Elementarwissen - Der Podcast für Grundschulbildung

Elementarwissen - Der Podcast für Grundschulbildung

Der Podcast für Lehrkräfte, die neue Impulse für Unterricht und Schulalltag suchen.

Transkript

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00:00:01: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Elimitarwissen, dem Grundschöpferdungspodcast.

00:00:05: Ich bin Steffen

00:00:06: und ich bin Jessica.

00:00:08: Jessica wir haben ja eine kleine Reihe gestartet zum Thema Hilfe.

00:00:13: Wir hatten in der letzten Folge Hilfsmittel besprochen Und du hattest ja schon mal eine kleine Vorschau auf diese Folge gemacht dass es um die Hilfe der Kinder untereinander gehen soll Und da hattest du von dieser Dreijährige gesprochen und da würde ich gerne mit dir jetzt direkt einsteigen.

00:00:36: Ein Kind steht neben mir und fragt ja, was soll ich denn machen?

00:00:40: Dabei bin ich schon dabei am anderen Kind zu helfen oder... Ich bin gerade dabei, mir einen Heft vielleicht noch anzugucken.

00:00:49: Dabei gehen auch weitere Hände nach oben und so weiter und sofort.

00:00:52: Und dann in vielen Situationen kommt ein Fahrer derseits fast automatisch fragt da erst mal andere und dann erst mich.

00:01:03: Okay klingt also erstmal vernünftig?

00:01:05: Das Kind soll nicht bei jeder Unsicherheit sofort zur Lehrkraft rennen sondern einfach selbstständiger werden und dann andere Kinder fragen oder die mit einbeziehen.

00:01:16: Ja genau, aber lass uns mal schauen was danach genau passiert.

00:01:20: also das Kind geht dann zuerst zur besten Freundin vielleicht.

00:01:25: Die sagt du musst die Wörter zum Beispiel abschreiben.

00:01:27: Das Kind geht zum nächsten Mitschüler und sagt ne Du muss sie einkreisen.

00:01:31: Und das dritte Kind sagt Einfach die Lösung.

00:01:36: Also, es schiebt einfach sein Heft rüber und sagt hier mach einfach so wie ich.

00:01:42: Okay dann wurden zwar die drei Kinder vorschriftsmäßig gefragt?

00:01:47: Ja aber das Kind weiß immer noch nicht was der Arbeitsauftrag tatsächlich denn ist.

00:01:52: also es hat drei andere Kinder unterbrochen zum einen zwei unterschiedliche Erklärungen bekommen und vielleicht auch eine Lösung einfach nur abgeschrieben.

00:01:59: also selbstständiger ist das Kind dadurch ja nicht geworden.

00:02:04: Also es fragt erst drei dann mich, möglicherweise gar keine richtige Hilfstrategie sondern eher so eine Art Weiterleitung.

00:02:13: Eine Verlagerung tatsächlich und genau darum geht es heute.

00:02:18: also Pierhilfe kann fachlich wertvoll sein.

00:02:20: Kinder können miteinander denken unterschiedliche Wege vergleichen auch beim Erklären selbst tiefer verstehen.

00:02:28: Aber Peerhilfe wird nicht dadurch gut, dass ein Kind irgendein anderes Kind einfach mal fragt.

00:02:34: Also wie ist dann deine Positionsverdreierregel?

00:02:37: Ja da eigentlich ganz klar an der Stelle muss ich sagen diese Regel fragt erst drei und mich würde ich erstmal nicht empfehlen.

00:02:45: also die Regeln organisiert zwar den Weg weg von der Lehrkraft sie organisiert aber noch nicht irgendwie gute Hilfe.

00:02:52: Was braucht es denn stattdessen?

00:02:55: Eine eingehübte Hilferhütkette vielleicht, also er selbst klären sich dabei umschauen.

00:03:01: Das ist meistens ganz wichtig und das vergessen die Kinder auch schon erst mal was die anderen machen Dann ein passendes Hilfsmittel nutzen.

00:03:11: Das wurde dann trainiert.

00:03:12: Die Kinder wissen, welche Hilfsmittel sind dann irgendwie hilfreich für diese Aufgabe und anschließend dem Lernpartner eine konkrete Frage stellen?

00:03:19: Und wenn beide nicht weiterkommen, dann eher die Kraft fragen.

00:03:23: tatsächlich und vor allem müssen die Kinder lernen wie man hilft ohne das Denken abzunehmen geschweige denn ohne anfangen nur die Lösung abzugeben.

00:03:34: Okay aber bevor wir jetzt anfangen die Regel irgendwie vollständig abzuschaffen Warum würdest du sagen, ist die eigentlich so verbreitet in vielen Klassenzimmern?

00:03:45: Weil mehrere richtige Gedanken dahinter stecken tatsächlich.

00:03:49: Also Kinder sollen erfahren dass nicht nur die Lehrkraft helfen kann.

00:03:53: also sie sollen Verantwortung für ihren Lärmprozess übernehmen und nicht bei jeder kleinen Unsicherheit irgendwie warten bis die Lehrkräfte Zeit hat.

00:04:04: zum Beispiel Na gut, gibt ja auch dann, sagen wir mal, wenn bis zu fünfundzwanzig Schüler in Klassen drin sind.

00:04:13: Dann kann die Lehrkraft während der Arbeitsphase ja auch nicht... ...von zwanzig Fragen gleichzeitig beantworten?

00:04:18: Nee klar!

00:04:19: Und deswegen ist dieses Umschauen zu Beginn irgendwie.

00:04:22: Wenn ich einen Auftrag nicht, also wenn die Kinder einen Auftakt nicht verstehen isst meine erste Antwort schau dich einfach um.

00:04:29: was machen denn die anderen?

00:04:32: Außerdem kann gegenseitiges Erklären tatsächlich auch lernwirksam sein.

00:04:36: Also wer etwas wirklich erklären kann, muss die eigenen Gedanken ordnen, wichtige Schritte auswählen und auch auf die Perspektive des anderen Kindes irgendwie eingehen.

00:04:47: Und ich sage immer wer erklären kann der hat es verstanden und das kann auch das Verständnis des erklärenden Kindes auch irgendwie vertiefen.

00:04:57: nochmal wie on top.

00:04:58: also ist Pia Hilfe an sich erst mal eine Situation, in der beide profitieren können.

00:05:06: Sowohl das Kind was fragt als auch das Kind, was dann erklärt?

00:05:10: Ja sie kann es sein aber nur wenn wirklich erklärt und gedacht wird.

00:05:15: also wenn ein Kind lediglich das Ergebnis nennt und das andere ist einfach nur übernimmt profitiert fachlich kommen jemand also wieder dass eine kind noch das andere Dasselbe Leistungsstarke kehrt den halben Vormittag.

00:05:30: Alle Fragen beantwortet, ist die Situation ebenfalls nicht wirklich für beiden Seiten gewinnbringend?

00:05:36: und das ist zum Beispiel bei uns im Flexsystem endlich.

00:05:39: also man hat oft die Tendenz die Zweitklässler als Zweitlehrer zu benutzen durch dieses System sozusagen und auch das ist verkehrt.

00:05:52: Also die Kinder sollen zwar sich gegenseitig unterstützen, nach klaren Regeln, nachklaren Abläufen und trotzdem sollen sie selbst nicht ständig gestört werden.

00:06:03: Okay also würdest du sagen... Die Grundidee stimmt erstmal?

00:06:09: Das Problem ist eigentlich die Annahme, dass die gute Hilfe und diese positive Situation für beide Seiten automatisch entsteht.

00:06:21: Ja genau so kann man es auch sagen.

00:06:23: also diese Regel beantwortet nur die Frage wen soll ich fragen?

00:06:27: sie beantworten nicht irgendwie ja.

00:06:30: was habe ich selbst schon versucht?

00:06:32: oder was ist eigentlich mein genaues problem?

00:06:35: wer könnte bei dieser konkreten Aufgabe tatsächlich helfen.

00:06:39: Also wäre es wenigstens sinnvoll zu fragen, wie gebe ich einen Hinweis ohne die Lösung zu verraten?

00:06:45: Woran erkennen wir ob die Hilfe wirklich verstanden wurde und wann reicht PIA-Hilfe anfange ich mehr aus?

00:06:52: Und wahrscheinlich ohne diese ganzen Antworten auf die Fragen, die du jetzt gerade so gestellt hast verlagert die Lehrkraft ja eigentlich die Verantwortung auf die Klasse?

00:07:03: Ja!

00:07:05: Tatsächlich auch der entscheidende Unterschied.

00:07:07: Also Pierhilfe erweitert die Lernbegleitung, sie ersetzt sie aber nicht.

00:07:13: Man könnte auch sagen, Sie verzögert die Zeit wo die Lehrkraft dann intervenieren muss.

00:07:20: Aber in den meisten Fällen wenn nicht klar geregelt ist wie die Hilfe in Anspruch genommen werden soll ist dann die Lehr Kraft am Ende trotzdem dran.

00:07:30: Sie hat nur irgendwie Zeit verzögert

00:07:33: Okay, aber die Anzahl der Masse oder die Anzeiten der Anfragen bleibt dann im Endeffekt identisch.

00:07:40: Die findet dann halt nur Zeit versetzt statt.

00:07:42: Genau!

00:07:43: Lass uns mal ein Beispiel nehmen.

00:07:44: also zum Beispiel... Man hat es angesagt und im besten Fall hat man noch irgendwie eine schöne Tafel wo das Heft abgebildet ist welches Heft jetzt gebraucht wird.

00:07:53: Und manche Kinder sind auch nicht so weit dass sie sich die Tafeln irgendwie wirklich selbstständig angucken können.

00:07:57: So, Auftrag lautet dann dieses Heftholen.

00:08:00: Kommen wir in eine Hand voll Kinder?

00:08:02: Ich weiß ja nicht welches Heft.

00:08:04: Bei vielen Kindern ist man als Lehrkraft der erste Ansprechpartner.

00:08:07: Irgendwann haben sie die Dreh raus und fragen vielleicht andere Kinder.

00:08:10: Und auch das ist nicht der erste Schritt.

00:08:12: den Kindern muss bewusst sein.

00:08:13: Der erste Schritt ist schon nicht um.

00:08:16: Die Tafel kann helfen.

00:08:17: Die anderen Kindern können helfen indem ich mir anschaue was Sie tatsächlich holen.

00:08:25: Das ist der Punkt.

00:08:26: Du hast auch gerade gesagt, ein Kind wird durch das Fragen von drei anderen nicht automatisch selbstständiger.

00:08:35: Ich würde gerne nochmal auf diese Selbständigkeit mehr gucken.

00:08:42: Was ist dann die Selbstständigkeit?

00:08:46: Im Unterricht wird Selbstständigkeiten manchmal damit verwechselt dass ein Kind die Lehrkraft möglichst wenig braucht zum Beispiel.

00:08:55: Aber ein Kind arbeitet nicht schon deshalb selbstständig, weil es nicht zu mir kommt.

00:09:01: Also das kann ja auch ohne zu dir zukommen einfach das falsche tun?

00:09:05: Oder abschreiben oder warten oder raten sich verstecken oder einfach nur den Arbeitsauftrag nachhaben zum Beispiel.

00:09:14: also Selbstständigkeit bedeutet vielmehr den eigenen Lernprozess zunehmend steuern zu können.

00:09:22: bewusst Was ist meine Aufgabe?

00:09:26: Was verstehe ich schon, wo hänge ich.

00:09:28: Welche Hilfe passt jetzt, woran merke ich?

00:09:31: dass sich wieder allein weitermachen kann und so weiter und sofort.

00:09:34: das ist echte Selbstständigkeit.

00:09:37: Aber

00:09:37: viele Kollegen verwechseln das.

00:09:39: sie denken immer ein Kind meldet sich nicht bei mir und dadurch ist es ihnen wie selbstständig.

00:09:43: und so ist es nicht.

00:09:44: Also sagst du eigentlich, dass das gezielte Hohen von Hilfe ausdrücklich zur Selbständigkeit gehört weil das Kind seinen Erkennt, das stößt an eine Grenze.

00:10:00: Sein Lernprozess wird dann zunehmend gesteuert und das finde ich super wichtig.

00:10:07: Ein selbstständiges Kind muss nicht alles alleine können, er soll aber zunehrend lernen wirklich gezielt Hilfe zu organisieren und nicht einfach nur pauschal.

00:10:16: Und manchmal ist es ein Material, manchmal ist sie ein Lernpartner und manchmal brot ist die Lehrkraft.

00:10:23: Dieses Kind muss aber lernen, das zu unterscheiden.

00:10:26: Dass die Lehrkraft nicht immer irgendwie das Richtige ist sich zu verstecken auch nicht das Richtig ist sondern es ist immer fasenabhängig, Aufträge abhängig Schwierigkeitsabhängigkeit je nach dem was gerade am steht.

00:10:39: Das muss das Kind lernen und das ist die echte Selbstständigkeit.

00:10:45: Ich finde das nimmt dann aus ein bisschen etwas von dieser moralischen Ebene.

00:10:51: Du musst es erst allein versuchen.

00:10:54: Naja, ich finde du musst jetzt alleine versuchen, finde ich irgendwie geht auch konträr zu dieser.

00:11:01: Wir sind auch eine Gemeinschaft.

00:11:03: also grundsätzlich und das ist das wichtigste in meinem Klassen wir sind eine Gemeinstaffung.

00:11:08: Ich muss das nicht alleine schaffen.

00:11:10: Hilfe is nichts was ein Kind sich erst verdienen muss indem es vielleicht drei Stationen erst mal durchläuft.

00:11:17: Unsere Hilfekette soll einfach Orientierung geben und das Denken irgendwie anregen und aktivieren, und sie darf keine Hürde werden die Unterstützung anfangen nur verzögert am Ende.

00:11:31: Jetzt würde ich mit dir gerne nochmal ein bisschen mehr in die Praxis reingucken.

00:11:34: Ich denke mal für kontaktfreudige Kinder klingt es wahrscheinlich nicht besonders schwierig jemand zu fragen

00:11:40: Ja aber selbst für dich steckt darin eine ganze Handungskette, also die haben wir schon wieder und ein Kind muss erst erkennen wobei es nicht weiter kommt.

00:11:50: Also dann muss er es noch diese Schwierigkeit sprachlich ausdrücken.

00:11:54: Dann eine geeignete Person auswählen sie ansprechen, deren Erklärungen verstehen und entscheiden ob die Hilfe ausreicht oder nicht.

00:12:03: Okay, also ist das Ganze dann doch ein bisschen anspruchsvoller als es am Anfang vermuten lässt?

00:12:09: Ja und besonders schwierig ist es für Kinder die sprachlich unsicher sind.

00:12:13: Also schnell den Überblick vielleicht verlieren sich auch wirklich schwer tun andere anzusprechen Und die haben wir vor allem am Anfangsunterricht zum Beispiel Auch schüchterne Kinder oder Kinder mit wenig sozialem Anschluss erleben, das fragen möglicherweise auch nicht wirklich als Entlastung sondern wirklich als zusätzliche Belastung.

00:12:35: Das muss man auch immer aufgaben.

00:12:39: Und wenn die Kinder jetzt selbst glauben dass die anderen viel mehr können als sie selbst dann muss ja bei diesem frag erst drei Muss es ja mehr oder weniger dreimal öffentlich zeigen?

00:12:55: Ich weiß es nicht.

00:12:56: Ja und dazu kommt, dass Kinder nicht automatisch die fachlich passende Person auswählen.

00:13:02: also sie fragen die beste Freundin das schnellste Kind oder jemand von dem Sie wissen, dass er einfach die Lösung vielleicht zeigt.

00:13:12: Das heißt man müsste dann eigentlich so niederschwelligere Hürden machen für die Kinder.

00:13:20: Ja, für jüngere Kinder ist ein fester Lernpartner meist klarer als drei frei gewählte Kinder zum Beispiel.

00:13:27: Also zusätzlich helfen auch Satzanfänge eine sichtbare Hilfekette.

00:13:33: Das Kind muss dann nicht gleichzeitig sein Problem lösen Drei Personen auswählen und die gesamte soziale Situation irgendwie gerade organisieren.

00:13:42: zum Beispiel

00:13:44: Was ist denn bei Kindern wenn für die das ansprechen?

00:13:48: eines anderen Kindes schon eine große Hürde ist.

00:13:52: Ja, dann darf die Lehrkraft natürlich helfen.

00:13:54: also wir fördern Selbstständigkeit nicht indem wir ein Kind in einer Überforderungsschlei verlieren wie ja lassen.

00:14:05: Dann hattest du vorhin gesagt du willst keine Hilfslehrer und du möchtest auch nicht dass mal die Klassen stärksten Kinder immer die Personen sind, die häufig gefragt werden.

00:14:23: Wie sieht es dann aus?

00:14:24: Also ich denke mal in vielen Klassen trifft das vermutlich immer dieselben Kinder, die gefragt werden, weil man da keine Regeln reinzieht.

00:14:30: Ja, häufig sind sie Kinder, der schnell arbeiten oder fachlich sicher wirken besonders zuverlässig sind.

00:14:37: also Sie wären dann... während ihrer eigenen Arbeit immer wieder unterbrochen.

00:14:42: Das finde ich wirklich anstrengend, also sie haben nie Ruhe sich in irgendwas irgendwie zu vertiefen weil sie für mehrere Kinder Anlaufstelle sind.

00:14:51: das darf auch nicht sein

00:14:53: okay aber du hattest ja gesagt dass es erklären auch lernwirksam sein kann.

00:14:57: genau aber wenn ein Kind nie zum arbeiten kommt ist es auch ein Problem zb und Es folgt auch daraus nicht, dass jede Unterbrechung lernwirksam ist.

00:15:10: Also ein Kind das gerade konzentriert wirklich an einer anspruchsvollen Aufgabe arbeitet verliert durch jede neue Anfrage sein Gedankengang und es ist schwierig.

00:15:22: wenn es regelmäßig für andere zuständig ist fehlen dann die eigene Lernzeit und die eigenen Herausforderungen.

00:15:30: Das wird also für seinen Können mit zusätzlicher Arbeit belohnt?

00:15:34: Ja So kann sich wahrscheinlich anfühlen und damit entstehen feste Rollen in der Klasse.

00:15:39: Also dieses Kind erklärt immer, jenes Kind fragt immer und so weiter und sofort.

00:15:44: Und aus einer momentanen Kompetenz wird schnell ein Etikett also die starken, die schwachen... Die Kinder wissen ganz schnell bei wem sie sich wie melden sollen.

00:15:56: Dabei ist es ja oft so, das hat es auch mal gesagt dass Gerade in Mathe, Kinder ja verschiedene Stärken haben.

00:16:05: Also einer kann zum Beispiel beim Zehnerübergang sein und dann wenn es auf Geometrie zugeht oder was nicht musste erkennen sind andere Kinder viel stärker und können bessere Erklärungen abgeben.

00:16:20: Kompetenz ist Inhaltsbezogen also deshalb sollten auch... Helfer rollen konkret und zeitlich begrenzt sein.

00:16:28: Nicht die Lena ist unsere Mathe-Expertin, das Thema hatten wir auch irgendwie in Sachen Rollen vergeben sondern die Lena kann heute zeigen wie man diese Aufgabe im zwentiger Feld zum Beispiel darstellt.

00:16:44: Wie ist es denn eigentlich?

00:16:46: darf dann ein Kind so eine Hilfeanfrage auch ablehnen?

00:16:52: Wahrscheinlich ist meine Antwort schwierig.

00:16:56: Ich würde sagen, ja unbedingt!

00:16:59: Diese Kinder haben auch Bedürfnisse.

00:17:01: Kinder dürfen sagen ich möchte meine Aufgabe erst beenden oder ich kann gerade nicht helfen.

00:17:08: Hilfsbereitschaft ist wertvoll aber sie darf wirklich nicht erzwungen werden.

00:17:15: Dann braucht man das Nein sagen... eine gewisse Form, damit das für das Hilfe suchende Kind nicht so vor den Kopf stoßend ist.

00:17:25: Wie alles?

00:17:26: Das kann auch tatsächlich eingegibt werden wie die erst fragen selbst.

00:17:29: also ich kann dir gerade nicht helfen.

00:17:33: frag bitte den Lernpartner X ihren Video da.

00:17:37: ich komme zu dir wenn dieser wenn ich diese Aufgabe beendet habe Also immer mit dem Ich setzen.

00:17:46: Ich verstehe, dass du die Unterstützung brauchst.

00:17:48: Ich möchte aber vorher meine Aufgabe beernten.

00:17:51: ich komme sobald ich damit fertig

00:17:53: bin

00:17:54: oder frag eine weitere Person.

00:17:58: Ich würde mit dir jetzt gerne noch mal irgendwie Beispiele angucken und ich habe mal eine Mattaufgabe vorbereitet wie viele die den Podcast häufig hören vielleicht kennen.

00:18:10: nehmen wir doch mal acht plus sieben.

00:18:13: Wollen wir da einfach mal so eine Situation durchspielen?

00:18:16: Genau, also Mia schaut auf die Aufgabe A plus sieben und sagt zu Ben ich kann das nicht.

00:18:21: Was kommt daraus?

00:18:22: Okay dann sagt Ben fünfzehn Problem gelöst.

00:18:26: Ja, die Aufgabe ist ausgefühlt aber das Lernproblem ist nicht gelöst.

00:18:33: Okay dann zweiter Versuch.

00:18:35: Ben würde sagen du rechnest erst acht plus zwei das ist dann zehn Dann bleiben von der sieben auf fünf übrig, zehn plus fünf ist fünf zehn.

00:18:44: Dann hat das ja eigentlich erklärt.

00:18:47: Er hat seinen Weg vollständig vorgemacht.

00:18:49: Das kann auch sinnvoll sein.

00:18:51: tatsächlich wenn mir eine Strategie zum ersten Mal sieht Es wichtig aber da die Gefahr dass sie nur zuschaut und danach den nächsten Rechenweg nicht wieder irgendwie selbstständig begehen kann

00:19:03: zum Beispiel Was wäre dann die bessere Variante?

00:19:06: Ben könnte sagen, zeig mir zuerst was du schon weißt.

00:19:10: Also ja sagt er ich will über die zehn rechnen aber ich weiß noch nicht weiter.

00:19:16: und ben fragt okay wie viel fehlt von acht bis zehn?

00:19:20: oder was ist denn die verliebte zahl zum beispiel der acht damit du bis zehn kommst?

00:19:26: da trainiere ich akut mit meinen zweitglöcklern.

00:19:29: momentan verliebte zahlen ergänzungen bis zehn ergänzung bis zwanzig.

00:19:34: Mia antwortet dann zwei.

00:19:36: Ben fragt dann weiter und wenn du von der sieben schon zwei genommen hast, wie viel bleiben deine übrig?

00:19:43: Wenn du die sieben zerlegst und schon irgendwie eine zwei auf einer Seite, wieviel sind auf der anderen Seite?

00:19:49: und so weiter und sofort.

00:19:50: und jetzt denkt Mia selbst!

00:19:54: Ihr wird nicht der Weg vorgemacht, sondern es werden so kleine Frosten quasi gelegt und sie kann ihren Gesicht da durcharbeiten.

00:20:02: Okay also das sind sozusagen ja wie gesagt so drei Stufen.

00:20:06: Das erste wäre Vorsagen Da sagt er ein einfacher Ergebnis ist fünfzehn.

00:20:11: Dann das nächste würde ich sagen ist so vormachen und zuschauen.

00:20:16: Wenn rechnet ihr dann die Aufgabe mehr oder weniger vor mir schaut zu denkt aber nicht.

00:20:21: Und die dritte Form wäre dann eher dieses Erklären- und Denkanstöße geben.

00:20:28: Dann gibt Ben mehr oder weniger so viel Hilfe, dass Mia eigentlich weiterrechnen kann.

00:20:37: Ja!

00:20:38: Wobei das Vormachen seinen Platz hat auch im Unterricht.

00:20:41: also es ist ja nicht immer verkehrt.

00:20:42: entscheidend ist, dass mia nach selbst aktiv wird.

00:20:46: ein Modell Auch nur dann eine Hilfe wirklich zu lernen, wenn das Kind anschließend einen Schritt übernimmt oder den Weg vorsetzt.

00:20:55: Oder ihn mit eingerworten auch beschreiben kann.

00:20:58: zum Beispiel und an der Stelle helfen ganz viele Satzanfänger.

00:21:02: also für den Übergang.

00:21:03: momentan was wir trainieren in der zweiten Klasse haben wir Satzanfänge und die sind irgendwie beschriftet, sodass sich die Kinder daran hängen können um den Übergang selbstständig erarbeiten zu können.

00:21:18: Also die Leitfrage für das helfende Kind in dem Falle dann Ben wäre also nicht wie bekomme ich die Aufgabe für mir fertig?

00:21:30: Nee Sondern welcher kleine Hinweis hilft dann Mia wirklich selbstständig weiterzudenken?

00:21:39: Okay, also das ist auf jeden Fall ein wichtiger Satz.

00:21:41: Ja für Kinder würde ich ihn noch kürzer formulieren tatsächlich.

00:21:44: Also beim nächsten Schritt löse nicht die ganze Aufgabe.

00:21:49: Also der nächste Schritt reicht!

00:21:52: Dann lass uns mal was wir jetzt gerade so ein bisschen besprochen haben nehmen... ...also die Szene mit Mia und Ben.

00:22:01: Und wollen wir daraus jetzt so eine kleine Strategie irgendwie ableiten?

00:22:06: Ja, also vier Schritte reichen für den Anfang.

00:22:09: Der erste Schritt wäre dann zeigt einfach was du schon versucht hast.

00:22:15: Das Hilfsuchende Kind zeigt dann nicht nur auf die Aufgaben und sagt, das kann ich nicht.

00:22:21: Dann macht es schon sichtbar wo er steht.

00:22:22: Wo ist denn das Problem?

00:22:23: Das eigentliche Problem.

00:22:25: Also das Kind kann in dem Fall sagen okay ich weiß dass sich zuerst so zehn muss aber dann komme ich nicht weiter.

00:22:33: Dann weiß ich okay weiss Ben wohl das Kind entsteht.

00:22:36: Man muss nicht von Anfang an starten.

00:22:38: Das schützt auch ein bisschen vor vorschnellen Fragen.

00:22:41: also nicht weil Hilfe verdient werden muss, sondern weil beide Kinder zuerst wissen müssen woran sie arbeiten müssen bei der Hilfe.

00:22:51: Ja also dann wäre ich Schritt zwei eine genaue Frage.

00:22:56: Also statt, wie geht das?

00:22:58: Könnte das Kind fragen okay kannst du mir den ersten Schritt erklären oder ist mein Weg bis dahin richtig oder welches Hilfsmittel passt zu dieser Aufgabe.

00:23:07: welches Material kann ich mehr dann holen?

00:23:10: wo soll ich anfangen?

00:23:11: oder das habe ich geschafft wie soll ich weitermachen?

00:23:16: also das heißt je gezielter des hilfsuchenden kind fragt um so kleiner und bearbeitbar wirklich eigentlich das Problem auch für das Kind, was Hilfe gibt.

00:23:32: Genau!

00:23:32: Und es spart ja auch Zeit für beide Seiten weil das helfende Kind erklärt nicht alles von Anfang an, weil es nicht notwendig ist.

00:23:40: die ersten Schritte hat er das Adimia-Fehler schon geschafft und das muss hier nicht nochmal erklärt werden.

00:23:45: zum Beispiel Dann gäbe es noch Schritt drei, also gibt nur den nächsten Hinweis und nicht die ganze Handlungskette sozusagen.

00:23:54: Das Helfende-Kirn stellt dann eine Rückfrage für Weiß vielleicht noch auf einen Beispiel und nennt einfach nur der nächsten Handungsschritt.

00:24:02: Und mögliche Sätze könnten zum Beispiel sein.

00:24:06: Schaut dir das Beispiel nebenan.

00:24:08: oder welche Zahl fehlt bis zu zehn?

00:24:11: Was ist die verliebte Zahl der acht?

00:24:14: Sprich, das Wort langsam.

00:24:19: Ich zeige dir nochmal eine Aufgabe die wir schon mal gelöst haben damit du dir das angucken kannst.

00:24:26: normal also und so weiter und sofort.

00:24:29: Also ein bisschen gezielte Hinweise ohne die Lösung zu verraten So wie was vorhin eigentlich gesagt

00:24:36: hat.

00:24:36: Genau Ja.

00:24:38: und zuletzt dann Schritt vier wäre das Kind an Fahr selbst weitermachen lassen?

00:24:43: Nach dem Hinweis übernimmt das hilfesuchende Kind wieder.

00:24:47: Also, das helfende Kind kann dann zum Schluss vielleicht noch mal fragen ja was war es nächstes?

00:24:52: Warum passt das?

00:24:54: Kannst du deinen Weg nochmal erklären?

00:24:57: So dass Mia

00:24:58: z.B.,

00:24:59: als Hilfessuchende kind wirklich das Kommando über sich selbst quasi wieder erlangen und weitermachen kann.

00:25:06: Selbstständig!

00:25:08: Wenn Mia dann anfängt weiterzuarbeiten, dann wissen wir eigentlich... Die Hilfe hat tatsächlich zurück ins Denken und in Selbstständige arbeiten geführt.

00:25:17: Ja, daher kann man auch sagen irgendwie zeigen, genau fragen einen Hinweis geben selbst weiter machen.

00:25:25: Jetzt könnte eine Lehrkraft diese friehe Schritte auf ein Plakat schreiben und sagen so ab heute ist das der Weg wie euch gegenseitig richtig helfen könnt.

00:25:39: Ja gut, und dann werden wir fast wieder bei Frage erst mal drei unter mich.

00:25:43: Also auch eine gute Regel wird nicht dadurch wirksam dass sie sich beim Raum hängt.

00:25:49: also die Handlung dahinter muss modelliert und geübt werden mit den Kindern anders funktioniert es nicht

00:25:55: okay wie würdest du denn beginnen?

00:25:58: ja vielleicht mit einem negativ Beispiel.

00:26:01: also ich spiele mit einem Kind oder mit einer Kollegin eine schlechte Hilfe Situation vor.

00:26:07: Also wie geht die Aufgabe?

00:26:08: Schreib fünfzehn.

00:26:10: Danke!

00:26:12: Und dann frage ich die Klasse, okay, die Aufgabe ist jetzt fertig aber hat das Kind was gelernt?

00:26:18: Könnte es die nächste Aufgabe alleine lösen?

00:26:21: Okay und die Kinder erkennen recht schnell dass eigentlich nur das Ergebnis weitergegeben wurde.

00:26:28: Danach spielen wir dieselbe Situation mit einem Denkanstoß.

00:26:31: Also die Klasse beobachtet, welche Frage hat geholfen?

00:26:35: Wann hat das Hilfesuchende-Kirn vielleicht wieder selbst gedacht und wie der Arbeit wieder angefangen?

00:26:41: Und dann direkt in die Offenarbeitsphase?

00:26:44: Ja noch nicht ganz.

00:26:45: also zuerst üben die Kinder diese Gesprächsstrategie an einem bekannten Hinhalt zum Beispiel, also das Fachliche sollte wirklich einfach nur sehr leicht sein.

00:26:56: Es ist wie bei Methodentraining.

00:26:58: Das Fachliche stellen wir erstmal in den Hintergrund damit sie sich wirklich auf das Fragen und das helfen konzentrieren können.

00:27:07: Also würde man dann eine bereits sichere Rechenstrategie nehmen?

00:27:12: Und wahrscheinlich einen gutbekannten Arbeitsauftrag

00:27:16: genau Und ein Kind erhält dann die Rolle, ich brauche Hilfe.

00:27:20: Das andere, ich gebe einen Hinweis.

00:27:23: Danach werden die Raum getauscht und fünf Minuten reichen.

00:27:25: Also ist es wirklich eine kurze Phase zum

00:27:27: Üben.".

00:27:29: Die Auswertung sollte dann wahrscheinlich genauer sein als dann die Frage unter hat das geklappt bei euch?

00:27:36: Ja dieses hat alles geklapt.

00:27:38: also wenn man da die Kinder fragt, man hat immer irgendwie eins oder die sagen da hat gar nichts geklappt aber die meisten sind eigentlich... Es hat geklapped!

00:27:45: Nein, natürlich nicht.

00:27:46: Also wir fragen, könnte das Kind zeigen was es bereit versucht hat oder war die Frage konkret?

00:27:54: Wurde ein Hinweis und eine Lösung gegeben, konnte das Kind danach selbst weitermachen?

00:28:00: Damit wird dann das gegenseitige helfen.

00:28:02: zum echten Lerngegenstand

00:28:05: Ja, wir erwarten von Kindern ja auch nicht dass sie eine Rechenstrategie allein durch einen Satz also zum Beispiel recht net geschickt beherrschen.

00:28:14: Also genau wenig lernen Sie gutes erklären.

00:28:17: Durch den Satz helft euch gegenseitig.

00:28:21: Also natürlich muss das auch irgendwie geübt werden und es muss ein Lerngegenstand irgendwie werden.

00:28:29: Das müssen wir als Thema machen.

00:28:35: Also, ich fasse mal wieder ein bisschen zusammen.

00:28:38: Wir haben jetzt besprochen wie gute Hilfe aussieht dass wir also schauen...also das einmal von der Hilfensuchenden Person gezielt gesagt werden muss wobei brauche ich Hilfe?

00:28:52: Dass von der hilfegebenden Personen einen gezielter Hinweis zum Weiterarbeiten kommen soll.

00:29:00: Und wir haben jetzt uns angeguckt, wie wir das Ganze in der Klasse einführen und üben würden.

00:29:08: Was uns jetzt aber noch mal so ein bisschen fehlt ist ja eigentlich diese konkrete Alternative zu der Dreierregel.

00:29:15: also Wie sieht dann die Regel aus?

00:29:18: Ich würde eine Hilfekette aufbauen.

00:29:20: Also sie könnte so aussehen Zum einen kläre die Aufgabe was soll ich tun?

00:29:26: was verstehe ich schon wo genau komme ich nicht weiter?

00:29:29: Dann hätte man Schritt zwei, nutze ein passendes Hilfsmittel.

00:29:33: Also gibt es ein Beispiel eine Hilfekarte einen Wortspeicher Satzstater Material oder eine Darstellung die vielleicht zu meinem Problem passt.

00:29:44: und Schritt drei wäre dann Frage dein Lernpartner konkret.

00:29:48: also ich habe schon versucht Ich brauche Hilfe bei das wäre günstig.

00:29:54: Vier wäre dann Arbeit nach einem Hinweis selbst nicht weiter.

00:29:59: Der Lernpartner nennt also nicht die Lösung, sondern Hilfe beim nächsten Schritt und zum Schluss dann holt gemeinsam dann die Lehrkraft wenn ihr nicht weiter kommt.

00:30:10: Das ist so die letzte Station.

00:30:14: Aber warum gemeinsam?

00:30:16: Weil dadurch deutlich wird, beide haben über die Aufgabe gesprochen und kommen mit ihrer Erklärung oder ihrem Wissen halt nicht weiter.

00:30:23: Und die Lehrkraft kann dann gezielter ansetzen.

00:30:26: Wenn mehrere Paare an derselben Stelle hängen ist das eine wichtige Rückmeldung auch für die Lehrkräfte, für die Aufgabe oder für die Einführung.

00:30:36: Also da happert es irgendwo.

00:30:37: Das ist wichtig dass die Lehrkraft das weiß.

00:30:41: Also ich finde die Hilfekette verbindet ja dann diese beiden Folgen, die wir jetzt gemacht haben auch sehr gut.

00:30:46: Weil diese Hilfsmittel, die in der ersten Folge hatten wäre ja praktisch der erste Schritt oder?

00:30:55: Ja also in Folge eins haben wir uns damit mit der Frage quasi beschäftigt wie lernt denn ein kehrend an passendes Hilfsmittel auszuwählen und wirklich zu nutzen?

00:31:05: Und in dieser Folge kommt dann der nächste Schritt hinzu Wie hole ich mir Hilfe von einem anderen Menschen, ohne dass dieser mein Denken übernimmt?

00:31:18: Und auch die Lehrkraft verschwindet ja nicht aus der Kette.

00:31:20: Nee das ist auch wichtig!

00:31:22: Also sich steht bewusst am Ende dieser kurzen Kette aber sie ist jetzt jederzeit wirklich unmittelbar zu erreichen also wenn die Situation es verlangt.

00:31:33: Jetzt will ich nochmal ein bisschen auf die Praxis eingehen... Ich finde, das Prinzip ist jetzt klar.

00:31:40: Wir haben jetzt ein bisschen besprochen wie das Ganze gemacht wird.

00:31:45: Jetzt stelle ich mir das aber bei twenty-fünf Kindern vor.

00:31:48: Sagen wir mal vier oder fünf brauchen im Laufe der Arbeitsphase Hilfe dann wenn die Kinder sich gegenseitig helfen sollen Dann laufen am Ende alle irgendwie durch den Raum und überall wird gesprochen Und die ganze Arbeitsatmosphäre ist denn laut.

00:32:06: Deswegen braucht diese Peerhilfe neben so der Gesprächsstrategie auch wirklich einen organisatorischen Rahmen.

00:32:13: Also für den Anfang ist ein fester Lernpartner besonders sinnvoll, das Kind weiß an wen es sich wirklich wenden kann und muss nicht erst einmal mehrere Mitschüler hierhin ansprechen.

00:32:25: Aber wie setzt du die Paare dann zusammen?

00:32:28: Gehst du da nach Leistung?

00:32:30: Nicht dauerhaft nach dem Muster stark hilft Schwach.

00:32:34: Das erzeugt wieder diese feste Reuen, das haben wir schon in mehreren Folgen gesehen.

00:32:39: Es macht es auch für die starken Kinder schwierig dann sich von dieser Rolle zu lösen und sie wollen meistens ein weniger Fehler machen um sich diese Rolle zu sichern.

00:32:52: Das finde ich problematisch.

00:32:53: also das führt oft dazu dass ein Kind erklärt und das andere dann empfängt nur.

00:33:03: Also, und jener Aufgabe können ähnliche Lernstände sinnvoll sein zum Beispiel weil beide wirklich gemeinsam denken.

00:33:12: also auch das kann es geben und manchmal ist auch ein Unterschied hilfreich wenn das Erklären der Kind die Strategie sicher beherrscht.

00:33:21: Entscheidend sind aber Aufgaben Ziel und die Fähigkeit der Kinder zur Zusammenarbeit.

00:33:27: Also würdest du sagen, es gibt nicht so die allgemeine Patentlösung zur Partnerbildung.

00:33:34: Nö und die Paare sollten wechseln damit die Kinder unterschiedliche Rollen erleben.

00:33:38: das finde ich auch wichtig.

00:33:40: Was hältst Du dann von dieser mehr so von Expertenkindern?

00:33:45: Das hattest du ja vorhin auch schon mal irgendwie.

00:33:47: da hatten wir gesagt also Da gibts Dann den Mathe-Experten der dann immer im Thema Mathe gefragt werden soll.

00:33:59: Na ja, wenn die Rolle konkret freiwillig und zeitlich begrenzt ist kann das auch gut funktionieren.

00:34:05: Also zum Beispiel diese drei Kinder können heute helfen bei dieser Aufgabe.

00:34:11: Ich habe so kleine Schilder Helfer-Kind, die können die Kinder selbstständig abholen bei einer Lernzeit zum Beispiel.

00:34:19: Wenn es um Mathe-Lernzeit geht dann können sie sich das holen.

00:34:22: Es ist ein Stern, zwei Stern und drei Stern je nach Aufgaben und Differenzierung.

00:34:26: Die holen sich da und sind für den Moment bei diesen Aufgaben weil Sie selbstständige entschieden haben dass Sie sich sicher fühlen.

00:34:33: Sind Sie vielleicht die Ansprechpartner irgendwie für diese Aufgabe?

00:34:37: Das kann irgendwie hilfreich sein!

00:34:40: Was würdest du zu so einem System sagen, wie für wer als erster fertig ist hilft den anderen?

00:34:48: Na ja.

00:34:49: Wer früh fertig ist braucht vielleicht auch eine vertiebene Aufgabe, eine Pause Zeit für sich, Zeit zur sorgfältigen Kontrolle.

00:34:56: also Schnelligkeit verpflichtet nicht zum helfen und vielleicht... Also, vielleicht haben diese Kinder auch Lust irgendwie sich weiter zu vertiefen in die Materie ohne irgendwie daraus gerissen zu werden.

00:35:12: Es ist auch deren Lernzeit.

00:35:13: Warum sollten sie ein Teil dieser Leerzeit nur weil sie schneller fertig waren einfach abgeben?

00:35:19: Wie könnte dann jetzt ein Kind zeigen dass es ansprechbar ist?

00:35:22: du nutzt dann diese Tischkarten

00:35:25: oder Genau so eine kleine Tischkarte kann helfen.

00:35:30: Da steht irgendwie, ich kann helfen oder helferkind.

00:35:32: Also ganz einfach wie eine Zeit lang hatte ich hier so ein Art Sample System.

00:35:39: auch das könnte mein Ohr irgendwie also meiner Rückseite Ich kann helfen Oder die andere Seite ich arbeite gerade und möchte nicht gestört werden.

00:35:50: Das schützt dann konzentrierte Arbeitsphasen und macht auch Grenzen sichtbar, denn ich finde auch öffene Kinder haben das Recht irgendwie die eigene Lernzeit zu schützen.

00:36:00: Wichtig ist nur daraus kein kompliziertes Kartensystem zu machen.

00:36:05: also die Organisation soll entlasten und nicht neue Regel produzieren werden sonst sind die Kinder eher damit beschäftigt sich selbst zu organisieren und dann wird es auch wieder schwierig.

00:36:19: Wie ist es jetzt eigentlich?

00:36:21: Wir hatten ja gesagt, die Lehrkraft steht am Ende dieser kurzen Hilfekette.

00:36:26: Also guck erst das du dir selbst hilfst frag gezielt einen anderen und beschreib da wo du nicht weiter kommst und erst dann geht beide zur Lehrkraft.

00:36:41: gibt's aber auch Dinge wo es besser ist wenn die Lehr Kraft direkt involviert wird?

00:36:46: Ja klar, also zum Beispiel bei grundlegend fachlichen Missverständnissen.

00:36:50: Also wenn ein Kind bei der Subtraxen regelmäßig einfach die kleinere Zahl vor der größeren irgendwie abzieht.

00:36:58: Also reicht kein schneller Tipp mehr sondern da muss wirklich diagnostisch ingeschaut werden und das kann ja nur die Lehrkraft

00:37:05: machen.

00:37:06: Welche Vorstellungen fehlt?

00:37:08: oder wie deutet denn das Kind?

00:37:09: Das Rechenzeichen welche Darstellung kann helfen und und und unter das kann nur die Leerkraft

00:37:15: Wahrscheinlich auch dann bei neuen Inhalten, oder?

00:37:18: Ja also Kinder dürfen neue Inhalte gemeinsam erkunden.

00:37:21: Aber die Verantwortung für eine wirklich fachlich tragfähige Einführung und für notwendige Klärung liegt bei der Lehrkraft.

00:37:30: Die kann ich ja auch nicht abgeben weil ein Kind irgendwie fit ist.

00:37:35: Kann ich nicht sagen du gehst irgendwie zu kind A er erklärt es dir irgendwie sondern andere Kinder sollen Nicht zu Ersatzlehrkräften werden, nur weil es für die Lehrkraft irgendwie gerade passt.

00:37:49: Weil das in wie Zeit verschafft oder aus welchem Hund auch immer.

00:37:52: Oder weil man irgendwie ... Die soziale Kompetenz der Kinder damit steigern möchte also... Auch das ist ein Argument was ich auch verstehe.

00:38:00: aber Ich würde diese Lernzeit aller Kinder irgendwie oben drüber stehen und die haben das Recht wirklich im Notfall dann zu entscheiden, ob sie lieber in dem Moment helfen, den wir sein möchten oder ihre leeren Zeit nutzen wollen.

00:38:18: Wie sieht es denn bei emotionalen Situation aus?

00:38:22: Wenn ein Kind sichtbar frustriert ist... mehrere erfolglose Versuche schon unternommen hat oder das Fragen als Beschämung erlebt, vielleicht auch.

00:38:32: Das gibt es ja auch, helfe ich auch direkt.

00:38:35: Also das Gleiche gilt auch bei Konfliktenausgrenzung wenn ein Kind sich auch nicht traut einen bestimmten Lernpartner anzusprechen und so weiter und sofort.

00:38:47: Da

00:38:47: gehe ich auch irgendwie, das heißt nicht sofort dass ich helfe.

00:38:51: Ich weise zum Beispiel wenn ein Kind frustriert ist und vielleicht laut ist was in den vergangenen Jahren auf jeden Fall mal der Fall gewesen ist weiß ich noch einmal darauf hin, dass alle erstmal wo wir brauchen zu arbeiten mit mir spricht oder mit allen anderen soll auch der Ton angemessen sein.

00:39:10: Das heißt, wenn das Kind sich beruhigt hat, steh ich zur Verfügung und es kann mich erst mal jederzeit irgendwie fragen.

00:39:16: So hat das Kind die Zeit hierunter zu kommen und dann weiß er ist im Notfall bin ich halt da.

00:39:23: Jetzt stelle ich mir noch die Frage was passiert eigentlich?

00:39:27: Wenn ein Kind welches sich als Helferkind markiert hat Einfach ein falsches Lösungsweg weiter gibt, weil das vielleicht denkt dass es die Aufgabe verstanden hat.

00:39:40: Die aber tatsächlich eine Fehlvorstellung mit drin hat Was machst du dann wenn dieser falsche Lösungs Weg von Tisch zu Tisch wandert?

00:39:51: und wie erkennt man das als Lehrkraft?

00:39:54: Ja da würde ich auch eingreifen.

00:39:55: Also es kann schon passieren, wobei ich sage an der Stelle das passiert uns echt selten tatsächlich.

00:40:03: Das Peerhilfe verbreitet ja nicht automatisch nur gute Strategien oder richtige Lösungen.

00:40:11: auch irgendwie viel Vorstellung bestätigen oder Verfahren vielleicht weitergeben, die sie selbst nicht ganz verstanden haben und dadurch ist es ein bisschen heubrig.

00:40:21: Da interviene ich auch.

00:40:23: Ich gucke auch immer, wie wer sich als Partner Kind oder als Helferkind markiert in dem Moment und ich kann selbst als Lehrkraft erruhieren, okay macht das Sinn?

00:40:32: Oder macht es keinen Sinn?

00:40:33: also nur weil ein kindhelfer Kind sein möchte, heißt es lange nicht dass es ein helfer Kind seien kann.

00:40:38: und dann gehe ich auch da ins Gespräch mit dem Kind und weißt darauf hin, dass es gerade irgendwie miteinander kollidiert.

00:40:45: Ja oder überprüft, ob wenn's jetzt sagen wir mal nicht klar ist, weil es vielleicht ein Kind ist was mal gute Lösungswege hat und mal vielleicht Fehlvorstellungen kann man das ja dann bei dem Kind überprüfen und schauen wie es dann an dem Tag rechnet.

00:41:05: Was du aber damit auch sagst ist, dass manchmal diese unmittelbare Hilfe der Lehrkraft dann doch die fachlich und zeitlich bessere Entscheidungen sein kann.

00:41:16: Ja, manchmal schon!

00:41:17: Das muss man auch an der Stelle sagen.

00:41:19: So ein Kurzar, gezielter Impuls können wirklich sinnvoller sein als zehn Minuten unproduktives ja rumgefragt.

00:41:26: Die entscheidende Frage ist nicht das Kind schon eine andere gefragt sondern welche Hilfe bringt dieses Kind jetzt wieder ins eigene Denken?

00:41:35: Ins Handeln?

00:41:36: Und wenn ich das bin in dem Moment, dann ist es so...

00:41:42: Gut, stellen wir uns jetzt mal deine Klasse vor oder eine Klasse.

00:41:49: Wir haben die PIER-Hilfe etabliert.

00:41:52: Die Kinder können sie gut anwenden während der Arbeitsphasen, die Kinder, die irgendwie nicht weiterkommen, die suchen sich gezielt Hilfe.

00:42:05: Welche Rolle übernimmt die Lehrkraft dann mit der Zeit?

00:42:10: Eine aktive, aber nicht unbedingt ständig eingreifende Rolle.

00:42:16: Wenn ich Kindern beim gegenseitigen Helfen kurz zuhöre, bekomme ich wertvolle... Informationen, auch diagnostisch ist es total interessant.

00:42:28: Also da kriege ich wirklich... Wir hatten ja eine Folge zum Thema Beobachten und doch das ist ein wichtiger Part irgendwie den Kindern dabei zuzuschauen wie sie sich gegenseitig helfen, wie Sie Hilfe holen ob sie lange warten auf sie lange zögern, ob sie genau hingucken wie Hilfe gegeben wird zum Beispiel.

00:42:46: also es ist halt total wichtig dass du beobachten oder haben wir ein helfendes Kind weil es manchen Kindern Hilfe verweigert?

00:42:54: und, also das sind viele Momente die man da beobachten kann.

00:42:58: Das ist total spannend!

00:43:00: Also beim Hilfesuchenden-Kent sehe ich zum Beispiel Kenneth sein Problem eingrenzen.

00:43:06: Welche Strategie hat er schon probiert?

00:43:08: Versteht es den Hinweis?

00:43:10: Kann es Ihnen auf die eigene Aufgabe übertragen?

00:43:14: Traut es sich überhaupt?

00:43:17: lässt er sich ablenken, kommt sie will weg vom Weg und so weiter und sofort.

00:43:21: Und beim helfenden Kind sehe ich dann, kann es wirklich den eigenen Lösungsweg erklären oder gibt ja nur die Antwort irgendwie?

00:43:28: Oder die Lösung erkennt es wo das andere Kind hängt.

00:43:33: Ich teile das.

00:43:33: passende Fragen, kennt es vielleicht nur ein Verfahren dass er selbst irgendwie ausführt?

00:43:38: und wie ist die soziale Komponente, ist dieses Kind wertschätzen in seinen Äußerungen oder müssen wir auch da dran arbeiten

00:43:45: Zum Beispiel.

00:43:46: Also ein Kind kann so mal richtige Ergebnisse haben und beim Erklären dann aber zeigen, dass das Verständnis noch gar nicht so stabil ist wie man vermuten würde?

00:43:58: Ja, umgekehrt kann ein Kind das nicht besonders schnell arbeitet sehr gute Fragen stellen und Zusammenhänge auch vielleicht klar erklären.

00:44:06: Auch das ist möglich.

00:44:10: Ich würde sagen Pierhilfe entlastet die Lehrkraft da nicht einfach sondern Sie verändert auch worauf die Lehrkraft.

00:44:19: Ja, so ein bisschen ihre Aufmerksamkeit richten kann.

00:44:22: Ja richtig!

00:44:23: Das finde ich echt wichtig.

00:44:24: also... Ich beanworte nicht automatisch jede kleine Frage sondern ich beobachte wirklich Denkprozesse Sozialverhalten, Arbeitsverhalten.

00:44:34: Ich höre wirklich gezielt zu bündlerhäufige Schwierigkeiten greift dort an wo fachliche oder soziale Unterstützung noch nötig ist und im Notfall hole ich mich wenn ich merke in kleinen Gröbchen irgendwie haut gerade nicht hin.

00:44:49: Also, die haben alle ähnliche Fragen vielleicht oder scheitern grad an der selben Stelle.

00:44:56: dann hole ich sie mir zurück in den Kreis und wir machen nochmal einen kleinen Rundgang irgendwie mit Material bis Sie ein bisschen mehr Sicherheit irgendwie erlangt haben.

00:45:05: also diese Phasen- oder dieses Peerhilfesystem ist nicht irgendwie um die Arbeit von mehr als Lehrkraft irgendwie wegzuschieben sondern ich bin eigentlich voll aktiv dabei.

00:45:18: Jetzt ist ja jede Klassensituation anders und mit unserem Podcast wollen wir eigentlich nicht jetzt anderen Lehrkräften vorschreiben, was sie zu tun haben.

00:45:30: Sondern wir wollen mehr oder weniger so kleine Impulse setzen wo jede Lehrkraft dann selbst überlegen kann passt das bei mir in die Klasse rein?

00:45:43: Wie würdest du jetzt...

00:45:44: Warte, ich finde das an der Stelle echt wichtig.

00:45:46: Also uns geht es nie darum zu sagen okay so ist das Modell und so ist es richtig sondern es geht immer um Impulse Und nicht alle Systeme passen in jeder Klasse irgendwie rein.

00:45:57: also das sehe ich jetzt irgendwie.

00:45:58: Ich bin seit vier Wochen in der Flexklasse und ich bin schon irgendwie in vielen Sachen routinieren und trotzdem habe ich letzte Woche die erste Woche irgendwie erlebt wo ich meine Routine dermaßen alles angepasst haben mein system angepassten haben Und so weiter und so fort, damit es funktioniert.

00:46:15: Das heißt, es kann sein dass wir eine Sache besprechen und das setzt an den Pult was aber in einer Klasse so nicht umzusetzen ist.

00:46:21: Aber es geht darum, dass man sich als Lehrkraft wirklich mal hinsetzt und überlegt irgendwie wie kann ich's umsetzen?

00:46:26: Genauso habe ich die letzten vier Wochen quasi gemacht mit einem System die ich hab weil nicht alle System haben zur neuen Klasse einfach gepasst und das ist halt wichtig dass man nicht eins zu eins übertragen kann, sondern wirklich einfach nur den Impuls mitnehmen.

00:46:40: Für sich verarbeitet für die Klasse, mit den Kindern, für die Kinder anhand der Kinder, die man noch bekommt in einer Klasse damit ein System tatsächlich am Ende funktioniert.

00:46:50: Das ist nicht eins-zu-eins übernehmen.

00:46:53: Gut aber angenommen wir haben jetzt bei einer Lehrkraftenimpuls gesetzt und das möchte ich jetzt so die ersten Schritte im Bereich der Hilfekette machen.

00:47:05: Wie geht man vor, ohne jetzt gleich ein komplettes System einzuführen?

00:47:12: Ich würde bewusst ganz klein starten.

00:47:15: Also das Hilfesystem wirklich ganz klein halten.

00:47:18: Die Kinder sollen einfach nur den nächsten Schritt irgendwie erläutern mit denen bzw beim nächsten Schritt helfen.

00:47:26: Also nicht die ganze Aufgabe.

00:47:30: So dann kann man erweitern...

00:47:34: Wollen wir so einfach kleine Schritte machen.

00:47:37: Also Schritt Nummer eins wäre dann erstmal so ein Merksatz, um erst mal den Kindern so Orientierung zu geben also dass man halt sagt hilft beim nächsten Schritt aber löse nicht die ganze Aufgabe so als übergeordnet ist.

00:47:54: Was könnte denn zweiter Schritt sein?

00:47:56: Man spielt eine schlechte und gute Hilfesituation vor, also lasst die Kinder den Unterschied beschreiben.

00:48:03: Also das kann man bei mir zum Beispiel in der Klasse super im Kreis irgendwie machen.

00:48:08: Das ist wie ein Theaterstück für viele Kollegen, die denken da hier ist verlorene Zeit.

00:48:12: Nein, es ist nicht jeder Kreis, jemand wie veranstaltet in seiner Klasse hat viele, viele Funktionen also für Deutsch irgendwie zuhören sprechen und so weiter und so fort.

00:48:24: Das kann man alles mit irgendwie einbetten lassen, einfließen lassen.

00:48:28: Es ist keine verlorene Zeit sondern es ist wirklich fachlich intensiv.

00:48:33: Der nächste Schritt könnte sein, gibt beiden Rollen jeweils einen Satz anfangen.

00:48:40: Also sowohl dem Hilfesuchendenkind und

00:48:44: dem

00:48:44: Helfenenkind?

00:48:45: Also der Hilfessuchende Kind könnte sagen ich habe schon versucht und ich brauche Hilfe bei und das Helfenekind könnte sagen schauen doch einmal auf oder versuche als nächstes

00:49:00: das.

00:49:05: Wenn man den Kindern wirklich Satzbauteilen quasi mitgibt und das ist im Kreis nicht anders, mir ist es gut gelungen.

00:49:13: Mein schütztes Erlebnis am Wochenende war ... Beim nächsten Mal möchte ich das verbessern oder darauf achten.

00:49:22: wenn sie diese Satzborteile haben dann haben wir wieder eine kognitive Entlastung für die Gene irgendwie geschaffen und die Hürde, sich irgendwie dazuzumelden ist halt nicht mehr so groß.

00:49:32: Deswegen sind es Satzstataden oder Abläufe irgendwie enorm wichtig.

00:49:39: Der nächste Schritt könnte sein fünf Minuten üben würde ich sagen also übt fünf Minuten an einem bekannten Hindernheit mit einem festen Partner.

00:49:51: Das wäre möglich

00:49:52: da wahrscheinlich auch wieder mit verteidigen wollen.

00:49:54: dann

00:49:55: Genau, mit den Satzanfängen die man schon trainiert hat sozusagen.

00:50:00: Und dann zuletzt wertet man aus also wertet dann kurz aus wer könnte nach dem Hinweis selbst weiterarbeiten?

00:50:08: wo wurde die Lösung verraten?

00:50:10: was hätte stattdessen geholfen?

00:50:14: wie habt ihr euch gefühlt?

00:50:16: Also erst wenn diese kleine Gesprächsform funktioniert wird ganze Hilfekette dann in längeren Arbeitsphasen genutzt?

00:50:26: Ja genau, aber das ist enorm wichtig.

00:50:28: Also es ist wie bei der Ich-Kette wenn man Schwierigkeiten irgendwie oder ein Konflikt mit einem Kind hat.

00:50:33: ich beobachte du bist gerade sauer, ich brauche aber Ruhe zum Arbeiten, ich wünsche mir dass du vielleicht leiser irgendwie bist.

00:50:42: und genau dieser Ablauf kann man irgendwie im Fachunterricht einbetten mit einem Schema quasi.

00:50:53: Wir kommen ein bisschen zum Ende der Folge, aber ich würde gerne nochmal auf Mia zurückkommen.

00:50:59: Die vorhin bei Ben Hilfe gesucht hat.

00:51:05: Wie sieht es aus?

00:51:07: Mia sitzt jetzt da und sie versteht den Arbeitsauftrag nicht.

00:51:13: Was passiert dann anders?

00:51:17: Mir schaut zuerst auf das Beispiel und auf das vereinbarte Symbol für den Arbeitsauftrag.

00:51:24: Sie merkt, okay ganz allein kommen sie noch nicht weiter.

00:51:27: dann wendet sich noch an ihren Lernpartner und sagt Okay ich weiß dass ich etwas mit den Wörtern machen soll aber Ich verstehe nicht ob ich sie jetzt abschreiben oder markieren soll.

00:51:40: Das Problem ist also jetzt konkret.

00:51:42: Sie formuliert genau wo sie nicht weiter geht?

00:51:44: Genau!

00:51:44: Sie sagt nicht was soll ich machen?

00:51:49: Wie reagiert jetzt der Lernpartner dann drauf?

00:51:51: Der Lern-Partner sagt dann nicht, du musst alle Wörter abschreiben.

00:51:54: Er zeigt auf das erste Wort und fragt okay welches Zeichen steht vor der Aufgabe?

00:52:00: was bedeutet dieses Zeichen?

00:52:03: und dann erinnert sich mir ok einkreisen.

00:52:06: Dann arbeitet sie ja das erste worte einfach selbst weiter Und deswegen sind diese Pictogramme so wichtig.

00:52:13: Und das ist auch günstig, wenn man ihnen wie sie erst mal einführt und die Kinder können sich immer in Wiedereien orientieren.

00:52:20: Das heißt, die sind auf den Arbeitsblättern zu erkennen.

00:52:23: Sie sind an der Tafel weil der Stundenablauf natürlich auch an einer Tafelse ist um die Kinder wissen was sie dann zu tun haben und können dann selbstständig weiter machen.

00:52:34: Gut, damit wir in die Arbeiten kommen könnte der Handpartner dann noch vielleicht sagen sowas wie Was machst du dann beim nächsten Wort?

00:52:41: Ja und Mia sagt dann, ich prüfe ob es irgendwie zu der Aufgabe passt.

00:52:46: Und dann kreise ich es ein!

00:52:48: Jetzt hat die Hilfe wieder zurück in ihr eigenes Handeln hier wie geführt.

00:52:53: Und wenn beide diese Symbole nicht verstehen?

00:52:55: Dann kommen sie gemeinsam zur Lehrkraft.

00:52:58: Das ist kein Scheitern der Peerhilfe sondern ein sinnvoller Abschluss der Hilfekette.

00:53:05: Dann lass uns mal zum Fazit erfolge kommen... Also würde ich jetzt einfach mal die Frage offen stellen, Frage erst drei dann mich.

00:53:18: Würdest du sagen eher eine gute Idee oder ist es einfach nur die Hilfe Verlagerung?

00:53:23: Ja, das ist definitiv in der Kategorie gut gemeint

00:53:27: aber...

00:53:30: Die Absicht ist halt gut!

00:53:31: Die Kinder sollen nicht ausschließlich von der Lehrkraft abhängig sein und erfahren dass Gemeinsames Denken wirklich hilfreich sein kann, also als starre Regel ist Frage erst zwei oder drei und dann mich aber einfach zu grob.

00:53:46: Sie können für Hilfe suchende Kinder eine zusätzliche Hürde schaffen andere unnötig belasten und dazu führen dass Lösungen oder Fehler nur weitergegeben werden und das ist halt schade.

00:53:58: Also drei Kinder ansprechen Ist noch kein selbstständiges Lernen?

00:54:02: Ne, also gute Peerhilfe beginnt mit einer konkreten Frage.

00:54:06: Sie gibt auch nicht die ganze Lösung, sondern wirklich einen passenden Impuls.

00:54:12: Eine Hinweis damit weitergearbeitet werden kann und sie endet damit dass das Hilfe suchende Kind wirklich selbstständig weiter denkt und weitermachen kann.

00:54:24: Also die Schritte, die wir den Kindern vermitteln müssten wäre dann kläre erst mal wo du Hilfe brauchst.

00:54:31: Wo kommst du nicht weiter?

00:54:32: Guck ob du ein passendes Hilfsmittel findest.

00:54:36: Wenn das nicht funktioniert, dann frag dein Lernpartner konkret.

00:54:43: Versuche nach dem Hinweis selber weiterzuarbeiten und wenn ihr beide nicht weiterkommt, holt die Lehrkraft!

00:54:51: Ja, und wir dürfen auch nicht vergessen.

00:54:53: Also diese Schritte können Kinder nicht einfach so weil wir sie auch benennen sondern Wir müssen gute Hilfe vormachen gemeinsam untersuchen in Einfachen Situation wirklich auch üben und in Arbeitsfalls immer wieder reflektieren Was gut funktioniert hat was nicht so gut funktioniert Halt worauf man beim nächsten mal acht geben möchte und so weiter.

00:55:16: Okay also damit ist die Kernwirtschaft.

00:55:19: Pierhilfe funktioniert nicht durch eine Regel, sondern durch eingeübte Gesprächs- und Erklärstrategien.

00:55:26: Man muss es erst üben um die Pierhilfe für Kinder verfügbar zu machen.

00:55:37: Das heißt als Lehrkraft was würde ich jetzt in der nächsten Arbeitsphase machen wenn ich diese Pierhilfer eingeführt habe?

00:55:45: Na, vielleicht beobachtet man in der nächsten Arbeitsweise einmal ganz bewusst.

00:55:50: Also wer fragt eigentlich wen?

00:55:53: Welche Fragen stellen die Kinder?

00:55:55: Werden Ergebnisse weitergegeben oder Denkprozesse angestoßen und gibt es Kinder, die besonders oft helfen müssen?

00:56:03: Wie reagieren sie darauf?

00:56:05: Und dabei können dann wahrscheinlich schon kleine Veränderungen viel bewirken.

00:56:09: also... ob man jetzt einen festen Lernpartner hat, dass man diese Satzanfänge mitgibt und das man diese Vereinbarung trifft.

00:56:21: Nur der nächste Schritt wird weitergegeben aber nicht die Lösung.

00:56:24: also solche kleinen Anpassungen wenn man jetzt schon dieses Peersystem nutzt können eigentlich helfen ja die Qualität zu erhöhen.

00:56:33: Ja, genau.

00:56:34: Also für alle Kollegen die vielleicht die erste Folge noch nicht gehört haben also diese Folge dieser Reihe zum Beispiel dann hört gerne rein in Folge eins sprechen wir darüber warum Kinder vorhandene Hilfsmittel oft nicht nutzen und wie sie lernen wirklich das was eine Materie gezielt auszuwählen.

00:56:57: da sollte man auf jeden Fall auch reingehört haben um das besser zu verstehen das Material bereit liegt, aber die Kinder ist vielleicht nicht mit uns.

00:57:07: Okay und wie du gesagt hast also beides gehört ja auch zusammen.

00:57:10: Also praktisch die erste Folge wäre der erste Hilfe Schritt in der Hilfekette.

00:57:15: Die Kinder gucken ob sie es selber lösen können.

00:57:18: wenn sie es nicht schaffen holen Sie sich gezielte Hilfe von Ja, einem anderen Mitschüler oder Mitschülerin.

00:57:26: Ja genau und damit wären wir am Ende der Folge angekommen glaube ich.

00:57:30: also wenn euch diese Folge geholfen hat dann bitte folgt uns auf Instagram und am besten helft ihr uns tatsächlich wenn ihr den Podcast an sich Kolleginnen und Kollegen ja weiter empfehlt!

00:57:46: Auf jeden Fall und vielen Dank fürs zuhören.

00:57:48: Ich

00:57:48: bedanke mich ebenso.

00:57:49: Wir hören uns wieder nächster Woche Montag.