es ein Problem.
00:52:03: also die der Kraft fragt nur dieselben Kinder antworten.
00:52:07: Das ist dann irgendwie ein Problem, also an der Stelle nochmal dran denken eine kurze Zeit inwiegend geben wie man wieder erwähnt wenn man sieht das mehr die Antworten kennen bestimmt dass man vielleicht mit Karten arbeitet mit den Händen mit Notizen.
00:52:22: die Whiteboards sind eine Möglichkeit.
00:52:24: Partnerausdurch ist immer irgendwie sinnvoll damit man die Sprache irgendwie noch beteiligt und Wenn zum Beispiel noch das Vorwissen gesammelt wird, aber nicht weiterverwendet wird.
00:52:42: Also sprich man macht so eine Mindmap mit den Kindern zusammen und dann wird im Rest der Stunde kein Bezug mehr draufgenommen.
00:52:49: Ja genau und da wäre es schon sinnvoll, um den roten Faden irgendwie zu haben später darauf zurückzukommen.
00:52:55: Also welche Vermutungen haben sich dann bestätigt?
00:52:58: Welche Aussage müssen wir verändern was können wir ergänzen?
00:53:02: und wenn das am Anfang so ist und wir kommen nicht mehr drauf zurück Dann hätte man noch darauf verzichten können.
00:53:12: Wenn mein Lernziel nur eine Tätigkeit irgendwie beschreibt, das haben wir auch schon.
00:53:17: Heute
00:53:17: machen wir das Arbeitsblatt?
00:53:19: Wir arbeiten heute dieses Blatt dann ist es halt schwierig.
00:53:25: Zu viele Reize gleichzeitig sind auch immer wieder schwierig.
00:53:28: also weniger als mehr muss nicht Musik und Video und nochmal mehr Bilder und Zafel sondern wirklich gucken.
00:53:37: eine Aktion reicht damit die Kinder nicht völlig überlastet sind.
00:53:44: Viele Lehrkräfte haben auch die Tendenz, die Lösung vorweg zu nehmen.
00:53:48: Zum Beispiel aus... Angst, es kommt nicht.
00:53:51: Also wirklich den Kindern eine echte Denkzeit geben, dass sie die Zeit haben zum Nachdenken.
00:53:58: Das haben wir oft in vielen Folgen thematisiert.
00:54:01: bereits da empfehlen sich irgendwie nochmal ein paar Folgen dazu zu hören
00:54:06: um die Wichtigkeit
00:54:09: dieser Denkzeiten nochmal für sich entwiegen.
00:54:12: Da muss man dann so diesen goldenen Mittelweg finden zwischen der Einstiegdauer zu lang und man gibt so wenig Denkzahl
00:54:20: Genau.
00:54:20: Aber wenn ich eine Frage stelle, dann kann ich nicht innerhalb einer Sekunde eine Antwort erwarten und die ersten Kinder annehmen, die sich in wie melden weil dann melden sie immer nur dieselben zwischen drei und sieben Sekunden.
00:54:34: Ich versuche fünf bis zehn, zehn ist schon echt lang und kostet wirklich irgendwie gute Nerven.
00:54:41: Das thematisiere ich aber immer wieder mit den Kindern, warum wir das machen.
00:54:44: Dass es irgendwie nicht um jemand zu ärgert ist, sich zehn Sekunden schon meldet und wirklich irgendwie um jenen die Chance zu geben nachzudenken Und auch wenn ihr ein Kind ran gekommen ist und auf einmal plötzlich überreicht ist dass er dann genommen wurde Auch da noch mal denkzeit inwiegeben, dass dieses kind seine Antwort normal formulieren kann weil Stress Ist nicht gut und nicht gleich das nächste Kind irgendwie nehmen.
00:55:09: Das wäre ja auch irgendwie sinnvoll.
00:55:10: Und dann noch irgendwie... Dieses Methodenshow immer wieder irgendwie was auffällt oder wodurch auch viel Druck entsteht bei den Kollegen ist, wenn zu jeder Stunde eine neue Methode her muss.
00:55:26: Nein das muss nicht!
00:55:26: Was muss?
00:55:27: Ist Routine.
00:55:28: Die Kinder müssen routiniert rangehen und deswegen ist es irgendwie mit dieser Karroke irgendwie super.
00:55:33: die Kinder sind routinierter als er fühlt seinen Zweck.
00:55:37: Die Kinder freuen sich drauf.
00:55:38: Es muss nicht jedes Mal jeden Tag etwas Neues her, sondern wenn die Routine da ist kann ich die nächste trainieren und dann kann ich immer wieder abwichsen und gucken wie das funktioniert.
00:55:48: Das ist das Ziel.
00:55:51: Und wenn ich mein eigentlich fertig hat ... Immer kurz mal innehalten und überlegen, ist in diesem Einstieg alles drin was die Kinder brauchen zum Arbeiten.
00:56:02: Ich komme nochmal auf das Beispiel mit den Vier Ecken.
00:56:05: Es ging darum die Eigenschaften von vier Ecken zu den Abbildungen wie zuzuordnen Und die Kinder wussten aber nicht mehr was parallel und senkrecht irgendwie bedeutet Und damit ist das Vorwissen nicht mehr da.
00:56:20: Es wurde auch nicht reaktiviert, die Lehrkraft ging davon aus, es ist in Besitz und das hat nicht gesessen.
00:56:27: Damit war das weitere Arbeiten in der Erarbeitungsphase nicht mehr möglich, weil diese zwei Begriffe wurden nicht im Einstieg thematisiert.
00:56:37: Die wurden weder thematisieren noch wohnen sie an der Tafel im Wortspeicher irgendwie verankert und damit war die Arbeit Das heißt, wählen wir mit der Vorbereitung des Einstiegs fertig sind.
00:56:51: Überlegt man, schaut man sich die E-Arbeitung?
00:56:53: Was brauchen die Kinder um diese Phase zu überstehen?
00:56:59: und da stelle ich sicher dass das im Einstieck drin ist.
00:57:02: wenn was fehlt muss ich das ergänzen ansonsten wird es schwierig.
00:57:07: gut Ich würde sagen Wir haben das Thema einstieg Umfassend jetzt besprochen.
00:57:17: Was würdest du sagen, es sind so die Kernelemente aus der Folge.
00:57:21: Was sollten die Kollegen und Kolleginnen auf jeden Fall mitnehmen?
00:57:25: Erstens ein gelungener Unterrichtseinstück muss nicht spektakulär sein.
00:57:29: Es muss kein Feuerwerk mit Konfetti sein.
00:57:33: Mir ist es echt wichtig dass es einfach gelungen ist in Form von es ist fahrlich wie tragfähig.
00:57:40: Zweitens sollte immer eine klare Funktion erfüllen.
00:57:43: also das ist wie das meine ich mit fahrlichtragfähig Damit es nicht nur schön ausgesehen hat, sondern es muss wirklich irgendwie alles erfüllt haben.
00:57:54: Das Vorwissen sollte dann gezielt und nicht einfach beliebig aktiviert worden sein.
00:57:58: Es muss wirklich alles drin sein was relevant ist für die weitere Arbeit in der Stunde quasi.
00:58:05: Dann ist es wichtig dass möglichst viele Kinder sich beteiligen und zwar von den ersten Minuten an Und damit sie wirklich alle aktiviert sind.
00:58:16: Und dann muss die Methode zum Lernziel irgendwie passen und nicht erst mal eine kurze Spielpause sein für die Kinder.
00:58:26: Also es muss wirklich rund sein, schon in sich geschlossen, rund!
00:58:31: Und meistens kriegt man das schnell mit bei den Hospices weil wenn der Anfang der Einstieg wirklich ziemlich ist, dann ist der Übergang quasi zur Erarbeitungsphase auch gleitend... ...und dann läuft die Arbeitsphase Sofort ohne große Fragerei von den Kindern, weil die genau wissen worauf es ankommt.
00:58:51: Die wissen was sie machen sollen, die wissen welche Kompetenz, die wissen in welcher Phase sie sich befinden.
00:58:55: Sie wissen irgendwelche Wörter sie benutzen können.
00:58:58: Die wissen irgendwie welches Wissen sie hatten.
00:59:02: Sie sind versichert worden dass sie dieses Wissen immer noch haben bis wo er reaktiviert.
00:59:06: vielleicht ist das noch an der Tafel sichtbar für alle so dass sie wirklich selbstständig arbeiten können.
00:59:11: Stimmt der Einstieg nicht?
00:59:13: Dann... gehen die Kinder ins Arbeiten und plop, ploppen schon von Anfang an die ersten Fragen.
00:59:19: Weil das alles nicht klar ist was zu tun ist wie es so tun ist mit welchen Begriffen und und und.
00:59:25: Also können die Kollegen und Kolleginnen die Schatzkiste und Nebemaschine und so aus dem Einkaufswagen im Online Shop löschen?
00:59:33: Wenn
00:59:33: man wenn man die Zeit hat dafür und sich dafür begeistern kann und ich mache das mit meinem Koffer und ich habe mittlerweile vom
00:59:42: Schwedischem Bögenhaus.
00:59:43: Genau,
00:59:44: ich habe mir so einen Körper geholt und ich freue mich das nächstes Jahr irgendwie benutzen zu können!
00:59:48: Ich freu mich total aber wenn es muss nicht... also man muss nicht in Druck geraten weil andere das so machen und weil Instagram das immer wieder präsentiert.
01:00:00: Es muss nicht ein Einstieg was fachlich korrekt ist rundes in sich geschlossen ist zur weiteren Arbeit irgendwie begleitet sozusagen Ist super.
01:00:14: Und wenn das schon sitzt, dann kann ich gucken dass sie schön mache irgendwie.
01:00:18: aber wichtig ist das große ganze erst mal und die Schönheit die kommt wenn ich die Zeit und Lust habe und noch Nerven irgendwie noch dazu habe.
01:00:27: Aber die muss nicht.
01:00:30: Da fällt mir noch eine Sache ein.
01:00:32: bevor wir Schluss machen würde ich den Gedanken auch ganz gerne teilen.
01:00:36: Wir hatten uns ja neulich Mal darüber unterhalten Das Kinder heutzutage schwer zu begeistern sind.
01:00:45: auf jedem x beliebigen kindergeburtstag gibt züpfbogen man geht irgendwie in den trampolin park und In der schule hat es.
01:00:53: wie auch gesagt merkst du dass Es schwer ist irgendwie gegen das was die eltern den kindern privat irgendwie bieten Als Schule anzukommen und vieles wird von den Kindern dann ja so ein bisschen als belanglos oder keinen Reiz mehr wahrgenommen.
01:01:14: Und wenn ich mir das so überlege, dann machen eventuell tatsächlich auch diese Einstiege die das Kribbeln im Kopf anregen bei den Kindern mehr Sinn als diese spektakuläre Show weil das sind Dinge die die Eltern denen auch bieten können.
01:01:32: aber ich glaube dieses Kribblen im Kopf und dieses Neugierigmachen zu Denkenanregen Das ist vielleicht eine Sache, die die Schule eher schafft als die Eltern.
01:01:45: Ja das denke ich auch.
01:01:46: also ich denke auch dass wir am Ende der Schulzeit oder der Grundschulzeit wirklich auch patente Kinderjahren tassen wollen und sie wollen wir selbstwirksam erleben.
01:01:54: und wenn Sie sich im Unterricht selbstwirksam irgendwie erleben dürfen statt Anfang nur aufnehmende Teilnehmer zu sein dann ist es irgendwie viel wert.
01:02:06: Deswegen braucht es keinen Feuerwerk und keine Konfettis irgendwie im Klassenraum, um wirklich guten Unterricht zu machen.
01:02:15: Weil gut ist nicht gleich schön und viele Kollegen sich auch im Seminach wollen erstmal schönmachen aber schön kommt wirklich wenn alles sitzt.
01:02:25: das ist das letzte.
01:02:26: das ist so der E-Punkt irgendwie und das E-Typ hättchen irgendwie die seine Häufchen drauf Wirklich am Ende, und wenn nicht denn nicht?
01:02:36: Es muss nicht.
01:02:38: Also da muss man sich immer noch irgendwie frei machen von allen Sachen die man in Social Media irgendwie sieht – es muss nicht!
01:02:44: Wichtig ist irgendwie wirklich dass das fachlich fundiert ist, fachlos rund ist, dass sie jener in der Lage sind weiterarbeiten zu können Und das ist tragfähig.
01:02:53: Das heißt, ich mach nicht irgendwas weil es im Rahmenlehrplan ist sondern wirklich... Weil die Kinder das für die weitere Schulzeit fürs Leben irgendwie brauchen und darauf können wir aufbauen.
01:03:05: Es ist tragfähig und es geht weiter.
01:03:08: Darauf kommt's an und nicht irgendwie ob ich mich kostümiert habe.
01:03:11: Ich bin überhaupt nicht der Typ der sich kostumiert.
01:03:15: Also da kann jeder überlegen wie man die Aufmerksamkeit der Kinder irgendwie casht ohne irgendwie da wirklich kostümiert reinzugehen.
01:03:28: und wenn es aber Kollegen gibt, die sich gern kostümieren dann ist auch super jeder seins wichtig ist.
01:03:33: Aber dieser Kostüm ist nur ein Bruchteil vom Einstieg.
01:03:37: definitiv nicht so viel Wichtigkeit wie die Inhalte, die ich irgendwie vermitteln möchte.
01:03:42: Ich würde sagen schöne Schlussworte.
01:03:44: Vielen Dank fürs Zuhören.
01:03:46: Ich bedanke mich auch, wir hören uns nächster Woche Montag.
01:03:49: Vielen Dank für's zuhören!