Der Grundschulbildung-Podcast
00:00:00: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Elementarwissen, dem Grundschulbildungspotcast.
00:00:04: Ich bin Steffen
00:00:05: und ich bin Jessica.
00:00:07: Jessica wir gucken heute mal wieder in Klassenräume.
00:00:11: Wir hatten ja schon Folgen zum Thema Kuramodell im Klassenraum aber du bist ja viel unterwegs durch dein Seminar.
00:00:19: die sind zwei Dinge aufgefallen.
00:00:22: es gibt zwei Extreme entweder ist der Klassenraum leer?
00:00:26: Die Wände sind leer oder das andere Extrem Die Klassenräume sind voller Plakate, Regeln, Merkblätter, Wortkarten, Motivationssprüche, Geburtstagskalender, Lernstrategien und Deko.
00:00:39: Und die spannende Frage ist heute – hilft das den Kindern wirklich beim Lernen?
00:00:45: Oder kann genau das lernen manchmal sogar erschweren?
00:00:50: Denn viele Klassenräume sind inzwischen extrem vollbunt wie so erlaut permanent voller Informationen und gleichzeitig sitzen dort Kinder, sich schwer konzentrieren können.
00:01:04: Darüber sprechen wir heute?
00:01:06: Genau, also ich glaube wirklich dass das ein Thema ist über das viel zu wenig gesprochen wird.
00:01:12: Also wenn man heute durch Schulen geht sieht man oft an Verklassenräume die komplett überladen wirken.
00:01:19: Ist ganz wichtig!
00:01:20: Das passiert meist auch aus guten Absichten.
00:01:25: Die Lehrkräfte wollen unterstützen sie wollen Orientierung geben, sie wollen lernen sichtbar machen.
00:01:33: Es soll trotzdem irgendwie gemütlich aussehen und bunt, kinderfreundlich und überhaupt.
00:01:42: Aber genau da beginnt das Problem so.
00:01:43: die Sichtbarkeit ist nicht automatisch lernwirksam.
00:01:49: Okay also viele würden jetzt wahrscheinlich sagen Lernplakate helfen noch den Kindern aber warum kann es problematisch sein?
00:01:59: Weil Aufmerksamkeit begrenzt ist, weil Kinderräume völlig anders wahrnehmen als Erwachsene und viele Erwachsin- blenden Dinge irgendwann aus.
00:02:08: Von sich aus ein Poster wird irgendwann einfach nur Teil einer Wand aber die Kinder machen das nicht oder nicht zuverlässig wie wir und vor allem jüngere Kinder nicht Und Kinder mit ADHS oder Konzentrationsprobleme schon gar nicht.
00:02:25: Okay also was du sagst?
00:02:26: es Alles, was Teil des Raumes ist.
00:02:29: Ist ein Reiz und wir Erwachsene gewöhnen uns irgendwann an die Reize Kinder aber oft nicht
00:02:36: Genau.
00:02:36: Und Kinders kennen dann Räume permanent.
00:02:38: Das heißt da hängt etwas buntes Da bewegt sich was Da ist ein neues Schild Da ist sein Bild Farben Wörter.
00:02:47: das Gehirn filtert ständig.
00:02:49: Ist es wichtig?
00:02:50: Muss ich drauf achten?
00:02:51: Ist das relevant?
00:02:52: Und genau dieses permanente Filter an kostet Aufmerksamkeit.
00:02:56: Und gibt es dazu eigentlich Forschung?
00:02:59: Klar, also und zwar ziemlich eindeutige Forschungen dazu.
00:03:02: Die bekannteste Studie stammt von Fischer Pasek und Seltmann die kommt aus dem Jahr zwei tausend vierzehn wurde sie veröffenten.
00:03:11: der Titel lautet visual environment attention allocation and learning in millions children.
00:03:20: Okay was wurde da untersucht?
00:03:23: Nach?
00:03:23: vierundzwanzig Grunschulkinder erhielten den Unterricht einmal in stark dekorierten Klassenräumen und einmal in eher reduzierten Räumen.
00:03:31: Die Ergebnisse waren wirklich spannend, die Kinder blickten in den stark dekorierenden Räum signifikal ein teufiger Weg vom Unterrichtsgeschehen und sie waren neufiger auf Task also abgelenkt.
00:03:43: tatsächlich und besonders wichtig die Lernleistung waren messbar schlechter.
00:03:48: Okay, das heißt überspitzt gesagt.
00:03:50: Manche Klassenräume sehen aus wie Lernförderung aber tatsächlich erschweren Sie das Lernen?
00:03:56: Genau!
00:03:56: Du musst dir vorstellen in manchen Räumen hängen sind die Wände zum Beispiel total voll und bei manchen Hängen sogar Leinen noch durch den Raum um Kunstergebnisse zu drapieren und an den Fensterbänken.
00:04:12: also du musst dir vorstellen dass an jeder Ecke in jeder Ecken irgendwas ist und es für die Kinder schwierig zu filrieren.
00:04:22: Und die Forschenden formulieren sinngemäß, die visuell reizen, konkurrieren mit den eigentlichen Lerninhalten um Offmerksamkeit und das ist der entscheidende Punkt.
00:04:36: Okay weißt du woran ich da jetzt gerade denken muss?
00:04:39: Wir hatten doch mal das Cognitive Load besprochen.
00:04:44: Genau von John Svedder Und die passt perfekt.
00:04:47: Also tatsächlich, das hatten wir mal in manchen Folgen schon besprochen.
00:04:52: Die Grundidee lautet, dass unser Arbeitsgedächtnis begrenzt ist und vor allem bei den Kindern begrenz ist.
00:04:59: Kinder können nicht unbegrenze Informationen gleichzeitig verarbeiten – die brauchen Übung!
00:05:04: Und Zwella unterscheidet zwischen Lernrelevante Belastung und Unnötigerbelastung.
00:05:10: Dazu gehören zum Beispiel Irrelevanten... visuell reiz überladene Lernumgebungen, Konkurren und Informationen.
00:05:20: Okay das bedeutet Kinder haben nur eine begrenzte Aufmerksamkeit.
00:05:29: Und wenn die Kinder diese begrenzte Aufmerksamkeit dafür brauchen Reize auszublenden fehlt dieser Begrenze auf mehr oder diese Aufmerksamkeit die sie dafür aufwenden dann beim Lernen?
00:05:42: Ja genau und ich glaube, das vergessen wir im Schulalter ganz oft.
00:05:47: Denn wenn wir denken, denken wie er häufig mehr Unterstützung hilft mehr.
00:05:54: also das ist auch nicht mal böse gemeint von den Kollegen sondern es ist wirklich gut gemeint.
00:05:58: aber manchmal passiert tatsächlich dann das Gegenteil.
00:06:03: Jetzt ist es so Kinder nutzen häufiger als für sie gutes aktuell würde ich sagen im Schnitt das Handy, dadurch fehlt ihnen Aufmerksamkeit.
00:06:18: Also Kinder haben meiner Meinung nach heutzutage Aufmerksamkeitsprobleme.
00:06:24: dazu kommen dann noch mal Kinder zum Beispiel die generell Probleme damit haben.
00:06:28: oft wird es dann jetzt ADHS eingestuft und ich würde sagen für die Kinder ist es an sich schon schwer aber für die wird es wahrscheinlich noch umso schwieriger, oder?
00:06:45: Ja absolut.
00:06:46: Also die Kinder mit ADIS haben häufig Schwierigkeiten bei der Reiz-Filterung und selektiven Aufmerksamkeit.
00:06:53: das bedeutet und wichtige Reize werden schlechter ausgeblendet und deshalb empfehlen viele neuropsychologische Ansätze zum Beispiel reduzierte Ablenkung klarer visuelle Struktur möglichst wenig konkurrierende Reize.
00:07:08: Gibt es dazu irgendwie konkrete Zahlen?
00:07:12: Ja, also nach Studien zeigen etwa fünf bis sieben Prozent aller Kinder deutlicher HDS-Symptome und deutlich mehr Kinder haben Aufmerksamkeitsprobleme ohne eine richtige Diagnose zu besitzen.
00:07:24: Das bedeutet im Fass jeder Klasse sitzen Kinder für die visuelle Reizüberflutung ein echtes Problem ist.
00:07:31: Und gerade die jetzt ADS oder ADHS zu diagnostizieren ist ja glaube da gibt es ja keine man macht ein Test und dann kommt das raus, sondern es wird ja glaube ich über Befragungen von Kontaktpersonen gemacht.
00:07:48: Genau.
00:07:49: Da gibt's irgendwie Formulare und die werden von Kontakt-Personen in Form von Lehrkraft erzieher vielleicht dem Hodge Eltern umgebung des Kindes quasi und sie werden zusammengefasst und je nachdem dann ergibt sich ein Ergebnis und an dessen wird dann gearbeitet.
00:08:09: Und das heißt, man hat eigentlich tatsächlich eine Dunkelziffer könnte existieren die deutlich höher ist als was du jetzt gerade genannt hast?
00:08:18: Okay also für uns Erwachsene wir kommen in den Klassenraum rein denken wow der ist ja schön dekoriert und für Kinder kann es aber so eine Art Dauerlärm sein der von allen Seiten her sie anschreit.
00:08:33: Genau, also nicht mal nur für Kinder zum Beispiel.
00:08:35: Wenn ich selbst irgendwie in den Räumen reinkomme wo alles voll ist, wo alles wirklich enorm belastet ist und wo alles hängt, wo alle Wände voll sind fällt es mir sogar schwer mehr als erwachsene Personen auch schwer mich zu konzentrieren und ich brauche immer eine ganze Weile, die ich mich daran gewöhnt habe.
00:08:56: Also ja für Kinder ist das irgendwie schwierig Wenn alles so überladen ist, also nicht nur akustisch schwierig.
00:09:05: Also man sagt immer, man achtet immer auf Geräuche und
00:09:08: Co.,
00:09:09: zum Beispiel darauf wird in Schulen ganz viel Wert gelegt.
00:09:13: aber tatsächlich... Der
00:09:13: tropfende Wasserhang die tickende Uhr?
00:09:16: Genau dass die Kinder ruhig arbeiten können.
00:09:19: Darauf wird wertgelegt, aber irgendwie die visuelle Reize werden immer außer Acht gelassen und viele Kinder sind nach einem Vormittag voller Reize einfach auch erschöpft am Ende des Tages, weil das so viel ist, was sie verarbeiten müssen.
00:09:33: Und dabei sprechen wir nicht mal über Inhalte sondern erst einmal das ganze Drumrum im Inner Schule.
00:09:42: Okay jetzt könnte man ja dann sagen, dass andere extrem... okay?
00:09:47: Dann entfernen wir mal sämtliche Reize machen den Raum komplett leer und dann sind alle Reize weg, aber so einfach ist es wahrscheinlich auch nicht.
00:09:56: Nee, überhaupt nicht!
00:09:57: Also den Kindern brauchen natürlich Orientierung einer Atmosphäre.
00:10:03: also sie müssen sich auch irgendwie identifizieren können.
00:10:06: und dazu gibt es ebenfalls spannende Forschungen zum Beispiel die... Das so genannte Head-Projekt der Universität auf Saalford, also in der Nähe von Manchester zum Beispiel.
00:10:20: Ein unserer Lieblingsstädte?
00:10:22: Ja da waren wir letztens.
00:10:24: Sehr schöne Stadt!
00:10:24: Genau.
00:10:25: aber die Uni ist dafür irgendwie bekannt immer praxisnah zu arbeiten.
00:10:30: das heißt sie testen ganz viel, die proben ganz viele... Also es nicht nur Theorie was die machen sondern sind dafür enorm jetzt irgendwie tatsächlich im Unterrichtsgeschehen sich Sachen anzugucken und zu bewerten.
00:10:42: Und dieses Head-Projekt, das war diese große Klassenraumstudie oder?
00:10:47: Ja genau!
00:10:48: Dort wurden hundertfünfzig Klassenräume untersucht mit fast viertausend Schülern.
00:10:55: die Ergebnisse waren super interessant weil nicht die maximale Dekoration lernförderlich wirkte sondern wirklich Klarheit Orientierung, Struktur und angemessene visuelle Simulation.
00:11:10: Also nicht zu viele Reite waren ausschlaggebend und zu viele reite wirken sich negativ aus.
00:11:21: Okay das ist spannend.
00:11:22: also es geht nicht darum möglichst viel sondern passend dosiert zu machen?
00:11:26: Ja
00:11:26: genau!
00:11:27: Die Kinder brauchen keine visuelle Dauerbeschallung sie brauchen wirklich Orientierung.
00:11:32: Jetzt sagen viele Lehrkräfte wahrscheinlich, aber meine Lernplakate die helfen doch.
00:11:39: Genau und ich besuche immer wieder bei den Hospis, besuche ich da immer unterschiedliche Schulen und bei einem Klassenraumfeld ist auf das die Wände alle voll sind also Wendedecke es ist alles voll und es gibt Plakate mit Körper und Formen und sie sind seit Anfang des Jahres dran.
00:11:56: so das bedeutet diese Lern-Plakate die sind wie Tapete werden nicht mehr beachtet, die haben keine Funktion mehr außer Deko.
00:12:07: Die haben vielleicht mal am Anfang des Jahres geholfen.
00:12:11: also können Helfer sein aber nur unter bestimmten Bedingungen.
00:12:16: Also viele Dinge hängen dauerhaft sichtbar an der Wand und irgendwann passiert etwas Wichtiges.
00:12:23: quasi unser Gehirn geworden gewöhnt sich daran.
00:12:26: Es ist eine Abituation, also kommt aus dem französischen bedeutet sowas wie man hat sich dran gewöhnen
00:12:33: soll.
00:12:34: Habitüt?
00:12:35: Genau und dann in der Abitüt wäre.
00:12:39: dann man hat es sich tatsächlich daran gewöhnet was passiert Und diese Materialen verlieren ihren Signalkarakter.
00:12:49: Die werden zu Tapete, wie ich vorhin gesagt habe und obwohl diese Informationen sichtbar hängen, wären sie kaum noch bewusst wahrgenommen.
00:12:57: Deshalb halte ich meinen Klassenraum eher reduziert.
00:13:02: Ich überlege immer was ist wichtig?
00:13:05: Was ist relevant?
00:13:06: Wir hatten ja vorhin gesagt dass Kinder sich nicht an die Reize gewöhnen.
00:13:11: aber was du damit sagen willst Es ist immer noch ein Ablenkungsfaktor, aber es ist kein positiver Stimulation mehr wenn diese Plakate
00:13:20: hängen.
00:13:20: Naja viele Lehrkräfte lassen alles hängen weil sie denken die Kinder brauchen das um zu lernen.
00:13:25: Das heißt irgendwie man hat alles Mögliche.
00:13:30: Man hat die Hoffnungen, je mehr man einen Plakat sieht umso besser kann man sich das einbringen.
00:13:37: Als ob die Kinder jeden Tag reinkommen, sich diese Körper und Form angucken und sich das besser einbringen können.
00:13:43: ist es aber nicht am Zielstudien auch bewiesen?
00:13:46: Das wird irgendwann zur Tapete.
00:13:48: Es ist halt da, weil man schenkt ihm keine Aufmerksamkeit mehr Und das ist halt schade.
00:13:53: Dementsprechend können diese Plakate alle weg.
00:13:56: Die haben keinen Nutzen mehr, außer dass sie die Aufmerksamkeit irgendwie der Kinder ja ablenken.
00:14:04: und das heißt nicht, dass Sie sich diese Plakat angucken sondern deren Gehirn wie ich am Anfang gesagt habe Filter, die an der Zeit ist diese Informationsräder rund Jahr oder neun.
00:14:15: Gut Ich würde sagen wir haben jetzt erst mal dieses Grundgerüst besprochen.
00:14:23: Lass uns doch mal einen Blick in deinen Klassenraum werfen.
00:14:28: Wie sieht das konkret bei dir aus?
00:14:29: Lasst uns vielleicht erstmal diese grobe Idee, wie du dein Klassenraum dekorierst oder strukturierst anschauen.
00:14:40: Ich bin momentan mit der Grundfarbe meines Klassenraums sehr unglücklich, also meines ist dunkel gelb.
00:14:47: Das finde ich schon grundsätzlich sehr bedrückend in einem kleinen Raum auch noch.
00:14:51: Aus irgendwelchen Gründen sind viele Klassenräume im Brandenburg gelb?
00:14:56: Ja, die Gebäude
00:14:57: an sich
00:14:57: sind
00:14:58: aufgelblich und ich weiß nicht warum.
00:14:59: wer eine Antwort hat für mich.
00:15:02: Also furchtbar!
00:15:02: Die Frage
00:15:03: habe ich mich öfter mal gestellt.
00:15:05: Genau aber ansonsten sehen die Wände eigentlich relativ... Gehalten, also relativ frei sehr reduziert.
00:15:15: Es gibt aber trotzdem ein paar Sachen wo ich nicht irgendwie darauf verzichten möchte.
00:15:19: Ich bringe vor allem das an was gerade wirklich relevant ist und da sind zum Beispiel was für mich im Alltag wirklich wichtig sind die Fresh-Stategien für die Rechtschreibung, dass das die Symbole und die Bedeutung, das hängt dauerhaft im Klassenraum.
00:15:37: Weil wir uns aber aktiv diese Plakate taktiklich angucken wenn wir zum Beispiel die TU korrigieren gucken wie uns diese Strategien an besprechen sie in manchen Aufgamensituationen.
00:15:50: also die Kinder werden immer dazu angehalten sich diese Plakat anzugucken wenn Sie eine Antwort formulieren müssen und dadurch ist es keine Tapete sondern es ist immer noch eine Hilfe.
00:15:59: Wir hatten ja bei vielen Dingen, jetzt zum Beispiel auch beim Thema Gruppenarbeit und all sowas.
00:16:04: Hattest du ja immer gesagt, dass du Dinge mit den Kindern trainieren musst?
00:16:10: Du kannst dich einfach die Gruppenarbeit einführen und davon ausgehen, dass sie das können!
00:16:16: Und genauso machst du das dann auch mit den Plakaten-Informationen an deiner Wand.
00:16:21: Dass du sagst ich kann nicht erwarten, ich hänge die auf und die Kinder nutzen die sondern du trainierst täglich die Nutzung...
00:16:29: Der
00:16:30: Strategie,
00:16:30: ich
00:16:31: gucke auf Plakat.
00:16:32: Deswegen hägen sie dauerhaft bei mir tatsächlich.
00:16:36: Ansonsten haben wir Klassenregeln und die Dienstverteilung auch im Klassenraum.
00:16:43: Der Stundenplan hängt auch.
00:16:46: Das war es auch schon.
00:16:48: Also...
00:16:48: Die Satz-Anfänger hat das du mal gesagt?
00:16:50: Nee,
00:16:50: die Satz Anfängel nutze ich tatsächlich an der Tafel.
00:16:52: Also diese nicht dauerhaft irgendwie vorhanden.
00:16:56: Genau wie Lernplakate an sich also wenn es um Wortschads und so geht.
00:17:01: Das ist auch nicht daurhaft sondern es ist wirklich an der Tafel wenn wir sie tatsächlich auch brauchen.
00:17:07: Okay, also das heißt wenn Themen vorbei sind Du hast einmal deine Evergreens, die hängen dann.
00:17:13: Das sind zum Beispiel diese Wortarten Dann hast du, ich nenn's mal saisonale Themen die du dann entweder pro Stunde oder für mehrere Stunden hast aber dann wieder entfernt.
00:17:24: Und damit sorgst du dafür dass die Dinge die hängen ihre Bedeutung behalten.
00:17:30: Genau und es bleibt nur dauerhaft hängen weil wir wirklich jeden Tag brauchen Und diese Strategien brauchen wir.
00:17:37: Also selbst die Wortarten, was du gerade eben gesagt hast, die hängen nicht dauerhaft.
00:17:41: Weil sie brauchen wir auch tatsächlich auch oft.
00:17:44: aber mittlerweile sitzen sie gut.
00:17:46: also Am Anfang waren Sie ganz lange an der Tafel mit den Magneten Mit den Montessori-Magneten Mittlerweile weil es ob aufsächlich um die Symbolen ging die ich eingeführt habe Die Kinder kannten die Montessuri-Symbolen noch gar nicht.
00:18:01: Mittlerweile sitzen die Symbole und so dass wir diese diese Symbol nicht mehr da überhaupt im Klassenraum haben müssen.
00:18:07: Wenn wir aber ein Thema zu den Wortarten nochmal besprechen, dann hängen die Wortarten halt wieder so dass wir uns sie in die Rennung rufen können.
00:18:17: Und hast du dann immer einen festen Platz wo du sagst da hängt das Lernplakat was wichtig ist für die Stunde oder?
00:18:24: Ich nutze, ich habe ein Smartboard und mit zwei Flügel quasi.
00:18:27: Und ich nutze immer die von der Tafel.
00:18:31: Die Flüge sind aber ein Whiteboard?
00:18:33: Genau.
00:18:34: Da nutzt man
00:18:34: Magnete oder wir schreiben die auf.
00:18:36: also da steht immer und tatsächlich gucken die Kinder hin.
00:18:40: Also wir hatten letztens Körper, körper Eigenschaften in Mathe und dazu hatte ich das ganze Wording quasi rechts von der Tafel angefangen.
00:18:50: Von Parallel- und Senkrecht was eine Fläche ist usw.
00:18:56: Und die Kinder wenn sie die Eigenschafte der Körper genannt haben haben immer wieder zu dieser Tafelin geguckt um die fachlichen Begriffen aussprechen zu können
00:19:07: weil sie auch darauf trainiert wurden.
00:19:09: Da sind die Informationen, die für diese Stunde für euch wichtig sind.
00:19:14: Ja,
00:19:16: aber das finde ich eigentlich einen guten Ansatz.
00:19:19: also das heißt du sagst Sichtbarkeit ist nicht automatisch Lernwirksamkeit sondern man muss auch die Kinder darauf trainieren und aufmerksamer machen.
00:19:31: Wo sind die Informationen, die für euch wichtig sind?
00:19:34: Genau.
00:19:34: Ich denke viele Wandmaterialen sind sogar eher für Erwachsene gemacht als für die Kinder.
00:19:40: Es ist mal zu viel Text, zu klein und zu abstrakt.
00:19:44: Ich würde hauptsächlich behaupten dass viele Kollegen den Klassenraum eher Fremden oder für Eltern irgendwie gestalten, dass alle reinkommen und sagen, oh wie schön.
00:19:54: Und da hängt weiß auch das schöne Kunstprojekt.
00:19:59: Aber es ist nicht lernwirksam und damit kann es halt weg.
00:20:02: also dafür kann man die Flure zum Beispiel benutzen aber es muss nicht im Klassenraum behängen.
00:20:09: etwas aufzuhängen was nicht aktiv benutzt wird ist schade weil wir schon festgestellt haben kognitiv einfach eingeschränkt sind, dass wir können nicht alles überladen.
00:20:23: Es wird an Fahrt zu viel und Lernwirksam wird Wandmaterial erst dann wenn die Kinder wirklich damit effektiv arbeiten.
00:20:32: Also nutzen, wenn es wichtig ist für den Unterricht aktiv darauf Bezug nehmen und ansonsten weg?
00:20:39: Genau.
00:20:40: also ich hoffe wenn die Kollegen heute irgendwie am Montag Die Folge hören, dass jeder dann an dem Tag danach quasi in den Klassenraum rangeht.
00:20:50: Sie sich eine Wende anguckt und überlegt, nutzen wir das dazwisch aktiv?
00:20:54: Ja
00:20:59: für manche hört es jetzt vielleicht an, dass du so für Styride-Klassenräume oder Büroähnliche Klassenräume plädierst aber so ist es nicht
00:21:09: Überhaupt nicht.
00:21:10: Also ich bin auch der Typ, ich hatte ja irgendwie vor einer Weilein Gespräch mit dem Hausmeister der alten Schule und er meinte ein Klassenraum ist kein Wohnzimmer.
00:21:19: da habe ich erwidert dass ich in meinem Wohnzimmert deutlich besser lerne als in diesen keinen Räumen die sonst zur Verfügung gestellt werden.
00:21:27: Da
00:21:27: hattet ihr um das nochmal einzuordnen da hattete ihr Container.
00:21:31: Ihr wurdet ja sozusagen ausgelagert.
00:21:33: Das waren Container Und dir wurde mehr oder weniger gesagt, du sollst dort nichts... Also du konntest im Endeffekt auch nur Sachen an die Wände kleben.
00:21:42: Weil das dünne Plastikwende mehr oder wenige waren?
00:21:44: Du konntes kein Nagel reinschlagen oder so und der Hausmeister hat es nicht gern gesehen dass du dann mit doppelseitigen Klebeband-Dinge an den Wänden befestigt hattest.
00:21:56: Genau also ich hatte keine Whiteboards oder sonst was was einfach notwendig mit Klebeband zu arbeiten war, es ließ sich auch irgendwie restlos entfernen.
00:22:07: Und trotzdem ging's aureanwie weil da ein paar Sessel standen und einteppig... Ich habe den Klassenraum halt gestalten wie man das in den anderen Folgen am Anfang zum Choramodell zum Beispiel hören kann.
00:22:23: Da war eher der Meinung wir sind hier kein Wohnzimmer!
00:22:27: Ich bin einer Meinung, also dementsprechend plädiere ich definitiv nicht dafür dass Klassenräume wie Büros aussehen.
00:22:33: Die Kinder brauchen ja Wärme und es braucht irgendwie eine angenehme Atmosphäre um wirklich arbeiten zu können, um sich darauf fokussieren und konzentrieren zu können.
00:22:44: aber Atmosphere entsteht nicht automatisch durch maximale Reizdichte.
00:22:50: manchmal wirken ruhige Räume sogar sicherer und gerade für sensible Kinder.
00:22:56: Also da muss man wirklich darauf achten, was für Kinder hat man?
00:23:02: Was ist ihnen wie notwendig und was ist dann zu viel.
00:23:06: Ich bin eher in der Dekorationskategorie Skandinavieton.
00:23:14: Ich mag es eher so alles als seinen Platz.
00:23:16: Alles ist ordentlich in Schränken und es liegt halt nichts rum weil es mich ansonsten überflutet.
00:23:23: Und da hat jedes Kind irgendwie eine andere Wahrnehmung und darauf müssen wir Rücksicht
00:23:31: nehmen.
00:23:31: Okay, also um jetzt deine Raumkonzepte mal aus so einer Metaperspektive anzugucken bei Dekoration sagst du weniger ist mehr Du hast Evergreens.
00:23:43: ansonsten nutzt du saisonale Sachen nur dann wenn du im Unterricht auch wirklich Bezug nimmst Darauf.
00:23:50: Ansonsten versuchst du den Raum strukturiert zu halten.
00:23:57: Was bedeutet, dass Dinge ihren Platz haben und jedes Kind weiß wo was hingehört?
00:24:04: Das heißt wenn es eine Schere braucht weißt du wo es hingehen muss um eine schere zu finden.
00:24:08: das musst nicht suchen und das weiß auch wo die Schere wieder hinkommt wenn sie benutzt hat.
00:24:14: genauso Mathearbeitsblätter Deutsch Arbeitsblätter Materialien Du hast feste Plätze dafür.
00:24:22: Das heißt, du reduzierst einmal die Fragen der Kinder.
00:24:25: Frau Dieter kann ich eine Schere haben?
00:24:27: Ich brauche einen Arbeitsplatz also spart ihr auch Lernzeit und ansonsten durch die Struktur und Ordnung schaffst Du auch diese positive Lernatmosphäre dadurch dass alles aufgeräumtes alles hat seine Kiste oder seine Ablage und sieht sauber und strukturiert aus.
00:24:47: Genau, ich möchte auch nicht damit sagen irgendwie dass wir die Arbeiten der Kinder gar nicht mehr präsentieren sollten.
00:24:52: also aber ich denke das Kunst durchaus wie auf dem Flur irgendwie präsentiät werden kann.
00:24:57: Wir haben jetzt in Mathe letztens Plakate zu netzen gestaltet, zu Körpernetzen.
00:25:06: Wir haben auch Kantenmodelle wie gebaut.
00:25:09: die haben kurz Platz im Klassenraum gefunden aber für eine Woche maximal weil danach sind wir fertig und dann ist es halt zu viel unruhe so viele Ablenkung was muss nicht sein.
00:25:22: dementsprechend wird das alles immer zurückgebaut zeitig sodass wir mit einem neuen Thema starten können.
00:25:30: in der Alten Schule, wo du im Container warst gab es ja auch diesen großen Eingangsbereich.
00:25:34: Wo wir dann diesen Präsentationstisch für den Eingang und also da ist reingekommen.
00:25:40: Da waren eine große Garderobe und von dieser Garderoge gingen zu beiden Seitenklassenräume ab.
00:25:45: Da hatten wir auch diesen Präsentationstisch gebaut.
00:25:47: Genau, da haben wir die Sachen immer ausgestellt.
00:25:49: Ich weiß noch, in Sachkunden hatten wir Gebiss gemacht, also Zähne und Gebiss gebastelt mit Kneten und so.
00:25:56: Die haben wir da auch ausgestellt zum Beispiel damit es nicht im Klassenraum ist.
00:26:00: aber der Platz auch im Container war echt eingegrellert.
00:26:04: eingegrenzt und das war schwierig, aber dafür haben wir den Eingangsbereich quasi frei gemacht um das machen zu können.
00:26:11: Und es hat auch den Vorteil dass die Eltern von außen die Ergebnisse sehen könnten was im Klassenraum nicht wirklich möglich gewesen wäre.
00:26:19: So konnten die Sachen ein bisschen länger bleiben.
00:26:21: Die Kinder hatten ihre Freude daran bis sie das nach Hause mitnehmen konnten.
00:26:26: Dadurch dass auch nur zwei Klassen weniger Zutritt zu dem Bereich
00:26:29: hatten?
00:26:29: Ich denke so einen Ausstellungstisch oder.
00:26:33: Also es gibt viele Möglichkeiten an Schulen Sachen auszustellen, die man irgendwie ausstellen möchte.
00:26:39: Wichtig ist der Klassenraum sollte trotzdem als Lernumgebung irgendwie gelten und dann gilt nur irgendwie was lernlücksames darf bleiben.
00:26:48: Wenn man bedenkt dass alles was länger bleibt wie Tapete irgendwie wahrgenommen wird kann es weg.
00:26:53: Tapete die aber trotzdem Reilsüberflutung ist.
00:26:57: Dann lass uns noch mal konkret werden.
00:27:02: Also ich würde gerne, dass wir jetzt noch mal so drei vier konkrete Tipps oder Empfehlungen an die Zuhörer geben können.
00:27:11: Wie man jetzt seinen eigenen Klassenraum überprüfen oder überarbeiten kann um den vielleicht ein bisschen zu entschlacken.
00:27:22: Dazu erst irgendwie nicht alles gleichzeitig sichtbar machen.
00:27:25: Lieber überlegen was brauchen die Kinder wirklich?
00:27:28: ... zweitens würde ich sagen...
00:27:32: Wartet, lass uns da nochmal kurz zu beraten.
00:27:34: Also das heißt nicht alles gleichzeitig sichtbar machen.
00:27:37: Das heißt dein Ansatz.
00:27:40: du sagst du hast ein Smartboard mit zwei Flügeln.
00:27:43: Du
00:27:44: würdest für solche Dinge also nicht dieses dauerhafte Plakat an der Wand haben sondern Würdest dann immer mit Magneten an einen dieser Sideboardflüge machen Für den Unterricht Auch tatsächlich im Unterricht mit einbeziehen.
00:27:59: Also sollte man sich, wenn man den Unterricht plant auch überlegen brauche ich das eigentlich oder nicht?
00:28:04: Und wenn ja mache ich das an diese Zeitboardwand ran und dann geht es runter.
00:28:09: Genau!
00:28:09: Wenn wir damit fertig sind mit der Reihe, dann geht das hier wieder runter.
00:28:14: Zum Beispiel werde ich in den nächsten Wochen mit Wahrscheinlichkeiten starten in meiner Klasse.
00:28:20: Dafür habe ich eine A-III Plastiktasche, wo das ganze Material, Wortspeicher und alles schon fertig ist sozusagen.
00:28:28: Das habe ich jetzt aus dem Schrank rausgeholt, hab es nochmal kurz überprüft.
00:28:31: Und dann Stück für Stück werden wir damit starten und den Wortsspeicher aufbauen.
00:28:35: Und das wird so lange an der Tafel bleiben bis wir es nicht mehr brauchen sozusagen.
00:28:40: Dann ist es irgendwann weg!
00:28:43: Okay du hast also einmal... dem Bereich, wo du dauerhafte Lernplakate hast und Temporiere.
00:28:50: Genau!
00:28:52: Gut, dann zweitens...
00:28:53: Dann sollte man Wandmaterial aktiv nutzen also nicht nur auffängen sondern man soll wirklich wie bei mir zum Beispiel die Rechreibstrategien wirklich aktiv drauf zeigen gemeinsam lesen im Runderricht wirklich aktiv verwenden damit sie nicht irgendwie zu Deko werden.
00:29:13: Also das heißt, das hatten wir vorhin schon eigentlich gesagt mit den Kindern trainieren diese Hilfen die an der Wand sind auch aktiv zu nutzen.
00:29:23: Genau!
00:29:23: Also Ziel sollte es sein dass die Kinder wenn sie dann selbstständig arbeiten und eine Frage haben zum Thema Rechtschreibung dass er erste Blick auf dieses Plakat geht um sich die Strategie nochmal in Erinnerung zu rufen.
00:29:39: Ein Punkt wäre noch, dass wir auf ADRHs und Reitsoffenheit quasi eingehen.
00:29:45: Und die mitdenken also das es für manche Kinder wirklich schwierig ist und anstrengend ist sich in überladenen Räumen zu befinden und das Ganze zu verarbeiten.
00:29:55: Und ich glaube, viele Kollegen meinen es eigentlich gut, wollen einen schönen Klassenraum haben.
00:30:00: Man orientiert sich vielleicht an Kollegen und man möchte auch seine Arbeit präsentieren ein Stück weit und man ist vielleicht auch ein bisschen unter Druck weil in sozialen Medien sind man tolle Bilder und die Kollegen lassen auch alles hängen und wollen alles zeigen.
00:30:19: also... Es ist irgendwie schwierig.
00:30:22: Ich glaube, wenn wir ehrlich sind als Lehrkraft müssen wir ehrlich damit umgehen und die Frage stellen.
00:30:27: Okay, mache ich das für mich?
00:30:29: Also mache ich diese ganze Deko für mich, für die Kinder oder für meine Außendarstellung und meine Außenwelt.
00:30:34: Und in vielen Fällen geht es um die Außentarstellung.
00:30:39: Man ist wahrscheinlich auch wie du gesagt hast durch soziale Medien vielleicht auch durch Filme Die ja dann auch immer irgendwie.
00:30:47: da hängt überall dann immer eine Weltkarte und da steht ein Globus und weiß nicht was alles wie die da immer dekoriert sind.
00:30:55: Das sind ja dann so die Role Models, die man mitbekommt.
00:30:58: Genau!
00:30:59: Aber wir hatten eine ähnliche Folge zum Methodenschow.
00:31:03: Zum Beispiel ist das irgendwie auch nicht ein super Thema.
00:31:07: an der Stelle würde ich die Erfolge normal empfehlen und da muss man sich auch frei machen von allen Methoden, die überall gezeigt werden.
00:31:14: Endlich ist es bei dem Klassenraum.
00:31:16: also wenn man kurz hin sich geht und überlegt Was brauchen die Kinder?
00:31:21: Irgendwie wirklich und dass man diese Außendarstellung an Vorausen vorlässt, dann werden wir merken okay im Klassenraum bleibt nicht viel übrig.
00:31:31: Trotzdem kann er schön eingerichtet werden und trotzdem kann es gemütlich sein und wichtig ist aber das ja lernfördelig ist.
00:31:38: Okay also ist eigentlich die wichtigste Frage am Ende gar nicht Ist mein Klassenraum schön Sondern die eigentliche frage die man sich stellen muss wer hilft meinen klassenraum beim lernen?
00:31:51: Manchmal bedeutet gute Pedagogen eben auch wie weniger.
00:31:56: Also weniger Reize, weniger visuelle Lautstärke, weniger Dauerbescheidung damit das Wesentliche wieder sichtbar wird.
00:32:05: Gibt es noch was was dir zu dem Thema auf dem Herzen liegt?
00:32:09: Na ja, im Grunde müsste jeder der jetzt die Folge gehört hat einfach irgendwann bald wieder in die Schule gehen.
00:32:15: Den Klassenraum angucken und überlegen irgendwie was ist sinnvoll?
00:32:19: Was ist irgendwie lernförderlich und was ist kontraproduktiv?
00:32:25: mit den Kindern vielleicht besprechen?
00:32:26: Was brauchen sie wirklich während die Sachen benutzt?
00:32:28: also wie gesagt in manchen Klassenräumen steht alles von Motto der Klasse Also wirklich so viel Input, was da gar nicht genutzt wird.
00:32:41: Dass es wirklich vorderlich wäre mit den Kindern darüber zu reden, was sie tatsächlich benutzen und was tatsächlich erst mal weg kann oder dass man einen Platz hat wo man rotiert vielleicht mit den Sachen.
00:32:54: Wichtig ist das man dann vermied bedenkt, dass alles was hängt eine mögliche Ablenkung ist.
00:32:59: Ich würde sagen, über diese Lobtafen hatten wir auch schon gesprochen.
00:33:03: Die können auch schon mal weg.
00:33:04: Dazu hatten wir eine Folge, die kann grundsätzlich weggehen.
00:33:08: Das ist interessant weil das Thema hat ich letztens mit einer Kollegen aus meiner jetzigen Schule aber auch der alten Schule und sie möchte sich einen Spaß erlauben und dass bei der nächsten Konferenz vielleicht benutzt.
00:33:22: Also ich wäre gerne, ich würde gerne in
00:33:24: der Lehrerkonferenz oder
00:33:25: bei der nächsten Lehrerkonferenz.
00:33:27: Ich würd so feiern wenn sie das macht dann würden man wirklich feststellen wie schlecht wir uns teilweise in den Konferenzen verhalten und wenn das auch noch an der Tafel publik quasi nochmal dargestellt wird.
00:33:37: Ich würde es feiern.
00:33:39: spätestens da würden viele merken diese Tafeln ist einfach unangenehm.
00:33:43: Und hier eine Kollegin meinte auch, sie hat auch festgestellt das manche sie benutzen.
00:33:47: Manches gar nicht.
00:33:48: aber wenn sie darüber nachdenkt findet sich auch gar nicht so gut.
00:33:52: Also es tut sich.
00:33:53: was also in meinem kollegium immer mal ein kollege ist passiert immer wieder etwas.
00:33:59: Ich werde immer wieder darauf angesprochen was alles getestet wurde und was tatsächlich auch funktioniert.
00:34:03: Was überraschend ist finde ich super und dementsprechend lohnt es sich heute auf Wieder wahrscheinlich sich Gedanken zu machen, wie der Klassenraum aussieht.
00:34:12: Der erste Gedanke ist, mach ich's für die Kinder oder war ich es für mich als Lehrkraft und meine Außendarstellung?
00:34:19: Ich habe mich ein bisschen von dieser Außodarstellung verabschiedet irgendwie.
00:34:24: Ich versuche wirklich anfangs noch das was Relevantes irgendwie hinzubringen.
00:34:29: Ja wobei also auf der einen Seite sagst du... dass du dich von dieser Außendarstellung verabschiedet hast, aber ich glaube dadurch das dein Klassenraum genau deswegen so anders aussieht als viele andere Klassenräume hat ja trotzdem eine positive Wirkung.
00:34:48: Also manchmal ist es so wenn man krampfhaft so ne Außentarstellung erzwingt Ist der Effekt manchmal gar nicht so positiv wie wenn man darauf versucht weniger nein nicht weniger wert zu legen Aber mich den Fokus darauf legt.
00:35:02: Und dann durch diese Natürlichkeit, die der Raum erhält weil er lernwirksam ist macht er schon wieder Eindruck.
00:35:10: Also ich glaube dass man manchmal diesen Effekt von dem man sich verabschieden will wenn man den nicht erzwingen will das man ihn trotzdem erschaffen kann.
00:35:21: Ja es mag sein aber ich glaube der Raum bei mir wirkt irgendwie nur warm beziehungsweise Es ist alles sehr ordentlich an seinem Platz.
00:35:30: Alles als seinen Platz, also das heißt diese Routinen und diese Struktur des Alltags die werden ja nicht irgendwie dadurch gestört dass wir ständig Sachen suchen müssen.
00:35:39: ich räume ich bin ich gelte als gutes Beispiel für die Kinder Ich räumen meinen Platz jeden Tag auf mein schraptisches Jentag aufgeräumt meine Ablagen sind ordentlich Also so dass die Kinder genau wissen okay das was sie von uns erwarten Das macht sich auch, dass wir nicht auch enorm wichtig.
00:35:56: Geh gedanklich immer durch.
00:35:58: Was muss ich anbringen?
00:35:59: Was ist wichtig, was nicht?
00:36:00: Wichtig!
00:36:00: Was ist für immer so wie die Reschreibstrategien und was ist es nicht?
00:36:07: also wenn Man überlegt vieles könnte ich noch irgendwie rausnehmen.
00:36:13: Ich habe noch eine kleine Infotafel, wo wir die Spielzeiten für die Pausen zum Beispiel haben, die Essen-Zeiten.
00:36:21: Tatsächlich könnten sie mittlerweile auch weg oder wahrscheinlich woanders, wo es weniger sichtbar ist.
00:36:28: Was ich noch dauerhaft hab' ist ein Reflexionstafel also so Reflexionsschilder mit den Fingern damit die Kinder sich daran orientieren können.
00:36:41: Was heißt mit den Fingern?
00:36:45: Es ist mir gut gefahren, aber ich musste kurz nachdenken.
00:36:48: Mit einem Finger war es sehr schwer und so weiter und sofort.
00:36:52: Wir haben einen Anzahl damit wir ein Feedback geben können.
00:36:57: Was habe ich noch?
00:36:58: Die Klassenregeln könnten tatsächlich weg.
00:37:01: Die sind irgendwie dauerhaft an der Tür bei mir, nicht ganz so präsent und ich würde behaupten die gucken wir uns nicht mehr an.
00:37:08: Aber es ist im Schulalltag so eine Routine oder eine Erwartung, die viele haben, dass diese Regeln da sind.
00:37:16: Und weil sie nicht hängen, sind Sie vielleicht halt nicht vorhanden und dem ist aber gar nicht so.
00:37:21: Deswegen ist das so eine Sache, die würde ich vielleicht irgendwann abschaffen wollen nach kurzer Zeit wenn sie inwiefer innerlicht wurden.
00:37:30: Was haben wir noch?
00:37:31: Das kann man ja auch... Wenn man Schränke hat, kann man sowas immer in die Türen kleben wo sie dann nicht sichtbar sind, aber wenn man sie dann zitieren muss macht man die Tür auf und sagt hier guck mal wir haben das immer mal schriftlich fixiert.
00:37:46: Hier sind die Regeln?
00:37:47: Ja,
00:37:47: wobei im Schrank finde ich sie auch.
00:37:49: Wenn du sie im Schrang irgendwie hast, kannst du sie ja übrigens eigentlich nicht.
00:37:53: Ich fühlte mich wirklich mehr Platz hätte.
00:37:56: vielleicht wäre es eine Sache, die ich im Klassenrat also auf dem Teppich quasi während des Klassenrats habe würde so was Also mobil, aber nicht irgendwie dauerhafter Natur.
00:38:06: Aber man kann also... Man muss ja auch vorstellen ich war neuer in der Schule und ich habe schon viel wie anders gemacht.
00:38:12: Da wollte ich nicht auf so diese Standards quasi verzichten.
00:38:16: Du warst schon der Pfau?
00:38:17: Ja genau!
00:38:18: Ich war schon ein bisschen anders.
00:38:23: Das mein einfach... Mit sich hart ins Gericht geht und überlegt, wenn man das nächste Mal den Klassenraum betrifft.
00:38:30: Das wäre mein Wunsch jetzt am Ende der Folge, dass jeder kurz überlegt was ist wirklich wichtig?
00:38:35: Und was ist es nicht?
00:38:36: Was kann weg?
00:38:39: Ja darüber könnt ihr gerne berichten.
00:38:42: Ihr erreicht uns entweder per E-Mail wie immer.
00:38:46: Dazu bedanke ich mich auf das Feedback, was wir per E-Mail bekommen.
00:38:49: Find' ich ganz toll!
00:38:50: Oder Sie könnten noch einen Kommentar auf dem Blog hinterlassen www.dementavissen.de.
00:38:58: Da findet ihr quasi weitere Beiträge, passend zum Podcast.
00:39:03: über eure Rückmeldungen freuen wir uns immer.
00:39:07: Dann würde ich sagen vielen Dank fürs Zuhören und bis nächste Woche.
00:39:11: Tschüss.