Elementarwissen - Der Podcast für Grundschulbildung

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Der Podcast für Lehrkräfte, die neue Impulse für Unterricht und Schulalltag suchen.

Transkript

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00:00:03: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von Edel mit Tavissen, dem Grundschulbetungs Podcast.

00:00:08: Ich bin Steffen

00:00:09: und ich bin Jessica.

00:00:11: Jetzt ist hier endlich Ruhe!

00:00:15: Und dann ist sie da die Ruhe.

00:00:18: keiner redet mehr, keiner läuft rum, keiner ruft dazwischen.

00:00:22: Die Klasse ist still und vielleicht denken die Lehrkraft in diesem Moment Na also geht doch

00:00:27: Ja.

00:00:28: Also so würde ich es auch sagen oder?

00:00:31: Wenn ich vorher dreimal gesagt habe, dass es ruhig werden soll.

00:00:35: Keiner reagiert und ich werde einmal richtig laut um plötzliches Still.

00:00:42: Dann hat das funktioniert!

00:00:44: Ja wenn dein einziges Ziel tatsächlich lautet er soll jetzt sofort still sein dann hat es auch wirklich funktioniert.

00:00:51: aber... Vielleicht ist genau das unser Problem.

00:00:55: Also wir sehen, die Kinder sind still und daraus schließen wir meine Reaktion war erfolgreich.

00:01:00: dabei wissen wir überhaupt noch nicht warum die Kinder still sind.

00:01:03: vielleicht haben sie sich orientiert vielleicht haben Sie verstanden dass jetzt eine Grenze erreicht ist vielleicht sind sie erschrocken vielleicht hat ein Kind sogar Angst vielleicht versucht einen anderen Kind gerade nur irgendwie möglichst unsichtbar zu werden.

00:01:20: von außen sieht alles gleich aus Ruh.

00:01:23: Und deshalb möchte ich heute eine Frage durch diese ganze Folge hier in Vizien, ja was für eine Ruhe ist das eigentlich?

00:01:31: Okay bevor jetzt einige abschalten darf ich als Lehrkraft nicht einmal mehr laut werden?

00:01:39: Doch natürlich darfst du und das möchte ich gleich irgendwie am Anfang ganz deutlich aussagen an den Lehrkraft darf ärgerlich sein sie darf streng sein sie Bestimmt sein.

00:01:51: Sie darf ihre Stimme herheben und wenn ein Kind gerade einen Stuhl wirft, ein anderes Kind verletzt oder auf die Straße rennt dann muss man sogar einen Stopp rufen und möglicherweise so laut sein dass es ja der ganzen Schulhof hört.

00:02:09: zum Beispiel Darüber reden wir aber heute nicht.

00:02:12: Wir reden nicht über die Lautstärke an Sicht über den Moment in dem Lautstärke, Ausdruck davon wird dass eine Lehrkraft ihre Emotionsregulation irgendwie verliert.

00:02:26: Also steuere ich gerade meine Stimme oder steuert mein Ärger meine Stimmen so könnte man das ein bisschen zusammenfassen und das ist ein großer Unterschied.

00:02:38: und deshalb Ist die Forderung auch nicht, gute Lehrkräfte sind immer leise?

00:02:43: Das wäre ja völlig Unsinn.

00:02:45: Sondern Klarheit darf auch laut sein.

00:02:49: Kontrollverlust ist aber keine Methode der Klassenführung.

00:02:54: Also geht es hier hauptsächlich darum in den Situationen wo das Schreienausdruck des Kontroll-Verlustes ist

00:03:03: Genau, wo das laut werden wird tatsächlich.

00:03:05: Also ich würde uns nicht nur auf Schreien beschränken wollen sondern wirklich tatsächlich um es laut werden.

00:03:12: Das Thema haben wir schon länger irgendwie im Kopf, im Hinterkopf.

00:03:15: Das ist ein Thema was ich als enorm wichtig betrachte und was uns immer wieder begegnet.

00:03:23: Und dementsprechend haben wir uns jetzt entschieden dieses Thema in dieser Podcast Folge zu thematisieren.

00:03:32: Wie ist denn das generell?

00:03:34: Du bist ja auch beim Seminar.

00:03:37: Wie wird denn generell auf solche Situationen geguckt, also angenommen du hättest sowas mal in der Hospitation würdest du so was thematisieren oder eher nicht?

00:03:51: und wie Sehen so ausbildende Lehrer das Ganze?

00:03:58: Beim Seminau ist es ja so, dass wir dann originell ausbetieren und den Unterricht von den Kollegen besuchen.

00:04:04: Und anschließend im Gespräch... besprechen, was wir gesehen haben und welche Wege es noch gebe zum Beispiel.

00:04:14: Wir beobachten mit sieben Kriterien und das wäre z.B.

00:04:17: die pädagogische Grundhaltung ein großes Thema Und natürlich wird auch in den Gesprächen thematisiert wenn der Fall ist dass die Lehrkraft ihre Stimme im Unterricht erhebt.

00:04:29: Schwierig ist es immer wieder wenn Schulleitung oder Ausbildungslehrkraft an den Schulen so kommunizieren, dass sie das auch so macht und damit erleben alle Personen die in der Ausbildung noch sind irgendwie dieses naja das machen doch die anderen dann.

00:04:46: man lernt am Beispiel.

00:04:47: Man

00:04:48: lernt an Beispiele und dann ist halt die Frage da muss man sich der Verantwortung bewusst sein die man irgendwie übernimmt wenn man für die Ausbildung einer Person zuständig ist.

00:05:01: okay aber was ich nur nicht ganz verstehe es.

00:05:04: vielleicht haben Sie doch einfach recht Wenn sie laut wird, also die Lehrkraft wird laut und danach ist Ruhe.

00:05:12: Warum sollte man damit aufhören?

00:05:15: Weil wir dann Erfolg ausschließlich am Verhalten der Kinder messen Und die Kinder sind halt stellt okay das können wir beobachten Und damit können wir auch unser Verhalten rechtfertigen.

00:05:27: Das Verhalten ist dann richtig und genau das ist mir an der Stelle zu wenig, wenn ein Kind Angst vor mir hat und deshalb schweigt habe ich schließlich auch Ruhe.

00:05:39: aber würde ich deshalb sagen hey cool klasse Klassenführung erfolgreich?

00:05:44: Wahrscheinlich

00:05:45: nicht mehr Nein Dann reicht.

00:05:46: das Kriterium danach war wohl offensichtlich auch nicht ausdann.

00:05:50: Wir müssen uns fragen, wie ist die Ruhe entstanden und was lernen die Kinder gerade über den Umgang miteinander?

00:05:57: Also Klassenführung bedeutet für mich nicht.

00:06:00: Ich verfüge überein Mittel mit dem ich verhalten möglichst schnell unterbrechen kann.

00:06:06: Klassenführung bedeutet auch Struktur aufzubauen, Orientierung zu geben, Erwartungen klar und transparent zu machen und Grenzen auch verlässlich durchzusetzen.

00:06:18: Wenn mein wirksamstes Steuerungsinstrument darin besteht, dass ich irgendwann explodiere dann sollte ich nicht wirklich stolz darauf sein das anschließend wirklich alle still sind.

00:06:31: Das was ich mir fragen sollte sollte wirklich sein warum braucht es diese Eskalation damit eine Klasse reagiert?

00:06:40: Aber macht man es denn nicht aus dem Grund weil es funktioniert?

00:06:48: Ja klar, aber also da sollten wir nicht wegdiskutieren.

00:06:52: Schreien kann eine sehr schnelle effiziente Verhaltensunterbrechung erzeugen.

00:07:00: Ich werde laut Gespräche brechen ab, Kinder drehen sich Bewegungen wird gestoppt ich habe Aufmerksamkeit und damit bekomme ich als Lehrkraft eine unmittelbare Rückmeldung.

00:07:12: Es war wirksam.

00:07:13: Also das ist das was bei den Kollegen dann ankommt.

00:07:15: es war wirksam.

00:07:17: Aber dadurch lernt ja nicht nur die Klasse, auch die Lehrkraft lernt.

00:07:21: Also ich werde laut?

00:07:22: Die Klasse wird ruhig!

00:07:24: Also werde ich beim nächsten Mal auch wieder laut und möglicherweise lernen die Kinder gleichzeitig was ganz anderes.

00:07:31: Die erste Bitte um Ruhe ist offenbar noch nicht ganz so wichtig, noch nicht gar so bündend!

00:07:37: Die zweite vielleicht ja auch nicht.

00:07:38: und bei der dritten wird Frau X irgendwie schon mal gereizt.

00:07:44: aber reagieren müssen wir eigentlich erst wenn ihre Stimme kippt Und damit trainieren sich beide Seiten gegenseitig mit einem Verhalten, was sie eigentlich nicht haben wollen.

00:07:56: Dadurch wird das Schreien wahrscheinlich auch immer öfter angewendet weil die Kinder konditioniert sind... Weil

00:08:04: die ersten Ermahnungen der Lehrkraft nicht binden sind.

00:08:07: Sie wissen es gibt erst wenn sie laut wird.

00:08:12: Wie funktioniert dann diese...?

00:08:15: Eskalationsspirale, also am Anfang sagt man Kinder bitte etwas leiser.

00:08:20: Genau Gespräche gehen dann weiter.

00:08:22: jetzt hat bitte auf einige reagieren ein Großteil nicht.

00:08:27: Hallo ich warte immer noch unruhe.

00:08:30: Also da sind viele und dann irgendwann explodiert die Lehrkraft und sagt Jetzt reicht's aber!

00:08:34: Und dann sind alle stillen.

00:08:36: und was er die Lehr Kraft gelernt lautstärke funktioniert.

00:08:40: Das ist an der Stelle schade.

00:08:43: Was haben die Kinder aber möglicherweise gelernt?

00:08:45: Die ersten drei Ansagen können wir anfangs ignorieren.

00:08:49: Und irgendwann dann entsteht diese Lautstärke-Spirale, wie du gesagt hast.

00:08:55: Normaler Ansprache verliert ihre Steuerungsfunktionen.

00:08:59: Die Lehrkraft muss stärker werden.

00:09:00: Die Kinder reagieren später.

00:09:02: Die Lehrerkraft wird noch deutlicher und irgendwann heißt es bei dieser Klasse muss man eben laut werden.

00:09:10: Also würde ich in den Raum stellen.

00:09:13: Vielleicht haben wir aber auch gemeinsam ein System aufgebaut, in dem die Kinder gelernt haben erst wird es ernst wenn ja die Lehrkraft wirklich laut wird.

00:09:22: Okay und dann haben wir kein Lautstärkeproblem.

00:09:26: Dann haben wir eher ein Problem mit der Klassenführung was sich durch dieses Lautstärken-Problem mehr zeigt.

00:09:36: Ja also ganz klar Lass uns mal die Perspektive wechseln.

00:09:39: Also Klasse eins, du bist sechs Jahre alt vielleicht gerade mal ein Meter, ein Meter zwanzig groß und vor dir steht eine erwachsene Person größer als du deutlich größer hast als du sitzt außerdem und sie steht Und die Person hat eine laute Stimme und die ist auch richtig wichtig.

00:10:00: Es ist eine Institution das ist deine Lehrkraft.

00:10:03: also dieser Mensch entscheidet über sehr viele Dinge in deinem Schulalltag Und plötzlich schreit diese Person.

00:10:10: Wir Erwachsenen können hinterher sagen, ich war eben genervt oder so schlimm war es doch gar nicht.

00:10:17: Das Kind muss die Situation aber nicht genauso erleben und mir ist wichtig hier nicht zu dramatisieren.

00:10:22: also nicht jedes Kind bekommt Angst wenn eine Lehrkraft laut wird.

00:10:26: Nicht jede erhobene Stimme ist ja bedrohlich und Kinder reagieren auch unterschiedlich.

00:10:32: Aber genau das ist halt der Punkt.

00:10:34: Ich kann als Lehrkraft nicht vollständig kontrollieren, wie mein Kontrollverlust von einem Kind erlebt wird.

00:10:42: Das eine Kind schaut weg das nächste lacht eines wird selbst aggressiv, eines fängt an zu weinen, einer sitzt vollkommen still da und deshalb können wir aus dem sichtbaren Verhalten was wir erreicht haben nicht einfach auf das innere erleben schließen.

00:11:02: also der hatte doch keine Angst ja wissen wir nicht woher denn auch

00:11:08: Jetzt sprechen wir immer über das Kind, das angeschrien wird.

00:11:12: Aber in der Klasse sitzen ja noch andere also die jetzt in einer Situation wo dieser Kontrollverlust normal als Reaktion auf ein spezielles Kind ist.

00:11:25: Ja man wollte vielleicht nur eingehen wie Maßregeln und man hat aber irgendwie alle irgendwie getroffen.

00:11:31: Vielleicht richtet sich mein Ärger gegen Mats, aber meine Stimme richtet sich akustisch an den ganzen Raum.

00:11:39: Da sitzt vielleicht ein Kind das gerade konzentriert gearbeitet hat!

00:11:44: Eines dass mit der Situation überhaupt nichts zu tun hatte.

00:11:48: Eines das auf Laut stecke zum Beispiel super empfindlich reagiert und vielleicht nur eins... Das grade denkt oh offentlich bin ich nicht als nächstes dran Das heißt, wenn ich ein Kind vor der Klasse anschrei, kommunizier' ich ja nicht nur mit diesem Kent.

00:12:05: Ich kommuniziere mit euren und deshalb gehört zur professionellen Reflexion auch die Frage was erlebt eigentlich der Rest der Kasse?

00:12:13: Wenn ich die Beherrschung verliere.

00:12:16: Der Klassiker ist ja eigentlich also zumindest so wie man es früher gesagt hat Die Kinder müssen vor der Lehrkraft Respekt haben.

00:12:25: Ist das so eine Sache die immer noch funktioniert?

00:12:29: und denken manche Lehrkräfte eventuell, dass sie diesen Respekt durch Beschreien erreichen können?

00:12:39: Ich glaube schon.

00:12:40: Also ich glaube an schon sollte gegenseitigen Respekten grundsätzlich herrschen.

00:12:47: Das sollte gegeben sein.

00:12:48: Ich möchte das Kinder meine Grenzen auch ernst nehmen!

00:12:51: Ich möchte, dass ein Stopp auch ein stopp ist und ich möchte nicht zwölfmal diskutieren ob eine Regel heute vielleicht doch nicht gilt.

00:12:58: aber Respekt und Angst sind nicht dasselbe.

00:13:02: Ein Kind kann denken, meine Lehrerin meint was sie sagt.

00:13:05: Sie ist konsequent.

00:13:06: ich kenne ihre Grenzen.

00:13:08: Ich weiß was passiert wenn ich eine Regel überschreite.

00:13:11: Ich sage immer den Kindern du weißt Du kennst mich.

00:13:13: das was ich sage Das mache ich Und da gibt es eigentlich keine Diskussion.

00:13:18: Und das ist aber völlig etwas anderes als Ich bin lieber still weil ich nicht weiß wann sie wieder explodiert.

00:13:25: Von außen können beide Kinder vorkommen gleich aussehen.

00:13:28: Sie sitzen still, sie gehorschen und deshalb ist sichtbarer Gehorsam keine ausreichende Indikator zum Beispiel für gute Klassenführung.

00:13:37: also Angst kann Gehoresamm auch erzeugen aber Angst is ja kein Respekt Und ich sag immer Respekt vor Angst.

00:13:47: das macht einen riesigen Unterschied.

00:13:52: Aber müssen wir da nicht so ein bisschen aufpassen?

00:13:56: Kann man wirklich pauschalisieren, wenn man jetzt sagt so laut werden schadet den Kindern?

00:14:06: Also pauschall würde ich es auch nicht sagen.

00:14:10: Wir haben ja nicht die eine Studie, die sagt an der Lehrkraft schreit ein Kind bekommt Angst und anschließend sinkt seine Lernleistung um einen bestimmten Wert.

00:14:20: Also so funktioniert die Forschungslage gerade nicht.

00:14:23: weil wir aber ziemlich gut wissen Emotionen gehören zum Lehrerberuf auch Ärger also nicht nur Freude sondern auch Erger.

00:14:30: Untersuchungen zu Lehreremotionen zum Beispiel zeigen das ärgert durch ganz unterschiedliche Situation ausgelöst werden kann.

00:14:39: Also Schülerverhalten, Elternkontakte, Kollegium, Arbeitsbedingungen Stress und so weiter und sofort.

00:14:48: Die interessante professionelle Frage ist deshalb nicht okay warum empfinde ich Ärger sondern wie gehe ich mit meinem Ärger um?

00:15:00: Und hier wird die Forschung zur Emotionsregulation auch interessant.

00:15:04: Denn Regulation beginnt nicht erst dann, wenn ich bereit auf Hundertundachtzig bin und versuche irgendwie nichts zu schreien – sie kann viel früher ansetzen!

00:15:13: Und genau deshalb möchte ich über den Punkt irgendwie sprechen, den jede Lehrkraft bei sich vielleicht kennt nämlich der Kipppunkt.

00:15:23: Das ist der Moment bevor es kippt?

00:15:26: Ja, vielleicht kennst du dein... Deine Stimme wird schärfer, du redest schneller.

00:15:31: Du wiederholst die selbe Anweisung zum dritten Mal, zum vierten Mal.

00:15:34: Du sprichst plötzlich die ganze Klasse an obwohl eigentlich nur zwei Kinder stören und dann sagst du wie setze?

00:15:41: Wie okay?

00:15:42: Wie oft soll ich euch das eigentlich noch mal sagen?

00:15:44: oder muss ich denn hier alles zehnmal erklären?

00:15:47: also vielleicht merkst du körperlich auch wie angespannt du bist und irgendwann kommst jetzt reicht's aber mal!

00:15:54: Und äh...das Entscheidende ist wirklich Professionelle Emotionsregulation beginnt nicht erst bei dem letzten Satz.

00:16:02: Sie beginnen damit meinen Kipppunkt irgendwie zu kennen.

00:16:07: Gut, also vermutlich hat jeder diesen Kippunkt.

00:16:12: Bei dem einen wird er wahrscheinlich früher, beim anderen später erreicht.

00:16:17: aber ich weiß nicht ob man da immer nur so auf die Lehrer gucken sollte weil Es gibt doch auch Kinder, die einfach provozieren.

00:16:27: Ganz ehrlich!

00:16:29: Die wissen genau, welche Knöpfe gedrückt werden müssen.

00:16:31: Ja

00:16:31: klar gibt's die auch!

00:16:33: Also Kinder können auch provozieren und können auch Regeln brechen und Kinder können Unterricht inwie massiv stören.

00:16:39: Kinder können sich gegenüber anderen Kindern und Erwachsenen auch völlig unangemessen verhalten.

00:16:44: Ohne Frage das müssen wir auch nicht schon reden.

00:16:47: Und Kinder tragen ihrem Alter und Entwicklungsstand entsprechend Verantwortung für ihr Verhalten.

00:16:53: aber daraus folgt nicht automatisch dass Kind trägt Verantwortung dafür, wie der Erwachsene seine Emotion reguliert.

00:17:00: Also da sind zwei verschiedenen Ebenen.

00:17:02: das Kind träg Verantwortung für seinen Verhalten ich trage Verantwortung für meines und deshalb halte ich den Satz der hat mich so weit gebracht echt zum Beispiel für problematisch denn damit verschieben wir die Verantwortung und so sollte es nicht sein.

00:17:18: und es gibt einen schönen Satz von Jasper Hül Der sagt irgendwie, wann übernehmen wir denn die Verantwortung?

00:17:28: Also ich bin die erwachsene Person.

00:17:30: Ich trage die Verantwortung

00:17:32: für die

00:17:32: Beziehung, aber das gehört dazu.

00:17:37: Wie ist es denn also... Wir haben ja oft mal kann man ja unterscheiden zwischen Trigger und Ursache.

00:17:47: Also der Trigger ist dann im Endeffekt so ein bisschen dieser Auslöser Aber der ist ja oftmals gar nicht die Ursache oder dass man dann so emotional reagiert.

00:17:58: Nee, der Trigger ist nicht automatisch die Ursache.

00:18:00: also wenn Mats ruft zum fünften Mal irgendwie dazwischen das kann der Auslöser meines Ärgers sein.

00:18:08: aber warum kann ich am Montag damit umgehen und explodieren aber am Donnerstag beim selben Verhalten?

00:18:14: Also vielleicht bin ich erschöpft Vielleicht sehe ich unterdurchs Zeitdruck, vielleicht an die Stress zu Hause mit der Familie.

00:18:21: Vielleicht musste ich in Witzüchen durch in die Vertretung.

00:18:24: Vielleicht habe ich bereits mehrere Konflikte die Woche gelöst.

00:18:27: Vielleicht läuft die Stunde organisatorisch einfach nur schlecht.

00:18:33: Vielleicht fühle ich mich gerade total hilflos und vielleicht habe ich bei genau diesem Kind inzwischen eine Erwartung entwickelt nämlich in wiegleich statt er sowieso wieder und vielleicht interpretiere ich deshalb jedes Verhalten von ihm einfach schneller negativ, als sich jetzt bei anderen Kindern machen würde.

00:18:51: Und das entschuldigt natürlich Mats Verhalten ihren Vigranich.

00:18:57: Mats muss an seinem Verhalten arbeiten aber ich muss auch an meinen arbeiten.

00:19:04: Okay wenn ich jetzt morgen in die Schule gehe so eine Triggerpunkte habe, die ich dann ja vielleicht auch nicht immer kontrollieren kann.

00:19:17: Was muss sich denn morgen konkret anders machen?

00:19:21: Naja wenn ich häufiger laut werde würde ich nicht versuchen mir vorzunehmen okay morgen bleibe ich einfach ruhig.

00:19:28: das ist ungefähr so hilfreich wie einem Kind zu sagen konzentriert dich einfach mal.

00:19:34: Ich würde analysieren und zwar nicht nur diese Kunden des Kontrollverlust, sondern wirklich die fünf Minuten davor.

00:19:43: Also fünf Fragen eins.

00:19:45: Wann werde ich laut?

00:19:46: In welchen Situationen?

00:19:47: also kann ich das wirklich irgendwie nach... also danach irgendwie rückwirkend betrachtet, irgendwie analysieren und selbst reflektieren.

00:19:56: Sind das die Übergänge hier irgendwie?

00:19:58: Die mir Probleme bereiten?

00:20:00: Sind das offene Arbeitsphasen?

00:20:02: Ist es wenn die Kinder laut werden?

00:20:04: Ist vielleicht kurz vor der Pause nach der Pause?

00:20:07: ist es am Ende des Tages?

00:20:09: also dass ich ganz genau erruiere wann werde ich tatsächlich laut?

00:20:13: und da werden wir viele Kollegen merken okay es sind immer dieselben Situation schon das ist hilfreich.

00:20:19: dann hat man bei wem werde ich laut?

00:20:23: Ist das bei ein?

00:20:24: oder gibt es bestimmte Kinder, bei denen meine Reaktion besonders schnell kippt?

00:20:29: Auch interessant.

00:20:31: Das muss man sich auch eingestehen wenn es so ist und dann die Frage auch weiter verarbeiten.

00:20:37: warum ist das so?

00:20:39: Was passiert unmittelbar davor?

00:20:41: also was ist genau mein Trigger?

00:20:44: Was reicht es mich dermassen, dass ich die Kontrolle irgendwie verliere?

00:20:48: Woran merke ich?

00:20:50: meinen Kipppunkt.

00:20:50: Also ist das meine Stimme, mein Körper, meine Anspannung, meine Sprache, meine Gedanken.

00:20:57: und dann für mich die allerwichtigste Frage was hätte drei Minuten früher passieren müssen damit das nicht passiert.

00:21:05: Vielleicht hätte ich die Arbeitsweise unterbrechen müssen, vielleicht hätte ich mich neben ein Kind stellen müssen.

00:21:10: Vielleicht hätt' ich eine angegütendigte Konsequenz endlich umsetzen müssen?

00:21:15: Vielleicht war mein Arbeitsauftrag nicht klar genug, vielleicht hatte ich kurz unterbrechnen müssen und nochmal irgendwie mit den Kindern klären was zu tun ist.

00:21:22: Vielleicht hatte ich akzeptieren müssen diese Stunde läuft gerade nicht so wie geplant macht das Beste draus und manchmal ist genau das professionell als ein verkrampffhaft am Plan festzuhalten, bis man explodiert.

00:21:43: Was du ja sagst ist dass die Situation reflektieren soll lernen soll wie die Triggerpunkte sind und schauen soll was führt dazu?

00:21:57: Und was sind so die ersten Anzeichen?

00:22:00: Genau.

00:22:01: Das ist also zum Einen, dass man nicht irgendwie das auf die Kinder schiebt?

00:22:05: Also es ist der eigene Kontrollverlust, da hat man einfach mal die Kontrolle verloren und es geht nicht darum wie die Kindersilchschule oder das Kindesschul.

00:22:15: Es hat einfach nicht gehört und deswegen muss sich laut werden um meine Ruhe zu haben sondern weiß ich nicht so die fünf Minuten, wie vor passiert.

00:22:24: was hätte ich anders machen können damit ich nicht explodiere?

00:22:27: In welchen?

00:22:28: Und das ist echt eine wichtige Frage, die man sich stellen muss.

00:22:31: In welchem Situation werde ich laut?

00:22:33: Was ist mein Trägerpunkt?

00:22:35: irgendwie und daran kann man arbeiten wenn man das kennt und weiß irgendwie Kann man fürs nächste Mal wenn man merkt okay es ist eine ähnliche Situation kann man sich Strategien erarbeiten um da aus dieser Falle hier irgendwie rauszukommen.

00:22:48: Die Strategie kann einfach nicht immer sein Ich werd laut und dann ist Ruhe.

00:22:51: Das kann nicht sein.

00:22:53: So, ich bin jetzt so lehrkraft.

00:22:55: Ich nehme mir das vor.

00:22:57: Ich arbeite dran.

00:22:58: Ich gucke wie ändert sich mein Verhalten.

00:23:03: aber was mache ich tatsächlich wenn es mir doch mal passiert?

00:23:08: also wenn ich einfach ein kind angeschrien habe ja was dann?

00:23:16: Dann kann ich Verantwortung übernehmen?

00:23:17: Ich bin die erwachsene Person ohne mich vor der klasse selbst zu zerlegen und ohne das Verhalten des Kindes zu entschuldigen.

00:23:26: Ich war vorhin sehr wütend, dass ich dich so angeschrieben habe, war nicht in Ordnung.

00:23:31: Über deinen Verhalten müssen wir trotzdem sprechen.

00:23:35: Das finde ich wichtig!

00:23:36: Denn da drinnen stecken wirklich auch zwei Wahrheiten.

00:23:39: also den Verhalten waren ich in Ordnungen darüber müssen wir reden und mein Verhalten war auch nicht in ordnung.

00:23:44: Das eine macht das andere aber nicht richtig.

00:23:48: Wenn ich das so mache, verliere ich dann nicht an Autorität?

00:23:53: Warum?

00:23:54: Wir verlangen von den Kindern täglich Fehler zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen.

00:24:00: Sich zu entschuldigen Verhalten zu verändern und ausgerechnet unsere Autorität soll davon abhängig sein dass wir so tun als machten wir selbst keine Fehler.

00:24:12: also das finde ich schwierig.

00:24:15: Mich würde jetzt mal interessieren wie das Ganze funktioniert wenn man als Lehrkraft mitbekommt, dass eine andere Lehrkraft schreit.

00:24:26: Also zum Beispiel wenn man jetzt, sagen wir über den... Man hat ne Freistunde läuft durch den Schulflur und hört auf durch ne geschlossene Tür die Lehrkraftschreit.

00:24:39: manchmal ist es ja auch das die Kinder das wahrscheinlich erzählen.

00:24:42: aber Frau Sohnso oder Herr Sohn so der schreitet ja auch manchmal.

00:24:48: oder zum Beispiel bei dir jetzt in der Ausbildung.

00:24:51: Wie geht man damit dann um?

00:24:53: Das eigentlich wirklich an so einer Situation ist für mich gar nicht nur, dass die Lehrkräfte einverlaut geworden ist.

00:25:00: also Menschen verdienen nun mal irgendwie die Beherrschung.

00:25:04: auch die Lehr Kräfte sind Menschen

00:25:07: Gut, dass es noch mal klarsteckt.

00:25:08: Genau das vergiss man manchmal!

00:25:10: Das muss man aber anschließend tatsächlich auch reflektieren.

00:25:13: also mich beschäftigt zum Beispiel viel stärker was danach passiert?

00:25:19: Ich werde aulat und dann ist Ruhe.

00:25:21: zum Beispiel dieser Satz höre ich ganz oft und damit wird aus einem Anlass zur Reflexion plötzlich eine Bestätigung für das Verhalten.

00:25:34: Also das heißt, wenn jemand die andere Lehrkraft der anderen sich offenbart und sagt naja ich habe es gehört aber so schlimm ist es ja nicht.

00:25:42: Ich mache es ja manchmal auch.

00:25:44: Manchmal gibt's halt diese Situation dann nimmt man diesen Grund der Reflexion eher weg Sondern gibt die Bestätigung?

00:25:53: Naja, manchmal ist es ja okay.

00:25:55: Genau!

00:25:56: Oder zum Beispiel in der Ausbildung... Da sitzt vielleicht eine Lehrkraft in den Ausbildungen und die erlebt ihn wie eine erfahrene Kollegin oder eine erfahrende Lehrkraft.

00:26:04: Vielleicht sogar diese Schulleitung wird auch mal laut im Unterricht Und anschließend wird dieses Verhalten z.B.

00:26:11: im Gespräch angesprochen.

00:26:13: Die Person, also die Ausbildungslehrkraft sagt an Fahrer das mache ich auch Was lernt diese Person in Ausbildung denn daraus?

00:26:21: Nicht aus einem Seminar, nicht aus einem Faktbuch sondern wirklich aus gelebter Schulkultur.

00:26:29: Vielleicht einfach mal so macht man das eben und wenn Kinder nicht reagieren wird man lauter und wenn man richtig laut wird und dann eine Ruhe ist war die Maßnahme erfolgreich!

00:26:40: Das lernen die Leute so.

00:26:41: Die...das ist die gelebte Schulkultur.

00:26:45: Wollen wir das wirklich so haben, ist es das?

00:26:50: Also geht's da auch ein bisschen um...

00:26:53: Was wird gelebt und ich finde es wichtig dass man das mit den Kollegen automatisiert wenn man das im Collegium feststellt, dass es bei einer Person immer wieder zu solchen Vorfällen kommt.

00:27:05: Das ist nicht normal, das ist nicht in Ordnung und mit Nichts zu entschuldigen.

00:27:10: Es ist auch nicht damit zu entsschuldigen, dass die Kinder danach leiser sind und ich meinen Zweck hierhin erreicht

00:27:15: habe.".

00:27:17: Ich glaube Vera Birkendir hat das mal gesagt.

00:27:23: Sie hat gesagt, da ging's jetzt um Kinder?

00:27:29: Lehrkräftenausbildung.

00:27:30: Aber Kinder lernen am Rollenbild und wenn man A sagt, aber B macht dann überwiegt das was man macht stärker.

00:27:38: also nicht das gesprochene Wort sondern dass vorgelebte überwiegts.

00:27:44: Wenn die beiden Dinge sich im Gegensatz zueinander stehen Und dann vermute ich bei Erwachsenen dürfte es ja wahrscheinlich ähnlich

00:27:53: sein.

00:27:54: Ja klar, also Lehrkräftigen Ausbildung lernen nicht nur daraus irgendwie was wir denen erklären sondern sie beobachten uns.

00:28:01: Wir sprechen mit den Kindern wie wir mit den Kinder sprechen?

00:28:05: Wie reagieren wir auf Störungen?

00:28:07: Was tun wir wenn wir selbst ein Fehler machen?

00:28:10: Wie reagieren wir darauf?

00:28:13: Wie reden wir nach einer schwierigen Stunde drüber?

00:28:18: Entschuldigen wir, was reflektieren wir.

00:28:20: Was normalisieren wir?

00:28:23: Also wir bilden auch durch Modellierung aus und das gilt für Mentoren irgendwie, für Kollegen, für Seminarleitungen und auch besonders für Menschen in Führungsposition oder so Schulleitung.

00:28:38: Und deshalb ist diese professionelle Reaktion nach so einer Stunde für mich nicht okay.

00:28:44: Mache ich auch!

00:28:45: Deswegen ist es richtig Sondern lass uns anschauen, warum du an dieser Stelle so laut geworden bist.

00:28:52: Was war vorher?

00:28:53: Wo war dein Kipppunkt?

00:28:55: Welche andere Handlungsmöglichkeiten hattest du?

00:28:58: Was brauchen die Kinder?

00:28:59: Was brauchst du?

00:29:01: Das ist Ausbildung!

00:29:03: Nicht Perfektion vormachen sondern wirklich Reflexionsfähigkeit vormachend.

00:29:07: Wirklich gucken okay... Es ist passiert nun mal.

00:29:13: aber wichtig ist dass man drüber nachdenkt irgendwie und das man weiß.

00:29:17: Es ist nicht normal und es ist nicht akzeptabel.

00:29:22: Wie ist das denn, wenn ich dann merke?

00:29:25: Also... Das passiert mir nicht einmal im Halbjahr sondern eigentlich passiert's mir ständig!

00:29:33: Dann sollte man das ernst nehmen.

00:29:35: also wenn ich regelmäßig Kinder anschreihe oder regelmäßig laut werde Wenn meine Klasse erst reagiert, wenn Ich meine Stimme massiv erhöre Bei bestimmten Kindern immer wieder die Beherrschung verliere, wenn Kinder wirklich sichtbar vor meinen Reaktionen erschrecken.

00:29:55: Oder wenn ich selbst merke ich bekomme meine Reaktion kaum noch gesteuert dann reicht kein morgen reißig mich zusammen und brauche ich wirklich Unterstützung.

00:30:08: Vielleicht muss ich an meiner Klassenführung arbeiten, vielleicht an den Übergängen.

00:30:12: Vielleicht an Konsequenzen.

00:30:14: Vielleicht ein Beziehungen.

00:30:15: Vielleicht brauche ich Beratungen zum Umgang mit bestimmten Kindern?

00:30:19: Ich brauche Strategien!

00:30:21: Ich braue Ausbitation und Unterstützung wahrscheinlich aus dem Kollegium möglicherweise auch Fortbildungen.

00:30:30: Auch das gibt es irgendwie.

00:30:31: möglicherweise muss ich Auch meine eigene Belastung ernst nehmen, denn auch das gehört dann zur Forschung über Lehreremotion dazu.

00:30:41: Also Emotionen entstehen nicht im Luftlehrende Raum.

00:30:45: also Arbeitsbedingungen, Belastungen Beziehungen und schullicher Kontext spielen da eine große Rolle und Selbstreflexion bedeutet daher nicht, alles ist meine Schuld.

00:30:56: So ist es auch nicht gemeint, sondern ich übernehme Verantwortung für den Teil, den ich beeinflussen

00:31:04: kann.".

00:31:05: Das ist der

00:31:05: Punkt!

00:31:06: Also sagst du Kinder dürfen erleben das die Lehrkraft wütend ist?

00:31:11: Sie dürfen auch hören... Ich bin gerade wirklich sauer.

00:31:15: sie dürfen ja erleben dass Grenzen Konsequenzen haben.

00:31:24: Sie dürfen mal leben, so ein Stopp geht es nicht.

00:31:27: Aber was sie nicht tragen sollten ist die Verantwortung für die emotionale Stabilität der

00:31:33: Lehrkraft.".

00:31:34: Ein Kind sollte nicht morgens in den Klassenraum kommen und überlegen müssen okay wie sie heute drauf man gibt die Stimmung.

00:31:41: kann ich etwas fragen.

00:31:42: hoffentlich bin ich nicht als nächstes dran.

00:31:44: also das ist für mich ein wichtiger Unterschied.

00:31:46: also Autorität gibt Orientierung Unberechenbarkeit erzeugt Unsicherheit.

00:31:54: Das muss man sich auch bewusst sein als Lehrkraft, das ist wichtig.

00:31:59: Ein Beispiel halbe ich aus meinem Alltag.

00:32:01: also grundsätzlich schreihe ich nicht Ich werde nicht laut und im Gegenteil absolut ruhig.

00:32:08: Ich hatte mal einen Kind zum Beispiel, das ist schon ein bisschen näher.

00:32:11: Es hat ein Gedicht vorgetragen und es war ein super Schüchternes Kind also wirklich extrem zu begehen.

00:32:17: seiner Schulaufbahn hatte es nur mit mir irgendwie vorgetragend.

00:32:21: dann durfte er im Nebenraum mit ein paar Kindern und so haben wir uns wirklich über die Jahre hinweg irgendwie Stück für Stück erweitert sodass er eines trages wirklich vor der klasse ein gedicht vortragen konnte.

00:32:33: Das war wirklich allein der schritt.

00:32:35: für mich war schon inwiegend sehr haut moment Und das Kind hat einmal kurz gezögert und ein Mädchen hat nicht gelacht, aber einmal so aufgelächelt.

00:32:48: Und dass er das Kind so fertig gemacht.

00:32:50: Ich war so sauer!

00:32:52: Ich war richtig, richtig sauer.

00:32:58: Also ich musste wirklich erst mal kurz mal schlucken, dass das passiert ist.

00:33:03: Das fand ich richtig schlimm Und natürlich hätte ich hochgehen können.

00:33:07: Ich hätte irgendwie das Kind niedermachen können, ich hätte irgendwie also wirklich richtig krass hoch gehen können.

00:33:13: Was habe ich gemacht?

00:33:14: Meine Strategie war in dem Moment den Unterricht abzubrechen.

00:33:18: Ich hab der Klasse gesagt dass ich gerade sauer bin Also wirklich sehr sauer und enttäuscht auch über das Geschehene sozusagen und dass ich mich gerade nicht im Bilde oder mich nicht im Stande fühle, den Unterricht weiterzuführen.

00:33:33: Es war irgendwie zu Ende der letzten Stunde damit was auch irgendwie machbar.

00:33:37: Ich habe die Kinder gebeten, die letzten fünf oder zehn Minuten noch gab, ihre Plätze aufzuräumen.

00:33:43: Den Klassenraum in Ruhe aufzurömen und erst mal darüber nachzudenken was passiert ist.

00:33:50: In der Zeit habe ich mich erst einmal runtergefahren überlegt wie es weitergeht Und als er es geklingelt hat, habe ich mit den lachenden Kind sozusagen gesprochen.

00:34:00: Das Kind war schon fix und fertig glaube ich Und wir haben in Ruhe darüber gesprochen, was passiert ist.

00:34:08: Warum es ist passiert und was das mit dem anderen Kind macht usw.

00:34:15: und sofort war sind die nächsten Schritte also

00:34:19: okay?

00:34:19: so was du sagst Man sagt ja auch manchmal, oder du sagst ja auch eine Nacht drüber schlafen.

00:34:25: Genau!

00:34:25: Also bevor man zum Beispiel eine böse E-Mail an den Lehrer schickt, noch mal ne Nacht drüberschlafen und so eine ähnliche Taktik ist auch.

00:34:33: also wenn Du merkst, Du bist kurz vom Platzen dann guckst Du wie Du aus der Situation rauskommst dass alle, also wahrscheinlich auch die Kinder das Kind was aufgelacht hat wird er wahrscheinlich auch gemerkt haben okay jetzt habe ich da gerade missgebaut und war anscheinend emotional.

00:34:51: Also, dass alle eigentlich runterfahren können und das man dann die Situation in Ruhe bespricht.

00:34:58: Man kann es ja auch zum Beispiel wenn wir jetzt wieder dieses Trigger mit den Kindern haben, die im Unterricht stören könnte man ja auch sagen du pass auf ich will jetzt gar nicht auf dich reagieren aber nach der Stunde sprechen wir darüber.

00:35:11: dann kommst du bitte zu mir Dass man das gar nicht nur macht um den Unterricht gar nicht so unterbrechen zu müssen sondern auch Um sich

00:35:21: die Zeit irgendwie selbst zu geben, wie will ich darüber nachzudenken?

00:35:25: Wie will ich darauf reagieren?

00:35:26: Also um sich die zeit zu geben wirklich angemessen darauf zu reagieren statt aus einer emotion der rost.

00:35:34: Okay also für mich würde ich jetzt sagen Die alternative zum schreien ist nicht Seid immer freundlich und entspannt

00:35:44: Nee ganz und gar nicht.

00:35:45: also sei klar sei konsequent sein wirklich, also setzt deine Grenzen irgendwie.

00:35:52: Das ist wichtig unter Brichverhalten.

00:35:55: Man darf auch ärgerlich sein und ja wenn Gefahr besteht so wie so laut werden.

00:36:02: das hatte ich einmal.

00:36:02: Ich bin in meiner Karriere tatsächlich zweimal Lord geworden Und einmal bei einer gefahren Situation.

00:36:08: wir waren auf Klassenfahrt und ein Mädchen fand spannend auf dem Fensterbrett zu sitzen und zu lesen.

00:36:14: Es ist an sich super schön, weil sie war aber im ersten Stock bei offenem Fenster.

00:36:19: Das fand ich von unten gar nicht so lustig und da bin ich tatsächlich laut geworden.

00:36:23: Das hat die Kinder ziemlich schockiert, weil Sie es ja gar nicht kannten!

00:36:26: Und einmal... Wir hatten schon ewig jährlich irgendwie immer offen Anfang eine ganze Stunde, die Nulltelstunde und die Kinder sind immer wie eins nach dem anderen ganz leise reingekommen und gearbeitet und ein Mädchen ist dann polternd einmal reingekommen.

00:36:44: Aber sie hat sich auch nichts Böses gedacht, aber alle waren so vertieft und ich auch.

00:36:49: Und dann poltern das Mädchen rein und rufen guten Morgen!

00:36:53: Und ich so ... Marie!

00:36:55: Aber richtig so... Das Mädchen hat sofort geweint, weil mehr als ihren Namen habe ich gar nicht gerufen, aber das Mädch war es nicht gewohnt und ich nicht.

00:37:03: Ich hab mich selber schockiert.

00:37:05: Darüber haben wir danach noch geredet.

00:37:09: Mehr nicht.

00:37:09: Also mehr ist nicht notwendig gewesen und ich, diese zwei Momente sind immer noch für mich so... die mag ich trotzdem nicht.

00:37:17: Und das eine also wirklich spielt Marie es ist mir eher rausgerutscht weil sie mich aus der Ruhe quasi herausgebracht hat und ich ihm nicht erwartet habe dass ihr da rein polt habt.

00:37:28: Was ist aber wenn du jetzt so ne Sätze hörst wie naja die Klasse ist eben schwierig oder sowas Der provoziert mich aber ständig.

00:37:40: Wie geht man damit um?

00:37:41: Na

00:37:41: ja, dann sage ich eher okay was... Wann passiert das also?

00:37:45: bei wem?

00:37:46: Was passiert wirklich fünf Minuten davor?

00:37:49: Was ist dein Kipppunkt?

00:37:50: kennst du den wirklich?

00:37:52: welche Strukturen funktioniert nicht.

00:37:55: Was musst du denn anpassen?

00:37:56: Was brauchst du, damit du früher anders handeln kannst?

00:37:59: Also welche Strategien hast du dir erarbeitet?

00:38:02: Welche Merkmale oder welches Verhalten merkst du an deinem Körper was sich verändert wo du weißt?

00:38:08: ok so langsam verliere ich die Beherrschung.

00:38:11: also da muss man sein Körper auch irgendwie gut kennen und wissen.

00:38:14: okay daran kann man das auch irgendwie festlegen.

00:38:21: Vielleicht ist nach so einer Stunde wirklich nicht die wichtigste Frage.

00:38:25: Warum waren die Kinder heute so anstrengend?

00:38:29: Sondern warum konnte ich in diesem Moment nicht mehr so handeln, wie ich eigentlich handeln wollte oder sollte?

00:38:36: und wenn nach einem Schreien plötzlich alle still sind frage ich mich Nicht nur okay cool hat es funktioniert sondern weiß für eine ruhe ist das eigentlich?

00:38:48: weil angst kann Gehorsam erzeugen und Angst ist kein Respekt.

00:38:57: Das muss man sich irgendwie, weil ein Kind still ist als es lange nicht, dass er respektvoll dann ist oder gewonnen ist durch das Lautwerden.

00:39:07: Kinder brauchen keine Lehrkraft die niemals irgendwie wütend sind oder klare Grenzen irgendwie setzt.

00:39:12: sie brauchen aber wirklich Erwachsene die Verantwortung dafür übernehmen was sie mit ihr Wut machen.

00:39:19: also Das ist halt wichtig, weil die Kinder lernen auch am Modell und das gilt genauso für Lehrkräfte in Ausbildung.

00:39:28: Auch sie brauchen ein gutes Vorbild!

00:39:31: Wir wollen dann nicht die Lehrkräften von morgen ausbilden und den bringen wir bei ihnen wie laut zu werden um sich irgendwie Respekt zu verschaffen.

00:39:39: Oder Ruhe

00:39:40: oder Ruhe?

00:39:42: Weil eigentlich verschaffen Sie sich damit keinen Respekt.

00:39:45: Sie verschaffen sich maximal Angst eigentlich, weil Respekt haben sie.

00:39:54: Also die Gespräche im Kollegium sollten dann nie so sein, okay ich werde auch mal laut passiert schonmal.

00:40:04: Sondern man müsste mit den Kollegen agieren, das ist mir passiert, lass uns bitte anschauen warum oder was ich beim nächsten Mal wie früher machen kann und wie damit es nicht passiert.

00:40:17: bedeutet ja nicht, niemals die Beherrschung zu verlieren.

00:40:21: Professionalität zeigt sich auch darin was wir danach daraus machen.

00:40:27: quasi das ist irgendwie wichtig.

00:40:32: An der Stelle kann man auch kurz mal auf die Kinder nochmal gucken.

00:40:35: also auch negative Aufmerksamkeit ist Aufmerksamkeit und manche Kinder kriegen sonst keine Aufmerksamkeit.

00:40:42: es muss man sich auch irgendwie dessen bewusst sein und dementsprechend Machen sie Stress und kriegen Aufmerksamkeit.

00:40:49: Auch das ist Aufmerksamkeit!

00:40:51: Man kann es aber als Lehr greift ihnen wie Steuern und eher positive Aufmerksamkeiten schenken, also das wäre an der Stelle wichtig.

00:41:02: Wenn ich was haben möchte von den Kindern, sage ich immer irgendwie.

00:41:05: Ich sehe Kind Y das schaut mich an hat Britzel Arme.

00:41:09: Ich weiß wir können weitermachen.

00:41:10: Das finde ich toll.

00:41:12: Vielen Dank dafür.

00:41:13: und dann kann man gucken nachher.

00:41:14: von wenigen Sekunden hat man mehr Kinder und immer mehr und immer so dass man nicht laut werden muss sondern Beobachte das positive Verhalten.

00:41:24: und dann freue ich mich.

00:41:25: Und ich spreche auch drüber,

00:41:27: d.h.,

00:41:28: ich freu mich zu sehen das Kind X und ich freue mich und ich sehe dich und PiPapo also oben einfach positiver Aufmerksamkeit zu schenken um den Kinder noch beizubringen dass sich negativer aufmerksamkeiten gar nicht zu schenkende habe.

00:41:44: gut also Ich glaube was heute in der folge wichtig ist nicht nur diese selbst reflektion sondern auch diese Vorbildfunktion, die Lehrkraft hat.

00:41:57: Also nicht nur den Kindern gegenüber sondern auch jüngeren Kollegen oder Lehrerinnen Ausbildung und dass es da ja besonders wichtig ist zu gucken wie man mit den Emotionen umgeht.

00:42:12: und was du gerade eben gesagt hast ist ja nochmal das man die Kinder auch so ein bisschen darauf konditionieren soll das positives Verhalten eher Aufmerksamkeit erzeugt statt negatives.

00:42:26: Genau, also ich glaube heute war es mir wichtig irgendwie klar zu sagen dass so ein Verhalten ist nicht normal, dass Erwachsene Leute ihre Emotionen Kindern gegenüber nicht im Griff haben Also dass man wirklich die Beherrschung verliert sollte nicht sein auch nicht wenn es im Collegium oder im Lehrerzimmer immer mal vorkommt dass ein Kollegen sagt ja ich musste mal laut werden Das muss nicht sein.

00:42:53: Und ich fände es schon schön, wenn sich das etabliert, dass Kollegen nachfragen ja warum musste das sein?

00:42:58: Was hättest du anders machen können?

00:43:00: Welche Strategien hast du beim nächsten Mal?

00:43:02: Lass uns darüber reden!

00:43:03: Kann ich dir helfen.

00:43:05: und dass die Kollegen wirklich hinterfragen in welchen Situationen werde ich tatsächlich laut?

00:43:08: Ich bin mir sicher Es ist nicht immer irgendwie willkürlich sondern es ist immer wieder dieselben Situation.

00:43:15: Auf der einen Seite sagst Du Ja Das ist ja kein Tabuthema.

00:43:23: Also man kann ins Lehrerzimmer gehen und sagen, da bin ich aber wieder laut geworden Was hier ja nicht so gefällt ist.

00:43:33: Verstehst du meinen Punkt, wie du sagst es ist kein Tabuthema und das stimmt?

00:43:37: Ich finde das sollte es sein.

00:43:38: Man müsste wirklich überlegen, wie ist es meine Professionalität?

00:43:44: Ist die noch gegeben wenn sich Beherrschungen wie bei Kennern verliere?

00:43:48: Ja aber worauf ich hinaus für is, dadurch dass es kein Tabutthema ist hast Du ja jetzt als Lehrkraft auch die Möglichkeit eine andere Lehrkraft zu öffnen.

00:44:02: Also du könntest ja hingehen und sagen, ich merke, ich werde irgendwie laut.

00:44:06: Kannst du nicht mal bei mir hospitieren?

00:44:08: Kannst Du nicht mal schauen?

00:44:09: würde man jetzt einmal die Schüler schlagen was ja tatsächlich ein Tabuthema ist wenn man das jetzt irgendjemandem sagen würde?

00:44:18: Das ist ja ein ganz anderes Level.

00:44:20: aber dadurch dass dieses Laut werden eine gewisse Salonfähigkeit hat Kann man, glaube ich, viel besser sich anderen Kollegen öffnen und gucken damit oder daran auch zu arbeiten?

00:44:36: Ja also da heißt du recht.

00:44:38: Auch wenn ich es an sich schlimm finde dass es sagongfähig geworden ist oder immer noch ist.

00:44:46: Es ist aber trotzdem eine Chance, sich dann im Kolegium irgendwie auszutauschen und nach Strategien zu suchen.

00:44:52: Wie man aus dieser Brühlphase...

00:44:56: Die Schreibfalle?

00:44:58: Nein, die Brühlpfeile glaube ich.

00:44:59: Es gibt tatsächlich auch Videos dazu.

00:45:01: Ich dachte das war die Schreibfalle raus aus der Schreib-Fallee.

00:45:04: Ja, ich bin der Meinung, dass es raus aus einer Brühpfallee ist.

00:45:07: Aber ja, das gibt's!

00:45:10: Und die Chance kann man vielleicht auch nutzen in dem Kolegonen zu überlegen weil da ... sollte nicht sein, wenn man bei den Kindern sich Respekt verschaffen möchte.

00:45:19: Das wird niemals über Angst gehen.

00:45:21: Was die Kinder brauchen sind Zuverlässigkeit und Konsequenz ohne Frage.

00:45:27: Die Kinder wissen ganz genau was ich dir sage, das meine ich.

00:45:31: Man kann es wirklich alles sagen, ohne laut zu werden.

00:45:35: Wenn ich ein Kind sage, ich habe dich gebeten, dich um das zu tun und das machst du bitte jetzt, mach' ich das... so, dass es keine Diskussion mehr gibt.

00:45:46: Aber ich werde zu keinem Zeitpunkt irgendwie laut und das muss nicht sein!

00:45:52: Das sollte nicht sein, das lässt sich vermeiden.

00:45:56: man braucht aber die richtigen Strategien und man muss seinen Körper ein bisschen kennen um zu wissen welche Emotionen irgendwie gerade hoch kommen und mein Portstrategien um zu Wissen wie kann man daraus reagieren?

00:46:08: Wie kann man es beim nächsten Mal anders irgendwie gestalten?

00:46:14: Das ist halt der Punkt, also du hast recht.

00:46:17: Es ist eine gewisse Salonfähigkeit irgendwie da und die kann man vielleicht als Chance nutzen um daran zu arbeiten.

00:46:27: als Lehrkraft wenn man dieses Problem hat Stell dir vor, irgendwie du sitzt irgendwo in einer Konferenz oder so und würdest angeschrien werden weil du gerade nicht aufgepasst hat.

00:46:37: Und mit deiner Nachbarin zum Beispiel gesprochen was macht das mit dir?

00:46:40: Oder an der Lehrerkonferenz.

00:46:42: In der Lehrerkonferenz müsste man wirklich machen.

00:46:44: ich hatte mal mit einer Kollegen an der alten Schule auch mal überlegt ihn wie also der Spaß wäre echt riesig die Kollegen mein könnte so diese

00:46:56: Die Kollegen sozusagen.

00:46:57: Die Schiebetafeln

00:46:58: irgendwie für Verhalten, zum Beispiel man könnte die Kollegen in wieder hin und her schieben und auch begründen warum sie nicht irgendwie bei der Sonne sind.

00:47:06: Man könnte auch Kollegen, die irgendwie gerade miteinander sprechen statt irgendwie zuzuhören.

00:47:12: Einfach mal raus schicken vor der Tür und man könnte wenn man nicht die Aufmerksamkeit der ganzen Belegschaft hat einmal so richtig laut werden und überlegen und die Kollegen tatsächlich auch überlegen lassen wie sie sich gerade fühlen das ja angebrüllt wurden.

00:47:27: Und warum finden wir es okay dass Kinder angebrillt werden?

00:47:35: Ich möchte auch nicht angebrüllt werden.

00:47:38: Und ich bin mir auch nicht zu schade, meinen Partner gegenüber zu sagen, du, ich möchte das so auf deinen Ton achtest!

00:47:44: Mache ich auch bei Eltern gesprechen wenn es notwendig ist?

00:47:47: Ich möchte nicht angeschrien werden aber ich möchte auch andere nicht anschreien.

00:47:52: also das geht nicht muss man drüber nachdenken man muss darüber sprechen.

00:47:58: daher heute die Folge dass die Kollegen, die es vielleicht möglicherweise betrifft kurz drüber nachdenken und vielleicht strategien sicher arbeiten.

00:48:10: Das wäre toll!

00:48:12: So viel zu dem Thema!

00:48:14: Gut ich würde sagen

00:48:17: vielen Dank für's Zuhören.

00:48:18: wir hören uns nächste Woche Montag.