Elementarwissen - Der Grundschulbildungs-Podcast

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Der Podcast für Lehrer, Grundschule & Unterricht

Transkript

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00:00:02: Ein Kind kommt zu Lehrkraft, hat sein Mathehäft in der Hand.

00:00:06: Eine ganze Seite voll gerechnet.

00:00:09: Die Lehrkraft schaut drauf und die sofort ein paar Ergebnisse sind nicht richtig.

00:00:15: Dann sagt sie wahrscheinlich den Satz, den fast jede Lehrkraft regelmäßig sagt Nämlich kontrolliert er noch einmal Das Kind geht zurück zu seinem Platz Es schaut kurz auf die Seite Blättert vielleicht nochmal um Kommt nach wenigen Sekunden wieder und sagt Ich finde nichts oder ich habe korrigiert.

00:00:35: Und in diesem Moment denkt die Lehrkraft, du hast doch überhaupt nicht richtig kontrolliert?

00:00:40: Genau und vielleicht hat das Kind tatsächlich getan was es unter Kontrollieren versteht.

00:00:46: Es hat noch einmal auf das Blatt geschaut, es hat nur keine Ahnung wovon er ist tatsächlich suchen soll wie er dabei vorgehen kann oder woran es ein Fehler erkennen würde.

00:00:58: Dann liegt das Problem möglicherweise gar nicht darin, dass ein Kind nicht kontrollieren will.

00:01:03: Vielleicht haben wir mit unserem Satz nur eine Erwartung formuliert aber noch keinen Arbeitsauftrag

00:01:08: gegeben.".

00:01:09: Und genau darum geht es heute – warum kontrollieren nochmal häufig nicht funktioniert?

00:01:15: Weshalb manche Kinder ihre Fehler trotz einer Strategie nicht selbst finden können und wie wir kontrollieren im Unterricht tatsächlich aufwohlen können.

00:01:25: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Elementarwissen, dem Grundschul-Bildungsbordcast.

00:01:30: Ich bin Jessica

00:01:31: und ich bin Steffen.

00:01:33: also heute reden wir über ein eigentlich sehr kleinen Satz hinter dem sich ein ziemlich großes Unterrichtsthema verbirgt oder?

00:01:42: Ja weil kontrollier noch einmal klingt zunächst vorkommen ja eindeutig für uns.

00:01:48: Wir erwachsen hören darin schon eine ganze Handelwunche.

00:01:51: so schaut ihr deine Lösung an vergleiche sie mit dem Auftrag vielleicht, prüfe kritische Stellen Nutze vielleicht einen anderen Lösungsweg und verbessere wenn etwas nicht stimmt.

00:02:03: Okay aber mit kontrolliert auch mal haben wir das eigentlich alles gar nicht gesagt?

00:02:07: Ja!

00:02:08: Und wir sagen lediglich kontrollieren und erwarten dass das Kind die passende Strategie selbst ergänzt.

00:02:15: Ich finde damit ist dieser Satz ein bisschen verwandt mit diesen ganzen anderen Klassikern wie Was wir in den letzten Folgen hatten, dieses konzentriert dich.

00:02:25: Arbeiter sorgfältiger, denk noch mal nach, organisiere dich besser.

00:02:30: Ja sind alles berichtigte Erwartungen aber es sind noch keine ausführbaren Handlungen.

00:02:36: Ein Kind weiß dadurch was uns vielleicht am Ergebnis nicht gefällt Es weiß aber lange nicht unbedingt was er anders machen sollte.

00:02:47: Okay, also ich würde sagen die Kernthese von dieser Folge heißt kontrollieren ist keine Aufforderung.

00:02:55: Also kontrollieren würde ich sagen es eher eine Methode, die wahrscheinlich auch wenn ich dich richtig kenne gelernt werden muss.

00:03:04: Schauen wir uns erst an was in dem Wort ja kontrollieren alles steckt.

00:03:08: ein Kind muss mindestens vier Fragen beantworten können.

00:03:12: Zuerst was genau soll ich prüfen?

00:03:15: Wie kann ich es prüffen?

00:03:16: Woran erkenne ich, ob es stimmt und was mache ich wenn nicht eine Abweichung finde?

00:03:22: Okay.

00:03:24: Kommt nicht noch ne fünfte Frage dazu.

00:03:26: also wie kann ich zeigen dass sich kontrolliert habe?

00:03:30: weil sonst sehen wir ja am Ende einfach nur die Haken auf dem Blatt aber wissen gar nicht was tatsächlich irgendwie passiert ist

00:03:38: Ja richtig Und wir verstecken diese ganze Handlungskette in einem winzigen, einzigen Wort irgendwie.

00:03:45: Das erklärt auch warum das erneute Anschauen so wenig bringt.

00:03:49: Wenn ein Kind eine Aufgabe beim ersten Mal auf eine bestimmte Weise gelesen oder verstanden hat, tut es das beim zweiten Blick häufig auch genauso.

00:03:58: und nehmen wir eine Rechnung.

00:04:00: Ein Kind liest die drei zehn minus fünf versehentlich als Plusaufgabe und schreibt achtzehn.

00:04:08: Wenn es dieselbe Aufgabe einfach noch einmal anschaut, sieht das möglicherweise wieder die Plusaufgabe, die vorher auch schon gesehen worden ist.

00:04:18: Oder es hat nicht nur das Zeichen übersehen sondern vielleicht tatsächlich eine falsche Vorstellung von der Operation.

00:04:27: Dann würde das Ganze angucken aber weiterhin kein Fehler sehen!

00:04:33: Ja, auch das ist eine Möglichkeit und beim Schreiben passiert etwas Ähnliches.

00:04:37: Also ein Kind schreibt dann mit einem N zum Beispiel spielen wir.

00:04:43: Beim erneuten Lesen ergänzt das Gehirn möglicherweise automatisch das zweite N. Das Kind ließ innerlich dann mit Opel-N Obwohl auf dem Papier einen Dann mit einem End steht

00:04:55: zum

00:04:55: Beispiel

00:04:57: Okay also die Kinder Übersehen dann beim in Anführungsstrichen kontrollieren, nicht absichtlich die Fehler.

00:05:06: Sondern in dem Falle würde das Gehirn gewissermaßen die beabsichtigte Schreibweise einfach lesen.

00:05:16: Ja deswegen ist auch der Unterschied so wichtig.

00:05:18: also noch einmal ansehen es keine Kontrollstrategie.

00:05:22: eine Kontrolle braucht einen Kriterium und ein Verfahren.

00:05:25: Also das Kind muss wissen, worauf er seine Aufmerksamkeit richtet und welche Handlung ihm neue Informationen über die eigene Lösung liefert.

00:05:36: Jetzt gibt es aber eine Erwartung, die wir vielleicht mal auf dem Ansprechen sollten.

00:05:42: wenn wir sagen kontrollieren nochmal meinen wir ja meistens gar nicht nur prüft einer Arbeit eigentlich so wird ich das zumindest mein sagen wir doch findet den Fehler, den ich bereits gesehen habe.

00:06:01: Ja ja das stimmt!

00:06:03: Also und dadurch machen wir aus Kontrolle schnell ein etwas merkwürdiges Suchspiel.

00:06:09: also die Lehrkraft kennen die gesuchte Stelle das Kind kennen sie nicht und soll so lange zurück geschickt werden bis er es herausfindet was dir der Kraft meint, skurel.

00:06:21: Okay das Kind würde dann wahrscheinlich wiederkommen.

00:06:24: dann sagt die Lehrkraft, ja da ist aber noch was.

00:06:27: Dann geht's nochmal zurück, verändert vielleicht nochmal irgendeine Stelle schaut anschließend in das Gesicht ob es richtig ist.

00:06:34: also ich glaube Lehrkräfte benutzen den Satz deshalb so oft weil dahinter zunächst eine pädagogische Absicht steckt.

00:06:45: Also Ich würde es wahrscheinlich genauso machen und Ich würde es deswegen tun, um den Fehler nicht direkt zu markieren oder so die Lösungen vorsagen.

00:07:00: Das hatten wir ja auch in den letzten Folgen gesprochen dass man nicht dazu neigen sollte den Kindern die Lösung zu sagen.

00:07:07: das Kind soll ja eigentlich erstmal selbst tätig werden.

00:07:11: ich würde sagen problematisch wird es dann wenn diese Selbstständigkeit mit Allein lassen, verwechseln und einfach voraussetzen dass das Kind den gesuchten Fehler bereits erkennen kann.

00:07:28: Die Situation ist halt problematisch weil das Kind kontrolliert dann nicht mehr seine Arbeit anhand eines fachlichen Kategoriums es versucht die Reaktion der Lehrkraft zu lesen Und das ist ein wichtiger Unterschied.

00:07:42: Ein Kind kann sinnvoll kontrolliert haben und trotzdem keinen Fehler finden, und Kontrolle beschreibt zunächst den Prozess.

00:07:50: Fehlerfreiheit beschreibt das Ergebnis, das finale Ergebnis – und beides hängt zusammen!

00:07:56: Ist aber nicht in der Enttischung.

00:07:58: Okay, dann lass uns mal die Begriffe sauber trennen.

00:08:01: Beim Kontrollieren prüfe ich eine Lösung anhand eines Kriteriums und beim Korrigieren verbessere ich einen Fehler, den ich erkannt habe oder auf dem ich hingewiesen wurde.

00:08:13: Beim Überarbeiten entwickle ich eine Lösung oder ein Text weiter.

00:08:18: Ich mache ihn zum Beispiel verständlicher genauer oder sprachlich treffender zum Beispiel.

00:08:25: Also ein Kind kann die markierte Stelle richtig korrigieren ohne den Fehler überhaupt selbst gefunden zu haben.

00:08:33: Und ein fehlerfreier Tracks kann trotzdem noch überarbeitet werden?

00:08:38: Ja und wenn wir nur auf das saubere Endprodukt schauen, erkennen wir diese Unterschiede nicht wirklich.

00:08:45: also für die Lernbegleitung ist aber entscheidend welchen Teil des Prozesses das Kind schon selbstständig bewältigen konnte.

00:08:54: Kann es ein Kriterium anwenden?

00:08:57: Kann es eine Abweichung erkennen.

00:09:00: Kann es die Ursache vielleicht erklären, kann es nur den Fehler anschließend verbessern?

00:09:09: Kann er den Fehler erklären, die Verbesserungen auch erklären und sachlich fachlich korrekt irgendwie begründen?

00:09:18: Das sind unterschiedliche Leistungen!

00:09:22: Okay, also ich glaube... Ich weiß jetzt wie es weitergeht.

00:09:24: Du wirst jetzt gleich sagen wir müssen dem Kind nur die richtige Kontrollstrategie mit an die Hand geben.

00:09:31: Wir müssen das mit ihm trainieren Dann kann es sein Fehler selber finden.

00:09:36: Aber ich vermute so einfach wird's nicht sein oder?

00:09:38: Nee leider nicht.

00:09:39: Also ein Kind kann nur dass selbstständig kontrollieren was es fachlich bereits beurteilen kann.

00:09:46: Und das ist halt der Punkt.

00:09:48: Wenn ein Kind nicht verstanden hat, was Subtraktion bedeutet, kann er es denselben Denkfehler in der Ausgangsaufgabe und in der Probe wiederholen.

00:09:59: Wenn es nicht weiß, dass ein Noem großgeschrieben wird, kann erst dieses Merkmal im eigenen Text... auch nicht zuverlässig prüfen.

00:10:07: Und wenn es einen mehrteiligen Arbeitsauftrag noch sprachlich nicht verstanden hat, dann hilft auch ein Kontrollhacken auch nicht wirklich

00:10:16: weiter.".

00:10:17: Also denn fehlt nicht unbedingt die Sorgfalt bei den Kindern?

00:10:20: Es fehlt einfach die fachliche Grundlage für die Kontrolle!

00:10:24: Ja, Selbstkontrolle ist kein Erseits für Unterrichtserklärung oder Rückmeldungen.

00:10:29: Sie setzt einfach Wissen voraus!

00:10:32: Das ist auch diagnostisch wichtig.

00:10:33: wenn ein Kind nach einem klaren Kontrollauftrag Weiterhin kein Fehler findet, sollten wir nicht automatisch denken.

00:10:42: Ja es hat wieder nicht richtig geschaut oder war zu faul zum Nachrechnen.

00:10:47: Wir müssen unterscheiden Hat das Kind die Strategie gar nicht angewendet?

00:10:51: Hat er's die Strategien angewendete aber noch nicht sicher beherrscht Oder fehlt eben das fachliche Wissen um die Abweichung zu erkennen?

00:11:00: Okay, also je nach Thema müsste dann meine Reaktion anders aussehen.

00:11:03: Ja definitiv und im ersten Fall erinnere ich an die vereinbarte Strategie.

00:11:08: Im zweiten Fall führe ich die Kontrolle noch einmal gemeinsam durch.

00:11:12: Im dritten Fall kontrolliere ich nicht weiter mit dem Kind sondern gehe zurück zum fachlichen Verständnis.

00:11:20: Und vielleicht lasse ich mir den Rechenweg erklären.

00:11:22: Vielleicht arbeite ich nochmal mit dem Material?

00:11:25: Vielleicht kläre ich das sprachliche Kriterium oder ich gebe eine direkte Rückmeldung, weil das Kind den Fehler auf seinen aktuellen Lernstand noch nicht selbst finden kann.

00:11:36: Es kann es nicht!

00:11:37: Also wir müssen das unbedingt an der Stelle von wollen und können

00:11:41: trennen.".

00:11:42: Okay aber das würde auch die Situation so ein bisschen entlasten?

00:11:47: Weil ja im Endeffekt des Kindes muss er nicht zum fünftmal auf dieselbe Seite schauen und zu tun als könnte es da noch wie was entdecken was es einfach fachlich noch gar nicht verstanden hat.

00:12:00: Und wir nutzen Kontrolle dann nicht als Ausweichbewegung, um kleine Rückmeldungen geben zu müssen.

00:12:06: Manchmal ist die professionelle Reaktion eben nicht finde er selbst.

00:12:10: manchmal ist sie.

00:12:12: ich sehe wo dein Denken gerade abbiegt.

00:12:15: lasst uns das gemeinsam vielleicht anschauen.

00:12:21: Was sagt die Forschung dazu?

00:12:24: Hinter diesem Alltagsthema steckt ein großer Forschungsbereich, tatsächlich Meta-Kognition und selbst reguliertes Lernen.

00:12:30: Das ist eines von den Themen die wir wirklich ganz oft besprechen.

00:12:35: Okay aber ich finde Meta Kognitionen klingt erst mal kompliziert.

00:12:39: wenn ich mich recht erinner geht es darum im Kern das eigene Denken und lernen wahrzunehmen zu steuern oder?

00:12:48: Ja genau also.

00:12:49: Es geht darum, ein Vorgehen zu planen zum Beispiel während der Arbeit beobachten.

00:12:55: Ob es funktioniert und anschließend auszuwerten ob das Ziel wirklich erreicht wurde.

00:13:00: zum Beispiel kontrollieren gehört vor allem zu diesem Beobachten und Auswerten.

00:13:05: die Forschung zeigt dabei nicht dass wir Kinder einfach häufiger zur Selbstständigkeit auffordern sollten.

00:13:12: sie zeigt wirklich viel mehr dass solche Strategien ausdrücklich gelehrt werden müssen.

00:13:18: also Die Education and Development Foundation, die fast nochmal den Forschungsstand so zusammen mit der kognitive Strategie sollten erklärt von der Lehrkraft modelliert gemeinsam angewendet und zunächst durch geeignete Hilfen gestützt werden.

00:13:39: Diese Hilfen werden schrittweise abgebaut wenn die Kinder die Strategie wirklich selbst übernehmen können.

00:13:46: Du hattest glaube ich neulich auch mal gesagt, dass Rückmeldung da ein wichtiger Bestandteil von ist oder?

00:13:52: Ja genau.

00:13:52: Also auch in der Forschung wird Rückmeltungen als einen zentralen Bestandteil selbst regulierten Lernens wahrgenommen und beschrieben.

00:14:00: also Lerner vergleichen ihren aktuellen Stand mit einem Ziel oder mit einem Kriterium und passen hier vorgehen an.

00:14:09: genommen erzeugt eine gute Kontrolle, also eine Form innerer Rückmeldung.

00:14:14: Passt das was ich getan habe zu dem was herausgekommen ist oder heraus kommen sollte?

00:14:20: Und da wären wir dann wahrscheinlich wieder bei dieser Teacher Clarity was wir mal besprochen hatten dass die Arbeitsaufträge möglichst klar und verständlich für die Kinder formuliert sein müssten.

00:14:31: Genau, also da sind wir auch wieder bei Hatti.

00:14:33: dafür braucht das Kind ein verständliches Ziel, ein bekanntes Kriterium und einen Verfahren um ja mit dem wirklich es beides vergleichen kann.

00:14:46: fehlt einer dieser Teile bleibt die Aufforderung zur Kontrolle ein Verlehrer.

00:14:51: diese Strategie sollten nicht nur in einer allgemeinen Methodenstunde vorkommen.

00:14:56: Also lernen, lernen bleibt schnell folgenlos wenn die Strategien nicht an echten fachlichen Aufgaben angewendet werden.

00:15:05: ein Kind lernt kontrollieren und nicht abstrakt.

00:15:08: es lernt wie man eine Additionsaufgabe prüft wie man Satzanfänge untersucht oder wie man einen mehrteiligen Arbeitsauftrag mit dem eigenen Ergebnisabgleich.

00:15:21: Auch eine Mitte-Analyse von Charlotte Dignard zum Beispiel zeigt, dass selbstreguliertes Lernen bereits im Grundschulalter wirksam gefördert werden kann.

00:15:30: Kinder sind dafür also nicht zu jung wie man öfters mal vielleicht hören kann in der Grundschule.

00:15:38: aber die Strategien müssen natürlich altersangemessen fachlich angebettet und konkret ja angeleitet sein.

00:15:46: das ist wichtig.

00:15:47: Ich finde, das Ganze widerspricht aber so ein bisschen der Vorstellung dass Selbstständigkeit dann entsteht wenn sich die Lehrkraft möglichst schnell zurückzieht.

00:15:58: Ja also eine vorübergehende Unterstützung ist nicht das Gegenteil von Selbstständigkeiten.

00:16:05: sie kann ihre Voraussetzung sein.

00:16:06: zum Beispiel und entscheidend ist dass die Hilfe einer Strategie sichtbar macht und anschließend tatsächlich zurückgenommen wird.

00:16:15: Wenn ich jeden Schritt dauerhaft Vorsage entsteht Abhängigkeit, wenn ich aber nie zeige wie die Handlung funktioniert bleibt ja sei selbstständig nur eine Forderung am Ende.

00:16:29: Das heißt der Satz kontrollieren nochmal ist eigentlich gar nicht das Problem sondern das Problem ist dass wir eine Erwartungshaltung haben wo wir noch keinen ritualisierten Ablauf zum Beispiel dahinter gelegt haben.

00:16:42: also wenn die Kinder wissen was mit Kontrollier noch mal gemeint ist und dann entsprechend dieses Ritual befolgen, kann es eine hilfreiche Unterstützung sein.

00:16:58: Ein solcher Kontrollauftrag beantwortet im Grunde drei Fragen.

00:17:02: Was soll ich prüfen?

00:17:03: Wie soll ich das prüffen?

00:17:04: Woran erkenne ich, ob es passt oder nicht?

00:17:06: Und wenn die Strategie neu ist kommt vielleicht eine vierte Frage dazu wie mache ich meine Kontrolle sichtbar?

00:17:14: Wollen wir da uns zum Beispiel mal angucken?

00:17:17: Ja, nicht kontrolliere die ganze Seite sondern vielleicht prüfe bei diesen drei Aufgaben das Ergebnis mit der Umkehraufgabe.

00:17:26: Schreibe die Probe daneben und nicht zum Beispiel um ein weiteres Beispiel zu nehmen ließ deinen Text nur einmal sondern Kreise in diesen vier Zeilen jeden Satz anfangen.

00:17:39: rein Prüfe ob der erste Buchstabe großgeschrieben ist.

00:17:46: Wir sagen nicht, hast du alles geprüft?

00:17:48: Hast du alles gemacht?

00:17:49: Sondern geh die drei Teile des Arbeitsauftrag nacheinander nochmal durch.

00:17:54: Zeige wo du jeden Teil erledigt hast und setz da überall ein Häckchen.

00:18:00: Okay aber damit bekommt das Kind nicht nur gesagt dass es etwas kontrollieren soll.

00:18:05: Es ist halt mehr so eine Art Gegenstand oder Handlung und ein Kriterium.

00:18:10: Ja genau Kontrollauftrag muss zum Lernstand passen.

00:18:15: Also je jünger, je unerfahrender die Kinder sind ist so enger sollte er zunächst auch sein.

00:18:24: Aber wenn ich alles so genau vorgehe nehme ich dem Kind nicht die Selbstständigkeit dann ab?

00:18:33: Am Anfang nehm' ich ihm eine Entscheidung ab eher, die er es noch nicht wirklich sinnvoll treffen könnte.

00:18:40: also gleichzeitig zeige ich ihm aber Eine Strategie, die es später selbst auswählen sollte oder könnte.

00:18:47: Das Ziel ist nicht dauerhaft jede Kontrolle vorzuschreiben – der Weg führt von nur zu.

00:18:54: jetzt diese Strategie über welche von den zwei Strategien passt besser bis zu?

00:19:00: wie kannst du selbst prüfen ob deine Lösung stimmt?

00:19:04: Selbstständigkeit zeigt sich nicht darin dass ein Kind ohne jede Hilfe auf einen Blatt schaut!

00:19:11: Sie zeigt sich darin, dass es wirklich zunehmend selbst eine passende Strategie aus Welt anwendet und aus dem Ergebnis Konsequenzen zieht.

00:19:22: Lass uns das nochmal ein Fächern konkret machen.

00:19:25: also in Mathematik wird häufig von der Probe gesprochen.

00:19:30: Reicht es als Kontrollstrategie?

00:19:32: Also macht diese Gegenprobe?

00:19:35: Die Probe kann eine gute Strategie sein, aber auch macht.

00:19:38: die Probe ist nur dann ein brauchbarer Auftrag wenn wirklich das Kind weiß welche Probe zur Aufgabe wirklich passt und was das Ergebnis bedeutet.

00:19:46: Kontrollenstrategien in den Mathematik können auf unterschiedlichen Ebenen eigentlich ansetzen.

00:19:52: ja die erste Ebene ist die Plosibilität.

00:19:56: also kann man Ergebnisse überhaupt ungefähr hinkommen.

00:19:59: Ein Kind rechnet acht minus drei, dann kann es vor der genauen Kontrolle fragen muss das Ergebnis größer oder kleiner sein als die acht.

00:20:10: Oder bei, weiß ich nicht, siebenundvierzig plus zweiunddreißig?

00:20:16: Kann es siebhundertneun irgendwie sein?

00:20:17: ist mein Ergebnis irgendwie sinnvoll?

00:20:19: an der Stelle schon eine grobe Vorstellung von der Größenordnung zeigt dass etwas nicht passt.

00:20:27: Das ist schon eine Strategie.

00:20:29: Ja, aber diese Plausibilitätsprüfung findet ja eher dann wirklich diese größeren Fehler.

00:20:36: Wenn das Kind jetzt artensipzig oder neunundsipzig geschrieben hat wären ja beide ungefähr in der gleichen Größenordnung.

00:20:43: da würde man den Fehler ja nicht mitfinden.

00:20:45: Nee, das stimmt!

00:20:45: Aber also Plausabilität ist sowieso zu sagen ein erstes Netz, aber noch kein Beweis.

00:20:51: Also eine zweite Strategie ist dann die Umkehraufgabe Also acht, minus drei gleich fünf wird fünf plus drei gleich acht.

00:21:03: Aber die Kinder müssen verstehen warum das eine Kontrolle ist.

00:21:07: sie dürfen nicht einfach irgendeine Plusaufgabe daneben schreiben.

00:21:12: Das muss klar sein, da sind viel mehr Kompetenzen drin als gedacht.

00:21:17: Weil die müssen ein bisschen okay was ist eine Umkehraufgabe?

00:21:20: Was behindert hat?

00:21:22: Wozu hilft sie mir ohne so weiter und sofort also anfangen nur zu sagen rechne die umkehraufgarbe ist vielleicht auch noch nicht genug.

00:21:31: Eine dritte Strategie ist, ja einen anderen Lösungsweg oder eine andere Darstellung zu nutzen.

00:21:37: Zum Beispiel an Kettert.

00:21:38: also nehmen wir mal sieben plus sechs im Kopf gerechnet und zeigt die Aufgaben anschließend in zwanziger Fällen.

00:21:45: Oder es prüft eine Malaufgabe mit einer Punkteanordnung, mit einer Zeichnung oder oder oder.

00:21:53: das sind die Strategien.

00:21:55: Aber warum sind diese anderen Wege?

00:21:57: Also sind die hilfreicher, als wenn man dieselbe Rechnung noch mal rechnet?

00:22:02: Weil sie zweite Bearbeitungen möglichst neue Informationen liefern sollte.

00:22:06: Wenn ich exakt denselben Weg wiederhole, kann ich den selben Flüchtigkeitsfehler jen wie oder denselbe Fehlvorstellung wiederholen.

00:22:15: Eine andere Darstellung macht andere Beziehungen sichtbar aber auch hier gilt unsere Grenzen.

00:22:22: einen anderen Weg garantiert lange nicht eine richtige Kontrolle.

00:22:26: Wenn das Grundverständnis fehlt, kann ein Kind verschiedene Darstellungen im Sinne derselben Fehlvorstellung an verdeuten.

00:22:35: Dann muss ich jetzt Lehrkraft irgendwann aus dieser Kontrollschleife raus?

00:22:38: Unbedingt!

00:22:39: Also unbedingt wenn die Probe nicht verstanden wird oder mehrere Kontrollversuche nicht weiterführen... brauche ich ein diagnostisches Gespräch, also erklär mir wie du gerechnet hast.

00:22:52: Das liefert häufig mehr Informationen als ein weiteres Säckchen.

00:22:57: zum Beispiel und für Klasse eins um zwei können konkrete Kontrollaufträge zum Beispiel so lauten, lege die Aufgabe mit Plättchen nach zeige den Rechenweg im Zwanzigerfeld prüfe Ob dein Ergebnis bei Minusrechnen kleiner gewonnen ist, nutze die Umkehraufgabe.

00:23:16: Vergleicht ein Ergebnis mit einer passenden Nachbaraufgabeschätzung zuerst und rechte nach und berechne genau also so ähnlich.

00:23:30: Okay und ja sag mal für Kinder die noch nicht sicher lesen könnte der Weg durch feste Symbole dargestellt werden.

00:23:42: Ich arbeite sehr viel in der ersten und zweiten Klasse mit Pictogrammen.

00:23:47: Ein Rückwärtspfeil kann für die Unkeraufgabe stehen, einen Punktefeld für die Darstellung, ein Auge für die Plausibilität prüfen... Ein Pictogramm erklärt die Handlung ja nicht von selbst.

00:24:02: Also es erinnert nur an eine Strategie, die vielleicht vorher gemeinsam gelernt wurde.

00:24:10: Wie würde da so ne Modellierung konkret klingen?

00:24:14: Ich könnte habsichtlich eine Rechnung an die Tafel schreiben.

00:24:17: nehmen wir mal vierzehn minus sechs gleich neun und dann denke ich laut.

00:24:26: Ich möchte prüfen ob mein Ergebnis stimmt.

00:24:30: Ich modelliere also mit den Kenner.

00:24:34: Zuerst frage ich, kann neun ungefähr passen?

00:24:39: Ja, neun ist kleiner als vierzehn.

00:24:43: Passt so einer Minusrechnung Aber damit weiß ich noch nicht ob es genau stimmt.

00:24:48: Also deshalb nutze ich jetzt die Umkehraufgabe.

00:24:52: Wenn vierzehnt minus sechs gleich neun wäre müsste neun.

00:25:17: Okay, also die Kinder sehen dabei nicht nur die fertige Probe sondern Du zeigst ihn auch so ein bisschen, warum du die Strategie auswählst.

00:25:27: Ich habe auch die ganze Handungskette mit den Kindern an, mal modelliert.

00:25:30: Und wie du dann das Ergebnis am Ende deutest und was du da tust anschließend?

00:25:36: Lautes Denken macht die unsichtbaren Entscheidungen sichtbar.

00:25:40: also wir sollten dabei ruhig zeigen dass eine Kontrolle zu Unsicherheit führen kann.

00:25:45: meine beiden Wege passen nicht zusammen.

00:25:48: ich brauche jetzt Material oder Hilfe.

00:25:50: auch das ist eine konkrete eine wichtige Reaktion.

00:25:57: Gut, das ist jetzt Mathe.

00:26:00: Angenommen wir sind jetzt bei Deutsch da gibt es ja dann diesen Klassiker, weiß nicht, liest den Text nochmal.

00:26:08: Warum ist es so anspruchsvoll für die Kinder?

00:26:13: Weil ein Text echt viele Merkmale gleichzeitig enthält.

00:26:17: Also Inhalte, Verständlichkeit, Seitsaufbau, Satzanfänge, Satzeichen, Wortgrenzen, Rechtschreibung... Wenn ein Kind all das gleichzeitig prüfen soll richtet es seine Aufmerksamkeit oft auf nichts davon gezielt.

00:26:37: Eine lange Checkliste löst dieses Problem nicht automatisch.

00:26:41: sie kann die Überforderungen sogar schriftlich festhalten, sogar für dich behaupten.

00:26:47: Also dann lieber mehrere Durchgänge mit einem Fokus jeweils oder?

00:26:50: Ja mit einem Schwerpunkt.

00:26:51: also ich nenne das gerne mal den Luppenblick.

00:26:55: bei jedem Durchgang schaut das Kind durch eine gedankliche Luppe sozusagen.

00:27:02: der erste Auftrag könnte lauten ja Kreise alle Satzanfänger ein sind die ersten Buchstaben groß geschrieben Danach fahre mit dem Finger bis zum Ende des Satzes, steht dort einen Punkt an Satzeichen.

00:27:19: In einem weiteren Durchgang

00:27:20: z.B.,

00:27:21: ja liest nur unsere Lernwörter Nutze bei einem unsicheren Wort die vereinbarte Rechtsstrategie und später vielleicht noch liest ein Text halblaut fehlt ein Wort ist jeder Satz irgendwie verständlich also Stück für Stück.

00:27:40: Also das Letzte ist dann schon eher überarbeiten als hier eine Fehlerkontrolle.

00:27:44: Ja, also und diese Unterscheidungen können wir auch mit den Kindern besprechen.

00:27:49: Also beim Prüfen der Satzanfänge kontrolliere ich ein klar definiertes Merkmal.

00:27:55: wenn ich überlege ob mein Satz verständlich oder mein Text spannend ist, überarbeite Ich Und für Schreibanfänger müssen die Kriterien besonders sorgfältig ausgewählt werden.

00:28:10: das gerade erst lautgetreuisch schreibt, kennt seinen Text ja noch nicht richtig an sämtlichen autografischen Normen.

00:28:17: irgendwie messen

00:28:18: logisch.

00:28:19: Aber welche Kriterien wären am Anfang dann realistisch?

00:28:24: Ja zum Beispiel habe ich zu jedem gesprochenen Wort etwas geschrieben.

00:28:30: oder sind zwischen den Wörtern Abstände beginnt mein Satz mit einem großen Buchstaben und steht am Ende vielleicht in Punkt?

00:28:40: Oder beim bereits eingeführten Laut höre ich diesen Laut in meinem Wort und habe ich ihn aufgeschrieben.

00:28:50: Markieren vielleicht noch oder hier können bekannte Pictogramme helfen, zum Beispiel ein Hohe für genaues Sprechen Für Höhen, ein Finger für die Wortabstände.

00:29:03: Ein großer Buchstamm für Satzanfang und einen Punkt für Satzende.

00:29:08: zum Beispiel.

00:29:09: Ich nutze ganz gerne die Stempeln von der Frechstatik für die Rechtschreibung zum Beispiel.

00:29:18: Und ansonsten ist im Unterricht alles mit Pictogramm wie Finger oder mit Horen, mit Augen und so weiter.

00:29:26: So gekennzeichnet dass die Kinder wissen worauf es ankommt.

00:29:30: Und was jetzt du von diesem Hinweis wenn ihr zu der Kraft sagt in deinem Text sind noch drei Fehler?

00:29:37: Na ja, begrenzt schon die Suche können aber auch zu einem Ratte-Spiel dann führen.

00:29:41: Also manche Kinder verändern an drei beliebiges Stellen und beobachten ob die Lehrkraft zufrieden ist oder nicht finde ich gar nicht hilfreich.

00:29:50: Also hilfreicher ist häufig eine gestufte Rückmeldung.

00:29:54: also zuerst nenne ich nur das Kriterium für die Satzanfänge.

00:29:58: zum Beispiel wenn das noch zu offen ist grenze ich den Bereich N Zum Beispiel in diesen drei Zeilen stimmt ein Satz anfangen noch nicht.

00:30:10: Wenn das Kindenfiller auf seinem Lernstand noch nicht erkennen kann, magiere oder bespreche ich die Stelle dann direkt mit dem Kind?

00:30:19: Also wird die Hilfe nicht unbedingt danach bemessen wie selbstständig das Kind wirken soll sondern eher danach welcher nächste Schritt für sein Lernen am sinnvollsten ist.

00:30:33: Ja, so viel Eigenaktivität wie möglich aber soviel fachliche Unterstützung wie nötig.

00:30:39: Das ist glaube ich der Punkt.

00:30:42: Du hattest vorhin noch mal einen Satz gesagt.

00:30:44: den würde ich gerne auch nochmal angucken hast du wirklich alles gemacht?

00:30:48: also ich denke das kommt wahrscheinlich dann bei Aufgaben wo vermutlich mehrere Arbeitsaufträge drin stecken.

00:30:56: Das Kind sagt ja aber als Lehrkraft sieht man eigentlich schon dass trotzdem die Hälfte fehlt von dem was in der Aufgabe gefordert wurden.

00:31:05: Wie geht man davor?

00:31:06: Ja, hier muss keine Täuschungsabsicht oder faul sein und wieder hinterstecken.

00:31:14: das Kind hat vielleicht einen Teil erledigt und dadurch das Gefühl fertig zu sein Und es kann den Auftrag noch nicht systematisch mit seinem Ergebnis zum Beispiel abgleichen.

00:31:24: also nehmen wir den Auftrage.

00:31:25: liest in Text unterstreiche alle Nomen und schreibe fünf davon mit Artikel in dein Hefz.

00:31:32: Darin stecken drei Handlungen lesen, unterstreichen abschreiben.

00:31:37: Und wenn du unterstreich die Nomen, meldet sich fertig.

00:31:40: vielleicht ist die beste Freundin oder der beste Freund auch schon fertig?

00:31:46: Wenn ich jetzt einfach fragen würde hast du alles gemacht?

00:31:51: dann prüft es wahrscheinlich eher das Gefühl als den Auftrag.

00:31:55: Ja, deshalb ist die bessere Frage meiner Meinung nach wirklich woran erkennst du dass du fertig bist.

00:32:00: Dann gehen wir die Teilaufträge nach einander durch.

00:32:03: weiß verlangt Schritt eins.

00:32:06: Wo sieht man das?

00:32:07: du ihn erledigt hast?

00:32:09: Was verlang schritt zwei was müsste jetzt noch in deinem helft stehen?

00:32:13: und so weiter und sofort.

00:32:16: Das ist wahrscheinlich besonders relevant für Kinder die noch nicht so sicher Sinn erfassen lesen können oder die Schwierigkeiten haben sich mehrere Arbeitsaufträge zu merken und dann zu befolgen.

00:32:33: Ja, die sind aber nicht nur bei den Kleinen wie relevant.

00:32:36: Es gibt viele Strategien auch bei den Großen, wie man sicherstellen kann dass sie keine Aufträge verpassen.

00:32:41: Also bei den großen kann man sie einfach die Operatoren in der Aufgabenstellung unterstreichen lassen.

00:32:47: Das ist das A und O. Und habe ich drei Werben, hab' ich einfach drei Aufträge und am Ende muss mit Äckchen geprüft werden Dass diese drei Aufträge erführt worden sind, das ist Fakt.

00:32:57: Mehrteilige Aufträge sollten deshalb schon bei der Präsentation sichtbar gegliedert werden.

00:33:03: Also kurze Schritte, bekannte Symbole eine klare Reihenfolge immer wiederkehrend in wie immer wieder besprechen.

00:33:10: die Kontrolle beginnt nicht erst am Ende.

00:33:12: ein gut strukturierter Auftrag macht spätere Selbstkontrolle überhaupt erst möglich.

00:33:19: Das hatten wir vorhin schon mal kurz angesprochen.

00:33:21: zu dieser Clarity also der Arbeitsauftrag muss klar sein und du sagst jetzt nochmal Kontrolle kann auch daran scheitern, weil bereits der ursprüngliche Auftrag nicht kontrollierbar formuliert war.

00:33:38: Genau es ist wie das Ziel dass wir uns am Anfang der Stunde setzen und das ist bei den Hospi genauso.

00:33:45: Das muss abrechenbar sein, das muss kontrollierba sein.

00:33:48: ich muss genau prüfen können.

00:33:50: Es muss klar sein, welche Kriterien festgelegt worden sind damit ich prüfe kann ob ich am Ziel bin oder nicht.

00:33:56: und wenn der Auftrag sprachlich dicht nur einmal mündlich genannt und vielleicht ja anschließend nicht mehr sichtbar ist können ein Kind seinen Ergebnis kaum damit vergleichen.

00:34:09: dann hast du alles gemacht.

00:34:11: keine faire Kontrollfrage das Kind kann nur verlieren.

00:34:18: Also ich habe jetzt mehrmals auch nochmal so ein bisschen auf diese Selbstständigkeit immer abgezieht und gefragt, wenn wir das machen nehmen wir dem Kind nicht die Selbständigkeit.

00:34:30: Wir haben ja zu unterschiedlichen Einzelstrategien besprochen.

00:34:36: also was kann man dann machen?

00:34:37: wie kann man das prüfen und umkehraufgabe und Sachen modellieren?

00:34:45: wird jetzt aus diesen Einzelstrategien eine Fähigkeit, die Kinder dann tatsächlich doch zunehmend selbstständig einsetzen können ohne dass wir Hinweise geben müssen.

00:34:58: Na im Grunde gibt es fünf Schritte, die dem Aufbau dienen.

00:35:04: Also erstens wäre wirklich die Strategie zu erklären und ihren Zweck auch zu klären mit den Kindern.

00:35:11: Die Kinder sollen nicht nur wissen, was sie tun sondern auch wozu es dient.

00:35:16: Warum Sie das machen?

00:35:17: Warum ist so wichtig?

00:35:18: Warum wir uns überhaupt die Mühe machen?

00:35:21: Okay also warum kreise ich die Anfangs... Silben oder Buchstaben bei den Satzentfängen?

00:35:28: Ja, oder bei der Umkehraufgabe geht es nicht darum meine zweite Rechnung zu produzieren.

00:35:33: Ich möchte herauswinden ob beide Aufgaben zueinander passen zum

00:35:36: Beispiel.

00:35:39: Zweitens wäre vielleicht noch laut Denkend vielleicht vormachen, also modellieren mit den Kindern.

00:35:47: Ich mache meine Fragen, Entscheidungen und auch meine Unsicherheit hörbar für die Kinder.

00:35:53: Die Kinder sehen nicht nur das Ergebnis sondern den gedanklichen Weg, den ich vielleicht als Lehrkraft gegangen bin.

00:36:01: Und dabei merken sie auch selber wenn die Lehrkraft auch schon überlegt und sich nicht sicher ist dann nimmt es auch so ein bisschen die Hemmung und vielleicht auch die Angst davor, auch selbst unsicher zu sein.

00:36:15: Zum Beispiel weil sie denken auch irgendwie der Graf ist ordentlich fehlerfrei.

00:36:21: Drittens wäre vielleicht noch gemeinsam kontrollieren.

00:36:23: also wir prüfen eine vorbereitete Lösung.

00:36:26: dabei Sollte auch einmal eine richtige Lösung vorkommen, sonst lernen die Kinder wenn kontrolliert wird muss irgendwo auch ein Fehler versteckt sein.

00:36:35: das ist nicht so gedurchlich.

00:36:37: Okay und dann gucken sie gar nicht.

00:36:39: also sie überprüfen dann gar nicht unbedingt Die Plausibilität der Rechnung sondern Sie sind auf auf der laue um den fehler als erstes zu entdecken.

00:36:49: Ja

00:36:49: Und der fokus ist denn einfach verschoben.

00:36:51: ja und wir wollen auch Nicht dass die kinder mit der premisse rangehen dass auf jeden fall ein fehler drin ist.

00:36:57: Also das finde ich auch schade an der Stelle.

00:37:00: Dann, der vierte Schritt wäre vielleicht so eng angeleitet selbst anwenden und die Kinder erhalten dann dabei einen klaren Auftrag für wenige Aufgaben also für diese drei Ergebnisse mit der Umkehraufgabe und schreibt die Probe daneben.

00:37:18: Es ist ganz eng, ganz angeleitet direkt anwendbar wunderbar.

00:37:24: Und der fünfte Schritt wäre dann Strategien auswählen und begründen.

00:37:28: Also wenn mehrere Verfahren bekannt sind, entscheiden die Kinder zunehmen selbst und selbstständig.

00:37:34: Welche Strategie passt zu dieser Aufgabe?

00:37:36: Woran erkennst du anschließend?

00:37:38: ob deine Lösung stimmt oder stimmen kann?

00:37:41: Warum entscheidest du dich für diese Strategie zum Beispiel?

00:37:45: Das ist eine wichtige Frage noch.

00:37:48: Und ich denke mal es geht darum nicht unbedingt möglichst schnell bei Schritt fünf anzukommen.

00:37:54: Also wir gehen weiter, wenn die Strategie verstanden und sicher geworden sind.

00:38:00: Aber nicht weil eine bestimmte Anzahl von Tagen vergangen ist.

00:38:05: also es geht nicht um die Schnelligkeit.

00:38:07: Das ist wie beim Schreiben.

00:38:08: ich sage den Kindern jetzt erster Klasse Es geht nicht Um die Schneidigkeit Es geht um die Schönheit.

00:38:12: Und bei den Strategien geht's genauso.

00:38:14: also je stabiler sie sind umso besser, dann können wir weitergehen und ansonsten warten.

00:38:21: Wir müssen die Strategie immer wieder im Fachunterricht aufgreifen.

00:38:29: Einmal ist kein Mal, also wer einmal ein Kontrollplakat eingeführt hat zum Beispiel das führt noch nicht zum selbstständigen Handeln.

00:38:39: Also das muss immer wieder angewendet werden und moderiert und moderieren werden.

00:38:46: Es muss mehr passieren, einmal ist kein mal.

00:38:50: Okay aber wie könnte jetzt so eine kleine Unterrichtsequenz aussehen ohne dabei Jetzt eine komplette Methodenwoche daraus zu machen.

00:39:00: Ja, ich könnte an einem Tag fünf bis zehn Minuten nutzen um eine Kontrollstrategie zu modellieren.

00:39:06: also am nächsten Tag prüfen wir gemeinsam eine richtige und eine falsche Lösung Dann können wir abgleichen und vergleichen.

00:39:14: Danach wenden die Kinder die Strategie auf wenigen eigene Aufgaben an, später erklären sie einem Partner nicht die Lösung sondern ihren Kontrollweg.

00:39:24: Und erst wenn das sicher funktioniert, wählen Sie selbst zwischen mehreren bekannten Strategien.

00:39:30: Weil wer erklären kann der Herz verstanden?

00:39:35: Gut aber... Das ist ja recht überschaubar und ist dann auch bewusst geplant immer von dir, wenn du das

00:39:39: nutzt.

00:39:40: Ja muss es!

00:39:40: Also fünf gezielte Minuten können langfristig mehr verändern als zwanzig Mittendrehen völlig ungeplanten Aufforderungen am Tag irgendwie die Anfang ran platzen weil ja aus sehr Notheros sozusagen so besser planen.

00:39:56: Es lohnt sich im Nachgang.

00:39:58: Dann lass uns nochmal in die konkrete Situation gehen.

00:40:01: also das Kind kommt nach der Kontrolle erneut zu dir und sagt Ich finde nichts.

00:40:07: Wie gehe ich dann?

00:40:08: oder wie würde man denn weiter vorgehen?

00:40:10: Ja, ich würde nicht sofort noch immer dem selben Satz sagen.

00:40:14: stattdessen kann ich vier Dinge prüfen.

00:40:16: also erstens war mein Kontrollauftrag konkret genug.

00:40:21: also wieder Selbstreflexion seitens der Lehrkraft irgendwie schon noch einmal wäre keine ausreichende Hilfe.

00:40:28: Prüfe bei Aufgabe drei das Rechenzeichen benutze danach die Umkehraufgabe.

00:40:35: Das ist wirklich eine ausführbare Handlung, das können die Kinder verstehen und dem nachhandeln auch.

00:40:43: Zweitens kennt das Kind die verlangte Strategie?

00:40:48: Wenn die umkehraufgarbe noch nicht sicher verstanden ist kann ich sie nicht als selbstständige Kontrolle voraussetzen.

00:40:55: funktioniert nicht logisch.

00:40:56: daran muss ich denken.

00:40:57: auch wieder Lernvoraussetzungen der Kinder müssen vorher bekannt sein.

00:41:03: Drittens hat das Kind das fachliche Wissen, um die Abweichung zu erkennen.

00:41:10: Wenn nicht, bräuchte es eine Erklärung oder Rückmeldung an.

00:41:15: Das wird jetzt nicht funktionieren.

00:41:17: Viertens vielleicht noch ... Ist eine weitere Selbstsuche in diesem Moment überhaupt lehrt wirksam?

00:41:26: Also ist es wirklich effektiv hier oder nein, lernt das Kind noch was raus.

00:41:29: Oder ist es nur noch am Ende deprimiert dass er den Fehler nie findet?

00:41:33: also wenn das kind bereits zweimal ernsthaft geprüft hat und zunehmend auch noch frustriert wird Es ist ein weiterer Suchauftrag eigentlich selten sinnvoll denke ich

00:41:46: okay.

00:41:46: aber also Mir fällt noch eine zweite Sache bei diesem Satz, hast du wirklich kontrolliert auf?

00:41:53: Weil eigentlich kann man ja auf die Frage nur mit Ja oder Nein antworten.

00:41:59: Also Aufschlussreicher wäre es ja eigentlich wenn man dann einfach nur sagen würde zeig mir mal wie du kontrolliert hast oder was du kontrollierst, weil dann würdest du ja eigentlich sehen, weiß nicht Strategie fehlt, Strategie ist bekannt wurde aber falsch angewendet.

00:42:18: Das fachliche Fundament ist einfach nicht da.

00:42:21: Ja, daran kann ich meine nächste Rückmeldung anschließen.

00:42:25: also deine Probe und eine Ausgangsaufgabe passen nicht zusammen.

00:42:29: erklär mir deinen Rechenweg.

00:42:31: oder du hast die Ersatzanfänger richtig geprüft und auch noch markiert.

00:42:36: der Fehler betrifft heute ein Merkmal dass wir noch nicht sicher gelernt haben, ich zeige dir die Stelle zum Beispiel oder du hast die Satzanfänge geprüft bzw.

00:42:48: Du hast die Ersatzanfänge richtig markiert.

00:42:50: prüfen nochmal die passenden Regeln dazu und

00:42:55: dann hast du eigentlich auch so einen diagnostischen Teil mit drin.

00:43:00: also du siehst ja nicht nur richtig oder falsch sondern eigentlich auf wie das Kind prüft woran Das beim Denken möglicherweise scheitern.

00:43:13: Also die Kontrolle, die nicht nur dazu am Ende ein sauberes Blatt zu erzeugen, sie macht für dich auch das Denkensichtbar von den Kindern?

00:43:23: Ja also definitiv eigentlich!

00:43:26: Eine ausgeführte Kontrollstrategie gibt uns wirklich Einblick in das fachliche Verständnis und deshalb sollte unser Weg auf mehr interessieren als der Gesetzesheckchen.

00:43:39: Das sage ich den Kindern auch.

00:43:41: Wenn ich Noten geben muss, haben die Wege immer Punkte und das Ergebnis kein Falsand ist mir völlig egal.

00:43:49: Der Weg ist das Ziel.

00:43:51: Immer das A und O. Und das sagt viel aus!

00:43:56: Ich würde mit dir jetzt mal so eine Trennlinie gerne ziehen wollen zwischen sinnvoller Kontrolle und Aktionismus.

00:44:06: Man kann ja auch so einer guten Idee... eigentlich auch so ein relativ mehr überproportioniertes Pflichtprogramm machen.

00:44:15: Also weiß ich nicht, jedes Kind kontrolliert jede Aufgabe, nutzt vier Farben setzt fünf Haken lässt am Ende nochmal die Nachbarn unterschreiben Wie wie setzt du das ein?

00:44:28: also welcher Dosierung?

00:44:29: Na ja, er sollte wohl dosiert sein damit Kontrolle wirklich nicht nur gründlich aussieht sondern gedanklich gründig ist.

00:44:41: Ein paar Schäufer fallen sollten wir deshalb dann wirklich vermeiden.

00:44:44: also die erste haben wir bereits jetzt genannt.

00:44:49: Der Kontrollauftrag ist groß.

00:44:51: Also zu viele Handlungskette, zu lang.

00:44:54: ein kompletter Text mit zehn Kriterien überfordert einfach zu viele Kinder.

00:44:58: Lieber weniger passende Kriterie und jeweils einen klaren Fokus sehen.

00:45:03: Ganz wichtig!

00:45:04: Eine zweite Steuerbefalle wäre zum Beispiel die Kontrolle wird nur bei falschen Lösungen verlangt.

00:45:12: Warum?

00:45:13: Warum kann ein Kind nicht begründen, warum sein Ergebnis jetzt richtig ist?

00:45:18: Also dann wird sie zum Signal die Lehrer weiß dass irgendwo einen Fehler steckt.

00:45:25: Warum?

00:45:26: Sinnvoller ist auch richtige Lösungen zu kontrollieren.

00:45:29: wir prüfen nicht weil etwas falsch sein muss sondern weil wir begründet wissen möchten ob alles stimmt.

00:45:36: das der Unterschied ist riesig.

00:45:40: Wäre dann diese Hakenproduktion auch so eine Stolperfatte, wenn man...

00:45:47: Ja ein.

00:45:48: Also das Zeichen ersetzt die Handlung also einen Blatt voller Kontrollhäckchen belegt noch keine Kontrolle.

00:45:55: Das ist ja nicht sicher dass es kontrolliert worden ist.

00:45:58: Jede Symbol braucht eine eindeutige Funktion und lieber etwas Nahvollziehbares als Jahrzehn Bedeutungslosen-Häckchen.

00:46:12: Da ist mir zum Beispiel lieber, es gibt noch mal eine Rechenprobe daneben

00:46:18: z.B.,

00:46:18: dann weiß ich, das wurde geprüft.

00:46:22: Und was hältst du eigentlich von Partnerkontrolle?

00:46:26: Also wenn man jetzt einfach sagen würde, tauscht mal die Hefte und jeder kontrolliert ein oder zwei Aufgaben vom Partner.

00:46:31: Kann sinnvoll sein aber nur... mit einem klaren Kriterium und einer eingeübten Gesprächsform.

00:46:38: Also es ist ganz wichtig, dass die Kinder sich nicht unter anderem völlig niedermachen zum Beispiel oder das kein schlechtes Gefühl dadurch entsteht.

00:46:47: Sonst schaut einfach ein zweites Kind genau ungezieht nochmal auf das Blatt wie das erste zum Beispiel und es verbessert direkt ohne etwas zu erklären z.B

00:46:59: Also dann würde man die Unklarheit, die man eigentlich bei einem Kind hätte Wenn das fachlich nicht so gefestigt ist, dann würde man es einfach nur ein anderes Kind weitergeben.

00:47:10: Ja, das zum einen oder das andere Kind korrigiert einfach wildere Flos und nimmt sich nicht die Zeit zu erklären was daran falsch ist?

00:47:18: Und dann muss man noch mal alles Mögliche nochmal gehen, wie im Vorfeld normal durchchecken.

00:47:22: Welche Farbe welche Stifte dürfen benutzt werden?

00:47:25: darf über Rauf aufgeschrieben werden ja oder nein?

00:47:28: Welche Wörter welcher Satz anfängt wollen wir benutzen?

00:47:31: also es geht um Wertschätzung noch dazu und und und also Partnerkontrolle ist schon anspruchsvoll und Partnerkonto er setzt auch keine Kontroll Strategie Zum Beispiel.

00:47:42: Und letztendlich die fünfte Stolperfalle wäre dann, dass die Kontrolle zur Restaufgabe wird.

00:47:49: Also wenn wir am Ende sagen wer fertig ist kontrolliert noch einmal bleibt dafür auch nur die letzte Minute.

00:47:56: also Kontrolle wirkt dann wie eine Zusatzbeschäftigung für schnelle Kinder zum Beispiel und ist die Frage, ob die Motivation auch noch da ist um das wirklich in Wirsehen voll zu tun.

00:48:12: Also sagst du dass Kontrolle Teil des Lernen sein sollte und die eine fest eingeplante Zeit braucht?

00:48:19: Und nicht dieses.

00:48:21: wir haben noch fünf Minuten und wer schon fertig ist packt entweder leise zusammen oder kann nochmal seine Aufgaben kontrollieren.

00:48:30: Zum Beispiel, also nach Aufgabe sechs stopst du.

00:48:34: Du prüfst zwei Ergebnisse mit einer Kontrollstrategie und erst danach arbeitest du dann weiter.

00:48:39: Und so liegt die Kontrolle nicht erst am Ende wenn Aufmerksamkeit und Zeit schon bereits aufgebracht sind zum Beispiel oder die Motivationen oder Konzentrationen schon hin sind.

00:48:51: Eine weitere Strapapalle wären Norien wie würdigen nur Ja, das fehlerfreie Ergebnis irgendwie.

00:48:58: Dabei ist ein gefundener und sinnvoll verbessertes Fehler, ein Zeichen dafür, dass Kontrolle auch wirklich funktioniert, dass es sinnvoll ist, dass sie sowas Positives... Und mein Gott!

00:49:08: Es gibt tolle Fehler manchmal.

00:49:10: also die kann ich wirklich im Unterricht feiern wenn Sie wirklich überlegt sind.

00:49:15: Also es gibt Fehler, die sind schon mal echt gut und nennenswert und darüber sollte man reden.

00:49:20: also wir können uns nicht immer vorne hintun und sagen Fehler sind helfer und dabei werden sie immer nur korrigiert und vertuscht.

00:49:28: Darüber müssen wir reden.

00:49:30: Also eine passende Rückmeldung wäre dann ja du hast bemerkt dass deine Probe nicht aufgeht Und anschließend einen anderen Weg genutzt.

00:49:40: das finde ich großartig.

00:49:43: Das hilft, genau da hilft auch die Kontrolle beim Lernen.

00:49:46: Und dann führen sich die Kinder lernwirksam.

00:49:52: Wenn unsere Hörer und Hörere aus der Folge jetzt sage ich mal einen Impuls mitnehmen sollten möchten... Was wäre das?

00:50:04: Da sind wieder die vier Fragen.

00:50:06: also was prüfe ich?

00:50:07: wie prüfen Ich es?

00:50:08: woran erkenne ich ob Es passt und was tue ich wenn es nicht passt?

00:50:14: Für jüngere Kinder können diese Fragen durch feste Symbolen, Pictogramme erinnert werden.

00:50:20: Eine Lupe für einen Prüfgegenstand, ein Werkzeug vielleicht für eine Strategie?

00:50:27: Ein Heckchen für ein Kriterium, ein Stift für die mögliche Korrektur und jeder kann sich überlegen was für Zeichen er benutzt.

00:50:38: aber auch hier gilt die Bilder sind keine selbst erklärende Dekoration.

00:50:43: Also sie erinnern an Handlungen, die gemeinsam vorher besprochen und aufgebaut wurden.

00:50:50: Das ist ganz wichtig.

00:50:53: Und wahrscheinlich was du auch schon gesagt hattest also diese Routine dann nicht am Anfang gleich auf ein ganzes Arbeitsblatt anwenden sondern dann gezielt auf Teile

00:51:04: Genau.

00:51:05: Also ganz klar, lieber drei Aufgaben wirklich kontrollieren als zwanzig Aufgaben irgendwie nur noch so oberflächig und scheinbar.

00:51:14: Qualität geht auch hier vor Menge.

00:51:17: Ganz klar!

00:51:18: Und vor allem wenn ich meine Routinen einbauen möchte, lieber ganz kleine Schritte aber dafür gründlich.

00:51:25: Kommen wir mal zurück zu unserem Kind vom Anfang.

00:51:28: also steht nach wenigen Sekunden wieder vor dir und sagt Ich finde nichts.

00:51:36: Ja, vielleicht sollten wir uns dann nicht zuerst fragen warum kontrolliert dieses Kind nicht ordentlich.

00:51:41: Warum ist es so falsch um kontrollieren?

00:51:43: Warum zu auch unaufmerksam?

00:51:45: also das sind meistens die Gedanken die man

00:51:49: schnell

00:51:49: bekommt irgendwie.

00:51:51: Also du würdest eher fragen weißt das Kind überhaupt was es prüfen soll?

00:51:55: kennt das die passende Strategie?

00:51:57: besitzt das Wissen um den Fehler überhaupt erkennen zu können?

00:52:01: Genau!

00:52:02: Erst dann können wir wirklich angemessen reagieren, vielleicht lautet der nächste Auftrag Prüfe diese drei Minusaufgaben mit der Umkehraufgabe.

00:52:10: Vielleicht lautet er Suche in diesen vier Teilen nur die Satzanfänge.

00:52:17: oder vielleicht sagen wir auch zeigt mir deinen Denkweg, erklär mir wie du vorgegangen bist.

00:52:23: Ich glaube wir müssen uns die Aufgaben gemeinsam ansehen zum Beispiel und dann besprechen wir das Gemeinsam.

00:52:30: Das viel mehr wert als Prüfen noch mal.

00:52:36: Ja, ich würde sagen das ist der entscheidende Unterschied.

00:52:38: also man schickt das Kind nicht einfach wieder zurück sondern man entscheidet ja mehr oder weniger welche Form von Unterstützung es jetzt tatsächlich braucht.

00:52:50: und langfristig bauen die Kinder auch ein Repertoire auf Strategien.

00:52:54: Also sie lernen nicht nur dass sie kontrollieren sollen Sie lernen welche Strategie zu welcher Aufgabe passt wo die Grenzen ja Kontrolle vielleicht liegen und auch, wann sie sich vielleicht sinnvoll Hilfe holen müssen zum Beispiel.

00:53:09: Auch das ist wichtig.

00:53:11: Also fassen wir mal zusammen.

00:53:12: Kontrollieren ist eine anspruchsvolle Fachgebundene Handlung.

00:53:17: Die Kinder müssen wissen was sie prüfen wie sie es prüfern woran sie erkennen ob ne Lösung zu dem Kriterium passt.

00:53:27: Ja, und diese Strategien entstehen nicht durch häufige Aufforderungen.

00:53:32: Sie müssen erklärt, modelliert gemeinsam geübt und schrittweise in die Selbstständigkeit überführt werden.

00:53:39: Das ist echt wichtig!

00:53:40: Was ich auch noch heute gelernt habe – also vielleicht wusste ich schon aber hat mir die Unterschiede nicht so klar gemacht.

00:53:49: Also kontrollieren ist nicht das Gleiche wie korrigieren oder überarbeiten Und so eine ernsthafte Kontrolle führt nicht zwangsläufig dazu, dass ein Kind jeden Fehler selbst findet.

00:54:02: Ja weil wo ein Kind tatsächlich eine Aufgabe fahrlich noch nicht beurteilen kann braucht es Rückmeldung, es braucht Erklärungen und manchmal auch einfach nur unsere Hilfe.

00:54:13: das ist wichtig.

00:54:15: Okay also alle Lehrkräfte können aufatmen.

00:54:19: der Satz kontrollieren nochmal muss nicht vollständig aus ihrem Unterricht verschwinden

00:54:23: Nein, aber es muss weiter ergänzt werden glaube ich.

00:54:26: Und solange das Kind wirklich den Weg noch nicht selbst erkennt... ...das ist wichtig!

00:54:32: Es reicht nicht.

00:54:34: Also man muss wirklich diese Aussage ergänzen damit den Kindern klar ist wo es lang geht.

00:54:44: Sag Kinder nicht nur dass sie kontrollieren sollen bring ihnen einfach bei wie und erkenne Waren Sie es noch nicht alleine können?

00:54:53: Das ist unsere pädagogischen Auftrag an der Erstellung.

00:54:57: Haben wir noch irgendwas vergessen?

00:54:58: Ich glaube, damit haben wir alles gesagt!

00:55:00: Ich hoffe dass wir wieder einen kleinen Impuls setzen konnten was zum Nachdenken angeregt hat.

00:55:08: ich freue mich über jede Rückmeldung die wir bekommen und ansonsten vor meiner Seite sage ich bis zur nächsten Folge nächste Woche Tschüss.