Der Grundschulbildung-Podcast
00:00:01: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Elementarwissen, dem Grundschulbetungs Podcast.
00:00:05: Ich bin Steffen
00:00:06: und ich bin Jessica.
00:00:08: Jessica wir wollen heute die Folge ein bisschen anders starten als gewohnt und wollen eine kleine News einstreuen.
00:00:16: Und zwar gab es eine Änderung am Schulgesetz was sich direkt auf eine Folge die wir vor kurzem aufgenommen haben bezieht.
00:00:25: Genau, wir beziehen uns heute kurz als News of eine Folge die wir zum Thema Konsequenzen aufgenommen hatten.
00:00:33: Und auch
00:00:35: Erziehungsmaßnahmen?
00:00:36: Die zwei Folgen sind an der Stelle relevant.
00:00:40: es geht um die Änderung in der EOMV also die Erziehung und Ordnungsmaßenverordnung Und es gab zum halben Jahr in Brandenburg eine Änderung und der Text ist auf jeden Fall kurz nennenswert.
00:00:57: Es geht vor allem um Erziehungsmaßnahmen, also dass jetzt auch die Klassen der Kräfte z.B.
00:01:03: berechtigt sind ein Verweis auszusprechen.
00:01:06: Viel wichtiger finde ich aber zum Thema Konsequenzen Die Wortwahl tatsächlich, die in der Verordnung dann getroffen wurden.
00:01:16: Da wurden noch mal mögliche Erziehungsmaßnahmen erläutert zum Beispiel von der Ermahnung über die Gelegenheit zu wiedergutmachen und so weiter und sofort.
00:01:26: Und da kommt erst das Spiel.
00:01:27: es ist dann also Paragraph drei Absatz zwei der Verordnung, das steht zum Beispiel wie die Wiedergutmachung soll Verantwortung für Fehlverhalten übernommen und die Folge des Fehlvereintens möglichst beseitigt oder ausgeglichen werden.
00:01:45: Auf diese Weise soll einzig gefördert zukünftiges Verhalten positiv beeinflusst und Versöhnungen herbeigeführt werden.
00:01:52: Maßnahmen der Wiederguttmachen können insbesondere sein – die persönliche Entschuldigung, Reparatur, Reinigungs-, oder aufräumen arbeiten und die Übernahme eines schulischen Dienstes oder einer schulichen Aufgabe.
00:02:07: Und das spricht dafür, was wir dann in dieser Folge tatsächlich gesagt haben zum Thema Konsequenzen wirklich ganz klaren Bezug zum Fehlverhalten haben müssen.
00:02:20: Das heißt, habe ich was kaputt gemacht?
00:02:21: Muss ich jetzt reparieren im Rahmen meiner Möglichkeiten?
00:02:24: Habe ich etwas dreckig gemacht?
00:02:26: muss sich irgendwie sauber machen auch im Rahmen meiner Möglichkeiten aber dass das alles irgendwie einher geht.
00:02:36: Und dann wurde noch hinzugefügt, dass bei mangelnder Bereitschaft zum Beispiel dem Unterricht zu folgen oder sich daran zu beteiligen oder entsprechende vorherrige Erwarnungen anfahrt zu nichts.
00:02:49: geführt haben, dass auch da die Möglichkeit der Nacharbeit.
00:02:52: Das erspart irgendwie viel Stress mit den Eltern und man kann es wirklich ganz offen mit den Kindern besprechen, dass das wirklich die Konsequenzen sind, die daraus folgen.
00:03:02: Und dann spart man sich tatsächlich viel Arbeit.
00:03:04: also in der neuen Verordnung merkt man ganz deutlich was die Regierung auch tatsächlich schon angekündigt hat, dass man versucht den Schulen wieder ein bisschen mehr Macht irgendwie zu geben, mehr Handlungsmöglichkeiten alles so ein bisschen direkter wird, dass man nicht mehr zu jeder Zeit irgendwie eine Klassenkonferenz einberufen muss.
00:03:25: Dass viele Entscheidungen schon von der Klassenleitung selbst getroffen werden können ohne den Gang quasi zur Klassen Konferenz oder auch über die Schulleitungen direkt.
00:03:36: Das heißt, die Schulleitungen haben wieder mehr Möglichkeiten der Handhabe und der schnelleren Klärung von Saarverhalten.
00:03:46: Sie müssen sich nur noch trauen!
00:03:48: Also sprich die Änderung ist so, dass diese Maßnahmen durchaus vorher möglich waren.
00:03:55: Die wurden jetzt aber noch mal expliziter benannt
00:03:58: Z.B.,
00:03:59: die Wiedergutmachung wurde jetzt erläutert, also das ist eine Reparatur und eine Reinigung z. B. sein kann.
00:04:04: Das war früher irgendwie nicht möglich... War es
00:04:07: nicht möglich oder nicht explizit?
00:04:08: Das
00:04:09: war nicht expliziert genannt.
00:04:10: Ich habe das schon mal gemacht in den frühen Jahren immer in Absprache mit der Schulleitung zum Beispiel um mich selber irgendwie abzusichern Und auch da hätten die Eltern wahrscheinlich irgendwie mithreden können und sagen finden wir nicht so gut bla bla.
00:04:24: ich habe es aber in diesem Schuljahr auch bereits angewandt auch in Absprache Mitschulleitungen, um einfach rechtlich sicher zu sein.
00:04:36: Aber tatsächlich jetzt ist es möglich.
00:04:37: das heißt man kann sich all diese Schritte irgendwie sparen.
00:04:40: der Weg führt einfach zum Hausmeisterl und wenn man nett mit denen isst die erkennen Orian wie deren pädagogischen Auftrag Die sind Orien wie die gehören zum Schulpersonal dazu.
00:04:52: also worauf du gerade anspätzt ich glaube da ging's Um Sachbeschädigung oder
00:04:56: so was?
00:04:56: Genau, bei mir einmal habe ich es angefangen.
00:04:58: Dann ging es um Sach-Beschädigungen im Container in den Toiletten.
00:05:04: da wurde also... Da war eine Reparation nicht möglich.
00:05:08: das Kind ist aber für zwei Stunden mit dem Hausmeister durchs Haus und hat irgendwie das Schulgebäude gereinigt beziehungsweise Müll eingesammelt zum Beispiel auf dem Schulhof.
00:05:21: Und jetzt in diesem Schule hatte ich das Ohr und dann hat das Kind auch für mehrere Stunden dem Hausmeister geholfen, ja Alltagstätigkeiten.
00:05:32: Es geht auch nicht darum – und das habe ich mit dem HausMeister ganz klar kommuniziert – es geht nicht darum, dass das Kind irgendwie bloßgestellt wird.
00:05:38: Das Kind muss verstehen, dass er seine Mehrarbeit irgendwie verursacht hat und jetzt muss es irgendwie ausgeglichen
00:05:43: werden.".
00:05:44: Also ist denn sozusagen man hat der Gemeinschaft ... sprich der Schule einen Schaden irgendwie zugefügt, sei es dann auch noch materieller Schaden und stellt dann seine Arbeit in den Dienst der Gemeinschaft.
00:05:56: Genau also... Und es war tatsächlich für beide Seiten echt positiv, weil der Hausmeister hat mit diesem besagten Kindern Zeit verbracht.
00:06:04: die haben sich kennengelernt das Kind hat den Hausmeisters kennengelernet und auch sind so ins Gespräch gekommen und das Kind hatte das ja als positiv für sich irgendwie.
00:06:16: Der Hausmeister hatte es auch nicht als, also er hat das ihm nicht mehr als Strafe vorgehalten.
00:06:21: Sondern seine Aufgabe war zu sagen... Also nicht machtest du hast jetzt eine Strafe sondern seiner Aufgabe war ihm zu sagen ich find's toll dass du die Dinge wieder gut machen willst.
00:06:37: Also er ist dem Kind auch positiv begegnet und nicht als der Strafvollzug oder
00:06:42: sowas.
00:06:43: Er es erfordert, als Lehrkraft schon ein bisschen Arbeit.
00:06:45: man muss irgendwie die Zeiten mit dem Hausmeister absprechen, man muss den Hausmeisters noch einmal klar sagen wo der pädagogische Auftrag hier liegt was zu vermeiden ist Und so weiter und so fort.
00:06:56: Aber Fakt ist, man muss nicht mehr den Weg über die Schulleitung gehen.
00:06:59: Man muss in vielen Fällen nicht mehr über die Klassenkonferenz gehen.
00:07:04: Sondern wirklich... ...man kann vieles als Lehrkraft selbst gestalten.
00:07:09: Die Schulleitungen sind jetzt einfach schneller oder können zumindest schneller werden?
00:07:15: Man muss sich nur trauen!
00:07:17: Also an der Stelle liebe Kollegen... Einmal die Verordnung durchlesen.
00:07:24: Da sind viele Sachen drin, die neu sind und spannend und interessant.
00:07:31: Ich empfehle die Lektüre gar nicht so lange um einfach die Rechtssicherheit zu gewinnen.
00:07:36: Und an der Stelle machen wir Schluss mit den News.
00:07:39: Genau!
00:07:40: Falls ihr die Lektyre euch tatsächlich antut, könntet ihr dabei ja etwas essen?
00:07:47: Das ist die Überleitung zu unserem eigentlichen Thema Denn wir wollen heute darüber sprechen, wie häufig Kinder eigentlich in der Schule essen und ob das Ganze so sinnvoll ist.
00:08:01: Was sagst du dazu?
00:08:03: Ja, ein wichtiges Thema war es uns immer wieder irgendwie beschäftigt.
00:08:08: tatsächlich ich war letztens bei einer Hospi und dann die Kinder hatten eine kurze Pause zwischen zwei Stunden sozusagen und als ich reinkam haben sie gegessen.
00:08:21: Die Schulleitung kam noch dazu, war sichtlich irritiert.
00:08:23: Dass die Kinder gerade essen, obwohl wir wirklich nur eine kurze Pause hatten.
00:08:28: und dann guckt sie mich an und sagt ja seit wann hat sich das so eingebürgert dass die Kinder zu jeder Pause essen?
00:08:34: Dann habe ich sie angekürkt und gesagt diese Verstellung habe ich auch gemacht, die finde ich sehr bedenklich.
00:08:41: Ich kann... Nicht nachvollziehen, warum die Kinder so viel zu jeder Zeit inwieessen müssen.
00:08:48: Dann kamen die Sonnerpädagogin dazu und die meinte aber, die Kinder brachen das Und sie hat die Sache auf sich bezogen.
00:08:57: Sie meinte wenn sie sitzt und für Sachen lernt dann braucht sie auch ganz viele Schokolade.
00:09:04: Genau.
00:09:05: und dann fingt die Diskussion an Ja, was ist sinnvoll?
00:09:10: Was ist nicht sinnvoll?
00:09:11: und darum geht es heute in unser Folge.
00:09:13: Wir wollen gucken ja was ist relevant.
00:09:17: Ist es wirklich so dass die Kinder es tatsächlich brauchen oder ist das eine Gewohnheit die sich einfach irgendwie etabliert hat?
00:09:24: okay aber warum fällt es nicht generell in den Schuhen auf?
00:09:29: liegt es daran dass man sich da dran irgendwie gewöhnt hat?
00:09:33: Genau, also heute glaube ich wollen wir wirklich versuchen herauszufinden was sich dahinter versteckt.
00:09:39: Also vielleicht geht es auf gar nicht um Hunger zum Beispiel.
00:09:44: Vielleicht hat dieses permanente Essen viel mehr mit Stress Übergängen Reizüberflutung Gewohnheiten oder auch Selbstregulation zu tun.
00:09:55: Die Kinder essen ja oft in den Pausen oder eigentlich seltener wahrscheinlich während des Unterrichts.
00:10:01: Und oft ist es ja auch so, wenn die Kinder nach dem Klingen reinkommen dann wirken sie oftmals innerlich noch wie in der Pause.
00:10:11: Ja genau, die Kinder kommen rein.
00:10:12: Es ist laut, sie sind aufgedreht.
00:10:14: Die essen, sie trinken, sie reden, sie laufen rum... Sie suchen noch Dinge und sie können nicht wirklich anfangen.
00:10:22: Und irgendwann dachte ich okay vielleicht sind die Kinder innerlich anfangen noch nicht soweit oder wieder zurückgekommen sozusagen.
00:10:33: Okay aber in der Schule wird ja diese Zeiten.
00:10:39: bleiben wir mal beim Wort Übergang.
00:10:42: Dieser Übergang wird ja oft wie so ein Schalter irgendwie verstanden.
00:10:46: Also sprich die Kinder sind in der Pause, können mehr oder weniger machen was sie wollen im Rahmen der Regeln und wenn Sie dann zum Unterricht kommen muss ein Scheiter umgelegt werden und dann müssen sie sofort konzentriert sein.
00:11:00: Ja, das stimmt.
00:11:02: Aber unser Nervensystem funktioniert leider nicht so wie ein Lichtschalter.
00:11:07: Die Kinder kommen gerade aus der Pause die waren in Bewegung es war laut Es gab Konflikten sie konnten reden Sie konnten rennen Es gab soziale Spannungen Völlige Reizüberflutung Und dann sollen sie, also es klingelt und dann sollen Sie wirklich innerhalb von wenigen Sekunden an Verstillsitzen zuhören.
00:11:25: Scheiben mitdenken, Nachdenken Impulse kontrollieren... ...und das ist eine enorme Regulationsleistung die wir von den Kindern
00:11:33: fordern.".
00:11:34: Das war jetzt wieder so ein klassischer Begriff finde ich, den ich überall irgendwie in Sachen Pädagogik momentan höre des Regulationen und vor allen Dingen die Selbstregulation.
00:11:48: Was bedeutet das eigentlich genau?
00:11:50: Eine Selbstregulation bedeutet vereinfacht gesagt, dass ein Mensch sein Verhalten seine Aufmerksamkeit, seine Gefühle und all seine Impulse wirklich steuern kann.
00:12:02: Also zum Beispiel warten Frust aushalten sich beruhigen Anfang konzentriert bleiben Bedürfnisse aufschieben Und genau das brauchen Kinder nach einer Pause plötzlich massiv
00:12:19: Okay, aber das heißt ja, Selbstregulation ist dann mehr als nur dieses Bravsein.
00:12:27: Genau also es hat eigentlich wenig damit zu tun.
00:12:30: dass geht wirklich um die Fähigkeit das eigene Verhalten an eine Situation anzupassen und das kostet echt Energie für die Kinder.
00:12:39: der Psychologe Baumeister zum Beispiel beschreibt die Selbstregulierung als eine begrenzte Ressource die über den Tag beansport wird.
00:12:48: Das heißt, die Kinder gerne nicht unbegrindensfiltern kontrollieren und regulieren und das erklärt auch meist warum die Kinder zu Hause entweder überdrehen oder Wutausbrüche haben oder weil diese Ressource sie brauchen für die Schule und da wollen Sie das orieren wie?
00:13:07: Und es ist auch gesund das so in der Schule zu haben Zuhause, die Sau rauszulassen.
00:13:15: Als Bedergunnen sagt man es ist ja halt die Norm.
00:13:18: Die Kinder leisten sich immer mehr wo sie genau wissen wirds verziehen wenn Sie sich daneben verhalten und das ist meistens dann zu Hause.
00:13:29: andersrum ist es dann wieder problematisch wie wenn dieses Kind dieses Verhalten doch lieber in der Schule wie auslebt als zu Hause.
00:13:37: Dann muss man hellhörig werden als Lehrkraft tatsächlich.
00:13:43: Aber genau, fassen wir zusammen.
00:13:45: Diese Selbstregulation ist eine Ressource und die ist begrenzt.
00:13:48: das muss man als Lehrkraft im Kopf haben.
00:13:50: Okay also was du sagst es begrenzte Ressourcen.
00:13:56: Kinder kommen aus der Pause in ja in die Klasse rein und fangen dann an zu essen.
00:14:05: Warum machen sie das während dieser Übergangszeit gerne?
00:14:10: Oder häufig?
00:14:10: Wichtig an der Stelle wäre noch zu sagen, wir wollen uns heute nicht gegen Essen grundsätzlich aussprechen.
00:14:17: Ganz klar die Kinder brauchen ja Nahrung.
00:14:22: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungen empfehlen für Kinder drei Hauptmalzeiten und zwei Zwischenmalzeiden zum Beispiel Und die sind auf jeden Fall sinnvoll.
00:14:35: Okay also das heißt zwischen Mahlzeiten sind an sich sinnvoll.
00:14:40: Also die Hauptmei-Zeiten sind dann Frühstück, Mittagessen und Abendbrot.
00:14:45: Und dann hätte man noch zwei Zwischenmeizeiten drin.
00:14:50: Die sind gewollt und sinnvoll aber du redest ja mehr über so eine Art Dauersnäcken.
00:14:56: Genau.
00:14:56: also wichtig ist was ich finde das Wording an Pfarringer Schule ist halt unglücklich weil die erste Pause ist immer die Früchtungspause sozusagen.
00:15:06: und wenn wir sie so nennen dann denken viele Elternhäuser.
00:15:12: Okay, dann muss das Kind halt nicht mehr zu Hause frühstücken weil es wird sowieso in der Schule irgendwie gefrühstückt.
00:15:18: Da ist extra Zeit für ein Geplant?
00:15:19: Da ist Extra Zeit.
00:15:20: aber bei uns an der Schule wir frühstucken nach der zweiten Stunde das heißt um neun Uhr zwanzig.
00:15:25: Das bedeutet die Kinder kommen ohne... Also kommen einfach mit leeren Marken gegen die Schule, müssen zwei Stunden absolvieren.
00:15:34: Ehe sie was gegessen haben und dass das mit der Leistung etwas macht ist eigentlich ganz klar.
00:15:40: Das sollten wir tatsächlich an den Schulen kommunizieren.
00:15:44: Also ich sag immer, ich möchte dass die Kinder vorher was gegessen haben.
00:15:47: Damit sie um neun Uhr zwanzig irgendwie dann ein Snack nehmen können.
00:15:51: das passt dann wiederum mit der Empfehlung der Gesellschaft für Ernährung.
00:15:55: Wenn wir sagen okay, die Kinder frühstücken zu Hause Dann um neuneinundzwanzig gibt es wieder ins snack.
00:16:00: Es gibt Mittagessen in der Schule.
00:16:03: Dann gibts zum Nachmittag nach dem Unterricht auch wieder so ins snack und dann gibts abends Abendbrot irgendwie alles Zeit, quasi.
00:16:11: Dann passt das!
00:16:12: Was wir aber an den Schulen erleben ist dass die Kinder ohne Frühstück in die Schule kommen.
00:16:16: dann wird erwartet um neunundzwanzig wird gefrühstückt für zehn Minuten.
00:16:19: das ist wirklich extrem wenig um wirklich vernünftig essen zu können und dann erst gibt es dann wieder irgendwie ja eine Hauptmahlzeit dann wird wahrscheinlich Zuhause nochmal kurz gesnackt und dann gibts irgendwie Abendbrot dann zu Hause und da sieht man das funktioniert halt nicht.
00:16:39: Okay, also was du sagst ist die Kinder sind permanent beim Essen.
00:16:43: Aber... Was ich noch nicht ganz verstanden habe, was ist die Triebfeder dahinter?
00:16:48: Weil Hunger wird es ja wahrscheinlich nicht sein.
00:16:50: Nicht jedes Bedürfnis nach Essen hat tatsächlich Hunger.
00:16:53: also wir kennen's auch als erwachsenen Menschen.
00:16:56: manchmal ist man ein bisschen geknickt dann greifen manche zur Schokolade.
00:17:01: Also jeder hat so seine kleinen Gewohnheiten und manche Kinder essen dann tatsächlich aus Langeweile zu Beruhigung oder aus Gewohnheit oder zur Regulation und auch weil ständig etwas verfügbar ist.
00:17:18: Das heißt, Essen ist dann nicht mehr die Ernährung an sich und Energie- und Krafttanken, wofür es eigentlich gedacht ist sondern das erfüllt eigentlich andere Regulationsprinzipien
00:17:34: Genau.
00:17:34: Also Essen kann kurzfristig beruhigen, gerade jüngere Kinder zum Beispiel regulieren sich auf körperlich also sie kauen, sie trinken, sie bewegen sich, sie nesteln und deshalb müssen wir uns fragen ist das wirklich Hunger oder versucht das Kind grad sich selbst zu regulieren?
00:17:50: Wir hatten ja auch gesagt die Kinder brauchen viel Energie und so ein möglichst Frühstücken.
00:17:58: Und Die Empfehlung der Was war das?
00:18:04: Gesundheitsorganisation.
00:18:05: Der Weltgesundheitsorganisation?
00:18:07: Ja, die hatte aber was anderes gesagt.
00:18:10: Die hat ja gesagt man braucht diese drei Hauptmehrzeiten und diese Zwischenmehrzeit.
00:18:18: Was kann dann so ein bisschen das Problem bei diesem Dauerschnecken sein.
00:18:23: Ja, also die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt ausdrücklich den Konsum sogenannter Freiazucker deutlich zu reduzieren.
00:18:30: Also die sagen sogar der In-Pack irgendwie soll maximal zehn Prozent am Tag sein.
00:18:41: Okay, also zehn Prozent von dem von der Energie, die man sozusagen Tag aufnimmt.
00:18:49: Genau!
00:18:50: Was sind die freien Zucker?
00:18:51: Also als was wird das dann...
00:18:54: Das sind ja nicht nur die Süßigkeiten, also dazugehören zum Beispiel auch gesüßte Getränke, Fruchtsefte, Kinderprodukte ganz viel davon.
00:19:03: Zugesetzerzucker in Snacks, z.B.
00:19:05: Quetsches, süße Joghurt, Trinkpäckchen.
00:19:09: Man kann es fast nicht glauben aber tatsächlich sind es ihnen wie Getränken, die mit in die Schule gehen Und das erleben wir, es ist Schulalltag mittlerweile.
00:19:21: Okay also die Kinder Dauerschnecken.
00:19:23: aber eigentlich was ich zumindest mal zum Thema Ernährung gelernt habe ist dass der Körper ja auch mal Pausen vom Essen braucht Also dass es gar nicht gut ist diese ständige Nahrungszufuhr zu haben.
00:19:39: Genau, das sagt auch die deutsche Gesellschaft für Ernährung und auch andere Fahrstellen eigentlich.
00:19:43: Die empfehlen keine dauerhafte Nahrungsaufnahme sondern wirklich strukturierte Mahlzeiten.
00:19:50: wie gesagt irgendwie drei Hauptmahlzeiten und zwei Snacks.
00:19:53: Und Kinder sollen wirklich Hunger wahrnehmen Sättigung auch wahrnehmen Essensrhythmen entwickeln.
00:20:01: Züchenmahlzeit sind sinnvoll Dauersnacken ist aber echt was anderes.
00:20:05: und das ist momentan das gerade an Schulen etabliert und das ist halt verteilt in vielerlei Insel, weil einmal macht sich das an den Körperern und Statuen der Kinder irgendwie bemerkbar.
00:20:17: Dass ich ständig Schrott essen bei zu wenig Bewegung Denkbar schlechte Kombination.
00:20:28: Zweitens hat der Zucker einen großen Einfluss auf die Konzentration.
00:20:33: Es ist mittlerweile so viel nachgewiesen, es gibt vielleicht ein Pick in dem Moment, wo die Kinder sich wirklich konzentrieren können.
00:20:40: Dieser Pick schnellt aber wieder nach unten innerhalb von wenigen Minuten und dann sind die Kinder an der Stelle überhaupt nicht mehr konzentrierter.
00:20:49: Wichtig ist, dass man eine stabile Mitte findet mit einem guten Frühstück zu Hause, ein Snack um neun, einen Mittagessen gegen zwölf.
00:21:03: Ein Snack am Nachmittag und einen Abendessen wäre es irgendwie so dass man ein Rhythmus hat.
00:21:11: Es wäre so das mein Hunger verspürt, dass man aber auch Sättigungen wie wahrnehmen kann usw.
00:21:17: Da müssen wir unbedingt zurück.
00:21:20: Okay, um das nochmal einzuordnen.
00:21:21: Also du sagst es geht gar nicht so um Verbote dass wir jetzt sagen willst Essen gehört nicht in die Schule oder zumindest diese Snacks sondern das geht ja einmal um die Struktur und eigentlich auch so ein bisschen darum was in diesen Brotboxen dann tatsächlich drin ist.
00:21:43: Genau, also die Frage, die wir uns als Bedaugung stellen müssen ist wirklich.
00:21:47: was hilft denn den Kindern wirklich?
00:21:49: Also essen löst nicht jedes Regulationsproblem zum Beispiel.
00:21:53: Und die Frage die nachzustellen wäre Essen die Kinder zu Hause am Wochenende z.B auch zu jeder Stimme?
00:22:02: und da würde ich behaupten es ist einfach nicht der Fall.
00:22:08: Und warum brauchen sie es dann nicht am Wochenenden?
00:22:10: Warum brauchen Sie das so in der Schule?
00:22:13: Ich würde noch weitergehen, brauchen es die Kinder oder brauchen die Leerkräfte diese Pause?
00:22:19: Um was zu tun und durchzuschnaufen oder Sachen auszuteilen.
00:22:23: Es
00:22:24: ist auch eine Form der Beschäftigung an manchen Stellen.
00:22:27: Wenn man überlegt, dass manche Kollegen das wirklich so handhaben, dass die Kinder nach jeder Stunde essen.
00:22:33: So und angeblich noch fünf Minuten.
00:22:35: Aber die fünf Minuten bei den fünf Minuten kann es ja gar nicht bleiben, weil es sind edige Kinder das ausgepackt haben angefangen zu essen, dass wieder eingepackt haben.
00:22:43: Das sind wesentlich mehr als fünf Minuten und das zu jeder Stunde.
00:22:47: Wenn man das einmal hochrechnet in der Woche wie viele Minuten jene wie davon verloren gehen dann ist halt die Frage.
00:22:57: Du hattest ja jetzt mehrmals schon mal diese Selbstregulation anklingen lassen und auch gesagt dass diese Übergänge ein Teil des Dauersneckens sind.
00:23:12: Woran liegt es, dass die Kinder, wenn sie aus dem Pausen kommen nicht wirklich anfangen können?
00:23:19: Na, da hilft uns noch mal einen Blick auf die sogenannte Kognitive Law Theorie von Zweller.
00:23:25: Den hatten wir schon mehrmals in manchen Folgen thematisiert.
00:23:30: also die Grundidee lautet unser Arbeitsgedächtnis ist begrenzt und zu viel Reise gleichzeitig führen einfach zur Überlastung.
00:23:39: Ich glaube wie hatten Zweller ja in der letzten Folge die wir davor aufgenommen haben das war dann Die Reizüberflutung im Klassenraum.
00:23:49: und was du aber sagst ist, wenn die jetzt aus der Pause kommen.
00:23:55: Die haben gespielt sind gerannt haben sich gestritten gab sonst irgendwelche sozialen ja sozialen Austausch?
00:24:05: das ist bei denen noch im Kopf und beschäftigt sie
00:24:09: genau.
00:24:11: Vielleicht erleben wir nach der Pause also nicht an verunkonzentrierte Kinder, sondern wirklich Kinder, deren Nervensystem noch mit Reizverarbeitung beschäftigt sind.
00:24:21: Und das ist wichtig, dass wir das im Kopf
00:24:23: haben.".
00:24:24: Wenn ich mir das so recht überlege finde ich, dass es gar nicht nur die Kinder in der Schule betrifft.
00:24:32: Also wenn ich ehrlich bin, ich sehe eigentlich auch Erwachsene ständig Snacken.
00:24:37: Also weiß nicht, wenn man mal guckt.
00:24:39: Man hat diese Coffee to go... ...man hat dieses Snacks ständig unterwegs oder man ist so nebenbei bei der Arbeit wie die eine Sozialpädagogin war das vorhin, die du meintest auch gesagt hatte.
00:24:52: also eigentlich sind es auch Dinge, die wir Erwachsenen dann tun.
00:24:58: Ja, vielleicht sehen wir euch in der Schule manchmal anfangs nur gesellschaftliche Gewohnheiten in ganz klein.
00:25:03: Also Dauerverfügbarkeit, Dauerbeschäftigung, Dauereize und Kinderwachsen genau da drin auf zum Beispiel.
00:25:11: Ich bin mir auch nicht sicher ob es ein ländertypisches Phänomen ist.
00:25:19: In Frankreich ist das so für alle die erst jetzt zuhören oder die erste Folge hören ich komme aus Frankreich wie man es so schön hört Und in Frankreich ist es ja so, wir haben ein Frühstück zu Hause.
00:25:31: Wir haben einen sehr langen Mittagspause von eineinhalb Stunden meiner Zeit in der Grundschule wo wirklich Vorspeise, Hauptgang und Nachspeise gegessen wurde dazu noch Brot.
00:25:43: Eine Käse wurde noch serviert usw.
00:25:46: Man hat sehr lange gesessen.
00:25:47: zum Essen also wirklich einfach... Ein Rhythmus, wie Tiefmannieren wurden beigebracht und abends wird auch warm gegessen innerhalb der Familie.
00:25:59: Und dann gab es in der Schule noch einen Snack, ein Frühstück-Snack sozusagen wo noch Milch dazu serviert wurde usw.
00:26:08: Und nach der Schule in Frankreich um sehn Uhr dreißig wird auch ein Snack gegessen Weil die Franzosen eher spät essen zum Abend, so gegen um neunzehn Uhr dreißig.
00:26:19: So und die Kinder bekommen als im Nachmittag quasi ein Croissant, ein paar Schokolade, ein Milchbrötchen dazu auch eingetränkt werden.
00:26:28: Also etwas Kleines.
00:26:31: Genau!
00:26:31: Und das ist in Frankreich soweit ich weiß immer noch so... ...und es wird, beobachten wir auch wenn wir im Urlaub sind dass die Kinder nicht dauer essen.
00:26:41: Ja das stimmt.
00:26:43: Also wenn wir das Ganze beobachten und meine Eltern wohnen ja noch in Frankreich, deswegen besuchen wir sie regelmäßig.
00:26:49: Da wird nicht dauernd gegessen zum Beispiel.
00:26:53: es ist in Deutschland wirklich faszinierend finde ich weil ich selber auch nichts necke groß.
00:26:59: Es ist Ja interessant zu beobachten dass sehr viel außerhalb von regelmäßigen Mahlzeiten einfach gegessen wird ohne Rhythmus, es wird nach Lust und Laune gegessen.
00:27:13: Das finde ich interessant.
00:27:16: Lass uns jetzt wo wir alles mal so angeguckt haben und ein bisschen versucht haben rauszuarbeiten woran das liegen könnte überlegen.
00:27:26: Wir hatten ja gesagt dass geht uns gar nicht so um Verbote sondern eigentlich eher um eine Schaffung von Strukturen und Ritualen wahrscheinlich auch die er generell sich dann positiv auf Ja, die Kinder auswirken.
00:27:43: Was würdest du empfehlen?
00:27:44: Was müsste man jetzt anpassen um da mehr Struktur ins Essen reinzubekommen?
00:27:53: Ja, wir müssen anfangen die Übergänge ernst zu nehmen zum Beispiel.
00:27:58: So Übergänge werden pädagogisch meistens unterschätzt.
00:28:02: das ist ein regelmäßiges Thema also ein fahrliches Thema auch bei Denauspidationen zum Beispiel.
00:28:07: was wir machen?
00:28:08: Wir planen ja Methoden Arbeitsblätter, Differenzierung aber oft nicht irgendwie.
00:28:13: wie kommen die Kinder innerlich im Unterricht an?
00:28:16: und diesen Bogen müssen wir hinbekommen.
00:28:22: Wenn jetzt, ich hab eine Hospitation oder gibt ne Stunde ist egal ob Hospitationen oder nicht.
00:28:29: Ich habe ne Stunde und ich weiß davor ist die große Pause müsste ich nochmal einfach mal am Anfang irgendwas einplanen um die Kinder wieder abzuholen und den zu helfen sich selbst zu regulieren.
00:28:43: vielleicht auch das gleiche wenn ich die erste Stunde habe.
00:28:47: also ich muss immer überlegen wann ist die Stunde?
00:28:50: Was haben die Kinder kurz davor erlebt und muss ich das dann in meiner Planung mit aufgreifen oder nicht?
00:28:57: Genau.
00:29:00: Wie sieht es mit den Essenzeiten aus, also was würdest du da empfehlen?
00:29:03: Ich würde klare Essenzeite schaffen!
00:29:05: Also so mache ich das bei mir auch.
00:29:07: Wir essen um neun oder zwanzig quasi das Frühstück.
00:29:10: Es sind zehn Minuten.
00:29:12: für viele reicht das auch nicht aus.
00:29:15: Da nehme ich aber die Eltern in die Pflicht, die Kinder müssen irgendwie gegessen haben bevor sie in die Schule gehen.
00:29:20: Das kann nicht sein dass wir zwei Stunden, zwei Unterrichtstunden haben wo die Kinder anfangen, sich magen zu haben.
00:29:30: Wir brauchen bewusste Frühstückzeiten, echte Essensphasen.
00:29:37: Das Essen muss dann auch beendet werden.
00:29:41: Es hilft einfach bei Orientierung, Selbstregulation, Struktur – es ist halt wichtig!
00:29:47: Ich weiß aber auch wieder nicht ob das eine kulturelle Sache ist weil ich sehe es in Deutschland und es wird immer recht zügig gegessen.
00:29:55: Abends zum Beispiel ist halt Brotzeit.
00:29:58: Das gibt es in Frankreich zum Beispiel gar nicht, da ist man wirklich warm.
00:30:02: das heißt mein Sitz auch länger.
00:30:04: Wir retten bei uns zu Hause und waren eingeführt dass wir auch irgendwie mindestens dreißig Minuten sitzen bleiben weil ich es auch so gewohnt bin Dass wir uns wirklich die Zeit nehmen.
00:30:14: das ist wirklich eine Phase wo wir unsere Familie wieder treffen am Ende des Tages wo jeder was zu erzählen hat Und da ist es halt wichtig dass wir ja diese diese Faser gemeinsam haben, kombiniert mit Essen.
00:30:30: Das spricht viel für sich, dass man diese Zeit einfach zusammen verbringt.
00:30:36: Was du auch bei uns in der Familie eingeführt hast war das Wasser statt Süßgetränke trinken
00:30:43: Tee zum Beispiel.
00:30:44: Ich kann mich erinnern, am Anfang sollten die Kinder ... Auch bei der Tagesmutter war ständig Tee im Angebot.
00:30:51: oder damit holen nicht.
00:30:55: Warum können die Kinder kein Wasser trinken?
00:30:59: Das versteh ich nicht.
00:31:01: und die Diskussion hatte ich letztens auch wieder irgendwie zum Thema Klassenfahrt und Vorbereitung.
00:31:06: eine Lehrkraft, die irgendwie wollte Getränke noch mitnehmen und noch Wasserflaschen mitnehmen.
00:31:12: Die Kinder haben doch alle Trinkflasche, warum nehmen sie nicht die Fleische mit und können dir auf klassen Fahrt auffüllen.
00:31:19: Die Kinder sollen Wasser trinken.
00:31:20: In
00:31:22: den meisten Gegenden kann man das Trinkwasser auch wunderbar trinken?
00:31:27: Also in Deutschland ist überall wo Wasser rauskommt, Trinkwasser.
00:31:30: Punkt!
00:31:32: Und da sollen die Kinder Wasser tringen.
00:31:35: oder das Beste und dann haben wir zu Hause wirklich viel dagegen gekämpft sind diese Trinkfleischen Geruchpads irgendwie, die ...
00:31:45: Wo die Kinder Wasser trinken und dann ... Genau.
00:31:47: Richtig ist noch was anderes.
00:31:48: Unser Gehirn verinnerlich.
00:31:50: Ich trinke eigentlich etwas anderes als nur Wasser.
00:31:54: Also warum sollen die Kinder so konditioniert werden?
00:31:57: Dass deren Gehirnen irgendwie lieber was anderes trinkt als irgendwie Wasser.
00:32:01: Wasser ist auch gesund!
00:32:05: Und das ist auch die Empfehlung der deutschen Gesellschaft für Ernährung – Wassertrinken
00:32:09: Als Hauptgetränk.
00:32:11: Da geht es nicht um Verbote und jeder kann auch Saft mal trinken, aber eigentlich sollte Wasser ...
00:32:22: Ich bin ja auch nicht perfekt und ich trinke auch gerne was anderes als nur Wasser, aber tatsächlich über den Tag trinkt ich nur Wasser.
00:32:28: Ich gelte auch ein gutes Beispiel für die Kinder, würde ich behaupten weil sie sehen auch wie ich meine Trinkfläche jedes Mal irgendwie im Klassenraum quasi auffühle mit Wasser aus dem Wasserhand belohne mich gerne aber abends und trinke ein glaskola.
00:32:44: Leid zum Beispiel.
00:32:44: Es ist mir aber bewusst, dass es so mein Abschluss des Tages – das ist alles geschärft!
00:32:49: Ich kann Platz in meinen Sessel nehmen, ich habe einen Glaskola mit viel Eis drin damit es Schönkeit ist, das Ganze mit Schroheim.
00:32:57: Das ist mein Ritual, es ist mir bewusst, als er so ist und es ist meine Belohnung am Ende des Tages.
00:33:03: Es gibt aber keinen Dauerzustand.
00:33:07: Im Bereich... Pädagogik wird ja Essen ab und an auch mal so als Werkzeug nenn ich es mal eingesetzt.
00:33:15: Was hältst du zum Beispiel von Sätzen wie wer fertig ist darf schon mal anfangen zu essen?
00:33:22: Ja, dann ist es hier wie tödlich.
00:33:24: also dann wird Essen wirklich als Trost- und Belohnung wahrgenommen.
00:33:29: Also wer fertigist darf essen oder ist doch erstmal.
00:33:32: oh du bist traurig Du hast gerade gewarnt da machen wir Pause und ist doch mal weiß.
00:33:36: das ist auch ein super Satz.
00:33:40: Wer fertig ist, bekommt eine Süßigkeit als Belohnung.
00:33:44: Dann geht alles verloren, wofür ich eigentlich stehe.
00:33:50: Essen sollte dann nicht als pädagogisches Wertzeug genutzt
00:33:55: werden.".
00:33:56: Wer fertig ist darf essen oder du bist ja traurig, dann ist doch erstmal was.
00:34:02: Oder wer fertig ist bekommt eine Überraschung und eine Süßigkeit von mir.
00:34:06: also da sind so Aussagen die wir im Alltag als Pädagogen eigentlich vermeiden sollten.
00:34:15: Also Essen sollte nicht verstanden werden als Belohnungen oder Drohs oder Dauerbeschäftigung irgendwie.
00:34:22: ich weiß, dass meine Gewohnheiten mit dem Kullerglas eine Belohnung am Ende des Tages ist.
00:34:29: Es ist für mich ein Ritual.
00:34:30: Manche machen andere Sachen.
00:34:33: Es is mir aber ein bewusstes Verhalten was wir als Bädagogen vermeiden müssen es psychische Mechanismen irgendwie bei den Kindern zu verankern.
00:34:43: so wie ich bin traurig.
00:34:44: dann greife ich halt zur Schokolade Zum Beispiel oder das Essen hilft mir aus meiner Trauerphase hier und wie in dem Moment.
00:34:54: Oder, oder, oder?
00:34:55: Das sollte nicht die Aufgabe des Essens sein.
00:35:01: Wir hatten ja auch jetzt nochmals gesagt dass dieses Ankommen und diese Übergänge einen Knackpunkt sein können wo viele Kinder dann Ausgewohnheit oder Regulation zum Essen greifen.
00:35:16: was wären da deine Vorschläge?
00:35:18: Kann man da machen, um den Kindern beim Ankommen zu helfen?
00:35:23: Man sollte Rituale fürs Ankommen tatsächlich dann schaffen.
00:35:26: Also ruhiger Start, kurze Denkaufgaben, Atemmomente, ritualisierte Einstiege also ein langesames Runterfahren von der Pause und wieder Hochfahren von kognitiven Leistungen.
00:35:42: Es geht nicht darum, setzt euch hin und wir starten sofort sondern... Man kommt erst mal an, ich hol euch ab.
00:35:49: Wir legen gemeinsam
00:35:51: los.".
00:35:52: Genau!
00:35:55: Gut also wenn ich das richtig verstanden habe ist die wichtigste Frage dieser Folge gar nicht warum essen kinderständig?
00:36:05: sondern wenn wir als Lehrkraft sehen dass Kinder ständig essen sollten wir uns eher die frage stellen was versuchen sie damit eigentlich zu regulieren?
00:36:16: Ja, vielleicht brauchen manche Kinder nach der Pause nicht sofort was zu essen.
00:36:20: Also weil sie vielleicht brauchen ist erst mal Orientierung, Ruhe, Regulation, Struktur ein Raum quasi wo deren Nervensystem wieder runter kommen kann zum Beispiel wo sich alles irgendwie beruhigen kann damit sie wie wieder ihre freie Kapazität haben zum Denken und Nachdenken haben.
00:36:38: Und das ist halt wichtig.
00:36:38: Das ist unsere Aufgabe unserer Aufgabheitslehrkraft.
00:36:41: ist es nicht den Raum zu schaffen dass die Kinder zu jeder Tageszeit essen können?
00:36:46: Hast du da Tipps angenommen, jetzt die Klasse kommt in den Klassenraum rein?
00:36:53: Du merkst sie sind unruhig.
00:36:55: Die sind tippelig.
00:36:56: Gibt es da so ein paar Sachen, die du da dann gerne machst?
00:37:00: Da gibt's viele Möglichkeiten von Atmenübungen über Kopf, also Arme auf dem Tisch, Kopfreihen irgendwie zum Kurz runterfahren.
00:37:11: man kann Es gibt viele, jede Lehrkraft kann sich anfeinsetzen.
00:37:17: Was verträgt die Klasse?
00:37:18: Was braucht sie?
00:37:18: Das ist immer unterschiedlich.
00:37:20: Wichtig ist es nicht ein okay wir sind alle da, wir starten aus die Maus.
00:37:26: Da muss man anfangen mitdenken.
00:37:27: das muss mein Anfadenkopf haben dass das eine Rediwanz hat und manche Klassen sehen so routiniert dass sie den Übergang wie relativ zügig schaffen.
00:37:35: das war in meiner alten klasse.
00:37:39: Wir haben die Abläufe so ritualisiert, dass sie wussten nach der Pause ist das wieder an der Reihe.
00:37:43: Und es lief irgendwie die, die konnten sich soweit gut selbst regulieren, hatten ihre Rituale und das hat gut funktioniert.
00:37:51: Jede Klasse jede Lehrkraft kennt irgendwie die eigene Klasse besser und jeder soll sich eine Lösung überlegen.
00:37:56: wie schaff ich dass die Kinder alle auf ein Level der Regulation sind damit mit dem Unterricht starten kann?
00:38:03: Das ist eine Aufgabe die jeder für sich hat individuell.
00:38:07: Gibt es sonst noch mal welche Sachen, die du gerne hinzufügen möchtest?
00:38:11: Nee.
00:38:12: Also ich möchte wenn sie bis zum Schluss gehört haben tatsächlich dann sollte heute die Hausaufgabe sein wirklich kurz nachzudenken den Unterricht noch Revue passieren lassen und zu gucken was essen die Kinder?
00:38:25: wann essen die kinder tatsächlich auch Das was sie essen, es hat auch eine Relevanz in dem zu dem Thema.
00:38:34: die Gesellschaft für Ernährung empfiehlt nicht.
00:38:40: Snacks mit Zucker... Da muss man das auch.
00:38:44: Das ist auch wieder ein Problem, was an den Schulen wie aufblubbt, dass die Kinder wirklich viel Zucker zu sich nehmen.
00:38:50: Was wir halten dann vor allem bei ADHS-Kinder zum Beispiel auch stark beeinflusst.
00:38:56: Mein Auftrag für sie heute wäre wirklich, dass Sie kurz die letzten Tage, die letzten Unterrichtsstunden quasi Revue passieren lassen und überlegen wann haben die Kinder gegessen?
00:39:06: Was ist in diesen Stunden vorgefallen, was war denn ein Pausen, was hätte man anders machen können?
00:39:12: Eine Möglichkeit ist zum Beispiel nochmal zu lesen.
00:39:14: Also jeder soll sich überlegen, was verträgt die Klasse?
00:39:17: Wie kann ich es tatsächlich gestalten?
00:39:20: Ist es wirklich sinnvoll dass die Kinder zu jeder Pause essen?
00:39:26: Das möchte ich, dass die Kollegen das heute hinterfragen und wirklich sachlich überlegen Brauchen die Kinder diese Pause oder brauche ich als Lehrkraft diese Pause zum Vorbereiten, zum Kurzinsätzen zu selber essen.
00:39:39: Oder was soll man?
00:39:41: Dass man das kurz hinterfragt und überlegt ist es sinnvoll ja oder nein oder kann nichts anderes lösen?
00:39:48: Dann würde ich sagen vielen Dank fürs Zuhören.
00:39:50: Genau!
00:39:51: Vielen Dank für's Zuhörern, vielen Dank fürs Feedback.
00:39:53: Was uns immer wieder schriftlich erreicht finde ich ganz toll.
00:39:57: Solltet ihr Fragen haben meldet euch gerne ansonsten hören wir uns wie gewohnt.
00:40:03: Bis dann, tschüss!