Der Grundschulbildungspodcast
00:00:01: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Elimita Wissen, dem Grundschulbetungs Podcast.
00:00:05: Ich bin Steffen
00:00:06: und ich bin Jessica.
00:00:09: Jessica wir wollen uns heute nochmal das Kura-Modell etwas genauer angucken.
00:00:13: unsere ersten Folgen die wir ja schon mittlerweile vor über einem Jahr aufgenommen haben haben sich mit dem Kura Modell beschäftigt und die folgen werden weiterhin sehr gern gehört Und das zeigt ja, dass das Kuramodell weiterhin bei vielen Lehrkräften interessant ist.
00:00:31: Genau also die ersten fünf Folgen waren zum Thema Kuramodel.
00:00:35: Das bedeutet wer diese Folgen noch nicht gehört hat der kann auf jeden Fall nochmal reingucken.
00:00:41: da sind auf jeden fall mehrere Folgen zum Thema.
00:00:44: wir haben wirklich alle vier Säulen vom Modell quasi erläutert.
00:00:52: Genau, du hattest jetzt gerade nochmal gesagt dass es vier Säulen sind.
00:00:56: Wenn ich aber im Internet zum Beispiel unterwegs bin dann treffe ich eigentlich immer nur auf eine der vier Säuschen und das ist der Klassenraum.
00:01:05: Und wenn ich es nicht besser wüsste würde ich sagen Das Kura-Modell ist ein Möbelkonzept.
00:01:13: Ja also Es ist glaube ich mittlerweile so.
00:01:18: Man sieht ziemlich viel zum Thema Chora-Modell und tatsächlich ist es so, dass viele eher ihre Klassenräume präsentieren.
00:01:24: Die Tischgruppen, die Lernamenschaften, städtische Sitzmöglichkeiten, Regale
00:01:29: usw.,
00:01:30: also ich glaube das Chora Modell wird als besondere Art den Klassenraum einzurichten wahrgenommen, als es dann tatsächlich ist nämlich ein Modell zu lernen.
00:01:45: Kann ich nachvollziehen und finde, ist verständlich.
00:01:49: Denn die Möbel ist ja eine Sache, die man denke ich mehr gut teilen kann weil es was visuelles ist so etwas wie Unterrichtskultur Input im Kreis lässt sich natürlich schwieriger in sozialen Medien teilen.
00:02:05: Ich würde jetzt gerne mit dir ins Thema direkt rein starten Und uns mal das häufigste Missverständnis zum Thema Kuramodell angucken.
00:02:16: Mittlerweile halte ich tatsächlich Vorträge oder Seminare zum Thema offenen Unterricht.
00:02:23: Ziemlich regelmäßig und auch online erreichen mich viele Anfragen, die erste Frage ist immer wieder dieselbe.
00:02:31: Kannst du mal dein Foto von einem Klassenraum zeigen?
00:02:33: Oder wie stehen die Tische?
00:02:35: oder welche Möbel brauche ich um das Core Modell umsetzen zu können?
00:02:40: Okay finde ich eigentlich irgendwie recht lustig weil Bei anderen Berufen würde man ja nicht sagen irgendwie zeig mir mal deinen Büro und dann kann ich auch Häuser bauen, weil du bist Architekt.
00:02:56: Ich weiß wie dein Büro aussieht und da kann ich das auch.
00:02:59: Genau!
00:02:59: Das wäre beim Chirurgen genauso.
00:03:01: oder würde man auch nicht sagen zeigt mir deinen OP-Raum?
00:03:03: Und dann kann sich auch selber irgendwie operieren.
00:03:06: Es ist im Bildungsbereich tatsächlich... häufig anders, also wie Sie sehen was Sichtbares und schließen daraus auf Qualität.
00:03:15: Und dabei wissen wir aus der Forschung schon lange gute Unterricht entsteht eigentlich nicht durch Möbel.
00:03:20: Dann lass uns direkt in die Forschung reingucken!
00:03:24: Wenn wir uns die Arbeit von Jan Hattie anschauen... dann sehen wir etwas ganz Interessantes, nämlich die Faktoren mit den größten Auswirkungen auf Lernerfolg sind zum Beispiel Feedback, Klarheit der Lehrkraft, formative Diagnostik, Lehrer-Schülerbeziehung, Selbstwirksamkeit und miterkognitive Strategien.
00:03:45: Nicht zu finden sind z.B.
00:03:48: besondere Möbel, besondere Raumgestaltung, Siedsäcke oder Regale zum Beispiel.
00:03:54: Okay aber das bedeutet ja nicht dass Räume unwichtig sind, aber sie sind nicht der Motor.
00:04:02: Sie können Lernen unterstützen und deswegen im Core-Modell ist es ja so und in der Regiopädagogik genauso.
00:04:09: Der Raum ist der dritte Pädagoge sozusagen, der unterstützt ja Lernen, aber es erzeugt nicht automatisch Lernen.
00:04:19: Okay also würde ich das Ganze so zusammenfassen... der Raum ist wichtig Und auch die Dinge, die im Kuramodell mit dem Raum gemacht werden hat alles seine Richtigkeit und Wichtigkeit.
00:04:33: Aber es ist nur ein Teil unter fehen elementare Sachen und wenn man nur einen Teil umsetzt das ganze Konzept ist ja einfach gesagt kann die Wirkung einfach flöten gehen.
00:04:46: Genau, und das hat die auch genau so beschrieben.
00:04:48: In seinen Studien meinte er man kann den Klassenraum wie umstellen, man kann ihn wie Gruppentische usw.
00:04:54: gestalten.
00:04:55: wenn man den Unterricht aber nicht danach ausrichtet dann kann man auch die frontale Ausrichtung stehen lassen weil der der Einfluss ist genauso gleich.
00:05:05: Lass uns zum Beispiel ein Gedankenexperiment machen.
00:05:07: Also ich stelle dir zwei Räume vor und du hast Raum A, der ist modern mit modernen Möbeln, hat lerne, sehr stetische offene Regale weiß ich nicht.
00:05:16: seht ihr könnt noch.
00:05:16: und dann lasst du noch Rom B. Und es ist irgendwie eine klassische ja Sitzordnung normale Studie, Tafel vorne, Lehrer schreibt dich auch vorne.
00:05:27: Ja Kann man sagen kann man an dieser Stelle fragen okay in welchem Raum würde die Kinder besser lernen?
00:05:34: Ja, ich weiß nicht.
00:05:35: Ich würde irgendwie zu artendieren.
00:05:38: aber wenn du schon so fragst, würde ich sagen dass man das nicht wirklich beantworten kann
00:05:44: Genau weil tatsächlich ist es ja so.
00:05:47: die entscheidende Variable kennen wir hier nicht.
00:05:49: Wie?
00:05:50: Das wie wird unterrichtet und der Raum kann wunderschön sein Trotzdem schlechter Unterricht irgendwie stattfinden oder gar keine Lehrer-Schülerbeziehung und so weiter und sofort.
00:06:03: Und ein völlig gewöhnlicher Raum, kein super Unterricht ermöglichen vielleicht also wie diese Variable die muss erstmal irgendwie klar sein ich den Raum irgendwie gestalten.
00:06:19: Lass uns zum nächsten Bereich übergehen und uns vielleicht nochmal das Kura Modell genauer angucken und so ein bisschen rausarbeiten, worum es wirklich im Kuramodell geht.
00:06:33: Also wir wissen jetzt okay der Raum ist wichtig aber das Wie wird unterrichtet wo du meintest dass ist eigentlich mit das Entscheidende was man aber visuell gar nicht so sieht.
00:06:44: Das gucken uns jetzt nochmal näher an.
00:06:47: Wenn wir die Veröffentlichung und Vorträge zum Thema Kuramodel zum Beispiel näher anschauen dann taucht ein Begriff immer wieder auf nämlich Selbstständigkeit.
00:06:59: Selbstständigkeit entsteht nicht durch Möbeln oder Raumgestaltung oder Einrichtungen, sondern ja.
00:07:06: Durch Selbständigkeit selbst und die will einfach trainiert werden.
00:07:11: Ich kenne es auch als Selbständiger sagt man immer Man arbeitet selbst und ständig Und eigentlich ist das was du für die Schüler auch erreichen möchtest mit dieser Selbstständigkeit.
00:07:24: also sie sollen die Verantwortung fürs eigene Lernen übernehmen.
00:07:28: Genau, die Kinder sollen lernen Entscheidungen zu treffen Arbeitsprozesse zu planen und zu organisieren Material selbstständig zu nutzen, zu holen, zu wissen was sie tatsächlich brauchen an Material um das ihnen wie meistern zu können Hilfe zu organisiert statt irgendwie völlig planlos dazustehen und zu sagen, ich komme nicht weiter aber ich hol mir auch keine Hilfe.
00:07:50: Weil ich überhaupt nicht weiß dass ich mir vielleicht Hilfe holen kann Ergebnisse kontrollieren, Nährentwege zu reflektieren Arbeitsverhalten zu reflektion und das ist der Kern.
00:08:00: Und ob mein Klassenraum frontal ausgerichtet ist oder wirklich irgendwie offen hat wenig Einfluss, dass es nicht primär irgendwie das worauf es ankommt.
00:08:14: Natürlich hilft der Raum irgendwie mit aber ist es nicht ja der Start?
00:08:20: also das sollte nicht sein.
00:08:22: okay ich möchte nach dem Kuramodell arbeiten deswegen ändere ich erstmal mein Raum.
00:08:28: Also sagst du im Zentrum des Kuramodells steht eher die Selbstständigkeit und daraufhin würde man den Raum dann einrichten, um zu gucken wie könnte der Raum die Selbstständigkeit der Kinder fördern.
00:08:47: Aber es geht nicht erst Raum und dann die Selbständigkeit.
00:08:52: Genau!
00:08:52: Der Raum ist notwendig für das was ich vorhaben.
00:08:56: Deswegen kann nichts das nicht irgendwie im Vorhaus irgendwie planen also auch nicht für jede Klasse irgendwie immer gleich sondern es muss immer an den Bedürfnissen angepasst werden.
00:09:08: würde da so ein bisschen eine parallele ziehen, wie wir das bei den Methoden hatten.
00:09:12: Da hattest du ja auch gesagt erst kommt dass wir müssen uns im Klaren sein was sollen die Kinder lernen?
00:09:18: und daraufhin suchen wir die Methode aus weil auch die Methole ja eigentlich das ist was man gerne vorzeigen kann und das ist etwas ein bisschen strahlt wenn man so vom Unterricht spricht.
00:09:31: Und ähnlich ist es also auch bei der Raumgestaltung.
00:09:34: Erst die Selbstständigkeit durchdenken und daraufhin den Raum konzipieren?
00:09:39: Nicht nur die Selbständigkeit, sondern grundsätzlich den Unterricht irgendwie mit Bedenken quasi überlegen was braucht man tatsächlich?
00:09:47: und dann erst die Struktur im Klassenraum so gestalten dass er es unterstützt.
00:09:52: Also der Raum ist nur eine Unterstützung für das was ihm unterricht stattfinden soll und nicht umgekehrt.
00:10:00: Im nächsten Abschnitt würde ich jetzt gerne dein eigenes Beispiel angucken.
00:10:05: Du hast ja jetzt vor kurzem erfahren, dass du eine Flexklasse übernimmst und seitdem du das weißt bist du auch dabei dir Grundrisse anzugucken Möbel auf dem Papier hin- und herzuschieben.
00:10:23: Und ist es bei dir nicht auch irgendwie dann ein Möbelkonzept?
00:10:30: Das wirkt vielleicht irgendwie tatsächlich so, aber tatsächlich plane ich gerade das nächste Schuljahr und wie gesagt, ich übernehme eine Flex.
00:10:38: Es ist irgendwie nicht so allen Fahrt zu managen.
00:10:41: Außerdem stehen mir dann zwei Räume zur Verfügung.
00:10:43: Ich muss viele Entscheidungen treffen darunter zum Beispiel wo der Sitzkreis stattfinden soll damit er einen fixen Platz in meinem Klassenraum hat.
00:10:52: Tatsächlich ist es aber so, dass ich ein Heft gekauft habe für die Klasse jetzt.
00:10:56: Wo ich alles wie Eintrage, was nächstes Jahr machen möchte von Routinen und Strukturen, welche Hefte, welche Fächer... Was ich vorhabe, was soll regelmäßig stattfinden.
00:11:10: Wie will ich das alles organisieren?
00:11:12: Und erst jetzt kann ich da den Raum dementsprechend planen, weil ich genau weiß irgendwie wie ich an Stationen arbeiten werde, welche Theke ich brauche um alle Hefte zu sammeln oder... Ablageflächen irgendwie zu deponieren und rund.
00:11:31: Und das ist die Arbeit, die jetzt im Vorfeld passiert ist, die natürlich nicht so sichtbar oder präsent ist.
00:11:37: Jetzt geht es an den Raum tatsächlich wo ich wirklich skizzen quasi zeichne um das was ich vorhabe umsetzen zu können.
00:11:47: Was sind so klassische Fragen, die du dir dabei stellst wenn du den Raum jetzt planst?
00:11:56: ob sächlich über Unterricht.
00:11:58: Also ich frage, welche Routinen brauchen die Kinder?
00:12:02: Wie läuft das Lesebahn?
00:12:04: Wie wird das Rechenband laufen?
00:12:06: Wo holen die Kinder das Material her?
00:12:08: Wo geben sie die Arbeiten ab?
00:12:10: Wo reflektieren wir?
00:12:11: Wo findet die Input statt?
00:12:13: Wo kann ich mein Beratungstisch platzieren... Ja!
00:12:18: Wir lernen Kinder selbstständig Hilfe zu bekommen.
00:12:21: Welche Dienste wollen wir haben?
00:12:23: Welche Ämter, wie wird das alles irgendwie verteilt?
00:12:26: Wie wollen weh in den Tag starten?
00:12:28: Wie soll der offene Anfang wie gestaltet werden?
00:12:30: also es ist ja nicht so dass ich jetzt eine neue Klasse übernehme mit alten Strukturen quasi auch nicht mit meinen alten Struktur sondern ich nutze die Chance irgendwie mich auch neu erfinden zu lassen weil ich kriege eine ganz neue klasse.
00:12:45: Und dann kann ich wirklich gucken, was hat gut funktioniert bisher mit meiner Erfahrung?
00:12:49: Was will ich auch neu machen?
00:12:52: und so weiter und so fort.
00:12:53: Das hat mich jetzt beschäftigt die letzten Tage und jetzt geht es darum wirklich zu gucken wie ich das im Raum oder in meinen zwei Räumen gestalten kann.
00:13:02: Okay also das heißt du überlegst dir was möchte ich mit den Kindern machen und wie wird das Ganze umgesetzt?
00:13:14: Kannst du da einfach mal ein Beispiel geben, also wie so deine Gedankengänge sind?
00:13:20: Vielleicht ein einfaches Beispiel.
00:13:23: Ein Beispiel ist zum Beispiel, wenn die morgens die Kinder in die Schule kommen möchte ich jeden Tag einen offenen Anfang von mindestens fünfzehn Minuten haben wo sie vielleicht die TU korrigieren.
00:13:34: Wo sie vielleicht sonstige Aufgaben wie erledigen können, wo sie Sachen wie sich besprechen können also immer innertlich, immer fachliche, wo Sie zu mir kommen können um nochmal Fragen oder Rückfragen zu stellen und so weiter und sofort.
00:13:48: Und das braucht eine Struktur denn ich möchte nicht dass für uns zwanzig Kinder auf mich zukommen morgen und mir sagt Frau Dieter, was muss ich machen?
00:13:54: Sondern ich möchte das den klar ist, was sie zu tun haben.
00:13:57: Und das erfordert eine gewisse Struktur damit es dann später routiniert ist.
00:14:02: Da hilft zum Beispiel wirklich Ablageflächen die Klar sind sich nicht ändern ohne große Ankündigung.
00:14:08: Es gehört bei mir zum Beispiel ein Tafelbild dazu wo die Kinder sich daran orientieren können damit sie nicht bei mir oder bei anderen irgendwie nachfragen müssen usw.
00:14:19: Es geht darum dass die Kinder genau wissen weil sie wie wann zu tun haben.
00:14:23: Okay, also die Selbstständigkeit, die du hier als wichtig empfunden hast um es nochmal zusammenzufassen Die Kinder würden morgens bei dir reinkommen in den Klassenraum Würden dich begrüßen und würde dann genau wissen.
00:14:39: ich habe jetzt hier fünfzehn zwanzig Minuten noch Zeit In.
00:14:44: derzeit kann ich arbeiten und wenn ich arbeiten möchte dann sind da die zwei Ablagefächer, eins für Deutsch und eins für Mathe.
00:14:52: Und da finde ich Aufgaben, die ich bearbeiten kann.
00:14:57: Das heißt dieses Regal das es dasteht und diese beiden Ablagefecher hat ergibt sich daraus dass du diesen offenen Unterricht überlegt hast und dass du dafür einen Platz brauchst.
00:15:11: Es war nicht umgekehrt, dass da ein Regal steht.
00:15:15: Was kann ich da hinpacken?
00:15:17: Vielleicht die Ablagen.
00:15:19: Sondern der Gedanke war, ich brauche diese zwei Ablagen weil ich diesen offenen Unterrichts mache.
00:15:25: und okay also deine Gedanken ja bestimmen die Einrichtung.
00:15:34: oder nehmen wir nochmal ein Beispiel zum Beispiel mit dem Morgenkreis.
00:15:37: viele Fragen wo kommt der Sitzkreis denn hin?
00:15:40: für mich lautet die Frage was soll dort genau passieren?
00:15:43: wofür baue ich den Sitz Kreisen?
00:15:45: Und wenn dort geplant oder reflektiert oder besprochen wird, dann brauche ich einen ruhigen Ort.
00:15:52: Das heißt es wird eher im zweiten Raum sein nicht im Raum wo wir vielleicht irgendwie alle Platz haben in dem Moment auch da.
00:16:00: also das Kuramodell ist ja flexibel Es gibt irgendwie Anregungen und es gibt aber kein festes Modell nach Plan arbeiten und gestalten müssen, sondern jeder so gucken wie er was braucht.
00:16:12: Und das mache ich genauso mit dem Morgenkreis.
00:16:15: Ich habe zwei Räume.
00:16:16: der eine Raum ist mit einer Kreidetafel ausgestaltet und die der andere Raum hat ein Smartboard zum Beispiel.
00:16:22: Und mein Kreis wird nicht im Raum sein wo das Smartboard ist weil ich das Smart Board brauche für die Orientierung im Klassenraum.
00:16:30: Für meine Tafeln immer.
00:16:32: Dementsprechend Ja, der Sitzkreis im zweiten Raum irgendwie stattfindet wo sonstige Arbeitsplätze noch irgendwie zur Verfügung stehen.
00:16:40: Aber es ergibt sich so für mich als sinnvoller.
00:16:45: Ich habe trotzdem eine Tafel das heißt der Input-Karten trotzdem irgendwie im Kreis stattfinden.
00:16:52: Wenn ich es aber für nötig und sinnvoll erachte Und ich hab aber nicht gedacht okay das Core Modell sagt vor irgendwie Der Raum soll irgendwo mittig sein an der Tafel, weil man das mit dem Input irgendwie verbinden muss.
00:17:06: Sondern ich gucke was sind meine Bedürfnisse?
00:17:09: Wie brauche ich das für den Unterricht damit es sinnvoll ist und anderen?
00:17:12: dessen wird entschieden und nicht umgekehrt.
00:17:16: Das heißt aber auch dass du teilweise Abstriche machen musst, weil es einfach bestimmte Begebenheiten gibt die für dich nicht anpassbar sind und dann musst du halt gucken was für dich wichtiger ist.
00:17:29: also Also wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, musst du sagen will ich den ruhigen Platz.
00:17:35: Zweiter Raum da hab' ich aber kein Smartboard, dem brauche ich eigentlich eher für einen Unterricht.
00:17:40: also muss ich Abstriche bei dem Board machen, hab dann halt nur ein Whiteboard oder Kreidetafel oder was auch immer.
00:17:47: und ja
00:17:49: Ja, ich werde auf jeden Fall verhandeln.
00:17:50: Also ich hätte gerne ein SmartBot in den zweiten Raum natürlich und da werde ich mir nochmal die Vorschriften angucken wie Unterrichtsräume zugestalten sind von der Gemeinde aus irgendwie.
00:18:00: das werde ich definitiv machen.
00:18:02: Wichtig ist aber für mich dass SmartBottle wirklich relevant wenn es darum geht Orientierung im Alter gehen wir zu geben.
00:18:08: das heißt ich brauche dieses Dinge quasi, damit die Kinder wissen was sie zu tun haben und das brauche ich aber nicht für den Input.
00:18:15: Meine Erfahrung hat auch gezeigt... Ich habe es wirklich selten gebraucht um Input zu geben.
00:18:20: da wird wahrscheinlich der Kreis an sich reichen weil ich entweder so ein kleines Whiteboard irgendwie mitbringe oder eher mit Material irgendwie arbeite und dann brauche gar nicht.
00:18:34: bzw.
00:18:34: bisher habe ich so selten gebracht, dass es für mich sinnvoller ist den Kreis in einer ruhigen Ecke zu haben damit den ersten Raum habe, wo die Kinder wirklich in Ruhe arbeiten können.
00:18:46: Das heißt diese Besprechungen sind irgendwie ein bisschen voneinander losgelöst und weil das einfach mehr Ruhe reinbringt.
00:18:55: Das ist für mich der kerngedanke.
00:18:56: irgendwie was brauche ich für den Unterricht?
00:18:58: Und ich finde Ruhe ist ganz viel wert und deswegen ist der Kreis nicht direkt im ersten Klassenraum sondern ihr halben zweiten Raum.
00:19:07: Kommen wir zum nächsten Abschnitt und denen hast du überschrieben mit dem Ja, mit der Überschrift.
00:19:13: Der Raum folgt der Didaktik.
00:19:16: Das finde ich ist eigentlich ein spannender Satz
00:19:21: Naja und nicht umgekehrt.
00:19:23: Ich glaube viele Schulen drehen diese Reihenfolge eigentlich um.
00:19:27: sie kaufen neue Möbel Sie überlegen danach okay was kann ich jetzt damit machen?
00:19:32: Wenn man das Kura Modell entdeckt ist es meistens dann Feuer und Flamme.
00:19:37: Und letztens rief mich eine Kollegin und Freundin an und meinte, ich habe einen Podcast entdeckt bzw.
00:19:44: es wurde mir weitergeleitet und ich glaube das bist du.
00:19:47: und dann habe ich zugegeben dass ich jetzt bin und dann wollte sie ganz viele Fragen und die Schulleitungen wollte auch eben so fragen usw.
00:19:55: und sofort.
00:19:55: und dann ist es irgendwie kurze Zeit später ein paar Tage später naja sich haben ja schon die Möbel gekauft zum Beispiel und das ist verkehrt!
00:20:03: Dann wären die Mönbel nicht ihre Aufgabe erfüllen, sondern man wird den Unterricht um die Möbel irgendwie um den Raum bauen und das ist nicht Sinn der Sache.
00:20:15: Wie sieht es in anderen Bereichen aus?
00:20:17: Da würde man das ja eigentlich auch nicht machen.
00:20:19: oder
00:20:21: Das wäre ungefähr so, als würde man zuerst ein Labor kaufen und dann zum Beispiel überlegen welche Experimente kann ich damit irgendwie machen?
00:20:28: oder wir übernehmen einen Konzertzahl.
00:20:33: Und danach entscheiden wie irgendwelche Musik gespielt wird.
00:20:36: Da weiß es immer unterschiedlich.
00:20:38: Also du sagst erst die Idee und dann die Umsetzung?
00:20:43: Ja!
00:20:43: Und wirklich überlegen, der Raum soll nur dazu dienen zu helfen.
00:20:47: Zu unterstützen um alles umsetzen zu können was man vor hat und nicht umgekehrt.
00:20:52: Man kann nicht den Unterricht um den Raum bauen.
00:20:55: Im nächsten Abschnitt wollen wir uns mal so ein bisschen angucken warum manche Schulen ja einfach scheitern bei solchen Dingen.
00:21:08: Naja Deshalb erleben wir manchmal auch Enttäuschungen, also die Schulen investieren viel Geld.
00:21:15: Sie kaufen neue Möbeln und überlegen sich dann Lernlandschaften, neue Räume... Und ich meine alles was ich um Schule drehe ist immer wirklich sehr teuer.
00:21:26: Dann heißt es ein Jahr später vielleicht okay das hat nicht funktioniert.
00:21:30: Aber warum?
00:21:31: Naja wie ich vorhin gesagt habe weil die Möbeln dann verändert wurden aber nicht die Unterrichts Kultur zum Beispiel.
00:21:37: Und hat hier ganz klar gesagt, die Möblierung der Raum an sich, die bringen es nicht sondern einfach nur man muss den Unterricht ändern damit sie eine Veränderungen wie stattfindet.
00:21:48: Aber lass uns da mal typische Fehler angucken.
00:21:51: was würdest du sagen?
00:21:52: Was sind so typische Fehlern wenn man ja einfach mal die Möhbe anpasst vielleicht auch nochmal ein bisschen das offene Konzept da mit reinbringt, was sind trotzdem noch Fehler die dabei gemacht werden?
00:22:07: Na zum Beispiel es wird ganz viel Freiheit reingebracht ohne dass man es vorher trainiert hat.
00:22:12: Das heißt die Kinder wissen damit gar nicht umzugehen.
00:22:14: dann ist man als Lehrkraft überreucht okay es hat ja gar nicht funktioniert.
00:22:17: ich rudere zurück und dabei hat man den Kindern irgendwie gar nicht die Chance gegeben dass sie jetzt überhaupt Leistung hätten.
00:22:23: also man kann nicht sagen Heute machen wir es ganz anders und alle werden's auf einen Hebkönn, sondern man muss jetzt wirklich Stück für Stück irgendwie trainieren bis er sitzt.
00:22:32: Fehler Nummer zwei mehr Selbstständigkeit ohne Routinen also zu überlegen Jetzt weil ich ein Wochenplan habe während die Kinder selbstständig arbeiten können.
00:22:42: Nein das ist auch nicht.
00:22:43: Auch dass will irgendwie trainiert werden.
00:22:46: Mehr Verantwortung ohne Begleitung ist auch schwierig Weil die Kinder... Für sie ist es nicht immer Alles so gleich wichtig, wie es mir vielleicht wichtig ist.
00:22:56: Das heißt, es braucht irgendwie Gespräche und Anleitungen damit sie diese Verantwortung wahrnehmen und erst dann tragen können.
00:23:05: zum Beispiel Dann wäre noch ein... Punkt beim Core-Modell offene Aufgaben
00:23:11: z.B.,
00:23:13: aber ohne klare Erwartungen, wo die Kinder gar nicht wissen, wo sie hinarbeiten sollen und was wird damit irgendwie bezweckt?
00:23:20: Was ist denn das Ziel?
00:23:21: Also wenn die Kinder kein Ziel haben, worauf sie hin arbeiten sollen, dann ist es scheitern wie vorprogrammiert oder Chaos auch vorprogrammt weil die Kinder werden nur noch abarbeiten ohne genau zu wissen, was sie tatsächlich machen sollen.
00:23:36: Und dann freie Platzwahl auch noch irgendwie ohne Regeln zum Beispiel, ohne Absprachen funktioniert ja auch nicht.
00:23:44: Auch das muss irgendwie trainiert werden und ich sage es in meinen Klassen wir probieren zwei Wochen, wir gucken irgendwie was funktioniert und was nicht funktioniert und dann wird justiert.
00:23:54: aber man kann nicht ankommen und sagen heute ist es so Und jeder weiß irgendwie, was er zu tun hat.
00:24:00: Wie das erwarte Verhalten irgendwie ist und so weiter und so fort.
00:24:04: Das will alles mit den Kindern besprochen werden.
00:24:07: Das muss trainiert werden.
00:24:09: Okay also dann würde tatsächlich einfach Chaos entstehen wenn die Sachen nicht mit den Kinder vorher trainiert wurden, Routine eingeübt und der ganze Prozess eng begleitet wird?
00:24:24: Ja!
00:24:24: Und anschließend wird dann nicht die Umsetzung kritisiert, sondern das Konzept.
00:24:28: Dann hat das Core Modellanfang nicht funktioniert.
00:24:30: aber es ist nicht das Core Model was nicht funktioniert hat, sondern tatsächlich dessen Umsetzung.
00:24:35: Also die Einführung wurde nicht gut gemacht und dadurch scheitert dann das Modell an sich?
00:24:43: Das Ding hat keine richtige Struktur, es gibt keine ordentliche Einführungen Es gibt irgendwie keine Routinen, es gib kein Training, es gab keinen Feedback, keine Reflexion.
00:24:53: Es ist einfach nur, man hat die Räumlichkeiten ein bisschen verändert und erwartet das alles sich gleichzeitig verändert.
00:25:00: Ohne unser Zutun und so funktioniert es nicht.
00:25:04: Im nächsten Abschnitt würde ich gerne mit dir nochmal die Rolle der Lehrkraft genauer angucken.
00:25:11: Wie sieht die Rolle im Kuramodell aus?
00:25:15: Ich würde sagen dass das Kuramodel eigentlich zuerst die Lehrkraft verändert.
00:25:21: Okay, das ist unbequem für manche der Kräfte.
00:25:25: Ein bisschen weil.
00:25:26: plötzlich muss ich mich fragen okay warum rede ich eigentlich so viel oder warum löse ich jedes Problem?
00:25:32: Warum beantworte ich jede Frage sofort?
00:25:35: Oder warum bin ich ständig im Mittelpunkt des Unterrichts?
00:25:38: Muss das so
00:25:39: sein?!
00:25:39: Das Kura-Modell, sie die Lehrkraft tatsächlich nicht mehr so als Wissensvermittler sondern wirklich als Lernbegleitung.
00:25:49: Und das bedeutet Lern Begleitung ist es auf Bedarf der Kinder orientiert und nicht irgendwie auf das was ich irgendwie möchte und geht dann nicht mehr darum wie vorne zu stehen
00:26:06: die Show zu schmeißen?
00:26:07: Ja, zum Beispiel.
00:26:08: Oder da hat sie drei Viertelstunde am Stück irgendwie Ampelmann von zu spielen, sondern es geht darum zu gucken, okay wer braucht mich?
00:26:15: und da gehe ich hin werde ich nicht gebraucht ziehe ich mich halt zurück weil ich möchte dass die Kinder irgendwie ja selber evaluieren brauche ich Unterstützung hier oder nein?
00:26:23: und wer kann mir am besten helfen?
00:26:25: Die Lehrkraft oder andere Kinder?
00:26:26: vielleicht sind besser irgendwie dran.
00:26:29: Und dann muss sich also selbst die Fragestellung Ja, warum bin ich aber immer so präsent?
00:26:36: Warum habe ich dieses Gefühl immer im Mittelpunkt stehen zu müssen.
00:26:40: Dabei geht es ja auch ein bisschen also nicht nur um dieses Umdenken in der Rolle sondern auch seine eigenen Routinen oder wie man im Unterricht umgeht anzupassen.
00:26:56: was ich da ganz interessant war diese Forschung zur Wartezeit wenn wir einfach länger auf Antworten von den Kindern wartet.
00:27:06: Genau, also wenn Lehrkräfte in der Anfrage nur wenige Sekunden länger warten, verbessert sich die Qualität der Antworten deutlich.
00:27:13: Also Kinder denken dann länger mehr Kinder werden beteiligt oder beteiligen sich und die Antworten werden auch komplexer.
00:27:20: Komplexer.
00:27:21: und ich hatte dieses Gespräch letztens wieder, bei dem Sie mir nach eine Lehrkraft meinte sie Sie hat aber auch darauf geachtet, was es mit ihr selbst macht.
00:27:31: Und sie meinte, sie setzt das trotzdem enorm unter Druck.
00:27:35: Sie zählt irgendwie im Kopf, wenn wir da bis drei oder bis fünf ... und sie meinten, es stresst die Ungemeinheit dieser Wartezeit.
00:27:43: Man ist anders gewohnt.
00:27:45: Und tatsächlich ist es auch wieder so, ich mache's so und ich bespreche das immer mit den Kindern regelmäßig warum diese Wartezeit irgendwie so wichtig ist und dass es nicht darum geht die einen länger warten zu lassen oder sonst was sondern es geht wirklich darum dass die Kinder derzeit haben zum Nachdenken sich trauen wie sich zu melden.
00:28:08: Damit ist es noch nicht getan mit dieser Wartezeit.
00:28:10: Also ich habe eine Frage gestellt, fünf Kinder melden sich... Ich sage, ich sehe Kind X, das meldet sich, das sehe ich, das finde ich toll!
00:28:16: Ich sehe aber Kind Y und Z und A und B die melden auch.
00:28:20: Oh, es werden ja immer mehr, das freut mich besonders so.
00:28:23: und dann irgendwann nehme ich ein Kind.
00:28:26: Meistens ist es ja so, die Kinder sind dran gekommen und erst kurz Panik im Gehirn.
00:28:31: Das Kind braucht wieder ein paar Sekunden Zeit um sich zu sammeln.
00:28:34: Und auch da sollte man sich die Zeiten nehmen.
00:28:36: Auch das ist stressig für eine Lehrkraft weil der geht wieder Zeit verloren.
00:28:40: aber für die Kinder ist es enorm wichtig dass sie diese Denkzeit irgendwie haben.
00:28:46: Nur diese kleine Anpassung die die Kollegin dann gemacht hat ist schon mal einen Schritt weg von Wissvermittler zu Lernbegleiter.
00:28:58: Ja, weniger Lehrkraft mehr denken.
00:29:00: sie hat selber festgestellt es melden sich mehr Kinder.
00:29:03: Und das hat nichts mit Möbeln zu tun?
00:29:06: Das hatte nichts mit den Möhlen zu tun sondern nur mit dem Unterricht.
00:29:10: Als nächstes würde ich mit dir nochmal die Selbstregulation angucken wollen denn die ist ja im Bereich des Kuramodells eigentlich auch ein sehr wichtiger Baustein oder im offenen Unterricht generell.
00:29:26: Genau, zum Beispiel Barry Zimmermann beschreibt drei zentrale Phasen für die Selbstregulation und das ist die Planung, die Durchführung und die Reflexion.
00:29:37: Lernen erfolgreicher wenn sie ihr lernen wirklich selbst planen überwachen und dann auch reflektieren.
00:29:43: Das ist auf jeden Fall bekannt.
00:29:45: schon
00:29:46: finde ich hört sich nach dem Wochenplan so ein bisschen an.
00:29:50: Ja oder Lerntagebuch, Zielgespräch, Selbseinschätzung und genau diese Elemente finden wir tatsächlich häufig im Core-Modell?
00:29:59: Okay!
00:30:00: Wir haben eigentlich uns angeguckt.
00:30:04: die Rolle des Schülers muss sich verändern.
00:30:07: also der Schüler oder die Schülerin muss selbstständiger werden.
00:30:14: Die Selbstregulation ist wichtig für den Schüler.
00:30:17: Die Rolle des Lehrers muss sich ändern, vom Wissensvermittler zum Lernbegleiter.
00:30:23: Und die Eltern müssen sich ändern?
00:30:26: Es ist auch ein wichtiger Punkt denn man darf es nicht außer Acht lassen dass die Eltern eine andere Form von Schule irgendwie von Unterricht irgendwie kennen und auch sie wollen abgeholt werden müssen abgehoben werden damit Sie wirklich das nachvollziehen können was im unterricht tatsächlich dann passiert.
00:30:43: also deren Rolle ändert sich ein bisschen.
00:30:47: Jetzt würde ich aber noch mal gerne zum Raum zurückkommen, wie kann der Raum sich dann ändern?
00:30:54: Also spielt ja trotzdem eine Rolle!
00:30:58: Na ja, ich würde nicht sagen wie.
00:30:59: die Räume sind eigentlich egal.
00:31:02: Wer meine Räime kennt der weiß ganz genau mir es ist gar nicht egal.
00:31:05: aber gute Räumen können oder sollten wirklich lernen unterstützen.
00:31:10: also sie sollten Selbstständigkeit erleichtern Sie sollten Bewegung ermöglichen Sie sollten Kooperation fördern und sie sind einfach nur ein Werkzeug kein Konzept.
00:31:23: Kannst du das nochmal ein bisschen plastischer erklären?
00:31:26: Also hast Du da irgendwie ein Beispiel oder so vor Augen?
00:31:30: Ich vergleiche das gerne mal mit einem Fahrrad.
00:31:32: Wenn jemand nicht fahren kann, hilft ihm das teuerste Fahrrad der Welt auch nicht.
00:31:37: zum Beispiel.
00:31:37: und wenn jemand Fahrrad fahren kann funktioniert es auch mit einem anderen Fahrrad.
00:31:42: also natürlich fährt er sich vielleicht besser und leichter mit einem guten Rad bestimmt noch angenehmer aber entscheidet ist die Fähigkeit und nicht das Material.
00:31:54: Wenn jetzt jemand zuhört und sagt, ich möchte in Richtung Kuramodell oder offenen Unterricht arbeiten.
00:32:04: Was würdest du sagen?
00:32:06: Wer so der erste Schritt den Du der Person empfehlen würdest?
00:32:10: Weil Du hattest ja auch in der Vergangenheit gesagt nicht alles irgendwie mit einmal sondern So eine Einführung kann auch Schritt für Schritt stattfinden.
00:32:22: Und wenn du sagst, Schritt für schritt?
00:32:24: Was wäre der erste Schritt?
00:32:26: Also definitiv nicht die Möbeln.
00:32:29: Erst einmal klare Routinen schaffen und Klare Routine entwickeln trainieren mit den Kindern bis sie sitzen gucken danach kann man den Raum irgendwie dann mitziehen lassen quasi für diese Routine.
00:32:40: was brauche ich im Klassenraum?
00:32:42: was muss vorrätig sein damit diese Routine läuft?
00:32:45: Und dann kommen die Aplageflächen, da kommen vielleicht die Regale und dann kommt das Material.
00:32:50: So dass es ihnen wie sinnvoll angeordnet werden kann.
00:32:55: Sag mal irgendeine Routine als Beispiel?
00:33:00: Wochenplan abholen wenn die Kinder runtergehen in Klassenrunden kommen zum Beispiel.
00:33:04: Also die Kinder kommen im Klassenraum holen sich dann den Wochenplan Ab.
00:33:09: Das heißt du würdest jetzt wenn du noch einen frontal ausgerichteten Raum hast Wochenplan und wo dann erstmal hinlegen, dann gucken okay staut sich das macht der Weg den die Kinder gehen sind.
00:33:23: Wären anderen andere Ort besser?
00:33:27: Und würde es dann sozusagen beobachten wie verhalten sich die Kinder im Raum bei dieser Routine und wo gibt es Optimierungsmöglichkeiten durch den Raum
00:33:37: genau Also so, dass Verkehrswege irgendwie günstig gestaltet werden können.
00:33:42: Wenn du siehst die müssen zum Beispiel immer an einem Tisch vorbei weil der mitten im Weg steht könnte man den dann schon mal woanders hinstellen oder den Ablaugerort verbessern und das würdest du dann sozusagen mit jeder Routine die du nach und nach einführen würdest zu machen.
00:33:58: Und dann entwickelt der Raum sich, ja der Weg so organisch eigentlich mit.
00:34:03: Genau also zum Beispiel wenn ich nochmal irgendwie das Thema Selbstkontrolle ermöglichen möchte in der Klasse da muss ich gucken wo kann ich das am besten machen?
00:34:10: was sind die Bedürfnisse?
00:34:11: Die Kinder müssen irgendwie sich unterhalten können.
00:34:13: es kann also nicht ganz so nah dran sein wo wir irgendwie in Ruhe arbeiten wollen.
00:34:19: Also das heißt es ist vielleicht eher im zweiten Morgen, wo die Kinder zwar auch Arbeitsplätze haben aber da sind eher Gespräche oder kann irgendwie ein bisschen lauter werden sozusagen und ich muss auch überlegen, wo platziere ich das?
00:34:32: Und Selbstkontrolle in dem Sinne du hast ja verschiedene Aufgaben, TU- oder Wochenplanaufgaben, die du gar nicht mehr korrigierst.
00:34:41: Das sei denn die Kinder... Ich sammle punktuell ein.
00:34:46: Aber an der Stelle ist es auch irgendwie nachgewiesen, dass für Vortreter muss nicht alles perfekt kontrolliert werden.
00:34:52: Es reicht es punktuell immer wieder regelmäßig und auch nicht wirklich feinsäuberlich in wie sondern wirklich zu überfliegen und zu gucken was sind die Fehler?
00:35:01: Sind das einfache Fehler oder sind wirklich fachliche Fehler?
00:35:04: also?
00:35:05: aber auch das reicht.
00:35:06: man muss nicht irgendwie im Korrektur hier irgendwie werden um das leisten zu können.
00:35:12: Da schreibst du ja auch ab und an einfach mal Mini-Kurztest, wo du den Kindern aussagst die werden nicht benotet.
00:35:19: Ich werde einfach nur gucken welche Fehler macht ihr wo um einfach zu wissen wo wird noch...
00:35:25: Genau sind das irgendwie einfach nur Unaufmerksamkeiten irgendwie oder sind es wirklich Verständnisprobleme zum Beispiel?
00:35:33: Also darauf kommt es an.
00:35:35: Bei der Selbstkontrolle auch da spielt der Raum dann wieder eine Rolle, also ich muss überlegen was ich für diese Selbstkondrolle alles irgendwie brauche.
00:35:43: Also wie gesagt er soll hier ein Ort sein wo die Kinder sich unterhalten können.
00:35:46: Es darf wohl mal ein bisschen lauter sein als sonst und trotzdem brauche ich auch da Plageflächen um die Korrekturzetteln vielleicht zu platzieren falls die Kinder das in Einzelarbeit koengieren sollen.
00:35:59: Es braucht irgendwie einen Ort, wo die Kinder sich tatsächlich auch treffen können.
00:36:03: Wo wir auch genug Platz ist damit sie sich treffen können und so... Wenn ich selbst weiß, okay, weil sich für diese Selbstkorrektur alles Braucher im Unterricht.
00:36:12: Dann kann ich den Klassenraum dementsprechend anpassen aber nicht umgekehrt.
00:36:15: Ich kann also nicht sagen es wird eine Selbstkorriktur geben.
00:36:19: Ich finde diese kleine Ecke hier drüben die passt eigentlich ganz gut und dann mutiert sie zur Korrekturecke sondern es ist andersrum.
00:36:27: Also was brauche ich für Selbstkorriektur?
00:36:29: Und erst dann wird geguckt wo der bessere Ort ist.
00:36:32: wie dafür Gut,
00:36:33: aber du setzt ihr dann erst mal was auf.
00:36:35: Also wir hatten jetzt die Routinen Wir hatten die Selbstkontrolle.
00:36:38: Du setzt jedes Mal um etwas auf nachdem du dir Gedanken gemacht hast wie könnte das ablaufen?
00:36:44: Guckst mit den vorhandenen Sachen, die du im Raum hast Du setzt es auf und fängst dann aber schonmal an Mit leichten Verbesserungen.
00:36:53: Genau dasselbe ist auch bei Reflexion.
00:36:55: also wenn es darum geht Dass sie generalieren wie die EYE Das eigene Arbeitsverhalten Und Kojen wie ich selbst reflektieren ist es ja nicht leicht.
00:37:05: Und da brauchen Sie auch erst mal Werkzeug an der Hand, damit sie das überall pleißen können.
00:37:10: Das heißt ich muss erstmal... Im Unterricht selbst überlegen, wie kann ich das integrieren?
00:37:16: Wie kann ich es mit den Kindern trainieren und so weiter.
00:37:20: Und erst dann wird der Klassenraum dementsprechend angepasst.
00:37:24: Brauchen wir einen Kreis dafür?
00:37:27: Reicht es Sitzplätze wo die Kinder für sich reflektieren?
00:37:30: Wo kleine Gespräche stattfinden?
00:37:33: Brauche ich vielleicht ein Beratungsdienst, wo diese Gespräche starten können... Aber da muss ich mir erstmal selber dessen bewusst sein, was will ich erreichen und was brauche ich dafür um das zu erreichen?
00:37:45: Um dann wirklich den Klassenrum erst zu ändern.
00:37:49: Okay also die drei Schritte, die du als Erstes umsetzen würdest sind einmal die Routinen, die Selbstkontrolle und die Reflexion.
00:38:00: würde jetzt der Raum dann kommen?
00:38:02: Ich würde sagen erstmal Verantwortung übertragen.
00:38:05: Und zwar wirklich auch schrittweise und genau mit Anleitung wie sowas funktioniert, ich kann nicht von den Kindern erwarten dass sie diese Verantwortung sofort übernehmen wenn ich morgens komme und diese Idee habe sondern ich muss überlegen was brauchen wir damit es gelingt?
00:38:22: Das muss irgendwie überlegt werden und erst dann können wir das ganze Konzept vom Kuramodell Wirken lassen.
00:38:33: Aber das muss vorher trainiert werden.
00:38:37: Okay, also wir haben die Routine, die du als erstes einführen würdest, die Selbstkontrolle und die Reflexion und die Verantwortung übertragen.
00:38:45: Und jedes Mal hast Du den Raum angepasst in Zwischenschritten aber nur mit den Sachen, die schon vorhanden sind.
00:38:55: Würdest du jetzt über den Raum nachdenken?
00:38:57: Als fünften Schritt
00:39:00: Ja, also irgendwann kommt... Man hat es schon rausgehört.
00:39:03: Also nach jedem Punkt was ich eigentlich besprochen habe wird der Raum auch mit bedacht sozusagen um dass es dientlich ist und am Ende kann ich immer noch gucken wie wo brauche ich was?
00:39:17: Wo möchte ich zum Beispiel ich plane das mein Schreibtisch in der Mitte hier wie der Wand ist und weder links noch rechts sondern wirklich versuchen irgendwie mittig zu sein damit ich schnell Unterwegs bin, damit die Kinder auch schnell bei mir sind.
00:39:32: Damit irgendwie ich nicht einen Sanderplatz habe, weil der schreibt sich auch ein Arbeitsplatz ist für die Kinder.
00:39:42: Der Schreibt sich soll nicht nur für mich, für die Lehrkräfte hier Platz geben sondern wirklich so für alle und dementsprechend wird er tendenziell dann im Raum drin sein.
00:39:56: aber letztendlich Der Raum, so dass allerletzte am Ende was Norien wie erledigt werden sollte.
00:40:05: Also den Feinschliff.
00:40:07: Wenn ich dich richtig verstanden habe geht es ja darum du führst erstmal die Sachen ein.
00:40:12: also wir hatten das gerade schon mal gesagt Du führest die Routinen ein, die Selbstkontrolle Die Reflexion und die Verantwortung Und es würde keinen Sinn machen jetzt nach den Routinen, die du am Anfang einführst gleich zum nächsten Möbelhaus zu rennen und einen runden Teppich für den Sitzkreis zu kaufen.
00:40:31: Und weiß ja nicht was alles noch um dann einem im nächsten Bereich bei der Selbstkontrolle festzustellen.
00:40:40: naja ich habe zwar alles irgendwie auf die Routine ausgerichtet aber eigentlich versperre ich mir damit den Platz für die Selbstkonto.
00:40:47: also Du sagst eher für erstmal diese vier Punkte ein mit dem was du hast und dann guckst Du wenn wenn alles dieser vier punkte also die Die Routine selbstkontrolle reflektionen und die verantwortung wenn die vier punkten erfüllt sind Dann kannst du Ja gucken wie du den raum anpasst welche möbe du zusätzlich brauchst Welche Veränderungen du machen kannst um das ganze was du gemacht hast zu unterstützen.
00:41:20: Aber vorher sollte man den Raum eigentlich gar nicht groß anfassen, weil man gar nicht genau weiß was wird überhaupt gebraucht.
00:41:29: Genau und wenn Kinder... Verantwortung übernehmen können, dann wird der Raum auch plötzlich interessant und vorher ja gar nicht.
00:41:36: Das heißt sie können am nächsten Morgen irgendwie kommen und es haben alles umgeändert und das ist alles neu und trotzdem wirds nicht lange interessant bleiben.
00:41:43: wenn die Kinder aber die Verantwortung für das eigene lernen, dass sie verstehen wo sie weiß wie finden, dass sich Gedanken gemacht haben eine Unterstützung ist, dann wird der Raum irgendwie tatsächlich eine Unterstützung sein.
00:41:58: Wenn Sie das im Voraus gar nicht gemacht haben wenn es nur darum geht einen schönen Raum zu präsentieren, dann wirt der Raum zur Belastung weil die Kinder nicht mehr wissen irgendwie sich zu orientieren, weil sie abgelenkt werden, weil der Raum nicht dazu denen wirklich zur Selbstständigkeit erzogen zu werden sondern es wird ablenkungen wie bieten und und und Das ist ein Problem.
00:42:19: Und das ist der Punkt wo die Kollegen sagen oh das hat nicht funktioniert Das ist halt schade.
00:42:24: Also das Kura-Modell oder der laufende Unterricht an sich hat mich funktioniert und dabei lag es weniger am Modell statt an der Umsetzung?
00:42:32: Genau, also kann man wirklich sagen das Kora-Model ist ja kein Möbelkonzept.
00:42:36: Ist aber auch kein Raumkonzept!
00:42:38: Nee, es ist auch keine Sitzordnung!
00:42:41: Sondern was ist es
00:42:42: dann?
00:42:42: Es ist ein Unterrichtskonzept.
00:42:43: Also ein Konzept für Selbstständigkeit, für Verantwortung und für Selbstregulation Lernwirksamkeit.
00:42:50: Wie ich letztens beim Elternabend gesagt habe bei den Erstklässlern, wir wollen Patente-Kinder am Ende der Grundschulzeit irgendwie entlassen.
00:42:57: Und das funktioniert nur wenn wir wirklich lernwirksam... sein können, wenn die Kinder merken und sie können selbst wirksam sein dass sie es in der Hand haben.
00:43:06: Das ist nicht davon abhängig wie gut gelaunt Froh-Deta an dem Tag ist oder oder oder sondern dass sie das wirklich irgendwie ja selbst in der hand haben.
00:43:15: Okay was war jetzt?
00:43:18: Der Hörer oder die höheren machen Die vielleicht schon des nächstes Jahr plant und gerade überlegt Wenn es auf die Skizze von dem eigenen Klassenraum guckt wo soll der Sitzkreis hin?
00:43:31: Na ja, dann sollte man sich eher die Frage stellen.
00:43:34: Welche Verantwortung sollen die Schüler morgen übernehmen, die sie heute noch nicht übernommen haben?
00:43:41: Okay, weil das ist das Kuramodell?
00:43:44: Ja genau!
00:43:44: Also genau dort beginnt das Kurarmodell und nicht beim Tisch oder nicht beim Regal oder nicht bei dem Möbelhaus sondern wirklich einfach nur beim Lernen.
00:43:54: Das ist der Startpunkt irgendwie.
00:43:58: Also muss man... sicher gehen, dass man so einen offenen Unterricht einfach von der richtigen Seite aus beginnt und das ist nicht der Raum.
00:44:13: Ne genau!
00:44:14: Also es ist das Lernen, es ist der Unterricht selbst.
00:44:17: Das muss ich erstmal verändern um den Raum irgendwie... nützlich verändern zu können.
00:44:22: Ansonsten wird das Ganze scheitern, es wird so Unzufriedenheit irgendwie fühlen.
00:44:26: zum Chaos noch mal und dann stellen die Kollegen für SAO-Deskrollmodelle bei uns da nicht funktioniert.
00:44:32: Die Kinder kennen das doch nicht!
00:44:33: Und dann verfällt man nochmal in alten Mustern wieder zurück und dann kommen Sätze wie die Kinder sind halt so aber wir haben sie ja probiert.
00:44:43: Es wäre halt schade.
00:44:45: Ich hatte um das Geld, ich hatte um die Zeit, ich habe um die Mühe, die man sich gemacht hat also auch an der Stir zu mir leid wenn manche Kollegen gerade irgendwie voll in der Planung waren fürs nächste Jahr zum Beispiel dass sie im Kollegium geplant haben das alles irgendwie zu ändern.
00:45:00: vielleicht Müsst ihr kurz mal innehalten und kurz zurück rudern und überlegen.
00:45:05: Was wollen wir nächstes Jahr wirklich machen?
00:45:08: Wie soll der Unterricht sein, welche Strategien sollen die Kinder irgendwie drauf haben?
00:45:13: wie kriegen wir die Kinder selbstständig, wie wollen wir das alles organisieren?
00:45:17: Und erst dann wird der Raum irgendwie besprochen und erst dann werden vielleicht neue Möbel angeschafft.
00:45:24: Vielleicht schaut man sich aber auch an Fanurma um in der Schule was es gibt.
00:45:30: Aber das ist so der Schritt, der gemacht werden muss und nicht umgekehrt.
00:45:36: So leid es mir tut weil wie du am Anfang gesagt hast also der Raum zu ändern ist halt irgendwie sofort sichtbar und das gibt sofort ein gutes Gefühl.
00:45:44: aber Das ist damit nicht getan.
00:45:46: Es ist nicht das Chor Modell.
00:45:50: Gibt's noch Dinge die Du hinzufügen möchtest oder wo du sagst dass die wichtig sind?
00:45:56: Und wir haben sie noch nicht besprochen.
00:45:58: Ich würde mich freuen, also auf Feedback irgendwie freuen.
00:46:02: Welche Veränderungen habt ihr denn zuerst vorgenommen?
00:46:04: Also habt ihr wirklich irgendwie zuerst den Unterricht und euch selbst und erst dann den Raum oder habt ihr tatsächlich zuerst in den Raum verändert und dann irgendwie vielleicht ... Den Unterricht?
00:46:16: oder habt Ihr vielleicht nur den Raum verändert und festgestellt Ja geht alles nicht wirklich.
00:46:22: ich würde mich freuen wenn wir dazu auch ein paar Rückmeldung bekommen würden.
00:46:28: Genau und ansonsten würde ich sagen, vielen Dank fürs Zuhören.
00:46:31: Bis zur nächsten Folge von Elementavissen!
00:46:34: Vielen Dank fürs
00:46:35: zuhören.