Wenn Lehrkräfte mehr sprechen als Kinder denken
Elementarwissen – Folge 42
Didaktik ist mehr als Erklären - Wenn Lehrkräfte mehr sprechen als Kinder denken.
Viele Lehrkräfte glauben: Guter Unterricht bedeutet, Dinge möglichst klar zu erklären.
Doch genau hier liegt oft ein Problem!
=> Wenn gute Erklärungen Lernen sogar verhindern!
Wenn Lehrkräfte viel erklären, denken Schülerinnen und Schüler häufig weniger. Lernen entsteht aber nicht durch Zuhören, sondern durch eigenes Denken. In dieser Folge geht es darum, warum Unterricht oft zu erklärlastig ist – und wie Lernen besser gelingt, wenn Kinder selbst Strukturen entdecken.
Ich spreche darüber, warum Denkzeit im Unterricht so entscheidend ist, weshalb Fragen oft wirksamer sind als Erklärungen und welche Rolle Schülererklärungen für echtes Verständnis spielen. Außerdem schauen wir auf didaktische Ideen von Jean Piaget, Martin Wagenschein und Hans Freudenthal sowie auf Forschungsergebnisse zur sogenannten „Wait Time“ von Mary Budd Rowe.
Anhand konkreter Beispiele aus dem Mathematikunterricht zeige ich, wie Unterricht häufig abläuft – und wie man ihn anders gestalten kann: mit Aufgaben, die zum Denken anregen, und mit Fragen, die Lernprozesse sichtbar machen.
Diese Folge richtet sich an Lehrkräfte, die ihren Unterricht so gestalten wollen, dass Schülerinnen und Schüler nicht nur Aufgaben lösen, sondern wirklich verstehen.
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