Elementarwissen - Der Podcast für Grundschulbildung

Elementarwissen - Der Podcast für Grundschulbildung

Der Podcast für Lehrkräfte, die neue Impulse für Unterricht und Schulalltag suchen.

Transkript

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00:00:01: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Elementarwissen, dem Grundschulbetungs-Podcast.

00:00:05: Ich bin Steffen

00:00:06: und ich bin Jessica.

00:00:08: Jessica wir haben ja bereits berichtet dass du seit Anfang des Jahres eine Flexklasse hast.

00:00:15: Flexkasse bedeutet man hat die erste und die zweite Klasse zusammen.

00:00:19: das ist das zweite mal dass du eine Jahrgangs gemischte Klasse hast.

00:00:24: Du hattest in der Vergangenheit schonmal eine klasse.

00:00:27: da war Eins, zwei, drei miteinander gemischt.

00:00:32: Jetzt würde ich gerne von dir zum Einstieg wissen wie funktioniert das genau mit der Flex wenn man beide Klassen zusammen hat?

00:00:41: Ich stelle es mir eigentlich relativ schwierig vor.

00:00:44: Wäre du klasse eins irgendwas erklärt?

00:00:47: hat ja klasse zwei trotzdem seine Bedürfnisse.

00:00:50: Wie macht man das?

00:00:52: Ja und damit sind wir eigentlich schon mitten in der Flexproblematik, also du sitzt mit den Erstklässlern zusammen, möchtest vielleicht gerade eine neue Aufgabe jen wie eine neue mathematische Vorstellung vielleicht aufbauen.

00:01:04: und nach zwei Minuten steht dann das erste Kind aus Klasse II neben dir und frag ja ich bin fertig was soll ich machen?

00:01:12: Oder es steht ein Kind nebenan, was irgendwie die Aufgabe nicht verstanden hat und nicht weitermachen kann.

00:01:18: Und irgendwann merkst du okay ich unterrichte gerade nicht klasse eins, ich organisiere grade erst klasse zwei.

00:01:26: Wenn ich das so was worüber wir mehr in der letzten Zeit gesprochen haben würde ich einfach sagen man muss die zweite Klasse dann darauf trimmen dass sie selbstständig arbeitet.

00:01:37: Ja genau dir Antwort reicht aber nicht.

00:01:39: also Die anderen arbeiten selbst dann nicht, ist ja noch kein Unterrichtskonzept.

00:01:44: Und ich sage gleich noch was dazu, was vielleicht sogar ein bisschen unbequem ist.

00:01:48: aber wir sind jetzt ungefähr so in der fünften Woche in diesem Schuljahr und vieles beginnt schon wirklich gut zu funktionieren.

00:01:58: die Kinder werden selbstständiger, die Routinen tragen zunehmend Aber im Beine.

00:02:01: momentane Einschätzung ist trotzdem an manchen Stellen verliere ich einfach fachliche Tiefe Nicht immer, nicht grundsätzlich und ich würde raus auch keinen allgemeinen Urteil über Flex ableiten.

00:02:16: Aber ich merke für mich vielleicht weil ich sehr darauf bedacht bin alles perfekt zu haben.

00:02:25: Es gibt einfach Situationen in denen ich fachlich nicht so lange beim Gedanken bleiben kann wie es eigentlich wie ich es möchte oder vielleicht wie es nötig wäre.

00:02:35: Und genau deshalb geht's heute nicht Nur darum, wenn man zwei Jahrgänge organisatorisch beschäftigt.

00:02:43: Sondern wirklich um diese schwierige Frage wie organisiere ich?

00:02:48: Zwei-Jahrgänge so das Selbstständigkeit entsteht ohne dass die Fachlichkeit zum Preis dafür wird.

00:02:56: also Ich würde es mir eigentlich so vorstellen, dass man sagt, ich plane erst mal klasse eins dann plane ich klasse zwei Und dann versuche ich diese beiden Stunden irgendwie zusammenzufügen.

00:03:12: Aber da liegt wahrscheinlich schon der Denkfehler, oder?

00:03:14: Ja das funktioniert ja noch begrenzt also denn dann habe ich möglicherweise wirklich zwei neue Inhalte, zwei Gruppen mit Fragen und genau nur eine Lehrkraft.

00:03:26: Ich versuche deshalb inzwischen auch anders zu planen.

00:03:28: Also nicht zuerst was braucht Klasse Eins und was macht Klasse Zwei sondern Warnbrot, jeder Jahrgang mich wirklich.

00:03:37: Das klingt nach einer kleinen Veränderung ist aber für mich wirklich zentral.

00:03:41: Lehrkraftzeit ist in Flex wirklich eine begrenzte Ressource.

00:03:45: die Zeit vergeht unheimlich schnell.

00:03:47: wenn beide Gruppen gleichzeitig etwas tun bei dem sie mich unmittelbar wirklich brauchen habe ich das Problem schon selbst eingebaut.

00:03:55: okay also das heißt eigentlich planst du zuerst deine eigene Aufmerksamkeit.

00:04:02: Wo muss ich wirklich fachlich präsent sein?

00:04:04: Wo muss sich diagnostizieren, wo möchte ich wirklich Fragen stellen.

00:04:09: Wo will ich Lösungswege hören?

00:04:11: und was kann die andere Gruppe in genau dieser Zeit tatsächlich ohne meine unmittelbare Präsenz oder Steuerung tun?

00:04:20: Also das heißt man würde dann wenn man klasse eins etwas erklärt nimmt man für klasse zwei eine bereits bekannte Aufgabe dann nur mit unterschiedlichen Also Aufgabenstruktur, aber mit unterschiedlichen Zahlen zum Beispiel in Mathematik.

00:04:36: Dann müsste es ja eigentlich funktionieren?

00:04:39: Ja nicht unbedingt und das war für mich selbst echt eine wichtige Erkenntnis.

00:04:43: also ich habe wirklich die letzten Wochen ordentlich gerudert.

00:04:47: Ich bin mit vielen Kollegen in Kontakt getreten Sowohl in der Schule als auch auswärts Oben einfach eine Struktur, da merkt man selbst die Erfahrung reicht nicht.

00:04:56: Man muss wirklich sein System an der Klasse anpassen und für mich als gefühlt wirklich lange gedauert.

00:05:05: wahrscheinlich jeder, der von außen guckt sagt okay nach fünf Wochen ein System zu haben ist schon ziemlich cool Und das war für mich wirklich eine wichtige Erkenntnis.

00:05:13: Also, eine Aufgabe kann fahrlich bekannt sein und trotzdem organisatorisch stark leerkraftabhängig sein.

00:05:20: also nehmen wir mal den Satz zum Beispiel bearbeitet Seite vierundzwanzig so.

00:05:25: dann kommen trotzdem Fragen welche Aufgaben genau?

00:05:27: wo muss ich schreiben wie kontrolliere ich wo kommt es denn hin?

00:05:32: was mache ich dann wenn ich fertig bin?

00:05:35: Das heißt, ich habe zwar eine Aufgabe verteilt aber ich habe ja noch keine leerkraftunabhängige Lernphase geschaffen.

00:05:42: Okay dann ist die Selbstständigkeit eigentlich viel stärker eine Frage der Struktur als der Aufgabe?

00:05:47: Genau und für mich war es dann wichtig Leerkraft unabhängiges Arbeiten ist kein Aufgabenmerkmal Es ist wirklich ein geplante System und das muss sich wirklich planen!

00:06:03: Lasst uns mal in dieses System reingucken.

00:06:08: Wollen wir da erstmal so vielleicht die Bestandteile uns anschauen?

00:06:12: Also was sind die Bestandeile des Systems, was braucht man dafür.

00:06:16: Naja wenn ich mit einem Jahrgang arbeiten möchte dann muss der andere Jahrgang im Grunde sechs Sachen wissen.

00:06:22: also was mache ich womit beginne Ich?

00:06:24: wo finde ich mein Material?

00:06:26: Was mache ich Wenn nicht weiterkommen?

00:06:29: und wie kontrolliere ich?

00:06:30: Und dann auch irgendwie?

00:06:32: und was mache Ich dann danach?

00:06:33: wenn diese Frage offen sind Komme ich aus meiner Lehrkraftphase komme heraus, weil die Kinder mich ständig brauchen.

00:06:42: Dann ist... Ich bin fertig.

00:06:44: eigentlich auch kein stürrender Satz?

00:06:46: Nee!

00:06:47: Das Kind teilt mir einfach mit okay mein Auftrag ist beendet und das Süßdikt sagt nicht weiter was ich jetzt weitermachen muss.

00:06:52: und das ist dann häufig kein Problem des Kindes sondern ein Planungsproblem.

00:06:59: Mhm.

00:07:00: Dann gehen wir einmal konkret in deine Klasse.

00:07:03: ihr seid ja noch ziemlich am Anfang

00:07:08: Das will ich auch auf jeden Fall betonen.

00:07:10: Wir haben jetzt irgendwie fünf Wochen ungefähr, mein System ist noch nicht so Ende!

00:07:16: Ich hatte zwar viele Erfahrungen, viele Jahre und trotzdem funktioniert nicht alles sofort.

00:07:23: Und nicht immer in jeder Klasse.

00:07:25: Dementsprechend habe ich viel ausgetestet.

00:07:27: Ich hab viel optimiert.

00:07:29: Das hat ein bisschen gedauert meiner Meinung nach aber vieles fängt so langsam an Früchte zu tragen.

00:07:37: Es ist wichtig das zu wissen und berücksichtigen.

00:07:43: Also nicht von einem System, was seit Jahren perfekt läuft.

00:07:48: Wir bauen erst gerade auf und ich bin nicht der Typ, der sagt hier habe ich meinen Ordner, ich nehme alles hier raus und es wird schon gehen, sondern ich mache immer alles neu.

00:07:57: Manches funktioniert schon wirklich superrotiniert und an manchen Stellen denke ich okay dann muss sich klarer werden.

00:08:04: Es ist aber immer mein Auftrag, es liegt selten an den Kindern oder das funktioniert mit den Kindern.

00:08:12: Dann anders als auf meinen Plan.

00:08:13: Da muss ich gucken, wo war der Fehler?

00:08:16: Was habe ich falsch geplant oder was muss ich irgendwie optimieren?

00:08:19: aber wir haben inzwischen wirklich einige feste Strukturen.

00:08:23: nach Der ersten Stunde findet beispielsweise unser gemeinsamer Morgenkreis statt für Klasse eins und zwei zusammen.

00:08:32: Auch das ist irgendwie routiniert, wir haben ein Kreisdienst.

00:08:34: die übernehmen quasi die Moderation von dem Kreis und es funktioniert super!

00:08:40: Das heißt ich bin nur Teilnehmer und die Kinder übernehmen alles Mögliche was diesen Kreis betrifft inklusive Dekoration zum Beispiel.

00:08:52: Danach haben wir täglich unser Leseband, zehn Minuten jede Stufe.

00:08:56: Dafür liegt Material bereit.

00:08:58: die Kinder nehmen sich den Schwerpunkt.

00:09:00: also für meine Zweites momentan steht zum Beispiel ein sieben Teppich immer noch zur Verfügung.

00:09:07: Wörterlisten in groß und klein, je nach dem und Anzahl der Wörtern.

00:09:12: Alles noch in sieben damit Sie zurecht kommen.

00:09:15: Ich stehe noch irgendwie Sanduern, damit Sie sich auch irgendwie messen können Und wir haben ein Timer.

00:09:22: es geht zehn Minuten.

00:09:25: Für die Erstklässler habe ich eine Präsentation.

00:09:28: Die haben aber ebenso ein Leseblatt, was wir jede Woche irgendwie neu haben und daran wird gelesen mal einzeln, mal im Plenum, weil es mit Partner und so weiter und sofort.

00:09:39: Später im Unterricht haben wir dann Pause also nach der zweiten Stunde sozusagen... Es ist ja so, wir haben ja die erste Stunde Morgenkreis, Lesebahn zweite Stunde.

00:09:49: Dann haben wir Pause und nach dieser Pause beginnt dann die dritte Stunde und die fängt immer an mit dem Rechenband auch da zehn Minuten auch täglich funktioniert auch wenn ich nicht da bin.

00:10:02: es ist eine tolle Absprache die ich mit der Teilungslehrkraft habe.

00:10:06: Ich bin Donnerstag für gewöhnlich dann nicht an der Schule weil ich an den Schulen ausbetiere Und die Kollegen macht das trotzdem mit, was ich ganz toll und ganz lieb finde.

00:10:15: Um an Fahrt diese Routine wirklich für die Kinder fest verankern zu können.

00:10:21: Das funktioniert dann wirklich wenn du nicht da bist?

00:10:24: Ja genau!

00:10:25: Es war mir auch wichtig und ich bin unheimlich dankbar dass die Kollegen das mitmacht.

00:10:29: Also Lise-Bahn und Rechenbahn finden wirklich auch an den Tagen statt an denen ich nicht in der Schule oder in der Klasse bin.

00:10:37: Mir wichtig, dass es nicht heißt irgendwie Frau Dieter macht mit uns Rechenband und Leseband.

00:10:42: Sondern es heißt in der Klasse zu diesem Zeitpunkt ist Rechenband und Liseband.

00:10:47: Und das ist ein großer Unterschied finde ich.

00:10:49: die Kinder sehen die Struktur auch täglich im Stundenplan.

00:10:52: Die ist fest verankert.

00:10:54: Die wechselt doch nicht je nachdem sondern die ist fest für uns.

00:10:58: also sie wissen immer bereit irgendwie wir haben einen smiley am Tagesplan sozusagen.

00:11:04: das heißt ihr seht jeder sieht Was ist was dran?

00:11:09: Und das passt perfekt.

00:11:12: Allein dadurch fahren viele kleine Steuerungsentscheidungen, die ich sonst treffen müsste einfach weg.

00:11:19: Weil sich die Kinder die Information rauslesen können.

00:11:23: Splittest du dann diese Informationen in erster und zweite Klasse oder sind sie dann geteilt?

00:11:33: Die Informationen... Der Tagesablauf ist für beide Stufen gleich, die wenn unterschiedliche Fächer in dem Moment stattfinden.

00:11:44: Also ich komme darauf nochmal wie zurück.

00:11:47: In manchen Stunden sind die Klassen irgendwie geteilt.

00:11:52: Dann haben wir irgendwie einfach einen Schild für Deutsch.

00:11:55: zum Beispiel ist er nach links oder rechts und dann wissen wir automatisch es ist erste oder zweite Klasse.

00:12:01: Für die zweite Klasse habe ich noch mal einen Eigenbereich mit einem Whiteboard sozusagen und dort ist jeden Tag sichtbar, was es in der Lernzeit in Deutsch zu tun.

00:12:13: Was ist während der Lerrenzeit in Mathematik zu tun?

00:12:17: Und ich arbeite in dieser Lern-Zeit... überwiegend mit bekannten Aufgabenformaten.

00:12:24: Zum Beispiel zahl des Tages, Wort des Tages.

00:12:27: später wird auch zahl oder Satz des Tages werden also die Zahlen wechseln, die Wörter wechselen aber die Struktur bleibt immer gleich und jedes Fach hat eine Ecke quasi ein Regal und die Kinder wissen okay fürs Rechenband gehe ich zum Materiegal, da stehen mir Aufgabenformate zur Verfügung und für Deutsch habe ich einen Deutschregal auch ebenso.

00:12:51: Und da finden Sie das ganze Material die Kopiervorlagen für das Wort des Tages.

00:12:56: oder die Zeit des Tages ist dementsprechend dann verortet so dass es keine Suchaufgabe gibt vorab oder ich muss nichts verteilen was auch wieder Zeit kostet sondern die Kinder finden alles das was sie brauchen bei den entsprechenden Regalen.

00:13:14: Jetzt könnte man kritisch fragen, wenn Klasse zwei immer bekannte Formate bekommt.

00:13:20: Damit du Klasse eins unterrichten und Dinge einführen kannst?

00:13:26: Besteht da nicht die Gefahr dass klasse zweifachlich ein bisschen auf Sparflamme arbeitet?

00:13:33: Ja also finde ich schon und die Frage muss man stellen finde Damit habe ich echt zu tun in den letzten Wochen.

00:13:42: Das worgen mich, denn das Ziel darf ja nicht sein ob Sache die Klasse zwei ruhig und beschäftigt.

00:13:48: Das finde ich irgendwie wichtig.

00:13:51: Das wäre einfach nur diese Beschäftigung aber noch kein guter Unterricht.

00:13:55: also nur weil es leise ist und die Kinder beschäftigt sind bin ich nicht damit zufrieden.

00:14:00: Und deshalb sind diese Aufgabenformate bei uns bewusst an den Grundfertigkeiten gekoppelt und die werden sich erweitern.

00:14:08: Wir werden auch den Zahnraum erweitert, wir werden irgendwie Satz der Woche haben und nicht mehr wie Wort des Tages.

00:14:15: Das Format kann zum Beispiel Stellenwertverständnis, also bei dem Wort des Tages.

00:14:22: wir erweiterten je nachdem mit Satz des Tages irgendwann aber die Zahl des Tages trainieren nicht nur irgendwas, sondern es sind viele Fertigkeiten drin oder Basiskompetenzen für Mathe einfach abgebildet.

00:14:38: Also das Format kann zum Beispiel Stellenwertverständnis fördern, Zahlenzerlegung Nachbarzahlen unterschiedliche Zahlendarstellung und so weiter und sofort.

00:14:50: Beim Wort des Tages geht es auch nicht nur darum, dass die Kinder irgendein Wort abschreiben.

00:14:56: Es wird inseben geübt und an der Wortstruktur gearbeitet.

00:15:00: Rechtschreibmerkmale, sprachliche Muster, Wortarten... groß schreiben und so weiter.

00:15:09: Und da versuche ich auch irgendwie den Grundwortschatz einzubetten, also ich versuche so viel Fachlichkeit in diesen Format einzubetten, dass es für mich sich nicht nur nach Beschäftigung anfühlt sondern auch tatsächlich eine Fachlichkeit bekommt.

00:15:25: Also der Denkgegenstand kann ja wechseln ohne das die organisatorische Struktur jedes Mal neu gelernt werden muss.

00:15:34: würde man dann grob sagen, je weniger die Lehrkraft an Aufmerksamkeit den Kindern zukommen lassen kann in der entsprechenden Phase.

00:15:46: Das Vertrauter muss die Aufgabenstruktur sein?

00:15:49: Ja also tatsächlich ist es wirklich eine ganz wichtige Regel finde ich in der Flex Struktur.

00:15:55: Je weniger Lehrkraft ihnen einer Phase verfügbar ist desto vertrauter sollte wirklich die Arbeitsstruktur.

00:16:02: Okay, also nicht gleichzeitig neue Inhalte einführen.

00:16:05: Neues Material?

00:16:06: Neue Partnerarbeit?

00:16:08: Eine neue Kontrollmethode...

00:16:10: Nee!

00:16:10: Also man muss ja bedenken die zwei Klessler waren bis vor kurzem immer nur Erst-Klessler und sind ja nicht fertig gebackeneu-zweit-Klassler sozusagen und da sind solche...ja das ist ein Klassiker jetzt arbeitet ihr selbstständig Das.

00:16:26: dann merkt man, es wird schwierig wenn man zu viel Neues sehen wie haben möchte.

00:16:30: Und dabei, wenn wir noch den Kindern neue Arbeitsaufträge geben mit neuen Material und so weiter und sofort dann wundern oder brauchen wir uns am Ende gar nicht wunderen dass nach wenigen Sekunden schon die ersten Fragen kommen?

00:16:46: also Wenn die Lernanforderung hoch ist muss die Organisation möglichst irgendwie klar sein Und wenn ich organisatorisch was Neues einführen möchte, dann reduziere ich an dieser Stelle die Anforderung.

00:17:01: Das Thema hatten wir schon mal bei einer Folge glaube ich zu den Methoden.

00:17:05: genau so ist es.

00:17:07: Gut!

00:17:08: Dann lass uns nochmal ein bisschen irgendwie in einen Klassenraum reingucken und schauen wie du das organisatorische jetzt alles machst.

00:17:17: Wenn ich dich richtig verstanden habe hast du so eine Art Lernzeittafel die erstmal grob den Tag strukturiert.

00:17:25: Also die Kinder wissen, wann ist welche Stunde für wen?

00:17:29: Wann ist das Rechenband?

00:17:30: und so weiter und sofort.

00:17:32: Diese Tafel ist tatsächlich für alle.

00:17:34: Die steht am Eingang des Klassenraums und da ist der Stundenplan quasi für die gesamte Klasse abgebildet.

00:17:42: komplett

00:17:43: Okay, aber die Lernzeittafel umfasst den Stundenplan an sich?

00:17:47: Nee.

00:17:47: Das ist eine Extra-Tafel.

00:17:49: also wir haben im Grunde drei Tafeln Die einen für den Stunden planen dass die Kinder jeder Zeit sehen in welcher Phase des Unterrichts sie befinden an dem Tag.

00:17:58: Dann habe ich ein Smartboard und dann habe Ich hab zwei Räume.

00:18:03: Also dementsprechend ich habe in einem Raum ein Smart Board Und im anderen Raum habe ich dann Ein etwas größeres Wideboard wo da die Lernzeit abgebildert wird.

00:18:15: Aber lass uns das noch mal runterbrechen, also der Stundenplan umfasst die ganze Woche?

00:18:20: Nee!

00:18:20: Der Stundenplan ist für jeden Tag.

00:18:22: Also ich habe auch einen Stundenplandienst.

00:18:24: Die machen das morgens wenn sie kommen.

00:18:26: Gut und da sieht man dann wann es... Mittagspause, wann ist Leseband und so weiter.

00:18:32: Und dann roh ich immer ein Smiley Magnet sozusagen über den Tag runter damit die Kinder sehen wie wir uns befinden.

00:18:39: Gut was ist denn die nächste Struktur die darunter liegt als Tafel?

00:18:43: Gar nichts.

00:18:43: das ist eine eigenständige Tafeln für sich

00:18:46: Ja, aber du hast gesagt, du hast drei.

00:18:48: Also was wird dann

00:18:49: die nächste Segmentierung?

00:18:50: Die nächste Orientierung ist für die Zweitlettler.

00:18:52: Sie haben ihre Lernzeit an der zweiten Tafel sozusagen und da ist immer der Tag quasi kommt dran und dann senkt recht habe ich irgendwie Lern-Zeit.

00:19:02: Ich hab alles mit Magneten irgendwie gemacht und dann gibt es immer die Aufträge von Zahl des Tages, Wort des Tages Und Manuel.

00:19:10: also schreibe ich irgendwie mit dem Stift quasi ran welche Zahl welches Wort und so weiter und sofort Magnete platziere ich irgendwie tagtäglich ran.

00:19:19: Okay, das ist die Lernzeit dann und die bezieht sich dann hauptsächlich auf die zweite Klasse?

00:19:25: Genau!

00:19:26: Die ist nur für die zweite klasse.

00:19:27: Gut...

00:19:28: Und die dritte ist dann stundenbasiert und das ist dann dein klassisches Tafelbild was die Stunde strukturieren

00:19:38: genau und am whiteboard Die Tafel stundenweise, also ich habe für jede Stunde quasi eine Tafell wo genau erläutert wird.

00:19:49: Für die Erstklässler, die noch nicht so viel Selbstständigkeit erlernt haben, wird dann klar zu jeder Stunde quasi ein neuer Tafeln eingeblendet und die können jedes Mal sehen was ihre Aufträge sind?

00:20:01: Was kommt in welche Ablage?

00:20:03: Was hinkommt?

00:20:05: Was korrigiert werden muss?

00:20:06: Was zur Frau Detta muss?

00:20:10: Wo was kommt, es ist ganz viel mit Abbildungen von den Heften und so weiter und sofort.

00:20:17: So dass da wir nicht mehr fragen gehen wie sind und wir thematisieren also wir besprechen diese Tafel zu Beginn der Stunde auch inklusiv wie verhalten was erwartet wird können Sie immer selbstständiger dran arbeiten und ich war am Freitag zum Beispiel nicht da letztens.

00:20:36: Ich hatte die Tafelbilder für die Kollegen trotzdem fertig gemacht, und ich habe gehört es hat auch ohne mich funktioniert.

00:20:42: also das ist schon erfreulich!

00:20:43: Das Ziel ist wirklich dass sich sonstige Aufträge quasi übernehmen kann in der Zeit wo die Kinder wirklich sich inhaltlich Ja, beschäftigen.

00:20:55: Also das dann ein digitales Bild auf dem Smartboard zu sagen was du da einblenden lässt?

00:21:00: Genau die bereite ich täglich vor bzw meistens am Wochenende für die ganze Woche wenn ich meine Planung mache und Ich nutze Classroom Scream immer noch.

00:21:12: Das hatte ich schon mal erwähnt in einer Folge und tatsächlich bleibe ich momentan dabei, es ist echt praktisch!

00:21:18: Ich habe meine Bilder hochgeladen und mach ihn und herre irgendwie... das funktioniert gut.

00:21:26: Du hattest ja gerade gesagt du gehst mit den Schülerinnen die Tafel durch?

00:21:33: D.h.

00:21:34: du hast am Anfang erklärst du die Dinge Aber während der Stunde würde das dann deine Intervention und deine mündliche Einzelsteuerung reduzieren.

00:21:44: Genau, das reduziert sie aber das nehmen Sie nicht komplett weg.

00:21:48: also man hat immer noch seine Papenreimer die damit noch nicht zurecht kommen nach fünf Wochen auch nicht überraschend.

00:21:55: da vermeide ich es aber diese Fragen zu beantworten Tatsächlich, weil manche kommen trotzdem und fragen, was soll ich jetzt machen?

00:22:02: Und dann verweise ich auf die Tafel.

00:22:04: Ich nehme mir auch auf, die Zeit noch mal mit den Kindern zur Tafeln zu gehen und die nochmal erläutern zu lassen welches Bektogramm steht wofür.

00:22:14: nicht, weil ich sie bloß stellen möchte sondern weil ich für mich die Sicherheit gewinnen möchte dass Sie das alles wirklich verstehen, was an der Tafels ist So, und das gehen wir durch.

00:22:24: Und dann können Sie dann zunehmen selbstständig irgendwie sich daran orientieren?

00:22:30: Ich würde mit dir jetzt gerne nochmal auf die Zweitklässler gucken.

00:22:36: Wie machst du das mit dieser Lernzeit?

00:22:40: Wir haben ja jetzt gesagt dass Du dann sagst was gemacht werden muss Auf diese Tafel, die gezielt wie die Zweiklässler ist.

00:22:49: Wie organisieren die das aber für sich, dass sie gucken?

00:22:53: was habe ich geschafft?

00:22:54: Was muss ich noch tun.

00:22:56: Welche Unterstützung gibt es für die Kinder da?

00:23:00: Klasse, sowohl eins und zwei bekommt ein Wochenplan.

00:23:03: Also wir arbeiten.

00:23:04: den Kindern ist klar was wir in dieser Woche tatsächlich als Mindersmaß schaffen wollen.

00:23:09: bei den zweitglässlern gibt es noch eine weitere Ebene und zwar auf der Rückseite vom Wochenplan.

00:23:14: da sind auch die Aufgaben der Lernzeit für die einzelnen Tage nochmal dargestellt.

00:23:18: das heißt sie können die Aufgabem ja abhaken wenn sie abgeschlossen sind.

00:23:24: dass heißt es ist jeden Tag sichtbar zu jeder Zeit für sie irgendwie zu sehen, was Sie geschafft

00:23:32: haben.

00:23:33: Klingt sehr organisatorisch aber hilft wahrscheinlich den Kindern auch.

00:23:38: Ja, ist es auch tatsächlich.

00:23:39: Es ist schon viel Aufwand das ganze Woche für Woche vorzubereiten aber mir ist wichtig dass die Kinder merken was sie geschafft haben.

00:23:48: also mir geht's dabei wirklich um etwas was ich bei den Kindern immer wieder beobachte.

00:23:53: Also Sie können wirklich gearbeitet haben und am Ende trotzdem sagen Ich habe heute gar nichts geschafft.

00:23:58: Das hatte ich irgendwie auch nochmal letztens.

00:24:01: Und dann hab' ich das Kind gebeten sein Wochenplan rauszuholen.

00:24:04: Dann haben wir gemeinsam abgehakt was dieses Kind irgendwie geschafft hat.

00:24:08: Und es war nicht viel, aber wir hatten trotzdem was geschafft und dass es im klar wurde, fand ich allein dieser Blick goldig.

00:24:18: Allein deswegen lohnt sich der Aufwand, diesen Zettel fertig zu machen.

00:24:22: Gerade bei offenen oder längeren Lernzeiten fehlt manchmal dieses Gefühl.

00:24:27: okay das war eigentlich meine Leistung heute?

00:24:30: Das Heckchen ist dann... Deshalb nicht die Leistung.

00:24:35: Es macht aber die Arbeit, die geleistet wurde sichtbar für die Kinder und auch für mich weil und für die Eltern auch das finde ich irgendwie.

00:24:42: diese Rückmeldungen ist enorm wichtig Und das Kind kann dann sehen dass habe ich heute bearbeitet damit bin ich fertig Ich bin vorangekommen Und dadurch kann ich auch besser über Lernen sprechen.

00:24:56: Also nicht nur du warst fleißig, sondern ja was hast Du heute bearbeitet?

00:25:01: Was ging schon gut?

00:25:02: Wo hast Du Hilfe gebracht?

00:25:04: Hat die Partnerarbeit irgendwie gut funktioniert?

00:25:07: Konzentrierst Du Dich gut konzentrieren?

00:25:08: Wie ist denn Deine Einschätzung?

00:25:10: oder so ... Die Kinder geben auch eine Selbsteinschätzung und so merke ich so langsam auch eine Veränderung in der Arbeitsweise der Kinder weil sie jetzt merken okay die Arbeit ist abrechenbar.

00:25:25: Wenn die Kinder, sagen wir zunehmend sich selbst kontrollieren, Aufgaben auch selbstständig bearbeiten, braucht es dann auch irgendwann weniger Rückmeldung von dir?

00:25:40: Vielleicht.

00:25:43: Organisatorisch vielleicht, fachlich finde ich nicht und das ist mir echt wichtig.

00:25:47: Also Selbstständigkeit heißt nicht!

00:25:49: Ich gebe Aufgaben raus um sie die Ergebnisse nie wieder.

00:25:54: Die Kinder wissen ganz genau dass sich ganz viel kontrolliere weil alles steht in den Regalen bei uns.

00:25:59: also die Kinder haben zu erreichen eine Fächer aber wir haben einen Platz quasi für alles.

00:26:06: Das heißt, die Deutsch-Hälfte haben einen Platz.

00:26:08: Wie gesagt ist alles analysiert und geregelt.

00:26:10: auch das war am Anfang anders also dass die Hälfte alle draußen war auf ein Regal war klar.

00:26:17: jetzt habe ich das aber noch mal irgendwie getrennt erst der zweite Klasse so dass die Zweitklässler wirklich ihre Inseln haben, wo sie ihre Sachen haben.

00:26:27: Das heißt ich habe ganz viel auch gesplittet damit es jeder Stufe quasi zur Verfügung steht weil ich auch zwei Räume habe und wollte nicht dass die eine Stufe sich quasi immer Sachen holen muss um das Gefühl zu haben wie ich störe da wegen der anderen Arbeiten.

00:26:43: deswegen haben wir das auch im Laufe der Zeit jetzt optimiert gemeinsam so dass wir jetzt wirklich einen ja gut fahren finde ich.

00:26:52: Bei mir ist es ja so, das gibt Korrekturblätter.

00:26:55: Ich gucke rüber.

00:26:56: meine Teilungslehrkraft, die gelegentlich auch bei uns ist, guckt auch rüber.

00:27:01: ich habe eine Referendarin, die guckt genau so rüber.

00:27:05: Das heißt, es sind viele viele Augen, die rüber gucken.

00:27:10: Dann haben die Kinder die Möglichkeit sich zu vergleichen, sie besprechen die Ergebnisse.

00:27:16: Sie wissen wenn sie sich nicht einigen müssen sie nochmal irgendwie gucken.

00:27:20: also es geht nicht darum.

00:27:21: ich weiß der andere hat sonst immer recht.

00:27:23: deswegen ist sein Ergebnis richtig sondern die müssen noch mal ran quasi und wenn ich rüber komme dann greife ich auf Fehler Noch mal irgendwie zurück.

00:27:35: Wir besprechen, ich nehme mir kleine Gruppen und wir besprechen die Strategien.

00:27:40: Was machen noch einmal?

00:27:41: Wie Tafelkino als kleine Gruppe arbeiten mit Material-Stellfragen.

00:27:47: Und deswegen kann man ja im Grunde das zusammenfassen und sagen okay, kann das Kind sein Lernprozess in dieser Phase ohne permanente äußere Steuerung irgendwie fortführen.

00:27:58: Das ist etwas anderes, als dass das Kind braucht keine fachliche Begleitung mehr Weil darum geht es nicht.

00:28:06: Jetzt könnte man bisher denken, du hast jeden Tag beide Jahrgänge gleichzeitig und dieses ganze System deshalb so aufbauen.

00:28:16: Das stimmt aber nicht ganz oder?

00:28:19: Nee!

00:28:19: Und das finde ich wichtig.

00:28:20: Also mir ist die Fachlichkeit enorm wichtig.

00:28:23: Und deswegen, also ich glaube beim Hören werden manche Kollegen gehen wir ein bisschen mit der Nase rumpfen wahrscheinlich Aber ich habe bewusst getrennte Stunden.

00:28:34: Und sie liegen überwiegend in den Randstunden, also erste Stunde und letzte Stunde.

00:28:40: Dreimal in der Woche habe ich dann die Erstklässler alleine und dreimal in einer Woche hab' ich ja nur die zweitklässle allein.

00:28:46: Und die nutzt du nicht einfach als angenehm kleine Gruppe?

00:28:51: Nein!

00:28:52: Also das sind für mich wirklich inzwischen fachlich sehr wichtige Stunden.

00:28:56: Die sind fachlos kompakt Da diagnostiziere ich, da führe ich ein.

00:29:03: Da gucke ich genau rüber und ich baue auch eine Beziehung auf irgendwie was ein bisschen enger ist als es mit fünfundzwanzig der Fall ist zum Beispiel.

00:29:14: Mir sind diese geteilten Stunden tatsächlich wichtig weil Grundsätzlich ein bisschen adere noch mit der Fachlichkeit vom Unterricht und dem entsprechend habe ich mich für dieses System entschieden.

00:29:27: Dort kann ich wirklich Dinge tun, die in der gemeinsamen Flexituation viel schwieriger sind.

00:29:32: Ich kann eine neue Vorstellung in Ruhe aufbauen ohne jenen wie mit einem Ohr im zweiten Raum zu sein zum Beispiel.

00:29:39: Ich kan wirklich genauer diagnostizieren, ich kann bei Kinderäußerungen nachfragen, Wir können wirklich mehrere Lösungswege miteinander vergleichen und besprechen.

00:29:53: Ich kann Fehlvorstellungen aufgreifen, ohne im Hinterkopf gleichzeitig in die andere Jahrgangsstufe zu organisieren.

00:30:02: Deshalb sind diese Stunden für mich keine Notlösung sondern auch ein Teil des Konzepts.

00:30:10: Eine Kollegin von mir an der Schule hat sogar fünf Stunden.

00:30:13: Also viele Kollegen helfen sich so, weil wie gesagt ich habe mit Männern und Kolleginnen gesprochen.

00:30:21: Bei vielen oder bei einem sehen wir uns einig dass die Fachlichkeit nicht so in die Tiefe geht Jahrgangsreihenklassen.

00:30:31: Was nicht damit einhergeht, dass ich lieber Jahrgangreihen hätte das wünsche ich mir auf gar keinen Fall.

00:30:36: Ich finde dieses System schon genial aber wir müssen damit rechnen, dass wir fachlich nicht ganz so tief sind wie ich es mir sonst wünschen würde.

00:30:44: Aber ist es denn überhaupt noch flex wenn du die ja die Jahrgänge regelmäßig trennst und einzeln unterrichtest?

00:30:52: Ja für mich ganz klar.

00:30:54: trotzdem eindeutig ja.

00:30:57: Ich verstehe Flex nicht als Verpflichtung, möglichst viele Minuten gemeinsam zu verbringen.

00:31:02: Also die Kinder haben viele Stunden, die gemeinsam verbracht werden.

00:31:08: Die sind im Sport in Musik, in Kunst, in Sachunterricht und so weiter wie möglich zusammen ohne jegliche Trennung.

00:31:15: Und die Frage muss sein was ist für den Lern gegen Staden sinnvoll?

00:31:21: Also muss ich an ein Konzept festhalten von Flex, wo wirklich alle Stunden gemeinsam sind.

00:31:27: Festhalten oder kann ich mich ein bisschen davon lösen und ich bin ein pragmatischer Typ?

00:31:34: Es gibt ja Inhalte, bei denen beide Jahrgänger einfach gut gemeinsam starten können und es gibt Inhalter, bei den die Kinder aufeinander profitieren auch.

00:31:42: Und es gibt aber auch Inhalten, bei der eine Trennung fachlich die bessere Entscheidung ist.

00:31:48: Gemeinsames Lernen ist keine Qualitätsmerkmal an sich sondern genau wenig wie getrenntes Lernen automatisch besser ist, sondern die didaktische Passung entscheidet.

00:31:59: Ich würde mit dir jetzt gerne nochmal die Organisation von diesen gemeinsamen Stunden irgendwie anschauen.

00:32:07: Ich weiß ja, dass du auch ein Freund bist von System oder Schablon.

00:32:14: gibt es so bestimmte Schematas die du nutzt um die Stunde zu planen?

00:32:21: Es gibt so Input-Übungen Wechsel.

00:32:23: Ich arbeite zunächst mit einem Jahrgang, der andere hat aber einen bekannten Arbeitsauftrag und dann geht Jahrgang eins in die Übungsphase und ich wechsle.

00:32:34: Wahrscheinlich das gleicheste Modell für Flex.

00:32:39: Es gibt aber noch eine Variante, wie gemeinsamer Gegenstand unterschiedliche Anforderungen.

00:32:46: also wir starten beispielsweise gemeinsam mit einem Problem oder sprachlichen Inputs und dann arbeiten Klasse eins und zwei unterschiedlich weiter.

00:32:57: Das ist aber zum Beispiel momentan in Mathe Zahlen und Operationen oder Zahlenvorstellungen.

00:33:04: Es ist halt schwierig, weil bisher lernen meine Minis quasi die Ziffern lernen können und dann sind die anderen schon irgendwie ein Stück weiter.

00:33:15: Jetzt sind wir bei Klasse Eins schon ein Stück weit und zerlegen halt die Zahl.

00:33:19: das heißt da kann ich schon meinen Zweites wieder ranholen, die Schwierigkeiten haben und dann arbeiten wir irgendwie zumindest mit diesen Kindern.

00:33:27: die Zerlegung der Zahlen auch einmal.

00:33:29: In Mathe kann ich mir aber ansonsten auch viel vorstellen, was Raum und Form betrifft.

00:33:33: da kann man ganz viele in wie gemeinsam machen.

00:33:35: In der aktuellen Situation wo wir uns befinden Anfang des Schuljahres Klasse eins und zwei sind die Gemeinsamkeiten einfach in Zeit- und Operationen einfach gerinnen.

00:33:45: Und dementsprechend ist es ganz viel in Mathe erst einmal noch getrennt.

00:33:52: Trotzdem ist das System so durchlässig.

00:33:54: Ich habe ein Kind in Klasse eins, es kann schon rechnen.

00:33:56: Dementsprechend macht es teilweise Mathe Klasse zwei und ich hab irgendwie zwei TSD die Zahlzerregungen noch nicht irgendwie verinnerlicht haben Und sie sind dann zu diesen Sequenzen einfach mit Klasse Eins irgendwie unterwegs.

00:34:11: Ohne Deutsch wäre es vielleicht ein Gegenstand dabei.

00:34:15: Die Erstklässler klatschen dieselben und gucken welche Buchstaben da drin vorkommen Und die Zweitgläßler, weiß ich nicht, bestimmen die Wortart und Beugen.

00:34:32: Ich entscheide je nachdem was sinnvoll ist.

00:34:34: und nicht weil ich im Flexystem bin heißt es sich muss alles zusammen irgendwie machen sondern ich entscheide einfach bewusst und löse mich irgendwie von diesem Korsett von.

00:34:43: wir müssen alles gemeinsam machen.

00:34:44: nun Ich weiß, dass manche Kollegen das vielleicht anders sehen.

00:34:48: Für mich, ich möchte so viel Fachlichkeit wie nur möglich und wenn... ...ich kann ja nicht sagen okay, ich führe die drei ein und bei den zwei Tis führe ich die dreißig ein und dann irgendwie fangen wir an zu zerlegen.

00:35:00: Natürlich ist es möglich das so zu machen aber wieviel Fahrlichkeit?

00:35:03: Wie viel tiefer kriegen wir denn rein?

00:35:05: Okay!

00:35:06: Dann würde ich mit dir jetzt gerne nochmal konkret auf eine Stunde schauen und dann nochmal genauer drauf gucken.

00:35:18: Lass uns einfach mal eine Mathematikstunde nehmen.

00:35:23: Ja, wenn man Klasse eins arbeitet, nehmen wir das Beispiel nochmal Zahlenzerlegung.

00:35:28: da möchte ich beobachten wie zerlegt in einem Kind zählt es jedes Mal neu erkennt es vielleicht Beziehungen versteht ist Teil und Ganzen kann erst eine Zerlegung beschreiben.

00:35:40: Das sind für mich fachliche Kernzeit.

00:35:43: Währenddessen könnten die zweite Klasse wirklich mit einem bekannten Format arbeiten, zum Beispiel Zahl des Tages.

00:35:51: Das machen sie dann wiederum wie ich vorhin gesagt habe, die Kinder, die die Zahlzerlegung noch nicht verinnerlicht haben in klasse zwei, dann nehmen Sie daran auch teil und dann ist zahl des Tages in dem Moment nicht die oberste Priorität.

00:36:07: Und nach meiner Phase mit Klasse eins startet dann die erste Klasse in eine bekannte Übung, die arbeiten dann weiter.

00:36:14: Ich schaue auch kurz ob es wirklich irgendwie so funktioniert dass alle arbeitsfähig sind und das ist ein wichtiger Übergang quasi was vorhin schon besprochen wurde.

00:36:26: Das heißt wir haben ja die Tafel die Kinder wissen was sie zu tun haben in welcher Zeit sie es zu tun habe und ich bin ja nicht sofort weg wenn ich meine Erklärung quasi beendet habe, sondern ich schaue nochmal kurz und dann wandere ich rüber und gucke mir genau an wie Klasse zwei arbeitet.

00:36:47: Und dann gehe ich dann meistens von Kind zu Kind oder hole alle noch mal in den Kreis rein und dann gibt es da auch Input von meiner Seite.

00:36:56: Also das heißt du wächst jetzt nicht nach einer festen Uhrzeit, sondern du guckst... ist die erste Gruppe dann arbeitsfähig und dann würdest du wechseln.

00:37:08: Genau, sonst wäre es organisatorisch wirklich schwierig!

00:37:12: Ich kann ja nicht mittendrin bloß düsen, wenn die erstes das noch nicht gepeilt haben oder nicht wissen was sie zu tun haben.

00:37:19: Nur weil die Uhr so ist sozusagen und deswegen ist es flexibel.

00:37:23: und es war am Anfang wie schwierig.

00:37:25: man muss sich vorstellen die Kleiden sind gerade eingeschult die müssen noch das System Schule kennenlernen und verinnerlichen und das dauert nun mal ein bisschen länger.

00:37:34: das heißt In den ersten Wochen sagen wir mal ehrlich, war ich auch ein bisschen frustriert und unzufrieden weil ich wenig Zeit für die Zweitklässler hatte.

00:37:42: Also gefühlt.

00:37:43: Und ich merke jetzt mit der Zeit, mit der Struktur, mit den Routinen wird immer besser.

00:37:47: Ich kann meine Zeit also ist immer noch nicht fünftig-fünfzig aber so dass ich zufriedener unterwegs bin als ich es vielleicht zu Beginn war.

00:37:57: Also ich finde das klingt für die Zweiklässer eigentlich recht plausibel.

00:38:00: Aber was du sagst wäre auch Was ich eigentlich jetzt anmerken würde, also die Erstkläste sind tatsächlich erst seit fünf Wochen in der Schule.

00:38:13: Die können doch noch gar nicht so selbstständig dann arbeiten oder?

00:38:17: Nee, also zunehmend muss man sagen und trotzdem muss man auch sagen irgendwie wir müssen realistisch bleiben.

00:38:23: Also da haben mich viele Kollegen wieder zurück auf den Teppich geholt und mir ein bisschen mehr Geduld irgendwie Gesprächen und Gesicht gewünscht, denn tatsächlich war ich echt frustriert.

00:38:37: Ich habe echt Zeit meinen Fähigkeiten irgendwie gezweifelt.

00:38:40: Das war echt krass!

00:38:43: Selbstständigkeit ist zu Schulbeginn kein Startpunkt also sie ist wirklich Lerninhalt.

00:38:50: ein Erstklassler muss wirklich lernen wo liegt mein Material was es denn?

00:38:54: welches Material ist gemeint?

00:38:57: Wie hole ich es, wie starte ich eine Aufgabe?

00:39:00: Was mache ich mit einem fertigen Blatt oder dem fertigen Heft.

00:39:03: Wie wird kontrolliert bei wem wann?

00:39:07: was mache ich wenn ich ihn verbrauche?

00:39:08: wie arbeite ich denn weiter und so weiter?

00:39:11: und das funktioniert habe nicht sofort und auch nicht nur einer Woche und das ist auch normal.

00:39:17: Wie gesagt, ich habe das letzte Mal vor vier oder fünf Jahren eingeschult und man gewöhnt sich irgendwie daran dass alles ein bisschen schneller geht je älter die Kinder werden.

00:39:25: Das musste ich auch nochmal kurz für mich in Erinnerung knopfen, dass das alles nicht so schnell geht und dementsprechend ja da muss man sich dessen bewusst sein und weiter optimieren.

00:39:43: Was ich noch nicht ganz verstehe ist dort ist er gesagt Du koordinierst deine Aufmerksamkeit.

00:39:51: Die Stunde funktioniert so, dass du die zweite Klasse bearbeitet bekannte Formate.

00:39:58: bei der ersten Klasse führst du ein dann wechselst rüber wenn du siehst ihr das arbeitsfähig.

00:40:03: aber es gibt doch bestimmt trotzdem Aufgaben auch wenn die bekannten Formate oder so sind bei denen die Kinder tatsächlich nicht weiterkommen und Lehrer Hilfe brauchen.

00:40:14: wie funktioniert es denn genau?

00:40:16: Und dann braucht das Kind wirklich einen sinnvollen Hilfweg.

00:40:21: Das Kind muss wissen, wie es vorgehen soll, wenn es erst mal nicht weiter kommt.

00:40:25: und vielleicht schaut er noch einmal auf das Beispiel, vielleicht nutzt er seinen Hilfsmittel, vielleicht fragt er ein Partnerkind, also vielleicht überspringt er seine Aufgabe und macht erstmal die andere weiter sozusagen.

00:40:41: Vielleicht kann kein anderes Kind auch wirklich helfen... Wobei wir schon letzte Woche gehört hatten, in der Reihe fragt ein anderes Kind ist nicht automatisch ein gutes Hilfesystem.

00:40:54: Also da muss man sich ein paar Wege erarbeiten mit den Kindern zusammen damit wir diese Phase von einem Kindesgrad nicht arbeitsfähig so reduzieren wie nur möglich.

00:41:05: Da hatten wir die letzten beiden Folgen zum Thema Hilfe, einmal Hilfssystem, einmal diese Pierhilfe.

00:41:13: Und das heißt, würde man jetzt nur frag ein anderes Kind machen?

00:41:20: Würde ja auch so eine leere Abhängigkeit einfach so eine Helferkind-Abhängigkeit werden oder?

00:41:28: Ja und dann die stärkeren Kinder wären dann irgendwann zu kleine Ersatzlehrkräften.

00:41:34: Das will ich nicht!

00:41:34: Das ist doch ein großes Risiko finde ich bei Flex, dass man diese Zweitklässler irgendwie dafür benutzt wirklich den Erstklässlern alles zu erklären damit.

00:41:43: ich stricke dagegen, weil diese Zweikliessau haben auch das Recht irgendwie selbst Input zu bekommen und selbst an ihren Lerngegenständen irgendwie zu arbeiten.

00:41:52: Und die sind nun mal in vielen Sachen momentan einfach unterschiedlich und ich finde es darf auf gar keinen Fall passieren.

00:41:58: Diese Kinder haben wirklich ein Recht auf eine eigene Lernzeit.

00:42:03: Ich würde jetzt gerne nochmal den Finger ein bisschen in die Wunde legen des Flexsystems und auf dem Punkt zurückkommen den du am Anfang schon mal gesagt hast und der zwischendrin auch immer wieder so ein bisschen angeklungen ist.

00:42:18: Also, du sagst ja organisatorisch läuft das schon ganz gut die Kinder gewinnen an Selbstständigkeit.

00:42:27: aber deine größte Sorge sind eigentlich diese fachlichen Einbußen, die du manchmal verspürst.

00:42:35: Genau, also die verbelassen jetzt so ein bisschen.

00:42:38: Und sie sind trotzdem aber präsent und sie sind mir ... Aber auch nicht nur... Die sind präsente und real!

00:42:46: Das muss man einfach sagen.

00:42:48: Ich finde es wichtig das nicht schön zu reden.

00:42:51: ich habe einen hohen fachlichen Anspruch an mich selbst und Unterricht und überhaupt an Schule am System grundsätzlich Nicht nur das Kinderaufgaben bearbeiten, ich möchte hören wie sie denken.

00:43:06: Ich möchte verstehen warum ein Fehler entsteht?

00:43:09: Ich möchte Strategien vergleichen und die Strategien hören um auch sicher zu wissen dass es keine Fehlvorstellungen gibt.

00:43:18: Ich will Fragen stellen durch die Kinder ihre Vorstellung wirklich weiterentwickeln oder ja oder oder?

00:43:26: und dafür braucht es Zeit und Aufmerksamkeit.

00:43:30: In der Flexituation merke ich immer noch, also es war am Anfang ganz heftig.

00:43:37: Ich finde das wird besser und trotzdem merke mich manchmal sagt ein Kind etwas bei dem ich eigentlich länger bleiben müsste und mir fehlt aber die Zeit oder gleichzeitig sehe schon dass eine andere Gruppe unruhig wird oder irgendwo Unterstützung braucht.

00:43:54: Selbst wenn ich noch bei dem Kind körperlich irgendwie bin, bin ich gedanklich schon woanders und das möchte ich nicht.

00:44:00: Ich möchte keinen Zeitdruck, ich möchte wirklich die Zeit haben den Kindern zuzuhören um genau zu wissen, wo sie gerade stehen und manchmal gehe ich fachlich schneller weiter als ... Ich, dass vielleicht jeder da rein Jahrgangsgruppe machen würde.

00:44:17: Und das sind die Einbuste, die ich momentan wahrnehme.

00:44:21: Also ich gehe nicht so tief rein wie ... ich es mal gemacht habe in Jahrgangsreihenklassen.

00:44:29: Unordentlich in Jühl, vorhin hast du gesagt, ich hatte mal Klasse eins bis drei und ich glaube der Unterschied ist dass klasse zwei und drei inhaltlich wie nah bei einer Sin so nur die Tiefe sich verändern.

00:44:41: das heißt ich hab damals lange überlegt warum man jetzt bei Flex am Anfang wirklich schwierig war.

00:44:46: Ich musste echt kämpfen Und ich habe ordentlich ihn verrotiert, um ein System reinzubekommen.

00:44:52: Bei Jules war es tatsächlich anders weil zwei und drei waren inhaltlich nah beieinander wiederum in der Tiefe anders.

00:44:58: Das heißt ich hab für zwei und Drei eingeführt All die zwei Gläser sind raus aus dem Kreis, haben selbstständig gearbeitet und bei den Drittys war diese Einführung quasi eine Wiederholung.

00:45:08: Und dann haben wir gemeinsam vertieft.

00:45:10: Da war inhaltlich irgendwie aber ähnlich... ...und da hatte ich nicht das Gefühl so viele Einbuße zu haben.

00:45:17: Das habe ich aber bei Flex momentan ziemlich stark.

00:45:22: Ich verstehe den Einwand mit den eventuellen fachlichen Einbußen.

00:45:27: auf der anderen Seite könnte man aber auch sagen Die Kinder trainieren dafür einfach andere Kompetenzen.

00:45:36: Sie lernen sich besser zu organisieren, sie übernehmen selber Verantwortung für ihr Lernen, sie planen und kontrollieren.

00:45:45: Ist das nicht eigentlich dann doch ein fairer Tausch?

00:45:50: Na ja, als Tausch würde ich es nicht unbedingt... bezeichnen wollen, glaube ich.

00:45:55: Damit würde man sagen wir verzichten hier auf Fachlichkeit und bekommen dafür Selbstständigkeit.

00:46:00: Das finde ich nicht so gut.

00:46:01: also beides ist halt wichtig bei den Kindern und ich sehe tatsächlich Kompetenzen die in dieser Form vielleicht besonders stark gefordert und ausgeprägt werden.

00:46:13: Die Kinder müssen selbstständiger starten, sie müssen ihre Arbeit strukturieren.

00:46:17: Sie müssen wirklich Ergebnisse kontrollieren und sie müssen auch einmal aushalten, dass eine Frage nicht sofort beantwortet wird.

00:46:25: Das sind wertvolle Lernprozesse die Kinder da durchziehen aber sie ersetzen keine fachliche Qualität und der Anspruch muss sein wie können wir diese Selbständigkeit nutzen um wirklich Raum für fachlich guten Unterricht zu schaffen und nicht, wie können wir Fachlichkeit gegen Selbstständigkeit aufrechnen?

00:46:48: Wahrscheinlich bekommen dadurch deine getrennten Stunden.

00:46:51: noch mal eine ganz andere Bedeutung.

00:46:53: Ja, absolut!

00:46:54: Also die sind mir echt wichtig und ich merke nach jeder Stunde wie wichtig sie tatsächlich sind nicht nur fachlich an der Stelle sondern auch wirklich emotional in der Beziehung.

00:47:04: also da kann ich wirklich tief rein gehen.

00:47:07: das ist richtig richtig toll weil ich wirklich nur diese kleine Gruppe habe.

00:47:11: das ist wirklich wertvoll.

00:47:13: Sie sind wirklich für mich eine Möglichkeit, Fachlichkeit noch mal gezielt abzusichert.

00:47:18: Also Dinge die in der gemeinsamen Stunde zu kurz kommen kann man dort wirklich nochmal aufgreifen.

00:47:24: ich kann genauer Diagnostizieren Ich kann Inhalte vertiefen, ich kann Interfragen, Rückschlüsse ziehen und mit Kindern über Strategien sprechen Und die Zeit nehmen dafür wirklich tief reinzugehen!

00:47:38: Ich kann auch einfach einmal fünf Minuten länger bei einer guten... Idee bleiben ohne irgendwie die Sorge zu haben, dass die andere Stufe irgendwie zu kurz

00:47:47: kommt.

00:47:48: Und das ist für mich wirklich ein zentraler Teil meiner aktuellen Flex-Situation oder Flexorganisation für die Verfechter von Flex, die wirklich alles gemeinsam machen.

00:48:02: Ich bin für jeden Input irgendwie dankbar.

00:48:04: Das heißt gerne irgendwo kommentieren und dann melden schicken.

00:48:09: Tatsächlich für mich, momentan oben die Fachlichkeit in Deutsch und Mathe zu sichern sind diese getrennten Stunden wichtig und goldwert.

00:48:20: Wenn du nach diesen fünf Wochen Schule, die du jetzt mit deiner Flexklasse hinter dir hast so eine Art Zwischenbilanz ziehen müsstest... Was würdest du sagen?

00:48:32: Wo stehst du?

00:48:36: Ich bin erst einmal Super glücklich mit meiner Klasse.

00:48:39: Also ich bin genau da, wo ich tatsächlich auch hingehöre im Anfangsunterricht mit meinen Mäusen.

00:48:45: Ich kann genau darauf Einfluss nehmen wie sie ja die Schulzeit starten und dass sie irgendwie gut behütet trotzdem mit vielen Anforderungen aber trotzdem liebevoll.

00:48:59: noch Für mich, von den Gefühlen her.

00:49:04: Ich bin nicht geliehen tag.

00:49:05: es ist viel aufwand das ist viel arbeit.

00:49:07: ich bin aber enorm glücklich.

00:49:09: also die zusammenarbeit mit den kollegen in der klasse mit den eltern in der Klasse Das funktioniert alles momentan wirklich wunderbar.

00:49:17: dass ist das macht wirklich auch spaß und freude.

00:49:20: dementsprechend habe ich auch viel zeit investiert um vieles normal zu organisieren und zu gucken Und um es noch schöner zu haben weil Ich von den Gefühlen her richtig begeistert bin.

00:49:30: Also ich bin genau da richtig, das macht mir jeden Tag wirklich leicht, jeden Morgen um fünf aufzustehen und in die Klasse dann zu gehen.

00:49:40: Ich sehe sehr deutlich auch warum Routineinflex auch so entscheidend sind.

00:49:45: Das heißt es kann mir schon zugute, dass ich so viele Erfahrungen in dem Bereich hatte.

00:49:49: Morgengreis, lesebaren, rechenbaren Lernzeit, visualisierte Aufträge also all... Und das, was ich schon in vielen Folgen gesagt hatte, das mache ich.

00:50:03: Das habe ich aber nochmal verfeinert weil mit zwei Stufen ist es noch mal ein bisschen anders.

00:50:08: Dafür habe ich vielleicht eine, zwei Wochen gebracht.

00:50:11: Aber jetzt habe ich einen System, wo es wirklich funktioniert und wo die Kinder zunehmend irgendwie selbstständig werden kann.

00:50:17: Ich sehe aber auch dass die Kinder bereits Kompetenzen aufbauen wirklich auch brauchen, also Selbstorganisationen Orientierung Kontrolle zunehmend eigenständiges Arbeiten durch diese Abrechenbarkeit von den Aufgaben.

00:50:32: Die Selbstorganization ist möglich weil wir die Regale dafür geschaffen haben.

00:50:36: Diese Regale haben eine Abbildung immer vom Heft drauf sozusagen dass die Kinder wissen wo kommt dieses Heften hin?

00:50:43: Es kommt nicht irgendwie in den Ohntiefen des Fachs des Kindes sondern es kommt immer zum Regal zurück und sie sehen immer wie wo sie was haben.

00:50:50: das heißt gibt Deutschregale, es gibt Materiegele.

00:50:53: Es gibt Materiaregale.

00:50:55: da kriegen die Kinder das ganze Material was sie brauchen um ihre Aufträge auch machen zu können und das beinhaltet auch alles.

00:51:02: also wirklich vom Lauer über Rechenrahmen über alles mögliche da ist alles bei so dass ihr wirklich sich selbst organisieren könnt ohne Fragen zu müssen.

00:51:13: einen Wichtiger Punkt auch, aber was ich letztens geändert habe.

00:51:18: Wir haben bei uns keine Garderobe mehr.

00:51:20: das heißt ich hab in wie Garderoben noch draußen verfrachtet Und für die Schuhe, die auch drin waren bisher habe ich Rollwagen gekauft.

00:51:29: Die Schuhen schieben wir immer rein und raus sozusagen so dass er auch nach den Pausen keine Unruhe mehr entsteht sondern die Kinder ziehen sich draußen um.

00:51:37: wenn sie reinkommen sind sie automatisch leise.

00:51:40: das erleichtert dann dadurch auch die Übergänge weil Rechenband ist direkt nach der Pause und das heißt die Kinder die reinkopen starten ohne dass es laut wird.

00:51:49: das finde ich irgendwie wichtig.

00:51:51: Und wir haben auch Stiftbecher.

00:51:53: Das heißt, jedes Kind hat von einem bekannten Möbelhaus quasi einen ...

00:51:59: Friedersches Möbehaus?

00:52:01: Ein Stiftbächer von mir bekommen, was wir beschriftet haben und wir bestücken das schöne Stück jeden Montag so dass wir immer drin alles haben.

00:52:11: Das heisst dadurch, dass wir keine Sitzordnung haben wandern die Kinder ihrer mit ihren Bächern vom Platz zu Platz Und das sorgt dafür, dass ich auf Einblick sehe wer hat sein Material dabei und wer nicht.

00:52:25: Und zweitens bleiben die Tische quasi immer ordentlich weil wir diese Trennwände auch haben.

00:52:31: Das heißt der Stiftebecher kommt an die Wand wird daran gehangen und die Kinder haben den ganzen Tisch wirklich nur zum Arbeiten.

00:52:39: Wir haben eine Kram-Federtasche und sonstiges was noch rumliegt sondern der Platz ist zum Arbeiten da.

00:52:47: Und das ist neu dieses Jahr dazu gekommen, auch nicht sofort von Anfang an sondern ich habe gemerkt okay die Kleinen schaffen es nicht ihre Federtaschen so auf dem Platz zu haben dass sie auch noch Platz haben zum arbeiten.

00:53:00: also wie gesagt immer das half kommt zum Körper und nicht umgekehrt.

00:53:05: und bei manchen sah's aber abenteuerlich aus und das hab ich mir so gelöst.

00:53:10: und das ist mit den Becher wirklich einfach weil die Kinder nehmen ein Fahrrad den Bechern mit Und wir haben auch dafür ein Regal.

00:53:17: Am Ende des Tages oder in den Pausen kommen die Stifterbecher irgendwie wieder zurück zum Regal und werden dann wieder abgeholt, wenn sie gebraucht werden.

00:53:26: Das funktioniert super!

00:53:27: Also ich bin mit meiner Klasse sehr zufrieden muss ich sagen.

00:53:37: Ich würde zum Ende noch mal Ja, ein bisschen schauen wie so eine Stunde geplant wird.

00:53:45: Also stellen wir uns einfach mal vor jetzt wer eine Kollegin oder einen Kollege der eine Flexklasse neu übernommen hat vielleicht ähnliche Dinge beobachtet hat wie du und das jetzt gerne anpassen würde.

00:54:02: Wir wollen ja immer so ein bisschen Impulse setzen.

00:54:05: was werden so mehr Fragen die du dir stellst, bevor du so eine Stunde planst.

00:54:12: Also was muss in deiner Planung ein bisschen vorkommen?

00:54:19: Ich würde sagen es gibt im Grunde sowas wie sechs Fragen.

00:54:23: also Was sollen beide Jahrgänge heute tatsächlich lernen?

00:54:26: das finde ich enorm wichtig.

00:54:28: Wer braucht mich wannfachlich?

00:54:30: wirklich?

00:54:31: Das hatten wir ganz am Anfang, wo du die Aufmerksamkeit verteidest.

00:54:34: Genau!

00:54:35: Was kann der andere Jahrgang dann in dieser Zeit sinnvoll ohne mich bearbeiten?

00:54:40: Da schaust Du dann auf die Fachlichkeit.

00:54:43: Da wäre ich echt dankbar wenn Kollegen mir eine Mail schreiben, die andere noch andere Formate haben, die sie im Alltag quasi benutzen.

00:54:52: Sind Auftrag, Materialkontrolle, Ablage und Ein- Schlussaufgaben wirklich eindeutig und

00:54:59: sichtbar?!

00:55:00: Das finde ich wichtig.

00:55:01: Und was passiert, wenn ein Kind nicht weiter kommt?

00:55:04: Das muss geklärt sein.

00:55:05: Wobei das wäre dann nicht pro Stunde, sondern tatsächlich eher

00:55:10: dieses Helfer-System.

00:55:11: Ja genau!

00:55:12: Wie geht es weiter?

00:55:13: Das ist grundsätzlich geklärt sein... Wenn ich was in dieser Stunde etwas anderes erwarte, dann muss es trotzdem da geklärt werden.

00:55:20: Und wo sichere ich anschließend die Fachlichkeit?

00:55:25: Also die Rückmeldung, Diagnose, Strategie und die Fehler quasi.

00:55:29: also ja wie mache ich das denn?

00:55:34: Und wenn das alles beantwortet ist, dann ist schon viel geworden.

00:55:42: Ich würde sagen diese Spagat, den man in Flex-Klassen machen muss um beide Klassen parallel zu unterrichten ist am Ende gar nicht wie ich das am Anfang gedacht habe.

00:55:59: Wie halte ich die zwei Klassen gleichzeitig beschäftigt?

00:56:04: Nee, genau.

00:56:04: Also für mich ist auch wirklich der falsche Fokus.

00:56:10: Der eigentliche Spagat lautet wie schaffe ich Phasen in den Kindern ohne mich arbeiten können?

00:56:17: Damit ich dort völlig präsent sein kann wo ich wirklich gebraucht werde.

00:56:22: Mir geht es niemals darum die Kinder sei es sinnvoll zu beschäftigen, das finde ich enorm wichtig.

00:56:28: Das ist zum Beispiel ein Knackpunkt bei uns an der Schule zum Thema Lesenband oder Rechenband.

00:56:35: Die Kinder lesen.

00:56:38: Jeder für sich... ...das ist nicht abrechenbar und überprüfbar.

00:56:42: Damit kann er ihn nicht leben!

00:56:43: Ist für mich in Wittabu.

00:56:45: Dementsprechend muss ich ein eigenes System entwickeln, was ich auch schon gemacht habe um sicher zu sein.

00:56:51: Ich muss dieses Lesen sichern, das geht nicht anders.

00:56:54: Die Kinder murmeln, so dass ich irgendwie Notfall ist.

00:56:57: Wenn sie alleine lesen müssen Sie so mummeln, dass sich höre beim Vorbeigehen.

00:57:02: Momentan arbeiten meine Zweigläste aber ganz viel mit Partner

00:57:06: und

00:57:07: Sanduern.

00:57:08: Genau damit wir das irgendwie abbrechen können.

00:57:13: Gelegentlich nehme ich mir so auch zwei, drei Kinder und lasse mir da irgendwie vorlesen.

00:57:17: Und dadurch dass wir momentan immer wieder dieselben Wartalisten bearbeiten muss sich irgendwann eine Verbesserung wie zeigen, sonst muss ich mit den Kindern sprechen.

00:57:28: Mittlerweile funktioniert das gut um das ist auch so eine Sache die Sanduern.

00:57:32: Ich hatte bisher immer nur ein Paket, ich glaube zwei Sandueren pro Zeit.

00:57:38: Ich habe gemerkt, die Zweites Arbeiten super gern mit den Sonnturen.

00:57:41: Dann hab ich einen Nachschlag nochmal geholt.

00:57:44: Muss man nicht?

00:57:45: Aber die haben sich wie die... Das meine ich mit!

00:57:48: Ich hab meine Klasse echt lieb gewonnen und das meinig irgendwie dass dann mache ich sowas zum Beispiel weil ich weiß sie arbeiten gerne damit.

00:57:56: es ist denen wichtig.

00:57:57: es ist mir aber wichtig auch diese Fachlichkeit zu haben das heißt sicherstellen dass Sie lesen und dementsprechend habe ich irgendwie fast eine ganze Menge Sandhuren nachgeholt.

00:58:05: Muss man nicht, kann man aber machen wenn man merkt irgendwie es hilft.

00:58:11: Ja ich habe viele Formate in der Klasse jetzt irgendwie etabliert so dass ich mehr Fachlichkeit habe als nur okay die Lesen.

00:58:20: zehn Minuten damit kann ich nicht leben ist wie beim Rechnen.

00:58:23: Ich kann nicht damit leben, wenn sie einfach nur irgendwie rechnen ohne ihre Ergebnisse zu prüfen.

00:58:29: Deswegen sind momentan viele im Rechenband auch mit Partnerarbeit, inwieben mit Tonnenrechnen beschäftigt um die Ergebnisse einfach zu sichern weil ohne funktioniert es nicht Genau, an der Stelle.

00:58:43: das ist ein gutes Stichwort.

00:58:45: Ich habe einen Tool mit Stefan zusammen entwickelt für das Rechenband ab Montag Klasse zwei und drei.

00:58:52: Da habt ihr die Möglichkeit euch Arbeitsblätter auf Knopfdruck quasi zu drücken zum Thema Rechenband.

00:59:01: Und ihr habt auch noch die Möglichkeit Tanneben Blätter auch auf knopfdrucks zu drucken.

00:59:07: das ganze Mitlösung Ja, selbst Einschätzungsbogen.

00:59:14: Ihr habt die Möglichkeit sie zu drucken als Word Data rauszugeben und auch mehrere Versionen zu einem bestimmten Thema rauszuholen und zu drücken.

00:59:26: Die Themen sind vom Libra vorgegeben für das Rechenband in Brandenburg, aber ich glaube viele Kollegen aus anderen Bundesländern können das bestimmt auch nutzen.

00:59:35: Sollte dir Fehler merken gerne eine kurze Nachricht schicken.

00:59:38: die Blätter sind absichtlich sehr clean gehalten.

00:59:42: nicht wundern es geht wirklich darum Kompetenzen aufzubauen Nichts, was ablenkt drauf.

00:59:50: Das heißt die sind im Grundschrift geschrieben alles schwarz-weiß ohne Deko Stellenwert gerecht geschrieben.

00:59:58: allerdings war mir besonders wichtig Ja testet gerne.

01:00:02: ich freue mich über jede Rückmeldung die uns erreicht und vor allem wenn es Probleme gab mit der Ausgabe von den Daten gerne bitte melden.

01:00:09: Und dazu muss man auch sagen du hast das auch entsprechend beim Ministerium gezeigt und hast einen grünen Daumen bekommen.

01:00:19: Also diese Blätter dürfen genutzt werden?

01:00:22: Genau,

01:00:23: weil momentan hat unser Ministerium pro Thema ein Übungsblatt rausgegeben und ich habe die Befürchtung wenn wir diese Blätter länger benutzen dass die Kinder weniger ihre mathematischen Kompetenzen aufbauen als sie die Ergebnisse auswendig lernen mir nicht genug und deswegen habe ich das irgendwie so entwickelt, sodass man mehrere Varianten zu einem bestimmten Thema quasi drucken kann.

01:00:50: Mit einer Lösung, das heißt es ist für die Kollegen wenig Aufwand jetzt irgendwie dieses Rechenband ja zu starten.

01:00:59: Es gewinnt Kennschöneheitspreis aber es ist pragmatisch.

01:01:02: Das ist wie ich.

01:01:03: Genau, finden tut ihr das wenn ihr auf elementarwissen.de geht?

01:01:08: Und da gibt's dann ein Menüpunkt der nennt sich tuits, da findet ihr dann das Rechenband.

01:01:12: Genau!

01:01:15: Ich würde sagen, damit sind wir auch am Ende der Folge angekommen.

01:01:20: und ja als großes Fazit was ich heute gelernt habe ist ein Flex geht es darum die Aufmerksamkeit des Lehrers gerechts unsinnvoll zu verteilen ohne Einbußen in der Fachlichkeit zu machen.

01:01:37: Genau, so sehe ich es auch.

01:01:41: Dann würde ich sagen vielen Dank fürs Zuhören.

01:01:43: Wir hören uns wieder nächste Woche Montag.